Christian66 schrieb:
Seit der letzten deutschen Außenministerin wird im Auswärtigen Amt mit den Hinweisen recht maßlos übertrieben.
Hast Du denn irgendeinen objektiven Beweis, z.B. einen quantitativen Vergleich an Warnungen mit dem Außenministerium unter Vorgänger Maas, der belegt, dass unter Baerbock maßlos übertrieben wurde? Oder ist es eher so ein Gefühl, weil sie nicht Deiner politischen Präferenz entspricht? Einige haben Baerbock anscheinend immer noch nicht verdaut und die ist irgendwie auch noch an neuen Meldungen schuld, die das AA Monate nach Ihrem Ausscheiden heraus gibt.
Christian66 schrieb:
Eine Beteiligung Katars oder der Emirate an dem israelischen Angriffskrieg auf den Iran oder an der Verteidigung des Iran ist jedenfalls derzeit fernliegend bis ausgeschlossen.
Da kann ich mich nur Hans-Wolf anschließen: Die Aussage ist uninformiert. Da geht es auch nicht um Meinungen. Man kann sich z.B. Satfotos der letzten 10 Jahre von Al Udeid in Katar anschauen. Da stehen zu jedem Zeitpunkt 25-60 US-Militärmaschinen "schutzlos" ohne Hangar auf dem Tarmac (B-52-Bomber, C130-Transporter, KC135-Tanker, C-17A-Globemaster...). Aktuell null. Warum? Weil Al Udeid ein primäres Vergeltungsziel ist, wenn Trump sich für ein Eingreifen der USA entscheidet. Al Udeid ist die größte US-Militärbasis im Nahen Osten.
Bei der US-Navy-Basis in Bahrain das gleiche: sämtliche Schiffe der US Navy sind ausgelaufen.
Obwohl der Luftraum über dem Irak eigentlich gesperrt ist, kann man sehen, wie Dash-8 des US-Außenministeriums von da nach Amman fliegen. Einzig plausibles Szenario: Personal wird nach Amman ausgeflogen. Auch US-Einrichtungen im Irak wären ein Vergeltungsziel für den Iran oder schiitische Milizen im Irak.
Die deutschen Medien jodeln seit Tagen hoch und runter, dass der Iran die Straße von Hormus dicht machen könnte, dann der Ölpreis und in der Folge die Tankstellenpreise explodieren würden. Ich halte das für unwahrscheinlich, aber sollten Iran das doch machen, wäre ich sehr sicher, dass dann die VAE und Saudi-Arabien militärisch gegen Iran eingreifen. Die Straße von Hormus ist deren maritime Lebensader. Da schauen die nicht passiv zu, wie die durchtrennt wird. Praktisch läuft übrigens der allergrößte Teil des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus durch die Hoheitsgewässer des Oman und nicht die des Iran. Iran müsste also in Gewässer des Oman militärisch aktiv werden, um die Straße dicht zu machen. Da könnte auch im GCC-Format ein Eingreifen erfolgen.
(Dieser letzte Absatz ist jetzt meinerseits auch nur Kategorie "Meinung". Die anderen Punkte sind belegbar.)