THEMA: Lustige Anekdoten in Afrika
03 Mai 2022 09:35 #642869
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  • Flipper am 03 Mai 2022 09:35
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Vor einigen Jahren führte unsere Route von Windhoek über die Grenze bei Noordoewer nach Cape Town. Es war wenig los und so war das Grenzprozedere mit Fahrzeugpapieren, etc. schnell erledigt und wir fuhren über den Oranje nach Südafrika. Auch hier war wenig los und so waren wir zügig an der Ausfahrtschranke. Hier hatten wir eine nette Unterhaltung mit dem Grenzbeamten (nennen wir ihn Urs), welcher für das Öffnen der Schranke zuständig war.

Urs: Hallo und der üblich kurze Small Talk wie von wo, wohin, etc.
Urs: schönes Auto ist das ein Toyota?
Ich: ja ein Landcruiser von Toyota ….
Urs: von wo ich komme ….
Ich: aus der Schweiz ….
Urs: ob den die Schweiz auch Autos produziere?
Ich: Nein unser Exportschlager ist Schokolade und Uhren ….
Urs: wir sollten umstellen und Autos produzieren, das sei Big Business
Ich: :woohoo:
Urs: Mercedes, Audi, VW, Alfa Romeo sind gute Autos …. Deutschland baut gute Autos ....
Ich: Alfa Rome ist aber aus Italien
Urs: Bist du sicher? Und Toyota?
Ich: Ja ganz sicher, Toyota ist aus Japan
Urs: … skeptisch, aber ja kann sein …
Urs: ob ich Opel oder Peugeot kenne, die werden ja in Frankreich gemacht und sind glaube ich nicht so gut ….
Ich: Nein Opel ist ebenfalls aus Germany
Urs: Bist du sicher? Aber Citroen ist aus Italien wie Audi und Fiat
Ich: Ja sicher Opel und Audi sind aus Germany, Fiat aus Italien und Citroen ist wie Peugeot aus Frankreich
Urs: …. Überlegt …. und Ford von wo sind die
Ich: aus Amerika aber …. es gibt ...
Urs: Ach ja die bauen ja auch Autos, aber da kenne er sich gar nicht aus, sein Spezialgebiet sind Autos aus Europa.
Urs: Also Italien baut Peugeot, Fiat und Opel. Aus Deutschland kommt Mercedes, Alfa Romeo, Audi und Frankreich …. war das jetzt Toyota und VW

Das ging noch ca. 10 Minuten so weiter, als von hinten ein anderes Fahrzeug kam. In diesem Augenblick verabschiedete sich Urs, öffnete die Schranke und wünschte uns eine gute Fahrt.

Ich gab ihm noch eine Dose Cola und wünschte ihm auch einen schönen Tag. Hoffentlich hatte es der Fahrer hinter mir es nicht eilig :whistle:

Wünsche einen schönen Tag Flipper
13 x Namibia / 2 x Südafrika / 2 x Botswana / 2 x Zimbabwe
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04 Mai 2022 16:25 #642918
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  • Gromi am 04 Mai 2022 16:25
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Die Beamten an den meisten Grenzübergänge haben wir eher als mürrisch, humorlos und griesgrämig in Erinnerung. Bis auf diese am
Grenzübergang Ngoma Bridge nach Namibia 2015.
Wir wurden freundlich vom botswanischen Grenzbeamten hinter dem Tresen begrüsst Als wir unsere Reisepässe durchschoben meint er: "Switzerland? Aaahaa! Chocolade! hahaha! Much Money! hahaha" ! :laugh:
Ernst machte daraufhin sein weinerlichstes Gesicht, kehrte seine leeren Hosensäcke nach aussen und steuerte so seinen Teil zur allgemeinen Erheiterung bei. Danach ärgerten wir uns, weil wir unsere mitgebrachte Swiss Chocolade schon aufgegessen hatten. Wäre noch ein lustiges Abschiedsgeschenk gewesen :laugh:
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04 Mai 2022 19:43 #642936
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  • BikeAfrica am 04 Mai 2022 19:43
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Ich habe hier noch eine Geschichte, die eigentlich gar nicht lustig, sondern einfach nur skurril und irgendwie auch ein Stück traurig ist.

Als ich 2003 in Kenya war, war Wahlkampf und eine Partei versprach u.a., die Schulgebühren abzuschaffen, so dass jeder in Kenya künftig zur Schule gehen könne. Diese Partei gewann später die Wahl und löste das Versprechen ein.

Als 2004 das neue Schuljahr begann, erschien Kimani Ng'ang'a Maruge bei einer Grundschule in Eldoret an der Grenze zu Uganda, um sich einschulen zu lassen. Die Besonderheit war, dass er bereits 84 Jahre alt war, aber nie die Möglichkeit hatte, zur Schule zu gehen. Das wollte er nun nachholen und er war hoch motiviert. Man versuchte, ihn abzuwimmeln, doch er blieb hartnäckig und setzte sich durch.

Er wusste, dass er nicht mehr ewig Zeit hatte und aufgrund seiner guten Leistungen konnte er zweimal eine Klasse überspringen. Trotz seines hohen Alters wollte er noch Veterinärmedizin studieren.

Fünf Jahre später, aber inzwischen in der siebten Klasse, starb Kimani Ng'ang'a Maruge an Magenkrebs. Er ging als ältester Erstklässler der Welt in die Geschichte ein und sprach vor der UN-Vollversammlung, um für das Recht auf Bildung zu plädieren.

Sein Leben als ältester Grundschüler der Welt wurde später in dem Film "The First Grader / Der Erstklässler" verfilmt.

Gruß
Wolfgang
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05 Mai 2022 10:26 #642976
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Eine Geschichte mit Tieren/genauer einem Tier:

2019 habe ich mit meiner Reisepartnerin im Ngepi Camp im Caprivi übernachtet, sie oben im Zelt des Bushcampers, ich in einem leichten Wurfzelt. Beim Einchecken habe ich den jungen Mann hinterm Tresen gefragt: "Are ther Hippos in the Camp?" "No, don´t worry." :cheer:

In der ersten Nacht war alles ruhig, wir standen ja auch an einem Steilufer, da kam eh kein Hippo hoch. :blush: In der zweiten Nacht wachte ich so gegen 3:00 auf, weil ein furchtbares Geräusch bei meinem Zelt war, mal rechts, mal links, mal vorne, mal hinten. Es klamg sehr dumpf und hatte ein bisschen was von einem kaputten Rasenmäher. Ich hatte Herzklopfen und ziemlich Angst, weil mir klar war, dass es nur ein Hippo sein konnte. Das war wohl einmal durchs Camp gewandert und fand, dass der Rasen bei meinem Zelt gut aussah. Ich versuchte den stummen Stein zu geben, was anderes blieb mir ja auch nicht übrig, und hoffte, dass niemand anfing, mit einer Taschenlampe rumzufuchteln. Irgendwann nach einer gefühlten Ewigkeit verschwand das Tier und ich döste wieder ein.

Am nächsten Morgen gingen meine Reisepartnerin und ich zur Nachbarcampsite zu einem sehr netten australischen jungen Paar und fragten, ob sie das Tier gesehen hatten. Sie hatten es auch nur gehört, waren aber absolut sicher, dass es ein Hippo war. :dry:

Die junge Frau meinte dann noch: "I felt so sorry with the woman in the ground tend." :woohoo: :woohoo:

Viele Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.

Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
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05 Mai 2022 12:42 #642984
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Anno1972:
Wir fahren bei Beitbridge ueber die Grenze von Suedafrika nach Rhodesia. Auf der Rhodesischen Seite mussten wir damals alles Bargeld in unserem Besitz vorlegen. Ich war erst kurz vorher in Suedafrika angekommen und hatte noch Schweizer Franken bei mir.
Wer von euch kann sich noch an die riesigen Schweizer Banknoten erinnern? :woohoo:
Ich krame also einige verschiedene Noten aus meinem Moneybelt. Der Beamte hinter der Theke bekommt grosse Augen. Sie werden immer groesser als er mir zuschaut wie ich die Noten entfalte.
"What's that?!"
"Money. Swiss Francs! You see, here it says: Swiss Francs!"
Unglaeubig nimmt er eine Note nach der anderen auf, haelt sie hoch gegen das Licht, dreht sie um, studiert die Bilder - ich glaube auf einer war unter anderem die Helvetia abgebildet - und faengt an zu lachen. Dann ruft er seine Kollegen im Buero zusammen und zeigt ihnen die Noten. Und sie lachen und lachen alle, bis ihnen die Traenen kommen...

Ich haette nie gedacht, dass Schweizer Geld fuer solche Erheiterung sorgen koennte! :laugh:

Viele Gruesse
Maddy
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05 Mai 2022 12:59 #642985
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  • BikeAfrica am 04 Mai 2022 19:43
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… so ein Erlebnis mit einem Flusspferd hatte ich auch mal. Das war nicht wirklich lustig. Ein anderes Mal ging ich in der letzten Dämmerung zum Zelt, um meine Taschenlampe zu holen. Als ich das Zelt wieder verschloss, stand links neben mir etwa 4 Meter entfernt ein Flusspferd. Der Shire River (Malawi) lag rechts von mir. Das Flusspferd war noch nicht ausgewachsen und schaute neugierig zu. Ein erwachsenes Tier hätte mich schon umgebracht, bevor ich es entdeckt hätte. Obacht geben, länger leben …

Das spannendste und lustigste Erlebnis mit einem Flusspferd hatte ich an einem Campingplatz bei Kisumu am Lake Victoria in Kenya. Ich war der einzige Camper, aber es gab einen Nachtwächter, der mich mitten in der Nacht weckte und sagte, ich solle aus dem Zelt kommen, da ein Flusspferd an Land kam. Er nahm mich mit in einen Bereich für Tagesgäste, wo es Tische und Stühle gab und eine Mauer drum herum. So konnten wir das Flusspferd beobachten, wie es fraß und gleichzeitig langsam umher wanderte.
Dann trat es mit dem Hinterbein auf einen Ast, der mit einem Knacken zerbrach. Von dem selbst verursachten Geräusch erschrak es derart, dass es sofort in Richtung See spurtete. Flusspferde sind dermaßen schnell und beschleunigen so rasant, dass kein (menschlicher) Sprinter der Welt mithalten könnte. Und sie wählen den kürzesten Weg zum Wasser. In diesem Fall war das Ufer praktisch komplett unbewachsen bis auf ein etwa 4 Meter breites und 3 Meter hohes Gebüsch. Dieses befand sich allerdings auf dem kürzesten Weg zum Wasser. Das Flusspferd rannte ungebremst mitten durch dieses Gebüsch. Beeindruckend …

Gruß
Wolfgang
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