THEMA: Herpetologie / Spinnentiere Bücher
23 Jun 2025 08:23 #708335
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Da die Herpetologie (Wissenschaftszweig, der sich mit allen Aspekten der Amphibien und Reptilien beschäftigt) sowohl Zuhause bzw. vor der eigenen Haustüre unser Hobby ist, wird es natürlich auch in Namibia auf unserer Reise eine große Rolle spielen. Man schaut immer sehr auf die großen Tiere, aber es gibt auch sehr viel faszinierende Tiere, die wir nicht sofort wahrnehmen (wollen).

Als erstes möchte ich ein Buch von Alfred Schleicher empfehlen, welches mittlerweile schon in der 3. Auflage erschienen ist:
Reptilien Namibias - Alfred Schleicher
Namibia ist bekannt für seine große Artenvielfalt an Reptilien, seien es Schildkröten, Schlangen, Echsen oder Krokodile. Auf 272 Seiten mit 480 Farbfotos, Verbreitungskarten und einem Index informiert dieses Buch umfassend über die Verbreitung, Lebensgewohnheiten und Lebensräume, Ernährung und Fortpflanzung der vielfältigen Reptilien Namibias sowie über die Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind. Bei Giftschlangen informiert der Autor auch über die spezifischen Giftarten und was im Falle eines Schlangenbisses zu tun ist.

Ein Muss für jeden Haushalt und alle Reisenden in Namibia!

Der Autor Alfred Schleicher ist vor nunmehr 30 Jahren von Deutschland nach Namibia ausgewandert. Seitdem betreibt die Familie ein Reise- und Fotosafariunternehmen. Die faszinierende Natur ­Afrikas mit ihrem unglaublichen Tierreichtum hat die Familie schon immer in ihren Bann gezogen. Von Kindesbeinen an sammelte der Autor Wissen über Reptilien mit besonderem Interesse an Schildkröten. Zahlreiche Feld­­beobachtungen sowie die erfolgreiche Nachzucht gefährdeter einheimischer Schildkröten führten zu wertvollen wissenschaftlichen Daten und waren der Anstoß für dieses Buch. Alfred Schleicher leitet seit vielen Jahren die herpetologische Abteilung der Namibia Wissenschaftlichen Gesellschaft.

Das Buch gibt einen tollen Überblick über eine kleine Verbreitungskarte, welches Tier in welcher Region zu finden ist, auch auf die Gefährdung wird eingegangen. Jedes Tier hat seine eigene Beschreibung. Man liest die langjährige Erfahrung von Alfred Schleicher aus jeder einzelnen Seite.

Wer sich also für Reptilien und Amphibien interessiert, ist hiermit bestens ausgestattet. Es ist in Deutsch und Englisch verfügbar und kommt ganz ohne großes wissenschaftliches Fachjargon aus, was es auch für "Anfänger" gut lesbar und vor allem lesenswert macht!
Letzte Änderung: 23 Jun 2025 08:24 von Phili.
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23 Jun 2025 09:03 #708337
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Spinnen und Skorpione sind in Namibia bzw. dem südlichen Afrika meistens keine gern gesehenen Besucher, da man mit ihnen oft nicht wirklich was anfangen kann oder sogar Angst davor hat.

Zumindest bei den Spinnen ist diese meist unbegründet, da nur die wenigsten Arten für uns Menschen bedrohlich sind und nur einige wenige auch tödlich sein können. Außerdem gehen Spinnen uns aus dem Weg, wenn sie können und greifen uns nicht an um uns Schaden zufügen zu wollen. Selten kommt es zu Unfällen und zu Bissen. Viele Spinnen schaffen es nicht einmal die menschliche Haut zu durchbeißen. Vogelspinnen, in Namibia "Baboon-Spiders / Pavian-Spinne", schaffen dies, das Gift ist aber relativ harmlos und niemals tödlich für einen Menschen. 2 Arten die mit Vorsicht zu genießen sind: Braune Witwe (Latrodectus geometricus) und eine Art der Schwarzen Witwe (Latrodectus renivulvatus). Diese leben aber an dunklen versteckten Orten und werden meistens von uns gar nicht bemerkt. Zudem sind sie sehr "Biss-faul" und es kommt so gut wie nie zu Unfällen.

Bei Skorpionen ist das etwas anders, denn von den ca. 60 Arten die in Namibia und ca. 130 Arten im südlichen Afrika vorkommen, sind ungefähr die Hälfte nicht zu unterschätzen, was die Giftwirkung angeht. Aber auch hier muss man sagen, dass es selten zu Unfällen kommt und ein Skorpion eher die Flucht vorzieht. Noch dazu ist es so, dass viele Skorpione 2 verschiedene Gifte haben. Das "Prevenom" ist die Abschreckungsvariante und wird vor dem eigentlichen Gift abgegeben. Es verursacht oft Schmerzen, die aber der Abwehr dienen sollen. Das eigentliche Gift wird abgegeben um Beute zu töten, dieses kann uns Menschen auch gefährlich werden. Auch wenn es oft nicht tödlich ist, kann es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen und ist super unangenehm.

Nach einem Biss oder Stich sollte man als Sofortmaßnahme die Wunde desinfizieren um Infektionen zu vermeiden. Wichtig ist, dass man versucht Ruhe zu bewahren und nicht in Panik zu verfallen. Der Gang zu Arzt ist absolut ratsam! Dort ist es sehr hilfreich, wenn man das Tier, welches den Biss / Stich verursacht hat, fotografiert hat und es dann vorzeigen kann. So kann eine schnelle Einschätzung erfolgen was zu tun ist und welche Medikamente gegeben werden müssen / können.

Ein paar Bücher die sich mit den kleineren Krabblern in Namibia / dem südlichen Afrika beschäftigen:












Letzte Änderung: 23 Jun 2025 09:04 von Phili.
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