THEMA: Rundreise Sambia - Tipps erwünscht
01 Sep 2016 11:12 #443208
  • Turi
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  • Turi am 01 Sep 2016 11:12
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Hallo Riedfrosch
Persönliche Sicherheit oder Schönheit des Landes sind für mich keine Kriterien. Ich finde die Alpen wunderbar, aber die sind wirklich nicht real Africa. Bettelei gehört für mich auch nicht dazu um real Africa zu definieren.

Die Bettelei wurde weiter oben erwähnt, darum bin ich darauf eingegangen.

Für mich ist "real Afrika" Schwarzafrika, von Nigeria bis Botswana, das Leben auf der Strasse, die Verkaufsstände an den Strassen, allgemein das Leben auf den Strassen.
Die Ungezwungenheit der Bevölkerung, genau das was wir in Europa verteufeln, darum zieht es einem auch in den Bann.
Und natürlich das Leben mitten drin, bei all dem Gewühl in den Märkten.
Nur das Gefühl wird man selten bekommen, wenn man nur 3 Wochen Urlaub im jeweiligen Land macht, man sollte eine Zeitlang mittendrin leben, um zumindest einen Teil der Ungezwungenheit zu erleben, auf einer Campsite oder Lodge wird man das nicht spüren, da ist das Personal schon zu angepasst.
Nur wer kann das schon in unserer gestressten Welt?
Wir machen das seit mehr als 3 Jahren, keine Gewinnoptimierung mehr und mehrere Monate in den jeweiligen Ländern, versuchen mit der Bevölkerung zu leben, man muss sich nur darauf einlassen.
Ein kleiner Tipp, geht mal eine Zeitlang, es müssen nicht Monate sein, in die Künstlerkolonie Tengenenge in Zimbabwe, verweilt dort, schaut den Handwerkern zu, es sind deren 150 die im Wald Skulpturen von Hand aus dem Stein meiseln.
lebt mit ihnen und lasst euch auf sie ein, die Freundlichkeit und Herzlichkeit ist nicht zu überbieten.







Soviel zum "real Afrika" allerdings nicht aus Sambia, aber ganz in der Nähe davon.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
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13 Sep 2016 18:47 #444689
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  • rosenberger am 13 Sep 2016 18:47
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Danke für die vielen Beiträge und Tipps. Mittlerweile sind wir wieder zurück und bereuen es überhaupt nicht diese Tour geplant zu haben, im Gegenteil.
Kurz zusammengefasst, nette Leute überall, viele Straßenkontrollen, meistens durchgewunken, sonst auch absolut höflich. Die Campsites waren ok, wenn auch etwas teurer als wir das hier in Namibia oder auch SA gewöhnt sind. Der Kafue hat uns mit viel Wild positiv überrascht und ist wärmstens zu empfehlen.Die Tsetse - Fliegen sind lästig, aber auf den Campsites nicht so präsent wie im Busch. Lusaka ist das reale zentrale Afrika, wie hier geschrieben wurde. Alles lebt von Handel und saubere Straßen findet man kaum. Siavonga am Lake Kariba ist gut zum entspannen. Wer Geld hat kann sich ein Hausboot mit kompletter Besatzung mieten und den See erkunden, aber wie gesagt wer ...
Der Zambesi ist sowieso unser Lieblingsfluss und hat uns auch diesmal nicht enttäuscht :). In den nächsten Jahren wollen wir unbedingt noch mal zur Quelle.
Der Grenzübergang von Katima Mulilo ist neu. Die ganze Abfertigung auch ohne vorheriges elektronische Visum ging innerhalb einer halben Stunde. Die Preise wurden allerdings erhöht. Auch die Preise in den Parks sind gewöhnungsbedürftig. Im Kafue lagen wir zu zweit bei 55 US§ am Tag + Campsite.
Trotzdem wie gesagt jederzeit wieder.

LG rosenberger
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14 Sep 2016 09:04 #444746
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Turi schrieb:
Für mich ist "real Afrika" Schwarzafrika, von Nigeria bis Botswana, das Leben auf der Strasse, die Verkaufsstände an den Strassen, allgemein das Leben auf den Strassen.
Die Ungezwungenheit der Bevölkerung, genau das was wir in Europa verteufeln, darum zieht es einem auch in den Bann.
Und natürlich das Leben mitten drin, bei all dem Gewühl in den Märkten.
Nur das Gefühl wird man selten bekommen, wenn man nur 3 Wochen Urlaub im jeweiligen Land macht

... kommt auf die Art des Urlaubs an. ;-)

Auch in Namibia findet man vielerorts noch das "richtige" Afrika. Das (frühere) Ovamboland ist so eine Region, aber dort hält sich ja kein Tourist länger auf. Auch an den kleinen Siedlungen am Pistenrand im Kaokoveld oder Damaraland fahren alle achtlos vorbei.

Dort wird die Wäsche in Tümpeln gewaschen, die Menschen baden in den gleichen Wasserlöchern, in denen nebenan die Rinder stehen, saufen und reink***en, das Leben spielt sich auf Märkten ab und Schulkinder laufen kilometerweit zur Schule.

Und wer Katutura nicht nur in drei Stunden Stadtrundfahrt besichtigt, sondern sich mal 'nen Tag (oder zwei oder drei) Zeit nimmt und alleine zu Fuß dort unterwegs ist, der findet dort auch viel vom ursprünglichen Afrika, zumindest, was die Lebensweise betrifft. Natürlich lebt man dort nicht in Strohhütten.

Man kann in Namibia schon noch "richtiges" Afrika erleben, aber welcher Tourist will das denn schon wirklich?
Man möchte ein Jahr vorab alle Unterkünfte (mit allem Komfort) buchen und eine Strecke geplant haben, die aufgrund der Tagesdistanzen gar nicht zulässt, mal drei Stunden über einen Markt zu schlendern. Man könnte -gerade im Ovamboland oder in Katutura- auch auf dem Markt einkaufen, aber man möchte ja lieber in einem großen Supermarkt bequem die Sachen zu einem ausgewiesenen Preis kaufen und sicher sein, dass man genau das Nutella, die Nudeln, den Kaffee und was auch immer bekommt, das man von zuhause kennt. Das ist ja auch alles ok so, aber man könnte Namibia auch anders erleben, wenn man denn wirklich wollte.

Wer das "richtige" Afrika fast ganz ohne touristische Infrastruktur kennenlernen möchte und dann auch vor Ort gar nicht anders kann, der müsste sich nach Zentral- und Westafrika orientieren.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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