THEMA: Ungewöhnliche Übernachtungsplätze ...
27 Mär 2020 20:11 #584561
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  • BikeAfrica am 27 Mär 2020 20:11
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Hallo zusammen,

dieses Thema brennt mir schon länger unter den Nägeln.
Im Laufe meiner Reisen habe ich ja schon an den seltsamsten Plätzen übernachtet und es würde mich interessieren, was eure kuriosesten Übernachtungsmöglichkeiten waren.

Mir fehlt z.B. noch 'ne Feuerwache, 'ne Kaserne (ich kam damals um die Bundeswehr rum), 'ne Bushaltestelle usw.
Dafür habe ich z.B. schon bei 'nem Stammeskönig, in 'nem Nonnenkloster, zwischen Gräbern und direkt am Polarkreis neben dem Schild übernachtet und auch in 'nem Waisenhaus, Polizeistation usw.

Was waren eure kuriosesten Übernachtungsorte?

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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27 Mär 2020 21:02 #584572
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  • busko am 27 Mär 2020 21:02
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Ja.....es gibt fast keine Grenzen.....dessen was man im jugendlichen Wahn getan hätte.....auch diesbezüglich!

Wie wärs mit dem Seitenstreifen der N3 (zwischen Joburg und Durban) am Abzweig nach Bergville!? (in etwa gegenüber von wo die N11 nach Ladysmith startet)
Das kann passieren, wenn man als armer Student unbedingt noch am Freitagabend, nach der Matheklausur per Anhalter in die Drakensberge will und spät Nachts, in Regen und Kälte (Winter, ca. -5 Grad) nicht weiter kommt! Abseits der Autobahn war Matsch pur und da wollte keiner unter diesen Bedingungen rein!
Geschlafen wird dann, im Schlafsack, im "Bivibag", zu sechst in Reihe; Füsse in Richtung des ankommenden Verkehrs, weil ansonsten der Schlafsack so unangenehm von den vorbei donnernden LKWs "aufgeblasen" wird!.....wenn ich Heute dran denke bekomme ich immer noch eine Gänsehaut.

Liebe Grüsse,
busko
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27 Mär 2020 21:14 #584575
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  • BikeAfrica am 27 Mär 2020 20:11
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Danke!
Genau solche schräge Erlebnisberichte finde ich klasse.
Ist was anderes als über Monate vorgebucht … ;-)

Gruß
Wolfgang
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Letzte Änderung: 27 Mär 2020 21:16 von BikeAfrica.
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27 Mär 2020 21:52 #584583
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  • Randfontein am 27 Mär 2020 21:52
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langweilig...
Im Grunde war ein Hühnerstall schon mein "Highligt" auf einer griechischen Insel zu Zeiten als noch die "Miaoulis" und die "Kanaris" fuhren (wenn/falls sie es denn taten). 12 bis 24 Stunden Verspätung waren damals schon "drin" und die Warteszene war entsprechend. Über das einschlägige Kafenion habe ich nur Gutes zu berichten,
soweit ich eben berichten kann...

Okay, auch eine Nacht an Deck der "Hellenic Spirit" war mal ganz witzig:
ein nächtlicher Überfall einer Horde von Maikäfern, als man noch seinen Schlafsack an Deck auswickelte.

Oder die Nächte auf der alten "Naxos", wo man für ca. 7 DM damals eine Kreuzfahrt machen konnte.
Landgang war in Katapola auf Amorgos mit leckern Souvlaki, bevor man sich wider auf's russige Deck begab.
Morgens dann weiter nach Egiali, nur um in Donoussa wegen Sturm in der Nachbarbucht "Kendros" ausgebootet zu werden. War auch geil...

Damals eher "normal", heute auch eher exotisch: die Nächte im Zug, vor oder in der Toilette etc. zu Interrail-Zeiten.
Atypisches Highlight: die fantastisch ruhige Fahrt 31.12.74-1.1.75 von Milano Centrale die Adria runter bis Taranto.
Ein Abteil für mich allein und links das blaue Meer, rechts verschneite Berge.

Dann war da noch das Maisfeld in Vintul de Jos/Rumänien, wo eben noch Dampfbetrieb und Fotoverbot war.
Ähnlich damals "Kanal" an der Wocheiner Bahn im heutigen Slowenien. Stiefel blieben an wg. Gewitterrisiko.
Oder kurz darauf beim Trampen nach Hellas: im Kosovo beim Pennen im Renault 5 von der Milizia aufgescheucht...

Hoffe, damit einige Jugenderinnerungen geweckt zu haben - liebe Erinnerungen, aber bitte ohne Rekordgeist.
Wir müssen nicht die sensationellsten Dinge der ganzen RTL erlebt haben,
ich finde es z.B. toll, durch dieses Thema einfach an Dinge erinnert zu werden.
Auch wenn sie weniger spektakulär sind, und es fallen mir sekündlich mehr ein ...

Über meine Abenteuer in Syrien vor 40 Jahren berichte ich aus guten Gründen nicht.
Schon damals landete ich in Damaskus anstatt in Aleppo, wo ich eigentlich hin wollte.
Diese Schatten gehören aber nicht in diesen thread.
Letzte Änderung: 27 Mär 2020 21:57 von Randfontein. Begründung: typos entfernt
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27 Mär 2020 21:54 #584584
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  • BerndW am 27 Mär 2020 21:54
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Mir fallen da einige Nächte ein.
Vor ca. 30 Jahren habe ich mir für ca. 90$ einen Einbaum gekauft und bin in den jetzigen Tortugero Nationalpark gepaddelt. Zwei Kanister Wasser, einiges an Lebensmitteln, die man nicht kochen musste und einem Kompass an einem Survivalmesser, der sich mehr drehte als ich mich in den ersten Stunden meiner Paddelversuche. Da ich schon nach einer Stunde unsicher wurde hielt ich mich immer im größten Kanal auf . Die Mangroven waren voller Vögel und auch eine Boa entdeckte ich. Einige Zeit vor Sonnenuntergang fand ich eine Sandbank, dort konnte ich den Einbaum einige Meter hochziehen und dachte schon damals, dass mir etwas mehr Sport sicher besser getan hätte aber wer rechnet auch damit wie schwer ein Einbaum an Land ist. Mit meinem Paddel und Reservepaddel baute ich mir eine Art Baldachin und wurde pünktlich zum Sonnenuntergang zum Blutspender, die Konstruktion war nicht wirklich dicht und die Nacht wurde zur Qual. Ich steckte meine Kopf nicht mehr raus und lag äußert unbequem auf meinem Rucksack, weichen Bananen , einer Jacke. Aber die ganzen Geräusche um mich herum machten mir wirklich Angst, da war etwas wirklich großes direkt am Einbaum. Ich blieb die ganze Nacht geduckt und spendete weiter Blut. In den frühen Morgenstunden fand ich etwas Schlaf. Als die Sonne mir morgens ins Gesicht strahlte wurde es schnell warm und ich schubst meinen Baldachin zur Seite und richtete mich auf. Besuch, ein Haufen großer Krokodile hatte sich um meinen Einbaum verteilt. Die 30 qm Sandbank war ein Hotspot für prähistorische Sonnenanbeter geworden. Ganz schnell lag ich wieder in meinem Einbau und hoffte, dass mein Einbaum das größte Krokodil von allen ist und vielleicht allen anderen Respekt einflößt. Ich weiß nicht mehr wie lange ich unten blieb, jedenfalls bekam ich noch eine gewaltigen Sonnenbrand und habe immer Bananen ins Wasser geworfen und gehofft das würde die Crocs ins Wasser locken. Wenn ich über den Rand schaute, schaute ich immer in irgendein Krokodilauge oder Maul. Nach einigen Stunden Wartezeit verzog sich der letzte Koloss ins Wasser und ich ließ noch viel Zeit verstreichen bevor ich den Einbaum zurück ins Wasser wuchtete und zurück paddelte. Der Rückweg dauerte nur drei Stunden und meinen Kompass brauchte ich nicht wirklich. Die nächsten Tage verbrachte ich in einer Beachhütte, ohne Sonne meine Stiche pflegend. Ich schätze der Einbaum müsste jetzt verrottet sein.
Grüße
Bernd
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27 Mär 2020 22:50 #584589
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  • waldfee am 27 Mär 2020 22:50
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Ich war auch vor ca 30 Jahren im Tortuguero NP in Costa Rica und habe mir wegen der Krokodile nachts fast in die Hosen gepisst. Ich habe die Riesenschildkröten beim Eierlegen beobachtet und wir haben die Schlange mit einem Stock erschlagen, sonst wären wir selber draufgegangen.
Das war das Erlebnis meines Lebens.
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