THEMA: Emirates, Etihad oder Qatar Airlines
03 Mär 2026 21:49 #721484
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  • tacitus am 03 Mär 2026 21:49
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Guten Abend dergnagflow,
damit
dergnagflow schrieb:
...Das jetzt so hin zu stellen, als wären da alle einfach selbst schuld, ist ein wenig billig, sorry....
reagierst auf etwas, das ich nicht geschrieben habe.

Für die jetzige Situation (Krieg in Nah- und Mittelosten) ist der Vorlauf einer derartigen Urlaubsreise irrelevant. Für Realisierung und (s)-Risiko zählt nur die bei Antritt aktuelle Situation.

Wer z. B. einen Alpintourenurlaub ein Jahr im Voraus gebucht hat, muss sich bei Antritt trotzdem mit der Machbarkeit und Lawinensituation auseinandersetzten und eventuell umplanen und Abstriche machen, um sein Risiko zu minimieren (das machst du bei deinen Reisen durch’s Kaokoveld doch genauso). Trotzdem gibt es Leute, die die Schuld an den heuer schon über 20 Lawinentoten mangelhafter Lawinenwarnung geben.

Wer also sehenden Auges in einer absehbaren oder schon aktiven Kriegssituation durch/über Kriegsgebiet fliegen will, muss damit rechnen, dass der Reiseplan nicht halten wird, weil die Wahrscheinlichkeit dafür hoch ist. Nur das habe ich gesagt und nicht mehr und dabei bleib‘ ich.
Außerdem ist die Lage der Betroffenen, so bedauerlich diese für sie ist, ja nicht wirklich dramatisch. Sie sind nicht echt gefährdet, man kümmert sich um sie oder wird das. Sie verlieren bloß ein paar Tage Zeit/Urlaub und (wahrscheinlich) etwas Geld.
Grüße
Letzte Änderung: 03 Mär 2026 22:42 von tacitus.
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04 Mär 2026 04:54 #721488
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  • Akane am 04 Mär 2026 04:54
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Puh, Empathie ist wohl nicht dein Ding.
Schön, dass du alles vorhergesehen hast, da bist du den Airlines weit voraus. Unser Flieger ist am Samstagmorgen sogar noch losgeflogen und ist dann wieder umgedreht.
Unabhängig davon, ob man es hätte ahnen können, finde ich es für die Betroffenen ein bisschen daneben, das so darzustellen als würde nur ein bisschen Zeit und Geld draufgehen. Es ist - Gefahr hin oder her - mit viel Stress und Ungewissheit verbunden, und das wünscht man doch niemandem.
Du stellst es dir aber auch sehr leicht vor, dieser Situation aus dem Weg zu gehen. Bis der Sachverhalt tatsächlich eintritt, hat man keine Chance, irgendwas umzubuchen oder zu stornieren. Nach Eintritt des Sachverhalts ist man komplett darauf angewiesen, dass sich die Airline der Sache annimmt, denn keine Reiseversicherung deckt diese Fälle, und im Zweifel geht es um mehrere tausend Euro, auf denen man sitzenbleibt.
Wir können bspw. unseren Rückflug in knapp zwei Wochen nicht ändern und werden wahrscheinlich erst am Tag selbst erfahren, was passieren wird.
Mir sitzt jedenfalls seit drei Tagen spürbar der Stress im Nacken, und natürlich ist es nicht hochdramatisch, aber sicherlich nicht das, was man sich bei einer Urlaubsreise vorstellt.
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04 Mär 2026 09:01 #721498
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  • Nacho am 04 Mär 2026 09:01
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Guten Morgen zusammen,
Akane und Makara, euch vielen Dank für euer Mitgefühl und die hilfreichen Hinweise. Wir haben inzwischen auch eine Mail von Qatar erhalten, mit dem Hinweis auf Rückvergütung.

Gestern sind wir nach 27 Stunden von Tür zu Tür zuhause angekommen und in die Arme der Entspannung gefallen.
Um Qatar kümmern wir uns später.

Danke auch für den hilfreichen Tipp mit der Argumentation für die Rückvergütung. Diese Art der Unterstützung schätze ich hier im Forum sehr und wenn man - aus welchem Grund auch immer- in eine Situation von Stress, Panik oder Verzweiflung gerät, tut ein freundliches und unterstützendes Wort unglaublich gut.

Was die Meinungsverschiedenheiten in einem Forum betrifft: Ich denke, man kann alles aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Nichts ist nur Schwarz oder Weiß.
Wenn du ein Haus von allen vier Seiten betrachtest und beschreibst es jemandem, der es nicht sieht, könnte die Person auch denken: Das ist widersprüchlich und passt nicht zusammen.

Wir sehen alle immer nur einen Teil des Ganzen. Und manchmal kommen einfach zu den Fakten, Umstände die eine Entscheidung schwierig machen und nur die Wahl zwischen Pest und Cholera zulassen.
(Unsere Umstände werde ich im Reisebericht erwähnen.)
Und ja, manchmal trifft man unvernünftige Entscheidungen weil man vielleicht nicht ausreichend informiert ist oder man verdrängt etwas weil man es nicht wahr haben will, oder weil man eine Bedrohung falsch einschätzt, oder, oder, oder....

Die Argumentation, sich nicht wissentlich in Gefahr zu bringen, ist ja nicht verkehrt. Es ist lediglich die Sicht auf eine Seite des Hauses :)

Hoffen wir, alle kommen unversehrt nach Hause und können diesen Alptraum bald hinter sich lassen. Wenn ihr jemanden moralisch unterstützen könnt, dann tut es. Auch wenn man nicht konkret helfen kann, ist diese Art von Beistand ein Energiespender.
Liebe Grüße und einen schönen Tag, Silvia
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04 Mär 2026 12:35 #721515
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  • tacitus am 03 Mär 2026 21:49
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Nochmals, Akane, darum ging’s ja nicht in meiner Zuschrift, sondern darum, an Hand folgenden Beispiels:

Vor zwei Tagen war ein erboster und gebeutelter Familienvater im Fernsehen, der just jetzt für ein verlängertes Badewochenende eingeflogen war und vom Kriegsausbruch vollkommen überrumpelt war und sich auch alleine gelassen fühlte.

Ich habe dieses vom Kriegsausbruch überrascht/überrumpelt worden sein angesprochen. Denn dass dieser zeitnah bevorsteht, war evident. Man musste mE damit rechnen und zumindest gedanklich darauf eingestellt sein, dass dieser Urlaub oder Transit höchstwahrscheinlich nicht planmäßig verlaufen wird und dass man das u. U. „aussitzen“ und Buchungen anpassen wird müssen.

Dass man bei vorbeugender Anpassung Versicherungsleistungen riskiert und, wenn's dann passiert ist, ziemlich machtlos ist, ist auch klar und dass einem die, die es im Transit „erwischt“ hat, auch leidtun, sowieso.
Grüße
Letzte Änderung: 04 Mär 2026 12:36 von tacitus.
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04 Mär 2026 14:13 #721519
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  • Gabi-Muc am 04 Mär 2026 14:13
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Hallo Sylvia,

in Airline-Foren wird dieser Anwalt für die Durchsetzung Deiner Recht gerne empfohlen: www.drboese.de/fluggastrechte/

Ich kenne ihn aber persönlich nicht. Vielleicht hast Du eine Rechtsschutz und gibst die Sache ab.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
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04 Mär 2026 15:54 #721523
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  • Nacho am 04 Mär 2026 09:01
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Liebe Gaby,
herzlichen Dank für den Tipp.
Wir haben heute erst mal bei Qatar den Antrag auf Rückerstattung gestellt und eine Eingangsbestätigung erhalten. Ich vermute, es wird ein paar Wochen dauern. Jetzt ist Geduld gefragt und wenn uns die nicht ans Ziel führt, geben wir die Sache in die Hände eines Anwalts. Das ist tatsächlich der Plan.

Schönen restlichen Tag
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