THEMA: Ganz spontan durch Surinam (Reisebericht)
20 Mär 2021 11:34 #610314
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Thomas brachte in den folgenden Tagen die Idee ins Spiel, mit Schlauchkajaks zu reisen, die er hätte kostenlos besorgen können. Wir verwarfen die Idee zügig wieder, weil in den Flüssen des Amazonasgebiets auch zahlreiche Kaimane vorkommen, die dann unnötig mit Piranhas in Streit geraten, wenn sie versehentlich in ein Schlauchkajak beißen. Wir entschieden uns daher wieder für das Fahrrad als Verkehrsmittel. Das war allerdings auch nicht ideal, wie sich später herausstellte.

Wenige Wochen später trafen wir uns in Amsterdam und flogen von dort gemeinsam wie im Vorjahr, als wir uns auf dem Flughafen Schiphol erstmals trafen und im Anschluss gemeinsam durch Malawi radelten.

Wir hatten beim Entschluss zur Reise keine Landkarte (bis zum Beginn der Reise hatten wir immerhin eine), keinen Reiseführer (es gab schlichtweg keinen auf Deutsch oder Englisch) und keine Ahnung, aber davon immerhin reichlich. Wir wussten bei der Ankunft in Surinam nicht, ob es Links- oder Rechtsverkehr gibt oder wie die Währung heißt, wie der Wechselkurs aussieht oder das Preisniveau ist. All das interessierte uns vorher einfach gar nicht. Das einzige, was wir hatten, war ein gewisser Entdeckergeist, um dieses für uns unbekannte Gegend kennenzulernen. Und wir wussten, dass wir beide über eine vergleichbare Kondition, einen kompatiblen Humor und eine Gelassenheit verfügten, die uns einfach immer zu einer Lösung führen würde, egal welches Problem da auch kommen würde. Manche Probleme lösen sich ja fast von selbst, wenn man sich einfach erst mal einen Moment in den Schatten setzt, anstatt sofort in Panik zu verfallen.
Die einzige Vorbereitung (neben Impfungen und Malariaprophylaxe) war eine von Thomas gebuchte Unterkunft für die erste Nacht. Wir fanden ein Taxi, das uns und die Kartons mit den Fahrrädern (letztere mit etwas Seil ziemlich abenteuerlich aufs Dach gebunden) zur Unterkunft brachte. Dort wusste man von unserer Buchung nichts und sie war auch ausgebucht. Das ging ja schon mal gut los.

Für diejenigen, die im Erdkundeunterricht auch immer zum Kreide holen geschickt wurden:
Surinam liegt nördlich von Brasilien (Portugiesisch), östlich von British Guayana (Englisch) und westlich von Französisch Guayana (Französisch). Dieses gehört als französisches Gebiet heute tatsächlich zur EU, obwohl es in Südamerika liegt. Damit liegt auch das größte zusammenhängende Waldgebiet der EU in der Amazonas-Region Südamerikas und so gibt es in der EU nicht nur vierrädrige Jaguare, sondern auch vierbeinige. Im Norden grenzen Surinam und die beiden Guayanas an den Atlantik.

Surinam ist ein klassischer Vielvölkerstaat. Neben den indigenen Völkern leben heute vor allem die Nachfahren der afrikanischen Sklaven, der damals ausgewanderten Niederländer sowie viele Chinesen, Indonesier und Inder in Surinam. Christliche Kirchen, muslimische Moscheen und Hindutempel sieht man überall im Land. Und wer sich schon immer gefragt hat, warum die Fußballnationalmannschaft der Niederlande seit jeher relativ viele dunkelhäutige Spieler aufweist ... diese haben ihre Wurzeln in der ehemaligen Kolonie Surinam.







Surinam hatte zum Zeitpunkt der Reise prozentual zur Landesfläche den größten Regenwaldbestand mit damals 97%. Durch Abholzungen hat sich das inzwischen leider geändert. Das Klima war entsprechend heiß mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit, aber darüber muss man sich im Regenwald ja nicht wundern. Was uns jedoch wunderte, war die Tatsache, dass selbst die Bäume an den Straßen in der Hauptstadt Paramaribo so aussahen, als stünden sie mitten im Regenwald. Keine drei Meter weiter rauscht der Verkehr vorbei.










Fortsetzung folgt …


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21 Mär 2021 11:30 #610373
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So, weiter geht’s. Diesmal mehr Fotos und weniger Text.

Die Uferpromenade Paramaribos besteht aus sehenswerten Holzhäusern. Zumindest die meisten sind aus Holz.












Einige wurden damals gerade komplett restauriert.






Die komplette sog. Waterfront steht in der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.




Der auf der anderen Straßenseite liegende kleine Hafen und besonders die Boote sahen jedoch ein wenig bemitleidenswert aus.








Irgendwo in der Stadt sahen wir einen Pkw, der gerade über Pisten in die Stadt kam und wir ahnten, was uns bald erwarten würde. Unsere Fahrräder würden unterwegs defintiv an Gewicht zunehmen.





Fortsetzung folgt …


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Letzte Änderung: 21 Mär 2021 11:31 von BikeAfrica.
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21 Mär 2021 14:19 #610400
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Es regnete häufig und rückblickend hätten wir wohl auch in der Regenzeit durch Ostafrika radeln können. Einmal hatten wir Glück wie hier und kamen bei gerade einsetzendem Regen an einer kleinen Dorfkneipe vorbei und konnten unter einem Vordach Unterschlupf finden. Wenn man aber erst einmal ein paar Minuten im Regen war, kann man sich solche Unterstände sparen, denn dann ist man sowieso schon durchnässt. Dann kann man auch gleich weiterfahren.




Die Pisten waren oft aufgeweicht und Fahrräder und Gepäck mit Schlamm bedeckt. Am Tag dieser Fotos enthielt irgendwann nur noch die untere Flasche Wasser, aber ich hatte aus unerklärlichen Gründen plötzlich gar keinen Durst mehr. Die Laufflächen der Reifen waren schon wieder vergleichsweise sauber, weil die letzten 20 km über Asphalt gingen.








Ich meinte am Abend bzgl. des Dauerregens über den gesamten Tag:
„Wir hatten noch Glück. Das meiste ging vorbei“.
Thomas antwortete:
„Es hätte schlimmer kommen können. Es hätte auch Scheiße regnen können“.
Der Spruch war der trockenste Moment des gesamten Tages.
Auch wenn die Bedingungen zeitweise widrig waren und diverse Pannen unsere Reise behinderten, so ging uns doch der Humor und die gute Laune nie verloren.
Ich hatte alleine in der ersten Woche gleich zwei aufgeschlitzte Reifen und Schläuche und eine gebrochene Schraube am Gepäckträger, aber das passiert halt nun mal. Alles, was vorhanden ist, geht irgendwann mal kaputt.

Da unsere Landkarte offenbar von einem Praktikanten erstellt wurde, landeten wir am Abend quasi in einer Sackgasse. Am nächsten Tag ging es noch weiter bis zum nächsten Dorf und dann war die Piste zu Ende. Auf unserer Karte sah das anders aus. Das habe ich aber auch in Afrika schon mehrmals erlebt, dass auf einer Karte Pisten verzeichnet waren, die es gar nicht gab. Einmal handelte es sich sogar um eine angebliche Asphaltstraße, wo es nicht einmal einen Trampelpfad gab. Da wurde wohl eine Straße geplant und bereits in die Landkarten eingezeichnet, dann aber letztlich nie gebaut.

Anderthalb Tage hatten wir dadurch verloren bzw. sind sinnlos umhergegurkt. Da wir aber ohnehin keinen so wirklichen Plan hatten, war es auch nicht wirklich schlimm.
Unsere Route führte dann nach Umkehr alternativ über eine Brücke, die ähnlich konstruiert war wie manche Brücken in Alaska/Canada. Ich kenne Leute, die sie mit dem Rad oder zu Fuß nicht überqueren könnten, weil man direkt nach unten durchsehen kann.






Fortsetzung folgt …

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23 Mär 2021 15:43 #610612
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„Berlijn, Berlijn, wir fahren nach Berlijn“ – für Fußballfans ein bekannter Schlachtruf in Pokalspielen. Auch wir fuhren nach Berlijn, obwohl wir gar kein Halbfinale gewonnen hatten.






Wir waren mit Zelten unterwegs, rechneten aber nicht mit derart dichtem Pflanzenbewuchs bis zum Pistenrand. Wenn ich mich richtig erinnere, haben wir unsere Zelte gerade dreimal in vier Wochen nutzen können – einmal unter einem Marktstand in einem Dorf, einmal auf dem Gelände eines Nonnenklosters und einmal an einem Flussufer.

Unser „Plan“, gegen Abend spontan irgendwo zu zelten, ging daneben (unsere „akribische Vorbereitung“ zahlte sich halt aus). Wir mussten also möglichst immer eine Ortschaft erreichen und leider lagen diese oft ziemlich weit voneinander entfernt. Erreichte man am Mittag oder Nachmittag eine, lag die nächste meist so weit entfernt, dass ein Erreichen dieser bis zur Dunkelheit oft zweifelhaft oder unmöglich war. Die Etappen fielen daher kürzer aus als ursprünglich gedacht.










Zweimal konnten wir auch in geliehenen Hängematten am Strand übernachten. Klasse Sache in Mückengebieten mit Malaria und anderen spannenden Krankheiten. Wie das passierte, warum wir unsere Zelte in dem Moment nicht hatten und andere Geschichten von Übernachtungen folgen noch in den nächsten Beiträgen.

Mit der Verpflegung war es irgendwie einfacher. Es gab „Supermärkte“, die natürlich meist nur sehr klein waren wie früher unsere Tante-Emma-Läden und es gab häufig auch so kleine Restaurants mit meist asiatischem Essen. Wasser konnten wir auch kaufen und hatten auch einen Expeditions-Wasserfilter dabei. Bei einer ganztägigen Wanderung im Regenwald hatten wir den Filter nicht dabei und unser mitgenommenes Wasser reichte nicht. Dort mussten wir das Wasser dann halt aus einem Bach trinken und unsere Flaschen auffüllen. Ich vermute aber nur, dass es ein Bach war, da man nicht erkennen konnte, dass sich das Wasser in irgendeine Richtung bewegte. Bei der Wahl zwischen heute verdursten oder morgen erkranken fällt die Entscheidung aber nicht schwer.
Das ist eine Entscheidung, die die Bevölkerung in armen Teilen der Welt täglich treffen muss. Für uns war es nur eine einmalige Sache …


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Den Letzten beißen die Hunde



Schon am ersten Abend in der Hauptstadt fielen uns die zahlreichen verwilderten Straßenhunde auf. Die Hunde waren sehr ängstlich und wechselten häufig die Straßenseite, um einem aus dem Weg zu gehen (was wir für eine gute Eigenschaft hielten). Dabei mussten sie jedoch aufpassen, denn kein Autofahrer bremst in Surinam wegen eines Hundes. Im Gegenteil hatte man manchmal das Gefühl, dass Autofahrer absichtlich Hunde anfahren. Viele Hunde humpelten hier mit einem gebrochenen Bein umher und wir mussten auch einmal miterleben, wie ein Hund einfach ungebremst umgefahren wurde. Ein lautes Aufjaulen und kurz später war der Hund nur noch auf drei Beinen unterwegs. Der Hund stellte sich mit seinem deformierten Bein dann bei einem kurzen Wolkenbruch neben uns unter ein Vordach. Wir konnten ihm jedoch nicht helfen.

In den Dörfern entlang der Straßen und Pisten sah die Sache anders aus. Hier wurden die Hunde als Wachhunde gehalten, liefen aber frei umher. Das war ja auch für alle anderen kein Problem, denn die anderen Einheimischen kannten sie und die restlichen Leute fuhren mit dem Auto vorbei – bis auf zwei Radler. Auf dem Fahrrad wurden wir jedoch täglich mehrfach von ihnen attackiert und es schien nur eine Frage der Zeit, bis einer von uns gebissen werden würde. Ging es etwas bergab oder war der Abstand groß genug, versuchten wir, sie mit einem Zwischenspurt abzuhängen, was so etwa in der Hälfte der Fälle auch gelang. Ansonsten blieb nur noch Stehenbleiben und die Hunde -oftmals gleich mehrere an der Zahl- so laut wie möglich anzuschreien. Erschrocken wichen sie dann ein paar Meter zurück, waren uns aber sofort wieder auf den Fersen, sobald wir wieder starteten. Also wieder stoppen und anbrüllen. Und wieder starten, stoppen und anbrüllen …
An einigen Tagen nahm das etwas überhand und war echt nervig. So ist das halt manchmal. Lässt sich nicht ändern und muss man halt hinnehmen …


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Brasilianischer Karneval

Vom folgenden Ereignis gibt es diesmal keine Fotos.
Wir fanden in der kleinen Grenzstadt Albina eine Unterkunft und anschließend eine Kneipe. Dort sollte am Abend ein brasilianischer Karneval stattfinden und innen sah schon langsam alles nach Disco aus. Wir blieben im Außenbereich, wo ein angenehmer Wind wehte und die Lautstärke erträglich war. Wir bestellten eine kalte Hopfenschaumsuppe im Glas und während wir da saßen, kam der örtliche Polizeichef mit zwei Begleitern vorbei, setzte sich zu uns an den Tisch und der Abend nahm eine ungewollte Wendung. Aus der Kneipe kam sofort eine Flasche Whisky im Karton und eine sehr hübsche Brasilianerin wurde mit an den Tisch gesetzt. Hier war im ersten Moment zu erkennen, dass irgendwelche Korruption im Spiel war. Der Whisky musste nicht bezahlt werden und die Brasilianerin war offenbar Prostituierte, sprach kein Wort Englisch und man sah ihr an, dass sie vom Ausgang des Abends nicht begeistert sein würde.
Der Polizeichef sprach Englisch und ließ auch sofort Gläser für uns bringen und legte eine beachtliche Schlagzahl an den Tag. Ich habe relativ bald zu Thomas gesagt, dass ich mal eine Runde aussetzen müsse. Dann hat der Polizeichef nur sich und Thomas eingegossen und bei der nächsten Runde hat Thomas pausiert und abwechselnd so weiter. Manche Runde hat der Polizeichef auch eifrig alleine absolviert, weil wir beide ausgesetzt haben. Es blieb nicht bei der einen und auch nicht bei einer zweiten Flasche Whisky und am Ende war der Polizeichef nicht mehr annähernd dazu in der Lage, alleine zu laufen und wurde von seinen beiden Begleitern gestützt, die nichts getrunken hatten. Der Prostituierten war die Erleichterung deutlich anzusehen, dass ihr diese Nacht erspart blieb, als der Polizeichef mit seinen Begleitern verschwand. Thomas und ich waren auch bereits ziemlich über den Berg, aber zum Glück hatten wir uns rechtzeitig abgewechselt und der Abend verschaffte uns einen Einblick über verschiedene Dinge im Land.
Als der Polizeichef schwankend die Örtlichkeit verließ, sah die Brasilianerin zum ersten Mal fröhlich aus …


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