THEMA: Sambiareise Oktober 13
02 Nov 2013 13:54 #310842
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  • marc21 am 02 Nov 2013 13:54
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Auch wir haben unsere Route mit dem GPS mitverfolgt. Wir kamen durchschnittlich auf 4kmh. Bei einem morgendiichen Walk von 4 Stunden schafften wir 16km. Allerdings ist South Luangwa flach und nicht sandig, also sicher einfacher als Euer North Luangwa Trecking. Dorthin möchte ich übrigens auch noch reisen.
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02 Nov 2013 17:22 #310870
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10. Oktober

Abschied von Chikoko: natürlich ist das Erste das uns interessiert, was mit dem Zebra geschehen ist. Aber wir sehen gar nichts, keinen Knochen, kein Blut im Sand einfach nichts, als wäre nichts geschehen, als wäre es eine Fata Morgana gewesen, ein Trugbild der spannenden Sorte. Weiter hinten sehen wir noch eine Hyäne müde davon trotten dem wohlverdienten Schlaf entgegen. Nach dem Frühstück machen wir einen kurzen Abstecher dorthin wo wir die Hyäne entdeckten. Nun sitzt ein Geier am Boden und tatsächlich finden wir als letztes Zeichen des Zebras auf dieser Welt seine Lendenwirbelsäule samt Becken.





Die Löwin verbrachte übrigens einen Teil der Nacht neben Brents Hütte. Durch den leichten Regen am Vorabend ist es einfach der Spur zu folgen. Wir beschliessen auf der Rückkehr nach Tafika die Löwin zu suchen. Im sandigen Boden zeigt Brent uns die verschiedenen Tierspuren. Einige Baboos beobachten neugierig unsere Erkundungen, lassen sich aber in ihrer Morgenaktivität ansonsten nicht stören.



Das Verfolgen der Spur ist nicht immer ganz einfach. Manchmal müssen wir uns durch dornige Büsche bewegen, oft finden wir die Spur nicht weil der Boden hart ist. Gleichzeitig muss auf den trockenen erdigen Abschnitten jeder Fusstritt genau gesetzt werden, will man sich nicht verstauchen. Still und konzentriert bewegen wir uns vorwärts. Bisher sahen wir heute Morgen Hyäne, Eli, Zebra, Puku, Impala, Hippo, Löwe. Allerdings sahen wir die Tiere ruhend als Spuren am Boden und nicht als sich bewegende Wesen. Wer nun annimmt wir seien enttäuscht gewesen geht falsch. Das Suchen nach der Löwin war ein spannender Krimi, das ruhige Gehen ohne Worte meditativ. Ein solcher Morgen ist genauso ein Teil des Bush Walks wie der gestrige Tag. Die Suche wird abgebrochen, als wir die Spur endgültig verloren haben.



Zum Abschluss zieht es uns in Richtung Luangwa entlang dessen Ufer wir gegen Tafika wandern wollen. Kurz vor dem Ufer befiehlt Brent uns zu stoppen. Wir sollen alle zusammen den Schritt an die Böschung machen, und wir werden belohnt. Als an die Klippe treten stürzen sich hundert Kroks ins Wasser; ein eindrückliches Schauspiel. Sogar die nahen Hippos drehen ihre Köpfe und wundern sich über dieses Krokodil-Ballett. Ob die Reptilien wohl unser Gesicht, unsere nach vorne schauenden Augen, als (missgebildete) Leoparden interpretieren?




Nach der Tea Time folgen wir dem Flusslauf und sehen zum Abschied eine wunderbare Gruppe von Thornicroft Giraffen, diejenige Unterart die nur in Sambia beheimatet ist und eine wichtige Rolle in der Schaffung des Luangwa NP gespielt hat.



Wir überqueren den Fluss, werden nach Tafika chauffiert, geniessen das Mittagessen und machen wieder einmal Siesta. (Picco ha ragione: sempre di nuovo l’Africa e l’Italia. Come nell’ estate Italiana la siesta ti fa bene per godere la serata.)

Für den abendlichen Drive schlägt und Lloyd vor nochmals die Wildhunde zu suchen. Auf dem Weg dahin finden wir ein Rudel vollgefressener Löwen, komplett mit Jungen. Natürlich sind wir hier viel näher als zu Fuss. Wie ich so neben dem müden Löwenmännchen (eher ein Löwensupermann) sitze habe ich doch ein leicht mulmiges Gefühl. Von uns aus könnte man auch von etwas weiter entfernt beobachten, als wir zu nahe hinfahren rennen dann auch die Jungtiere weg. Das bekannte Paradox kommt mir in den Sinn: manchmal sieht man aus Distanz klarer als aus der Nähe, genauso wie man mit langsamer Bewegung schneller ans Ziel kommen kann als mit grosser Geschwindigkeit. Eigentlich ist doch dies ein Teil des Reizes den Afrika auf uns ausübt: weniger kann mehr sein.



Letzte Änderung: 02 Nov 2013 17:24 von marc21. Begründung: fehlender Satz
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02 Nov 2013 17:26 #310871
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10. Oktober Schluss

Tatsächlich kommen wir danach zu den Wildhunden, gerade als sie von ihrem Tagesplatz aufbrechen. Die Welpen ziehen spielend mit den Eltern mit. Ich kann von diesen Tieren nicht genug kriegen, aber schlussendlich verschwinden sie doch im Wald. Zum Abschluss bringt uns Lloyd an ein Plateau an dem wir Elis im Sumpf Gras fressen sehen. Darunter ist eine Kuh mit zu kurzem Rüssel, vermutlich angeboren, mit dem Feldstecher lassen sich keine Narben feststellen. Unbeeindruckt von ihrer Behinderung frisst sie sich durchs Moor währenddem wir uns vor dem Abendessen einen Gin Tonic genehmigen. Der Sonnenuntergang ist prächtig, ein schöner letzter Abend im Luangwa Tal.





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02 Nov 2013 18:24 #310883
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picco schrieb:
Hoi Marc

Sollte ich nächstes Jahr in Sambia wandern bist Du schuld!!! B) :laugh: ;)

fühle mich bereits jetzt schuldig :laugh:

wenigstens sind wir nun nicht mehr zu Fuss unterwegs, vielleicht ist das weniger ansteckend

Ciaò
Marc
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02 Nov 2013 22:58 #310908
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Hoi zäma, Danke für den Bericht. Habe meine Proflight Flüge heute mal für August 2014 reserviert (warte aber immer noch auf die Flex-Rates). Wer weiss, wie viele Leute es aufgrund Deines Reiseberichts nächstes Jahr "last minute :woohoo: " in den South Luangwa zieht :lol: - vorbuchen scheint mir (nach all dem) doch sicherer :laugh: :lol: :whistle:
Gruss M.
Nächste Reiseziele:
2023: Panamericana
Letzte Änderung: 02 Nov 2013 23:11 von marimari.
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03 Nov 2013 13:30 #310965
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11. Oktober

Nach dem Frühstück verabschieden wir uns um 07.00 von Tafika, von unsern Zimmern, von der Gastgeberfamilie Coppinger, von Brent, Steward, George und allen Mitarbeitenden. Lloyd wird uns nach Mfuwe fahren und unterwegs Teile des NP zeigen, die wir bis anhin nicht gesehen haben. Wir sehen wiederum viele Tiere: eine Hipposchule mit Hippolehrer, einen alten Leoparden, welcher zu schwach ist um seinen Kill den Baum hinauf zu tragen, Elis, Büffel, Impalas und Pukus, Zebra, Geier, Adler, karminrote Bee-eaters, Störche, zärtliche Giraffen und müde Löwen.











Nach gut vier Stunden erreichen wir die Teerstrasse. Zeit genug um noch kurz die Firma Tribal Textiles anzusehen, welche Stoffe lokal färbt und näht. Wir kaufen einige Dinge, der Gewichtsobergrenze im Flugzeug allerdings nicht viel. In den Ständen vor dem schicken Tribal Textile Store hat es kleine Buden. Diese bieten handgeschnitzte Holztiere an, schöner als diejenigen im Store da weniger perfekt und spontaner.

www.tribaltextiles.co.zm

Nun ist es Zeit einzuchecken. Wir verabschieden uns von Lloyd, der uns zum Abschied noch Proviant mitgebracht hat. Der erste Teil unserer Reise ist vorbei und reisen vom Mfuwe International Airport voller schöner Eindrücke ab. Angekommen in Lusaka parkieren neben Proflight Ethiopian und Emirates. Daneben wird Lusaka auch von SAA, Air Botswana, Air Namibia, Kenya Airways und KLM angeflogen.



Am Flughafen wenden wir uns an den Europcar Schalter wo auch Voyagers Zambia vertreten ist. Ursprünglich wollten wir bei Hemingway die Autos reservieren, da war schon alles gebucht. Nun waren wir natürlich gespannt auf unsere Ford Bushrangers. KTM hat absolut Recht: sehr freundliche Mitarbeiter, recht gute Autos aber etwas alt. Positiv hervorzuheben sind die grossen Kühlschränke welche durch eine zweite Batterie versorgt werden. Gefallen hat uns im Vergleich mit den Autos die wir in Namibia gemietet haben auch die Einteilung der Fächer für Geschirr etc. Die Dachzelte waren tip top, die Blache der heulenden Wölfe kann nun mit einem Reissverschluss fixiert werden. Entweder wir hatten vor drei Jahren in Namibia alte Exemplare oder die heulenden Wölfe machen noch echte Innovationen ;) . Nach der Uebernahme fahren wir ins Pioneer Camp wo wir unsere schönen und geräumigen Luxury Chalets beziehen.





Wir behändigen unsere dagelassenen Utensilien und machen uns ans Umpacken, was wie immer zu einer fröhlichen Familienatmosphäre beiträgt ;) . Unterbrochen werden wir vom Nachtessen. Wir mussten uns entscheiden: entweder T-Bone Steak klein, T-Bone Steak gross, Rumpsteak klein oder Rumpsteak gross. Nach langem Ueberlegen entschied ich mich aus der vielfältigen Speisekarte nochmals ein grosses Rumpsteak zu bestellen. Da wir für 20.00 das Essen bestellt hatten, mussten wir pünktlich sein. Nach dem Essen verschwanden wir schnell in unsern Chalets, am nächsten Tag wollten wir früh abreisen.
Letzte Änderung: 03 Nov 2013 13:33 von marc21. Begründung: Grammatik
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