THEMA: Reisebericht Sambia - 2. Versuch - November 2016
03 Mai 2017 22:22 #473845
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Tag 16 - Sonntag, 13.11.2016

Das Frühstück darf heute Morgen seehr gemütlich ausfallen, wir haben alle Zeit der Welt und genießen ein letztes Mal den Ausblick auf die Flussschleife... B)
...wir sind gespannt auf das Zikomo Safari Camp, letztes Jahr standen wir dort vor einem geschlossenen Camp mit Notbesetzung und strömendem Regen, heute begleitet uns Sonnenschein und die Gewissheit, dass das Camp noch geöffnet ist. Vor unserer Abreise hatte ich das Camp kontaktiert...sie teilten uns mit, dass erst am 20. November Saisonende sei, also in wenigen Tagen. Wir sollen einfach kommen...das klappt schon... ;)
Während wir zusammenpacken, kann ich meine Augen nicht von unseren südafrikanischen Nachbarn lassen...was für eine Show... :laugh: ...
Sie bereitet ihrem Mann die Spiegeleier am Küchenanhänger zu...steht dort wie Audrey Hepburn in einem Hollywood-Schinken...zum Schreien... B) ...schick zurechtgemacht mit Schürze, Strohhut und Handschuhen...sieht man auch nicht so oft beim Campen...
Bevor wir starten, geht´s noch mal zur Rezeption, hier gönnen wir uns ne´ kalte Cola und erfahren zufällig die Verwandtschaftsverhältnisse von 'Ginger' und seinen Eltern...neben der Inhaberin steht dort ein Tourguide ( und/oder Inhaber ) einer anderen Lodge, der die Tiere in der Umgebung offensichtlich sehr gut kennt...interessanter Abschluss... :)
Schnell sind wir an der Dorfstraße und decken uns im Supermarkt wieder mit eiskalten Getränken ein...


Den Einstieg in die Piste Richtung Nsefu Sector und Zikomo Safari Camp am Ortsende kennen wir noch vom letzten Versuch, hier standen wir damals nach wenigen Kilometern vor einem reißenden Lupande River...Durchfahrt bestenfalls mit einem U-Boot möglich...wir mussten den Umweg weiter Richtung Chipata nehmen...
Diesmal alles kein Problem, ein sandiges Flussbett erwartet uns und auch die 2. Flussquerung des Msandile River ist staubtrocken...lediglich ein LKW und Sand schaufelnde Männer blockieren die Durchfahrt, machen aber schnell Platz...
Mehrere Dörfer folgen, deren Grenzen ineinander übergehen...dann verschwinden die Hütten allmählich und das Miliyoti Gate wird vor uns sichtbar. Links geht es ab zum Zikomo Camp, hier standen wir vor 1 Jahr vor einer grünen, unübersichtlichen Ebene, die gefährlich sumpfig aussah, wir wählten die Zufahrt direkt hinter dem Gate.
Heute erwartet uns eine knüppelharte Piste...völlig andere Landschaft...lediglich das letzte Stück an der Lagune entlang hat Ähnlichkeiten mit der Szenerie der letzten Reise...unglaublich, was die paar Wochen ausmachen...




Wir erreichen das Camp und parken direkt vor der Rezeption...schön ist es hier...viel Schatten spendet bei dieser höllischen Hitze etwas Kühlung... :)
Wir werden herzlich begrüßt und direkt in die Camp-Regularien eingewiesen...kleiner Pool, Essen möglich mit Vorbestellung, Internetzugang usw., hier gibt es fast alles, was man so braucht mitten in der Wildnis...

...die kleine Internet-Plattform funktioniert ganz ok...

Das Camp ist nicht groß, insgesamt vielleicht 6 campsites, aber nur spärlich belegt...2 Fahrzeuge mit NL und ZA-Kennzeichen belegen jeweils eine site, wir können also wählen und entscheiden uns für eine schattige Stelle mit kleiner Überdachung ganz am Rand...tolle Lage hier... B)


Ein Mitarbeiter begleitet uns auf dem Trampelpfad zwischen Campsites und Lodge, es geht an einigen nicht belegten Hütten vorbei, diesen Weg hier in der Wildnis möchte ich im Dunklen nicht unbedingt laufen...extrem unübersichtlich...

Auf meine Frage diesbezüglich erzählt er, dass Elefanten häufig diese Passage kreuzen, um zum Flussbett zu gelangen...auf keinen Fall anleuchten... B) ...
Der Manager berichtet später, dass gestern Abend direkt vor der Lodge am kleinen Wassertümpel mehrere Löwen gelegen haben...überhaupt seien viele Löwen in der Umgebung...sagt er breit grinsend...wir sollen vorsichtig sein... B) ...

Das Waschhaus besteht aus einigen Schilfwänden mit Zugängen zu jeweils einer Toilette und Dusche...natürlich alles ohne Türen... ;) ...und Affen beäugen uns auch direkt als potentielle Beute....

...diesen Spiegel mögen vor allem die Affenladies... B)

Nach dem check-in rollen wir über die Zufahrt zu unserer Campsite, was für eine Aussicht...allerdings hat auch hier der Luangwa River kaum Wasser, die wenigen Pfützen sind noch weiter entfernt als im Wildlife Camp...




So steht der LC richtig gut...Manni baut das Camp auf, während ich das gesamte Gelände erkunde...es ist inzwischen Mittag und lähmend heiß...die großen Hütten für die Gäste der Lodge ziehen sich doch über eine größere Fläche und scheinen noch gut besetzt...der kleine Pool ist in niederländischer Hand...die beiden Fahrzeuge im Camp scheinen zusammen zu gehören...



Den restlichen Tag werden wir im Camp verbringen und die Aussicht genießen, vielleicht haben wir ja Glück und müssen nicht viel für tolle Sichtungen tun... ;) ...
Stinkefaul verbringen wir den Nachmittag, aber außer einer Giraffe, zahlreicher Gazellen mit Jungtieren, die direkt vor der Lodge grasen, sowie einer Warzenschweinfamilie schaut niemand vorbei...egal...es ist sehr entspannt hier... B) ...










Ich erkunde alles zu Fuß...sowohl auf der Lodge-Seite als auch hier spenden überwiegend Leberwurstbäume den Schatten, habe noch nie so viele und mächtige dieser Art gesehen...
Der Rest unserer Wassermelone muss weg...ein junger Mann ( unser Platzwächter, den wir alles fragen können... B) ... ) leistet uns kurz Gesellschaft und fragt, ob er die Melonenkerne haben kann, Saat ist Mangelware hier...er bekommt das ganze Stück, ist eh´ nicht mehr viel und so kann er sich die Kerne heraus pulen... :) ...
Auch er redet von den vielen Löwen hier, jeden Abend tauchen sie irgendwo um´s Camp herum auf und laufen auch gerne mittendurch...er verspricht, heute Nacht sehr aufmerksam zu sein... :)
Die Sonne senkt sich, Wolken ziehen auf...es sieht irgendwie nach Regen aus...naja, die Natur würde es freuen...


...das Zikomo-Problem mit dem Internet...wo ist es denn...?... ;)

Nachmittags starten mehrere Tour-Fahrzeuge vollbesetzt mit Touristen Richtung Flussbett zu einem Night-Drive...das möchten wir Morgen auch in Angriff nehmen...aber heute ist nur Faulenzen angesagt...
Noch vor Einbruch der völligen Dunkelheit schaffen wir das Abendessen incl. Spülen...irgendwie hat mich das ganze Gerede über Löwen doch etwas nervös gemacht...im Dunklen möchte ich auf diesem unübersichtlichen Platz nicht unbedingt herumlaufen...der Busch beginnt unmittelbar hinter dem Waschhaus... B) ...

Die Tourfahrzeuge kommen zurück, weit sind die Motoren zu hören...auch unsere Nachbarn waren dabei und sind begeistert...es soll hier ja eine "Leoparden-Garantie" geben, Sichtungen sind sehr wahrscheinlich...auch sie hatten Glück und konnten einen beobachten...
Beim Bezahlen der Tour zeigt sich wieder das Zikomo-Problem mit dem Internet-Zugang...der Manager kommt direkt ins Camp und hält das Lesegerät in die Luft...hier soll der beste Platz für einen Empfang sein...ok, er sollte es wissen... B) ...
Wir sitzen noch länger draußen...eine faszinierende Geräuschkulisse...den Lichtkegel des Wachmannes sehen wir ständig herumschwirren, er schaut immer mal wieder bei uns vorbei und leuchtet die Umgebung ab..."no lions up to now"...ich beneide ihn nicht...
Zähne putzen am Auto und schnell ins Dachzelt...nun kann hier bis Morgen früh herumlaufen, was will... B) ...
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08 Mai 2017 23:40 #474340
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Tag 17 - Montag, 14.11.2016

Als wir erwachen, sind unsere Nachbarn bereits verschwunden, wir sind allein auf dem Platz.
Im Vorbeigehen berichtet uns das Reinigungspersonal, dass es letzte Nacht einen Büffelriss in der Nähe gegeben hat, nur einige hundert Meter nördlich des Camps. Die Menschen hier haben es in der Nacht gehört, während wir wahrscheinlich in der Tiefschlafphase waren... B) ...
Kurz darauf schlendert unser Nachtwächter vorbei und berichtet ebenfalls aufgeregt von dem Riss und dass das Camp heute Nacht Löwenbesuch hatte...sie haben den Platz kreuz und quer durchlaufen...
Bevor wir in den NP starten, wollen wir den Game-Drive heute Nachmittag buchen und werden enttäuscht...alle Fahrzeuge sind bereits ausgebucht, da heute der letzte Tag aller Lodge-Touristen hier ist und einige Gäste von umliegenden Unterkünften ebenfalls gebucht haben...naja...auf überfüllte Fahrzeuge haben wir eh´ keine Lust... :( ...
Aber der Manager bietet uns als Alternative den nächsten Tag an, da wären wir allein...eigentlich wollten wir Morgen abreisen, aber spontan entscheiden wir, einen weiteren Tag zu bleiben und den Game-Drive zu machen...somit ist unser Reservetag für einen eventuellen Kafue-Aufenthalt weg...aber viel schöner als hier in der Wildnis geht doch auch kaum, vor allem, da die Lodge Morgen nur uns allein gehört... B) ...
Endlich starten wir in den Nsefu-Sektor und sind sehr gespannt, dieser Teil des Parks ist neu für uns...ob hier mehr Tiere sind als in der Mfuwe-Region...?
Am Milyoti-Gate angekommen empfängt uns eine grimmige Rangerin...ob wir heute früh bereits im Park waren, ohne Eintritt bezahlt zu haben, fragt sie uns...sie hätte ein Fahrzeug gesehen, das aussah wie unseres...erst glaubt sie uns nicht, aber als wir uns als Zikomo-Gäste outen, die erst gestern angekommen sind, erhellt sich ihr Gesichtsausdruck und endlich lächelt sie...( vielleicht haben unsere Nachbarn heute Morgen noch schnell eine Spritztour gestartet...Zikomo hat eine eigene Parkzufahrt am Gate vorbei...)...

Sie drückt uns eine Papierkarte in die Hand und es gibt eine Kurzeinweisung. Auf unsere Frage nach besonderen Sichtungen erzählt sie, dass heute Morgen ein Radfahrer 14 Löwen etwas unterhalb des nördlichen Gates gesichtet hat.....hier glaube ich noch, es falsch verstanden zu haben...ein Radfahrer????... ;) ...
Endlich können wir starten und begeben uns auf die Hauptstrecke durch den Park Richtung Chikwinda Gate...unser erstes Ziel sind die 'Hot Springs' ungefähr an der Hälfte der Strecke...
Dieser Tag wird 2 Überraschungen bieten...die erste taucht gerade in unserem Sichtfeld auf....ich habe mich nicht verhört...hier gibt es einen offiziellen Rad- und Fußweg entlang der Piste quer durch den NP...also hat tatsächlich ein Radfahrer die Löwen gesehen... B) ...Wahnsinn...auf dem Radweg hier ist richtig was los und Frauen tragen zu Fuß ihre Utensilien durch den Park...das sind schon einige Kilometer...


...links im Bild der "Radweg" mit zahlreichen Reifenspuren...


Wir durchqueren weite trockene Ebenen, natürlich ohne Tiere, denn Wasser gibt es hier nicht...erreichen den Abzweig zu den 'Hot Springs' und biegen rechts ab auf die Chichele Road...

...blühende Bäume säumen die Piste und plötzlich stehen zahlreiche Büffel vermeintlich auf der Strecke...nein...dort ist tatsächlich Wasser und nicht einmal wenig...die Büffel baden und saufen...wir beäugen uns misstrauisch...stören die Herde...ziehen sie sich zurück oder sollten wir das besser tun?...sie weichen aus und wir rollen im Schritttempo vorbei... ;) ...







Entlang des schmalen Wasserlaufes führt die Piste Richtung 'Hot Springs', die offensichtlich diesen kleinen Bach speisen...entsprechend viele Tiere stehen herum...und da ist sie...tatsächlich der Ursprung dieser kleinen Oase hier in der vertrockneten Landschaft...sogar ein kleiner See befindet sich direkt nebenan... :) ...





Zuerst wollen wir natürlich wissen, wie heiß das Wasser ist....verbrühen uns fast die Finger, das Wasser ist kochend heiß...
Wir stehen wie auf dem Präsentierteller, es ist übersichtlich hier, keine Büsche oder Bäume, wir können uns also etwas die Beine vertreten...
Während wir noch an der Quelle stehen, beobachten wir den kleinen See...liegt da etwa ein Flusspferd im Wasser...?...tatsächlich, dort liegt wieder ein einsamer ( und vielleicht auch 'angepisster' ) Bulle in diesem wahrscheinlich sehr heißen Wasser...die Lufttemperatur wird da nicht viel abkühlen können...irgendwie bizzar... B) ...
...direkt neben dem Bullen liegt auch noch ein Krokodil...


Nun folgt die 2. Überraschung des heutigen Tages und die hat es in sich... B) ...
Der kleine See und somit der Flusspferd-Bulle liegt vielleicht 200 m von den 'Hot Springs' entfernt und wir überlegen für den Bruchteil einer Sekunde, etwas näher dorthin zu laufen...es sieht hier alles so friedlich und übersichtlich aus...
...die innere Stimme siegt, wir steigen in den LC und rollen langsam Richtung Flusspferd...rücken ihm auch nicht zu nah auf die Pelle ( so glauben wir... :( ... ) ...halten schließlich mit etwas Abstand bei noch laufendem Motor...Manni lässt sein Fenster runter, ich stelle meine Kamera gerade scharf auf den Bullen durch das geöffnete Fenster und Manni will gerade den Motor abstellen...da dreht der Bulle langsam den Kopf in unsere Richtung und explodiert regelrecht vor unseren Augen... :ohmy:

...ich erlebe diese Explosion durch die Linse und drücke exakt in diesem Moment ab...das bleibt auch das einzige Bild, denn das Flusspferd rast in Wahnsinnsgeschwindigkeit auf uns zu...Manni gibt richtig Vollgas...die Steine fliegen nur so durch die Gegend und das Tier rennt uns noch eine Weile hinterher, wie wir im Rückspiegel sehen...
...dann endlich dreht er bei und trottet wieder in aller Ruhe zurück in SEINEN See... B) ...


Puuuuuh....DAS war knapp...wäre der Motor aus gewesen, hätte er uns wahrscheinlich eine ordentliche Beule ins Auto gerammt...
Wie schnell ein Flusspferd auf schlammigem Untergrund von 0 auf 100 kommt, hätte ich niemals für möglich gehalten...das sie extrem schnell sind, war uns bewusst...das sie aber aus dem Stand diese Geschwindigkeit erreichen, werden wir sicher nie mehr vergessen...eine Lehre für´s Leben.... ;) ...
Noch etwas geschockt fahren wir langsam zurück zur Hauptpiste und biegen ab Richtung Chikwinda Gate...wir wollen doch die Löwensichtung des Radfahrers von heute Morgen finden...es soll nah am Gate gewesen sein...
...aber so sehr wir auch Ausschau halten, keine Schwanzspitze einer Katze lässt sich blicken... :( ...

...diese Kleinen wären ein netter Snack für "unsere" Katzen... :( ...sind sicher noch nicht lange auf dieser Welt...

Irgendwann stehen wir vor dem Gate, dass an das Dorf am Chifungwe Gate erinnert mit seinen Graswänden links und rechts der Piste.
Auf die Frage nach den Löwen zeigt der Ranger schräg in den Busch...ca. 500 m entfernt liegen sie im Gestrüpp, aber nicht von der Piste aus zu sehen und es sind auch keine 14 Tiere mehr, die Gruppe hat sich geteilt... :( ...
:) ...sehr nette Leute hier...wir hätten kaum eine Chance, die Tiere allein zu finden...der Ranger winkt einen Mann heran, den er als Guide vorstellt...er spricht sehr gutes Englisch...der wird uns zu den Löwen führen ( erst glaube ich, er will zu Fuß mit uns dorthin... :unsure: ...sind ja nur 500 m und wer hier Fahrrad fährt, der läuft vielleicht auch dorthin... )...was für ein Tag... B) ...
Gottseidank...er springt doch zu uns in den LC, ich verziehe mich auf den Rücksitz und muss nun natürlich meine Frage loswerden: "Ist es nicht gefährlich für die Menschen hier, den Park zu Fuß und/oder mit dem Rad zu durchqueren?"
Er lacht...nein, am Tag sei das kein Problem, da die gefährlichen Tiere ja nachtaktiv sind. Bei Einbruch der Dunkelheit hält sich niemand mehr dort auf...es gab noch nie einen Zwischenfall mit Löwen, deshalb erkennen die Katzen den Menschen auch nicht als Beute...hoffentlich wissen das auch die Löwen... B) ...
Er zeigt nach rechts...wir biegen von der Piste ab querfeldein über eine extrem harte, stoppelige Fläche...fahren um einen großen Busch herum und dort in dem Gestrüpp liegen sie...das hätten wir sicher nie gefunden...
Wie viele Tiere noch hier sind, ist nicht klar erkennbar, sie liegen teilweise versteckt...wir müssen den Busch umrunden, um überhaupt etwas erkennen zu können...



...erst auf diesem Foto habe ich gesehen, dass links neben der Löwin noch mindestens ein weiteres Tier im Busch liegt...


Ein männliches Tier liegt zwischen den Bäumen, unter´m Gestrüpp eine Löwin mit Halsband...,...gut sichtbar 2 Tiere, von denen eines eine sehr auffällige Färbung hat...das Maul sieht von Weitem irgendwie deformiert aus, wie eine Hasenscharte o.ä....erst bei Vergrößerung erkennen wir, dass es lediglich eine Färbung des Felles ist, die diesen optischen Effekt erzeugt... :) ...




...noch nie habe ich ein so markantes Löwengesicht gesehen...



...diese gerunzelte Stirn... :) ...

Nach einigen Fotos verlassen wir die Gruppe und holpern über diesen harten Acker zurück zum Gate...möchten unseren netten Begleiter nicht überstrapazieren... :) ...









Ich sitze wieder im "Cockpit"...lieben Dank an die netten Menschen hier...und zurück geht es Richtung Süden entlang des extrem mäandernden Luangwa-Flussbettes, dem man direkt über verschlungene Pisten folgen kann... :)

Fortsetzung folgt... B)
Letzte Änderung: 09 Mai 2017 11:41 von paulinchen.
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12 Mai 2017 02:42 #474726
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Der Abzweig von der Hauptpiste liegt knapp unterhalb des Chikwinda Gates, eigentlich fast neben dem Löwengelage... B) ... und ist gut beschildert. Es ist Mittag, bisher ist uns kein weiteres Fahrzeug im Nsefu Sektor begegnet...jetzt schon können wir sagen, dass in diesem Teil des NP zumindest zu dieser Jahreszeit wesentlich weniger Touristen, dafür aber viel mehr Tiere unterwegs sind... :) ...




Endlich erreichen wir das Flussbett...auch hier kaum Wasser und an den wenigen "Pfützen" knubbeln sich Flusspferde und Krokodile.


In der Ferne sehen wir immer wieder Elefanten und endlich auch mal wieder aus der Nähe... B) ...eine Gruppe mit Jungtieren läuft zügig in unsere Richtung...dreht dann ab zu einem Schlammloch...sie matschen herum und plötzlich rennen sie weiter, erst in unsere Richtung, dann drehen sie ab...die haben es richtig eilig, warum auch immer... :( ...







Direkt an der Uferkante machen wir eine Pause, steigen aus und gönnen uns ein Bierchen...ausnahmsweise... B) ...
Der Himmel zieht sich zu, es sieht irgendwie nach Regen aus...eigentlich ganz angenehm, wenn sich Wolken vor die gnadenlos brennende Sonne schieben...


Der enge Weg entlang des Flussufers erlaubt immer wieder eindrucksvolle Blicke auf die Szenerie, aber es ist so unübersichtlich und kurvig, dass ich befürchte, uns kommen mal Elefanten in der Fahrspur entgegen...


...dieses Krokodil ist riesig, leider ohne Lust auf unsere Gesellschaft...

Sobald wir halten, stürzen sich Krokodile in die Fluten und die Köpfe der Flusspferde wenden sich misstrauisch in unsere Richtung...viele kleine Köpfchen zwischen den erwachsenen Tieren... :) ...nach dem Effekt des Vormittags traue ich keinem dieser schlecht gelaunten Tiere über den Weg... ;) ...




...erst auf den Fotos wird uns klar, wie winzig dieses Flusspferd-Baby ist... :) ...


...auch untereinander ist ordentlich Stress angesagt... B) ...



...der Gelbschnabelstorch hat die Ruhe weg, obwohl auch er belauert wird... ;) ...










...es geht aber auch ruhiger... ;) ...


Die Sonne arbeitet sich wieder etwas hervor, aber am Horizont kann man stellenweise bereits Regenfäden aus den Wolken wabern sehen...es braut sich was zusammen...


2 Giraffen links am Weg...ihre Färbung bietet wirklich eine perfekte Tarnung...stehen sie regungslos, könnte man glatt vorbeifahren... B) ...



...und eine dritte Giraffe vor uns...


...komme ich dran...?

...erwischt... ;) ...


Starker Wind kommt auf, bläst den trockenen Sandboden herum, wie Rauchschwaden steht der Dreck in der Luft... :( ...

Wir umfahren eine riesige Freifläche mit vielen Antilopen, rechnen gerade hier nicht mit Katzen, fahren um eine enge Kurve und da liegen die beiden seelenruhig mit Blick auf die 'gedeckte Tafel'... B) ...





...sie schauen immer mal wieder in unsere Richtung, aber wirklich stören können wir sie nicht... B) ...





Inzwischen baut sich eine schiefergraue Wolkenwand auf...sind sicher, dass es ein heftiges Gewitter geben wird...es grummelt bereits in der Ferne...

...es ist ihr Revier... B) ...


...die Sonne quält sich noch mal durch...


Kudu-Mama passt auf... :)


Vor Unwettern gibt es ja tolle Lichtverhältnisse, die tiefstehende Sonne gibt alles dazu... B) ...



Eigentlich wollten wir den Fluss entlang bis Zikomo fahren und so vielleicht den gerissenen Büffel finden, aber diese kurvige Strecke nimmt doch viel Zeit in Anspruch und in ein Gewitter möchten wir hier auch nicht geraten...deshalb wählen wir den nächsten Abzweig zum Gate und fahren direkt auf das Gewitter zu...hoffentlich geht das gut...wie schnell sich nach heftigen Regenfällen die Landschaft ( und auch die Piste... B) ... ) verändern kann, haben wir schon einige Male erlebt... :angry: ...




...sie sind mit einem sehr Kleinen unterwegs und deshalb auch leider schnell weg... :) ...






Bis zum Gate tröpfelt es nur...kurz vorher geht der Weg rechts ab zum Zikomo Camp. An unserer Campsite entscheiden wir,
heute nicht zu kochen, zu windig und bei Regen auch nicht besonders lustvoll...schnell laufen wir zum Hauptgebäude und erkundigen uns nach den Möglichkeiten...wir haben Glück, viele der Game-Drive Touristen haben all inclusive gebucht und bekommen ein Abendessen, an dem wir teilhaben können. Die Küche läuft schon auf Hochtouren, wir müssen uns beeilen und haben 'Kohldampf'...
Kurz zurück im Camp bekommen wir doch noch Nachbarn, ein Iveco mit südafrikanischem Kennzeichen quält sich durch die Zufahrt, das Fahrzeug ist zu hoch und sie rangieren lange rum, bis es kratzend passt.
Das Essen steht bei unserer Rückkehr bereits auf dem Tisch, leckere Hausmannskost, ein bezahlbarer Rotwein dazu..na geht doch... :) ...
Wir sitzen noch länger hier und betrachten die alten Fotos an der Wand...es wird dunkel und irgendwann kommen die Tourfahrzeuge zurück...die Tische sind gedeckt und lautstark macht sich eine Truppe älterer Touristen mit überwiegend niederländischen Wurzeln über das Essen her...ist ja ihr letzter Tag in der Lodge...
...wir haben zwar unsere Taschenlampen dabei, aber es gruselt mich, den schmalen unübersichtlichen Verbindungspfad zwischen Campsites und Lodge in der Dunkelheit zu gehen...aber allein müssen wir nicht starten, es wartet schon ein Mitarbeiter mit starker Lampe, der uns bis zum LC begleitet.
Es hat bisher nicht geregnet, Blitze zucken zwar irgendwo da hinten, aber wir werden vom Regen verschont und genießen einen ruhigen trockenen Abend fast allein im Busch.
Letzte Änderung: 12 Mai 2017 12:09 von paulinchen.
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17 Mai 2017 23:18 #475396
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Tag 18 - Dienstag, 15.11.2016


Heute Morgen übernimmt eine Affenhorde das Regiment und umkreist das Areal, um sich schnell von allen Seiten anzuschleichen. Wir schließen sofort alle Türen...nichts darf herumliegen... :( ...Auch der Mülleimer ist nicht sicher, die kleine Tür können sie routiniert öffnen. Auch mit Steinen werfen und Lärm kann sie nicht wirklich beeindrucken... B) ...


...es sind viele...

...aber auch ganz süß... ;)

Schließlich verzieht sich die Gruppe...nichts zu holen hier... ;) ...


Gestern sind mir bereits die wunderschönen roten Blüten auf dem Boden aufgefallen, aber schaue ich hoch in die Bäume, entdecke ich nichts Rotes...komisch...welcher Baum wirft diese tollen Blüten ab?





Während des Frühstücks blättern wir im 'Hupe' und entdecken ein Kapitel über Leberwurstbäume...davon gibt es Einige hier
...ach so...die roten Blüten gehören zu den Leberwurstbäumen, blühen allerdings nur in der Dunkelheit, um Fledermäuse zur Bestäubung anzulocken...interessant... :) ...
Ich betrachte die Bäume genauer und sehe tatsächlich lange Stiele herabhängen, die am Ende so etwas wie geschlossene Blüten tragen...



...heute Abend werden wir in die Bäume leuchten, bin gespannt, ob sich tatsächlich Blüten öffnen... B) ...
Ich muss mal meine mails checken, die kleine Plattform an der Lodge ist leer, nur das Notebook des Managements ist dort eingestöpselt...die Verbindung steht sofort...Pflichtprogramm schnell erledigt... B) ... :) ...

Unser Pool heute... :) ...was gibt´s Besseres als in einem kühlen Pool unter riesigen Leberwurstbäumen mit Blick auf das Luangwa-Flussbett zu liegen...dafür müssen andere vieeel Geld in die Hand nehmen... B) ...
Einzig störend sind winzig kleine schwarze Tierchen im Wasser...die zwicken...aber was soll´s... :) ...



Nur wenige Tiere besuchen uns während des Tages, es gibt einfach Orte im Flussbett, die wesentlich mehr Wasser enthalten...endlich besuchen uns ein paar Elefanten weit entfernt...


Leider ist auch für uns heute der letzte Tag hier, tröstlich nur, dass auch das Personal zusammenpackt...die Saison ist definitiv vorbei... :( ...
Ich freue mich auf den Game-Drive, Treffpunkt 16 Uhr an der Lodge. Damit wir nicht in der Dunkelheit kochen müssen, wird heute bereits um 15 Uhr gegessen...lecker Nudeln mit roter Soße und Parmesan...
...aber der Weg zwischen Campsites und Lodge ist nach wie vor nicht meiner...vermeide jeden unnötigen Gang hier... :( ...

Pünktlich sind wir am Hauptgebäude, es gibt einen Snack mit "Tea or Coffee", ganz nett...und wie schon gedacht kommen unsere Camp-Nachbarn dazu...zwei sehr nette, aber etwas distanziert wirkende SA. Wir sind also zu viert...besser geht´s kaum...
Dem Manager haben wir zwischenzeitlich von unserem Erlebnis mit dem Flusspferd-Bullen an den Hot Springs erzählt...er wirkt nachdenklich und überrascht, ja fast besorgt über diese Episode und bezeichnet es als ungewöhnlich... :( ...
Zum Sattessen sind wir nicht hier, deshalb starten wir zügig zum Game-Drive und sind sehr gespannt...es ist unser erster, bisher sind wir lieber selbst gefahren...
Die beiden Guides sind ein gutes Team, der Fahrer älter, erfahren wirkend und mit gutem Englisch, der Beifahrer und "Beleuchter" jung, nett und wird offensichtlich gerade angelernt...macht seine Sache aber gut...nur das Fahrzeug macht einen klapperigen Eindruck... :( ...
Nah am Camp gibt es noch ein paar Details zu den Leberwurstbäumen, dann geht es über die "Private Road Zikomo Only" den Luangwa River entlang. Hier wollten wir gestern bei unserer Tour eigentlich rauskommen.

Und tatsächlich, nach nur einigen hundert Metern erreichen wir den gerissenen Büffel...die Geier haben den Kadaver gerade für sich allein...sehr hungrig waren die Jäger nicht, es fehlen anscheinend nur die "Leckerlis"...da bleibt genug für andere... B) ...



Nicht weit entfernt finden wir diese faulen Jungs, die sich von uns nicht aus der Ruhe bringen lassen... B) ...



Wie gestern fahren wir verschlungene Wege am Flussufer entlang, sehen bekannte Tiere, aber aus einer völlig anderen Perspektive...


...diese Giraffe haben wir am Vortag bereits gesehen...so merkwürdig ramponierte Gelenke an den Vorderbeinen...

...eine Gruppe "Schwarzfahrer"... ;) ...



...die 'bösen' Wörter benutze ich nicht mehr... B) ...die beiden sind einfach nur niedlich...

Leider zieht sich der Himmel frühzeitig zu, so dass die Lichtverhältnisse ziemlich düster sind...kein 'Sunset' heute...





...trotzdem machen wir den geplanten 'Sunset' - Stop an einem trockenen Seitenarm, wo die Umgebung sehr gut zu überblicken ist... ;) ...

Es gibt Bier, Popcorn und Gelegenheit zu einem interessanten Gespräch... :) ...
Wir erzählen dem Guide ebenfalls von unserem Flusspferd-Erlebnis und auch er lächelt nicht... :( ...die Elefanten in der Umgebung der 'Hot Springs, so erzählt er, seien ebenfalls extrem aggressiv...ich will einen Scherz machen und bemerke, vielleicht liegt es am Wasser der 'Hot Springs', dass die Tiere dort so schlecht gelaunt sind...er schaut sehr ernst drein, als hätte ich ins Schwarze getroffen... :( ...
Der Südafrikaner stellt mit Blick auf das Fahrzeug die Frage, wie man sich im Busch verhält, falls das Fahrzeug mal liegenbleibt...sehr interessante Antwort: NIEMALS AUF DER PISTE GEHEN! So tief wie es geht in den Busch hinein und dort laufen...Tiere wandern mit Vorliebe die Wege entlang...dort hat man die beste Chance, unliebsamem Besuch zu begegnen...
Ich glaube, er hat Recht...je länger ich drüber nachdenke...das werde ich mir tief ins Hirn brennen...
Nach ca. 30 Minuten fahren wir weiter, es dämmert und schnell ist es dunkel...nun wird es interessant... B) ...
Der Beifahrer schwenkt unentwegt einen Power-Scheinwerfer in die Umgebung...zuerst finden wir einen Kurzohr-Rüsselspringer...auch Elefantenmaus...hier beweisen die beiden schon mal sehr gute Augen... B) ...hätten wir nie gesehen...





...als nächstes eine Ginsterkatze...



...da laufen uns 2 Hyänen über den Weg, erstaunlich, das Licht vertreibt sie nicht...sie lassen sich trotzdem Zeit...







Immer mal wieder finden wir Elefanten zwischen den Büschen und der Fahrer warnt den 'Beleuchter' schnell, auf keinen Fall die Elefanten direkt von vorn anzustrahlen...
Wir erreichen die Uferkante und wie am Tag, so auch in der Dunkelheit...reichlich Tiere...
...zuerst eine kleine Elefantengruppe...und schwupp...kaum angeleuchtet, ist das Kleine verschwunden... :) ...


...und nur wenige Meter entfernt diese 3 Löwen...könnten die Jungs von vorhin sein...ich sehe es so gerne, wie zärtlich sie miteinander umgehen... :) ...


...sogar beim "Kacken im Dunklen" können Touristen uns nicht in Ruhe lassen... :angry: ...








...ja, und dann suchen wir eine lange Zeit nach Leoparden, die beiden kennen ihre Lieblingsplätze, aber wir haben kein Glück...so viel zur "Garantie"...es ist halt Natur und kein Zoo... B) ...wir sind nicht enttäuscht...
Zurück an der Lodge gehen wir direkt zur Campsite...natürlich wieder mit Begleitung... B) ...die Südafrikaner bekommen noch ihr Abendessen.
Sofort leuchten wir in die Leberwurstbäume...bin gespannt...und tatsächlich...da hängen sie, die wunderschönen Blüten, die von Fledermäusen bestäubt werden möchten und jeden Morgen wie hingezaubert auf dem Boden liegen...whow...Blüten für eine Nacht... B) ...





Später kommen unsere Nachbarn, 'röddeln' noch etwas herum...dann ist Ruhe. Die Geräusche der Nacht sind wie immer faszinierend und halten uns noch eine Weile bei einem Glas Wein in den Stühlen. Morgen müssen wir leider zurück Richtung Lusaka, mal sehen, wie wir durchkommen, evtl. bauen wir noch eine Zwischenübernachtung ein...möchten nicht sooo früh starten.
Gute Nacht...leider ist auch der letzte Abend irgendwann zu Ende...
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20 Mai 2017 13:33 #475587
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Tag 19 - Mittwoch, 16.11.2016

Heute ist Fahrtag, wir wollen so weit wie möglich Richtung Lusaka kommen...je nach Durchkommen werden wir uns unterwegs orientieren und ggf. übernachten...es soll aber trotzdem ein entspannter Tag werden... :) ...


Die Südafrikaner starten um 8.30 Uhr wohin auch immer, wir räumen noch herum und genießen, die einzigen im Camp zu sein. Unser Campwächter schlendert vorbei, bedankt sich noch mal für die Melone und verspricht lachend, dass wir bei unserem nächsten Besuch Melonen aus "unserer" Saat von ihm bekommen... B) ...
...bin neugierig und frage, warum z.B. unser geliebter Knoblauch extrem selten zu kaufen ist...auch hier scheint es ein Saatproblem zu sein, es fehlt insgesamt Saatgut im Land... :( ...
Zusammen gehen wir rüber zur Rezeption, um die Rechnung zu begleichen...den Weg hätten wir uns schenken können, denn der beste WLAN-point der Lodge ist nun mal unsere Campsite...also zusammen zurück und per Kreditkarte den Betrag von 2.894 Kwacha begleichen, also 240 € für 3 Übernachtungen, 1 x Game Drive und 1 x Abendessen...für diesen Ort mitten in der Wildnis ist das so was von ok... ;) ...
Die letzten Gäste, nämlich wir... B) ...werden herzlich verabschiedet mit der Ansage, so bald wie möglich wiederzukommen...die Schranke schließt sich hinter uns und Punkt 9.15 Uhr verlassen wir leider das Camp... :( ...
Ausladende Mangobäume säumen den Weg, die Früchte sind kleiner als die in unseren Supermärkten, aber so zahlreich, dass ich die vielen Flughunde im Kasanka NP verstehe... B) ...


Schnell erreichen wir Mfuwe, biegen ab Richtung Chipata...dort an der Ecke volltanken und ab geht es entlang der breiten Straße gen Westen. Wir dürfen phasenweise 120 km/h fahren, Straße und Verkehr geben das auch her und so erreichen wir zügig Petauke, wo sich die einzige noch vorhandene Baustelle auf der gesamten Strecke über ca. 20 km hinzieht. Wir sind extrem gut in der Zeit, aber egal wo wir übernachten werden, wir haben kein kaltes Begrüßungsbier mehr... :angry: ...wo in Petauke gibt es Bier, ohne lange herumzusuchen?

...wie immer busy hier...

An der Tanke fragt Manni ein paar Jungs, einer verschwindet mit ihm um die Ecke und schon kennen wir die "Quelle"...rollen dorthin... :) ...

Nie hätten wir allein diesen unscheinbaren Shop gefunden...das junge Mädel hinter dem Tresen strahlt uns an...lässt es sich nicht nehmen, die Flaschen persönlich rauszubringen und in den Kühlschrank zu räumen...ohne aufzuhören, mich freudig anzuschauen...wahrscheinlich gehören Touristen nicht oft zu ihrer Kundschaft und mit blond + blauäugig erfülle ich jedes Kriterium für ihre Aufmerksamkeit...
Weiter geht es...wir kommen super voran...wenig Verkehr und keine Baustellen...am Bridgecamp zögern wir kurz, es ist früher Nachmittag...Risiko...wir fahren weiter, wollen den restlichen Tag nicht verschenken.
Linksseitig liegt der Lower Sambesi NP, die Sonne steht bereits tief, hoffentlich kommen wir im Hellen an...wir haben uns das Pioneer Camp kurz vor Lusaka ausgeguckt. Um 18 Uhr erreichen wir den Abzweig, ruckeln noch einige km über buckelige Pisten...da endlich ist die Rezeption. Check-in schnell und unproblematisch, das Camp ist fast leer, wir haben die freie Wahl...und wer steht hier bereits...?...die beiden Südafrikaner mit ihrem Iveco winken uns zu, wir tauschen uns über die unglaublich gut zu fahrende Strecke aus.
Blitzschnell wird´s dunkel, schnell aufbauen und Pizza essen gehen, die wir beim check-in bereits vorbestellt haben... B) ...
Hier gibt es guten, bezahlbaren Wein zum Essen, während wir uns entspannen, setzt sich jemand an unseren Tisch...die Welt ist soo klein... :) ...es sind die beiden Niederländer, unsere Nachbarn aus dem Wildlife Camp, mit denen wir dort nicht so richtig ins Gespräch gekommen sind...das funktioniert nun sehr viel besser...
Wir sitzen eine Weile zusammen, sie fliegen Morgen zurück nach Düsseldorf mit Emirates, haben sich das Fahrzeug aus Namibia nach Lusaka bringen lassen. Der Preis für den Flug DÜS-LUS entspricht exakt dem Preis unseres Tickets DÜS-JOH...eine gute Lösung, wenn man noch mehr Zeit in Sambia verbringen will.
Später verabschieden wir uns, wünschen alles Gute und beenden diesen langen Fahrtag zeitig...es ist feucht und kühl hier...lange draußen sitzen ist eher unangenehm, dann lieber ins warme Bett...
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20 Aug 2017 23:30 #485920
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  • paulinchen am 03 Mai 2017 22:22
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Tag 20 - Donnerstag, 17.11.2016

Der Tag beginnt mit Sonnenschein, der allerdings nur sehr sparsam den Platz erwärmt... :( ... glücklicherweise haben wir wirklich alles ins Auto geräumt, ansonsten ist es pitschenass hier, war wohl ganz schön kalt heute Nacht...das Klima hier ist nix für uns...
Den Morgen verbringen wir mit ständigem Herumschleppen von Tisch und Stühlen, wandern den wenigen Sonnenstrahlen hinterher, um beim Frühstücken nicht vor Kälte zu schlottern.
Die beiden Südafrikaner sind etwas schneller als wir ( ist ja auch nicht sooo schwierig... B) ... ), vielleicht haben sie auch einfach eine größere Etappe vor sich, während wir nur bis zum Kafue fahren werden. Ja, die Entscheidung ist gestern Abend endgültig gefallen...die Rückfahrt Richtung Botswana wird nicht wieder über Livingstone gehen, sondern über Mongu...ist etwas weiter, aber wir möchten in den wenigen letzten Tagen doch eine neue Strecke in Sambia entdecken und zumindest noch eine Nacht im Kafue NP verbringen...die Entscheidung fühlt sich richtig an... :) ...
Die Strecke durch Lusaka ist erfreulich staufrei...geschafft...die Bahngleise sind ohne größere Störungen schnell überquert und das Navi leitet uns ohne Umwege auf die Mumbwa Road Richtung Mongu.
Im letzten Jahr hat uns in umgekehrter Richtung ein Riesen-Unwetter kurz vor Lusaka vor einen Spar-Markt gespült, dieses Mal finden wir ihn problemlos wieder, trockenen Fußes decken wir uns hier mit dem Nötigsten ein ( ihr wisst schon...Grundnahrungsmittel und so... ;) ... ). Tanken geht hier auch, also nichts wie los, der Kafue ruft schon laut und deutlich...
Die Zufahrt nach Mumbwa erreichen wir zügig, ab hier wird das Verkehrsaufkommen sehr überschaubar...können bequem vor uns hinrollen und schon beginnt rechtsseitig der Straße der Kafue NP. Wir hatten überlegt, noch 1 Nacht im Mayukuyuku Camp zu verbringen, die Lage ist einfach toll, aber es ist bereits früher Nachmittag und für die Übernachtung auch noch Parkeintritt bezahlen...nööö... :(
...ich suche mit Hilfe des Navis alle Unterkünfte und Camps der nahen Umgebung raus, spätestens nahe der Kafue Hook Bridge gibt es einen einfachen Campingplatz, das wissen wir, aber vielleicht geht ja noch etwas anderes, hier verändert sich doch so vieles...
Fast direkt der Zufahrt zum Mayukuyuku gegenüber weist ein nagelneues Schild 10 km nach links ab zur Pinnon Lodge, das Navi sagt auch campsites dort an...


Wir versuchen´s...enden aber nach ca. 10 km am Kafue und einer Baustelle mit arbeitenden Menschen. Ein junger Weißer begrüßt uns herzlich und outet sich als Mitbetreiber der Lodge, die gerade fertig gestellt und bereits voll ausgebucht ist. Er schwärmt von der extrem tierreichen Umgebung und das gerade heute Morgen ein Rudel Wildhunde hier war...Neid... B) ...
Aber auch er schickt uns zu 'Roy´s Campsites' an der Brücke, es sei wirklich nett dort...also nichts wie hin, wir wollen den Nachmittag und Abend doch noch relaxt genießen...

Kurz vor der Brücke taucht linksseitig der Straße das handgemalte Schild zu 'Roy´s Kafue Campsite auf, wir rumpeln in die Schotterspur, zuerst entlang der Straße, dann am Kafue River links ab entlang des Flusses...eigentlich ganz nett gelegen hier... :) ...

In der Tat nach 1,5 km erreichen wir einen weitläufigen Platz mit wenigen Gebäuden, kein Fahrzeug zu sehen, wir sind wohl die einzigen Gäste, rollen zu der Stelle, wo wir einen Menschen gesehen haben...ein weiterer im gelben Shirt kommt angerannt...wir sind herzlich willkommen und können uns hinstellen, wo wir wollen, Feuerholz inclusive, das man uns eilig heranschleppt...

...ist das gut, die Füße hochzulegen... :) ...

Während Manni in smalltalk macht, schaue ich mir das Waschhaus an...echt nett...lichtdurchflutet, einfach aber sauber, heißes Wasser gibt es auf Bestellung , irgendwie gemütlich hier...für unsere Ansprüche heute genau der richtige Ort und alles für uns allein...Luxus pur... B) ...dafür müssen andere viel Geld bezahlen...

Später, als ich zum Duschen gehe, finde ich diesen kleinen Freund im Waschbecken...er kommt ordentlich in Panik angesichts meiner Größe, die Beine drehen panisch durch, aber er kommt nicht raus. Nach der Dusche sitzt er immer noch dort mit rotierenden Beinchen, ich helfe ihm mit einem Ast aus seiner Lage und er verschwindet ohne Dank... ;) ...


Manni hat Riesenhunger, bevor Feuer oder Zelt bearbeitet werden, kommt das Fleisch auf die Platte, sonst droht schlechte Laune... :angry:


ich drehe inzwischen eine Runde über den Platz, soweit es geht. Das Steilufer hat einige flache Zugänge, die deutlich sichtbar von Flusspferden als Ausstieg genutzt werden. Also etwas Vorsicht heute Abend...ist wohl ein beliebter Ort für unsere schlechtgelaunten Freunde... ;) ...








Ihr Grunzen wird immer lauter, kommt näher, aber sie bleiben weitgehend unsichtbar, der Fluss ist tief und breit hier, der Schall trägt weit...Afrika-feeling pur für unseren leider einzigen Abend im Kafue...wie gerne würden wir noch vieeel länger bleiben...

Das Feuer wärmt angenehm, obwohl die Luft lauwarm ist, die Sonne versinkt, ich kann euch ein paar kitschige Sonnenuntergangsszenen nicht ersparen... B) ...





Im letzten Tageslicht sehen wir eine Wahnsinnsmenge an kleinen geflügelten Insekten, die sich flatternd davonmachen, es werden immer mehr, wo kommen die bloß alle her?
Ihrem Ursprung folgend stehen wir im Gestrüpp und starren auf den Boden, aber nicht nur wir interessieren uns für diese Menge an Fluginsekten, die hier an einer Stelle aus dem Boden sprudeln...diese Echse fischt sich exakt an der Austrittsstelle die Leckerbissen direkt aus dem Loch und lässt sich auch von uns nicht stören... :)





Immer wieder leuchten wir kurz den Platz ab, sind sicher, dass Flusspferde bereits an Land gekommen sind, denn das Grunzen im Wasser ist inzwischen fast verstummt...egal...was ist das für ein herrlicher Abend...

...lange sitzen wir hier und träumen von unserer nächsten Reise, die vielleicht etwas länger dauern und dem Kafue NP wesentlich mehr Zeit einräumen wird.
Etwas wehmütig krabbeln wir irgendwann doch ins Dachzelt und schlafen mit den Wildnisgeräuschen im Ohr langsam ein...
Letzte Änderung: 21 Aug 2017 01:19 von paulinchen.
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