THEMA: Ungewöhnliche Übernachtungsplätze ...
27 Mär 2020 23:00 #584590
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  • BikeAfrica am 27 Mär 2020 23:00
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… habt ihr die Schlange auf Verdacht totgeschlagen?
Welche war es denn?
Normalerweise gehen Schlangen den Menschen doch aus dem Weg …
Ich musste zum Glück noch nie irgendwas erschlagen ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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28 Mär 2020 10:10 #584613
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  • thorx am 28 Mär 2020 10:10
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sitzend auf dem Fahrrad...
wir hatten uns 1982 zum Schlafen in der ungarischen Puszta in eine Bushaltestelle gelegt. In der Nacht fing es so stark zu regenn, dass alles um uns umher ca. 15 cm unter Wasser stand. Bänke gab es in der Bushaltestelle nicht. So haben wir uns auf die Fahrräder gesetzt und in der Bushaltestelle an die Wand gelehnt damit wir nicht im Wasser stehen müssen. So anglehnt haben wir dann die Nacht verbracht. Zählt das auch als schlafen?
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28 Mär 2020 12:03 #584629
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thorx schrieb:
Zählt das auch als schlafen?

… es ging ja um Übernachtungsplätze und ob ihr schlafend übernachtet habt, ist ja zweitrangig. ;-)

Hier noch mal eine Geschichte von einer "Multifunktionsunterkunft" in einem Bergdorf in Kamerun. Mein Reisepartner und ich kamen am späten Nachmittag dort an und es gab keine reguläre Unterkunft und keinen auch nur ansatzweise ebenen Platz zum Aufstellen eines Zeltes.
Wir fanden eine Hütte mit nacktem Erdboden, die abends als Kneipe diente und glichen den Flüssigkeitsverlust des Tages aus. Wir fragten, ob wir in der Hütte übernachten dürfen und das wurde uns gewährt unter der Voraussetzung, dass wir morgens zeitig aufbrechen. Die Hütte diente vormittags als Dorfschule, tagsüber als Laden, abends als Kneipe und nun auch über Nacht als "Hotel".
Der Raum war gerade so groß, dass unsere beiden Innenzelte (wegen der Moskitos) reinpassten. Bezahlen mussten wir übrigens nichts. Wir waren ja am Abend vergleichsweise gute Kunden.

Gruß
Wolfgang
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28 Mär 2020 12:27 #584633
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  • Dandelion am 28 Mär 2020 12:27
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Hallo zusammen,

das ist ja mal ein interessanter thread :laugh:
Ganz spontan kommt mir da meine Reise „per Interrail nach Griechenland“ im Sommer 1981 mit 2 männlichen Kumpels aus meiner Jugendclique in den Sinn, an der ich teilnehmen durfte. Durfte deshalb, weil ich zum Zeit der Tour noch keine 18 Jahre alt war, also nicht volljährig. Noch heute staune ich über das absolute Vertrauen meiner Eltern in uns 3, dieser Unternehmung in Zeiten ohne Handy und Internet zuzustimmen ;)
Während dieser 3- wöchigen Reise haben wir u.a. übernachtet auf dem Fußboden in den Bahnhofsgängen eines Wiener Bahnhofs (oder war es Innsbruck?), ausgestreckt in den mitgebrachten Bundeswehrschlafsäcken, den Kopf auf den Rucksäcken, damit wir ja nicht bestohlen werden sowie im Park vor einem Athener Bahnhof, zusammen mit ca. 20 weiteren Backpackern, nachdem um Mitternacht der Bahnhof bis zum Morgen zugesperrt wurde. Außerdem haben wir den Weg von der griechischen Grenze bis in die Nähe von Delphi in einem Viehwaggon verbracht, weil der Zug hoffnungslos überfüllt und nicht mal im Gang ein Plätzchen zu finden war. Gott, hat das übel gerochen in dem DIng. :sick: Aber die Stimmung war genial, irgendwer hatte eine Klampfe dabei und es wurde musiziert und gesungen. Wenn ich heute daran denke, definitiv eine Story „aus einem anderen Leben“ :laugh:

Liebe Grüße
Kordula :)
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28 Mär 2020 12:58 #584641
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  • wüstenfee am 28 Mär 2020 12:58
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hi @all ......

da fallen mir auch einige ein ......
Pakistan 1988
wir übernachteten im Zelt am Fuße des Nanga Parbat
in der Nacht fing es an, wie aus Eimern zu schütten.
im strömenden Regen brachen wir am nächsten Morgen auf.
Die Straße aus dem Tal war schmal und nicht wirklich befestigt.
Leider kamen wir nicht weit, ein Bergrutsch hat das Durchkommen unmöglich
gemacht. Einer unserer Fahrer wusste, dass in der Nähe ein Armeelager ist
und machte sich zu Fuß auf den Weg.
Die Armee wollte versuchen, einen Bus von der anderen Seite zu schicken.
Also richteten wir uns auf der Straße ein, Zelte aufbauen war nicht möglich.
Wir verbrachten die Nacht buchstäblich auf der Straße, irgendwie .........
Am nächsten Tag am späten Nachmittag hörten wir ein Gedröhne und siehe
da, nach kurzer Zeit wurden wir mit viel Geschrei darauf aufmerksam gemacht,
dass der Bus da ist. Sehen konnten wir den nicht. Wir packten das nötigste
(unsere Willi-Jeeps sollten, wenn die Straße freigeräumt ist, mit dem Rest des
Gepäcks nachkommen)
Inzwischen dämmerte es schon und wir mussten über die wirklich nicht stabile
Geröllhalde klettern.
Die Fahrt in dem Kleinbus zur nächsten Siediung (Ort konnte man das nicht nennen)
war ein Höllenritt. Inzwischen war es stockfinster, die Straße war eng, links Berg, rechts
Abhang und ziemlich kurvig. Dem Fahrer störte das nicht, das Tempo war gigantisch.
Bei der Flußdurchfahrt verloren wir dann noch ein paar Gepäckstücke bis wir dann
endlich kurz vor Mitternacht ankamen. Gastfreundschaft wird groß geschrieben,
wir wurden mit Tee versorgt und konnten unsere Zelte aufstellen.
Nachtrag : unsere Willi Jeeps kamen einen Tag später

liebe Grüße
Wüstenfee
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Dandelion schrieb:
Wenn ich heute daran denke, definitiv eine Story „aus einem anderen Leben“ :laugh:

… genau solche Geschichten wie von Dir bzw. euch allen finde ich spannend. Ich habe auch noch einige, möchte aber gerne auch eure hören.
Im Forum geht es ja meist darum, Monate im Voraus etwas zu buchen. Aber es gibt offenbar auch einige "Exoten", die spontan und unkonventionell übernachten. Ich freue mich auf weitere Erzählungen.
Vielen Dank dafür.

Gruß
Wolfgang
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