THEMA: Lustige Anekdoten in Afrika
14 Mai 2022 15:14 #643477
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  • BikeAfrica am 14 Mai 2022 15:14
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CuF schrieb:
PS Die Erinnerungen an diese Aufenthalte haben mich wachgehalten und mich zum Nachblättern gebracht: In Richard Kandts „Caput Nili - eine empfindsame Reise zu den Quellen des Nils“ hatte ich noch einen makellosen 10-Zaire-Schein aufbewahrt, den ich Euch nicht vorenthalten will.

Hast Du zufällig noch einen weiteren Schein aus der Zeit (kann auch ein schlechterer Zustand sein)?
Bei mir fing es auch so an, dass ich Geldscheine als Lesezeichen verwendete. Im Laufe der Jahre ist daraus eine kleine Sammlung entstanden.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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15 Mai 2022 08:15 #643490
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  • CuF am 15 Mai 2022 08:15
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@BikeAfrika
Guten Morgen, Wolfgang,
hab Dir eine PN geschrieben.
Gruß
Friederike
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15 Mai 2022 12:31 #643497
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  • Schermski am 15 Mai 2022 12:31
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Was für ein schöner Ordner im Forum. Ich habe die Geschichten sehr gerne gelesen. Hier eine meiner kleichen Afrikageschichten:
Mein Mann und ich waren 2016 ein paar Tage im Augrabies National Park. Folgendes hat sich an unserem ersten Tag zugetragen:
Auszug aus meinem Reisetagebuch:
… Zurück im Bungalow habe ich das Picknick vorbereitet, Nudelsalat gemacht (Nudeln von gestern, Rest Chakalaka, Essig, Zucker, mit Salz, Pfeffer abgeschmeckt, lecker), viel Brot getoastet, soll ja Sandwiche geben. Die Thermobecher gefüllt, dann noch in Ruhe etwas aufräumen und spülen. Von draußen kommt Vogelgezwitscher, das Wetter ist prächtig. Alles so schön, ich schnurre förmlich.
Ich fühle es eher als das ich es sehe, eine Bewegung hinter mir. Ich drehe mich um und bin nicht mehr alleine in der Küche. Eine grüne Meerkatze sitzt auf dem Tisch, je eine Scheibe Toast in den Pfoten und sieht mich an. Wir checken beide die Lage ab, keiner fürchtet sich vor dem anderen. Ich sage energisch: Gehst du weg!, sie sagt nix, bleibt aber wo sie ist. Ich glaube sie überlegt wie sie den Salat noch greifen kann der vor ihr auf dem Tisch liegt. Ich sage energischer: Gehst du weg! Na schön, sie springt hinaus, setzt sich auf der Terrasse hin und beginnt ihre Beute zu verputzen. Mach einige Bilder mit dem Handy. Es kommen noch mehrere Verwandte der Meerkatze aber sie gibt nichts ab, ich habe die Tür zugemacht. Nichts mehr zu holen.
Letzte Änderung: 15 Mai 2022 12:36 von Schermski.
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16 Mai 2022 11:39 #643557
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  • Eulenspiegel am 16 Mai 2022 11:39
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Hallo zusammen,
allen Schreibern in diesem Thread ein Dankeschön, ist amüsant zu lesen.
Im Februar 1992 habe ich erstmals afrikanischen Boden betreten. Geplant waren, nach 2 Jahren Firmenaufbau ohne Pause, gut 2 Wochen Relaxen/ Nichtstun in Hurghada am Roten Meer. Nach 2 Tagen pendeln zwischen Pool, Strand, Bar und Buffet wurde uns schon langweilig. Wir beschlossen ein Fahrzeug zu mieten und ins Niltal zu fahren. Das einzig auftreibbare war ein Fiat 124 in eigentlich „verwertungsreifem“ Zustand. Dazu zu einem Preis, der in Deutschland zum Kauf gereicht hätte.
Zuerst ging es am nächsten Tag durch die Wüste nach Luxor und dann in Etappen nach Süden Richtung Assuan. Nach 3 Tagen in Assuan gingen wir nach dem Check-Out mit einem Hotelangestellten zum vor dem Hotel geparkten Fahrzeug. Mit Erschrecken stellten wir fest, dieses war an der Beifahrertür aufgebrochen (war ganz einfach) und der Einbrecher, ein arg zerlumpter und nicht gerade angenehm riechender „Eingeborener“ mittleren Alters hatte es sich auf der Rückbank gemütlich gemacht und schlief. Wir weckten ihn und er schälte sich von hinten durch die Beifahrertür wieder aus dem Auto. Vom Hotelangestellten wurde er verbal zusammengefaltet. Ich konnte den „Anschiss“ auf Arabisch nicht verstehen, aber seine Wortwahl war an der Mimik, Gestik und Körperhaltung des Einbrechers abzulesen. Anstelle den Ort des Geschehens zu verlassen, straffte sich der Mann plötzlich und wandte sich mir zu. Mit vorgehaltener offener Hand sprach er mich an. Der Hotelangestellte übersetzte wie folgt: „Für seine Dienstleistung, das Fahrzeug über Nacht zu bewachen, hätte er jetzt gern ein Entgelt.“ Zuerst waren wir aufgebracht auf Grund seiner obskuren dreisten Forderung, aber nur einige Augenblicke später mussten wir lachen. Einfach eine rundherum gelungene Geschäftsidee. Ich gab ihm unter dem Protest des Hotelmitarbeiters ein Paar kleine Scheine für ein Frühstück und er trollte sich.

Gruß Till
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16 Mai 2022 17:54 #643572
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  • safari njema am 16 Mai 2022 17:54
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Letzter Ausweg; - bei: “Whats your name?

Manche von Euch kennen es bestimmt; - man ist gerade dabei sein Zelt aufzubauen, man steht in der
Schlange an, für ein Busticket oder am Marktstand für eine `Zwischendurch-Mahlzeit´, oder Ähnliches.

Plötzlich umringt einen eine, nicht unerhebliche, sich ständig vergrößernde Kinderschar, mit der, in
einer Endlosschleife vorgetragenen Frage: “Whats your name; - whats your name; - whats your name?

Nun greife ich in solchen Ausnahmesituation auf Erfahrungswerte zurück; - in dem Wissen, das der Buch-
Stabe “O“, besonders in der Konstellation “Holger“ sehr schwer auszusprechen ist.

Sollte man also `mal wirklich keine Lust oder Zeit´ haben, so hat sich folgendes Zauberwort sehr bewährt:
My name is Kokolores“ Augenblicklich kehrt nachdenklich Stille in der Kinderschar ein. Einige versuchen
es noch mit einem: “Ko . . . Kokou . . . what?“ geben es dann aber auch schnell auf und denken vielleicht:
``was haben sich die Eltern nur bei so einem Namen gedacht´´, (ohne zu wissen was sich für ein Blödsin
dahinter wirklich verbirgt.)

Probiert es mal aus . . . :whistle: - Natürlich nur in absoluten Ausnahmesituationen!
Mit sonnigen Grüßen aus Dar es Salaam, Gruß Holger
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16 Mai 2022 20:45 #643579
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  • BikeAfrica am 14 Mai 2022 15:14
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safari njema schrieb:
Nun greife ich in solchen Ausnahmesituation auf Erfahrungswerte zurück; - in dem Wissen, das der Buch-
Stabe “O“, besonders in der Konstellation “Holger“ sehr schwer auszusprechen ist.

Ich nenne dann immer meinen richtigen Namen. Die Buchstabenkombination "olfg" bekommen 80-90% der Leute auch nicht hin. Ich muss es oft noch zweimal langsam wiederholen, bevor sie überhaupt probieren, es auszusprechen und in der Regel klappt es nicht. Manche haben wiederum überhaupt kein Problem damit.

In manchen Ländern wurde ich aber nur selten gefragt. Wegen meiner relativ langen lockigen Haare und des Dreitagebartes (der während der Reise allerdings etwas länger wurde), hat man mich in Zambia meist mit Jesus angesprochen und in Malawi und Ghana mit Rasta, in Ghana auch oft mit Oboronyi. Das bedeutet übersetzt etwa "der von jenseits des Horizonts kommt" oder umgangssprachlich "Weißer".

Gruß
Wolfgang
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