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THEMA: Gel(i)ebte Zeit - Im Dachzelt durch Afrika...
20 Jul 2016 20:34 #438377
  • chamäleon2011
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  • chamäleon2011 am 20 Jul 2016 20:34
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Hallo Gisela,

ich habe ähnliche Bücher schon - durchaus mit Genuss - gelesen, vorrangig auf Pad, wo ich keine Lust auf allzu anspruchsvolle Literatur habe und auch keinen Internetzugang, sodass ich nicht stattdessen die vielen sehr guten Reiseberichte hier im Forum lesen kann.

Ich hoffe nur, dass sich Namibianeulinge, die Dein Buch als Anregung lesen, einige Deiner "Tipps" nicht zu sehr zu Herzen nehmen, da sie brandgefährlich sind, zum Beispiel "Man kann auch ruhig mal eine Nacht am Straßenrand stehen". Hast Du noch nie von Überfällen gehört, die gerade auf solch unvorsichtige Menschen verübt werden, die dies tun. Man kann sicher mal irgendwo weit ab jeglicher Zivilisation eine Nacht stehen, aber am Straßenrand?? Du schreibst, in Namibia gebe es kaum Regeln, an die man sich halten muss und man kann sich viel freier entfalten. Beim "Wildcampen" gibt es die Regeln sehr wohl, Du hast sie nur vielleicht übersehen. Das, was Du vorschlägst, ist auch in Namibia an den meisten Orten schlicht verboten in Nationalparks, auf Kommunalland, ... da bleibt eigentlich nur noch ein Teil des Kaokovelts, wo es wirklich einsam ist.

Lagerfeuer sind auf Campingplätzen in Namibia üblich, soweit gut, aber auch in Deutschland kann ich ein kleines Feuer im heimischen Garten machen, wenn ich ein wenig Rücksicht auf meine Nachbarn nehme (Windrichtung und so). Das haben wir mit unseren Kindern zum Stockbrot backen oft praktiziert. An unseren häufigen Grillabenden in unserem Garten hat sich auch noch nie jemand gestört und auch unsere Nachbarn handhaben das genauso. Wenn allerdings unser Sohn auf dem Balkon seiner Eigentumswohnung grillen will, muss er mit Gas Vorlieb nehmen, denn in größeren Wohngebäuden mit mehreren Einheiten gibt es sowas wie eine Hausordnung. Das ist vielleicht sehr deutsch, dass vieles durch klare Vorgaben geregelt wird. Wir leben hier aber sehr dicht beeinander. Wenn Du ein Grundstück weit außerhalb eines Ortes hast, kannst Du Dich auch in Deutschland anders entfalten als in einer Wohnung.

Ansonsten kenne ich kaum ein Land, in dem man so unproblematisch ein Fahrzeug mit Campingausrüstung mieten und losfahren kann wie in Namibia, in dem es so viele Möglichkeiten gibt, ein eigenes Fahrzeug unterzustellen.

Namibia ist ein verhältnismäßig leicht zu bereisendes Land und die "Sicherungsmaßmahmen" wie Warnschilder oder Absperrungen gibt es dort durchaus. Dass am Sesriem Canyon kein Geländer ist, findest Du besonders. Ich empfehle Dir eine Reise in die Alpen, dort gibt es unzählige Canyons, dort werden sie Täler genannt und alle sind, obwohl viel tiefer als der Sesriem, ohne Geländer. Ebenso sind die Gipfel, auch die viel besuchten, nicht gesichert. Und auf Spaniens höchstem Berg, dem Teide, kann man geradewegs in den Krater fallen, wenn man hinaufgestiegen ist, keinerlei Geländer.

Viele Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.

Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
Letzte Änderung: 20 Jul 2016 20:38 von chamäleon2011.
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21 Jul 2016 09:40 #438405
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  • Can am 21 Jul 2016 09:40
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Hallo,

für mich ist es nach 18 Jahren Afrikareisen mit eigenem Auto und Dachzelt derzeit spannender, nach Österreich zu fahren als von Windhuk nach Salima.... Leider, leider....
Aber nen Buch über etwas "normales" zu schreiben ist mir auch noch nicht in den Sinn gekommen.....
"Ohne Netz und Boden" bei der Aussage muss ich echt schmunzeln. Zeigt sie doch, welche verweichlichten Menschen wir sind. Schrecklich .....
Gruß
Letzte Änderung: 21 Jul 2016 09:42 von Can.
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22 Jul 2016 03:37 #438515
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  • Bernd am 22 Jul 2016 03:37
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Hallo Gisela,

es wundert mich schon sehr, wie vollmundig Du Dein Buch in diesem Forum anbietest.

Du hättest Dir die Mühe machen sollen, einige vergleichbare, hier im Forum veröffentlichte Reiseberichte zu lesen. Dann hättest Du feststellen können, dass einige dieser nicht seltenen Reiseberichte durchaus weitere oder bessere Informationen liefern.

Es gibt eben in diesem Forum viele, die seit Jahren oder auch Jahrzehnten in der Weise reisen, wie Du es als Besonderes verkaufen willst. Einige davon haben schon vor langer Zeit Bücher oder Reiseberichte geschrieben. Also Deine Idee ist in der Tat nicht neu - ganz im Gegenteil.

Und der Titel Deines Buches ...??? Da schweige ich lieber.

Gruß,
Bernd
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22 Jul 2016 05:34 #438516
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  • camperfan am 22 Jul 2016 05:34
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Für uns mag es ja romantisch sein, dank unserer finanziellen Sicherheit Reisen unternehmen zu können und das letzte Gefühl von Freiheit auf der Pad erleben zu können (was ohne entsprechende Finanzen auch nicht geht).
...die Leute die so lebten mußten, wie Du die Schürfer beschreibst, hätten sicher gerne mit unserem "bequemen Leben" in D getauscht, statt in der Romantik der Wüste zu darben.
Es ist nämlich alles andere als romantisch, heute nicht zu wissen was Du morgen auf dem Teller hast und ob Du Dir das überhaupt leisten kannst.
Übrigens kannst Du als Geologin mit entsprechendem finanziellen Netz wohl auch kaum nachvollziehen, wie man im ach so verwöhnten D z.B. als alleinerziehende Mutter mit geringem Einkommen gerade so überlebt und nicht allzu viele profitiert von dem Reichtum unseres Landes. Natürlich haben wir immer noch ein soziales Netz aber auch das kann nicht alles auffangen. Der viel zitierte Mindestlohn reicht nämlich kaum aus um sich mehr als ein Auskommen auf unterstem Level zu schaffen.
Übrigens finanziere ich als Altenpflegerin mit 40 h regulärer Arbeitszeit und vielen Überstunden meine Reisen mit einem zusätzlichen 400 € Job.....
Absolut entsetzt hat mich das Schnodderige Schreiben über das auslaufende Benzin, das man einfach so laufen läßt und hunderte km zur nächsten Werkstatt fährt, statt es abzudichten zu versuchen. Ob man das mit einem Tape hätte abdichten können weiß ich nicht aber es hätte doch sicher eine Farm gegeben, wo man hätte um Hilfe fragen können ? Als Geologin müßtest Du doch wissen, was auslaufender Treibstoff im Boden anrichten kann ???? Oder darf das in Namibia sein ? Ist ja alles Wüste....
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24 Jul 2016 04:17 #438646
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  • Bernd am 22 Jul 2016 03:37
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Hallo,

nachdem diese Story sehr kontrovers diskutiert wird, habe auch ich mir den Text des Buches heruntergeladen. Nach Seite 32 habe ich aufgegeben, weil mich das oberflächliche Gelaber mit allgemein längst bekannten Gemeinplätzen genervt hat - da bin ich ganz der Meinung von Pascalinah.

Der Titel des Buches ist grob irreführend.

Seltsam, dass die Autorin sich zu allem noch nicht geäußert hat.

Gruß,
Bernd

PS:
Um nicht nur zu nörgeln, stelle ich gerne fest, dass der Schreibstil der Autorin durchaus angenehm ist.
Letzte Änderung: 24 Jul 2016 04:22 von Bernd. Begründung: Ergänzung
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