THEMA: Besuch Victoria Faelle von Sambia
18 Jan 2009 23:30 #87367
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  • DieSowosammas am 18 Jan 2009 23:30
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Hallo zusammen,

wir waren Ende August an den Falls und möchten unsere Erfahrung hier einbringen.

Wegen der damals unsicheren Situation (bürgerkriegsähnliche Zustände, aber noch keine Cholera) wollten wir auch die Falls von Sambia aus besuchen.

In unserem Quartier (Katima Mulilo) sah die Sache schon wieder ganz anders aus, uns wurde explizit geraten, Zimbabwe zu nehmen. Wir haben uns letztlich dem angeschlossen und haben es nicht bereut.

Wir hatten auch eine gebuchte Tour ab Katima in Erwägung gezogen, die war allerdiungs preislich jenseits von Gut und böse (ich glaube 4400 N$ für 4 Leute + Visum)

Von Vic Falls aus (Zimbabwe) hat man einfach \"mehr Falls\", aufgrund der Geographie. Ich kann das hier nicht ausführlich erklären, grundsätzlich läuft man ja den Falls entlang, die Grenze ist die Mitte des Canyons, aus dem der Zambezi abfließt, und die ist NICHT in der Mitte, sondern sehr stark in Richtung N (Zambia) verschoben.

Uns wurde damals gesagt, die Sicherheitslage in Vic Falls sei problemlos, wir konnten das bestätigen. Nur gibt es abgesehen von ein paar Souvenirs NICHTS zu kaufen, daher alles selber mitbringen und vorher tanken. Auch das Touristikprogramm (Heli-Flüge) ist von Zimbabwe eingestellt. Wir haben Bungee Springer auf der Brücke gesehen, jedoch nicht woher sie kamen.

Wir haben die Einheimischen, die wir getroffen haben, als sehr geduldig und freundlich in Erinnerung. Man wird jedoch oft angesprochen auf Devisen, so ähnlich wie im Ostblock vor 1989.

Der Parkplatz am Eingang des Nationalparks ist eingezäunt und bewacht, also kein Problem. Dennoch haben wir das Auto vor der Abfahrt in Katima leergeräumt und das Gepäck untergestellt.

Die Straße von der botswanischen Grenze nach Vic Falls (ca. 75 km) ist geteert und in gutem Zustand, aber gespenstisch leer.

Außerdem haben wir uns noch die Grenzkontrollen gemerkt. Bitte berücksichtigen, daß die Grenzübergänge nachts gschlossen sind, man kommt also nicht hinüber. Ngoma (zwischen Katima und Kasane) schließt z.B. um 18:00 Uhr. Also vorher erkundigen, um nach dem sensationellen Erlebnis der Falls ein böses Erwachen zu vermeiden. Der Grenzübertritt dauert auch seine Zeit, abhängig davon wieviele Leute gerade anstehen. Wir haben bei der Einreise nach Zimbabwe 75 Minuten gebraucht, sonst je Ein- bzw. Ausreise 15-20 Minuten, exklusive Ausfüllen der Einreisedokumente.
Also so früh wie möglich losfahren (8 Uhr ab Katima = 90 Minuten Zeit an den Falls).

Zimbabwe ist bei den Kosten etwas zurückhaltender als Zambia, aber zu Visum + Carbon Tax + Versicherung + Straßenbenutzungsgebühr kommt noch der Eintritt in den Park (20 USD pp, keine Kinderermäßigung). Die Fälle sind daher kein billiges Vergnügen, aber allemal wert.

Fazit: Wir haben trotz starker Bedenken bei der Reiseplanung, nach Vergewisserung vor Ort, die Tour dann doch über Zimbabwe gemacht, es war großartig.

Wir wünschen Euch tolle Falls und eine sichere Heimkehr.
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19 Jan 2009 00:54 #87371
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  • indy am 19 Jan 2009 00:54
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Ich kann das nur Bestätigen: Wir waren gerade Silvester bei den Victoria-Fällen und haben uns in keinster Weise unsicher gefühlt, was DieSowosammas schreibt gilt also immer noch. Wenn ihr die Simbabwe-Seite besucht, würde ich euch raten, vorher noch Reis, Brot, Mehl etc. zu kaufen und alte Kleidung etc. griffbereit zu haben. Das Land liegt wirklich am Boden. Wir wurden häufig freundlich nach Geschenken gefragt und Lebensmittel/Kleidung wird dankbar angenommen.
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19 Jan 2009 06:25 #87373
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  • Andreas Cierpka am 19 Jan 2009 06:25
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Wir wurden häufig freundlich nach Geschenken gefragt und Lebensmittel/Kleidung wird dankbar angenommen.

Davon bin ich kein Freund - man entwickelt in dem Land eine Bettelkultur. Wir haben auch immer etwas dabei, jedcoh müssen die Leute dafür \"arbeiten\". Mal die Scheiben putzen mal einfach den Staub vom Auto kehren. So vergessen sie nicht, dass Nichts kostenlos ist. Aber das ist nur meine Meinung.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
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19 Jan 2009 08:20 #87378
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  • Tomasdz am 19 Jan 2009 08:20
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Hallo Van,
ich war im März 2006 auf der simbabwischen Seite und im März 2008 auf der sambischen Seite. Nach meiner Meinung unterscheidet sich der Ausblick nur geringfügig, wobei ich die sambische Seite besser fand. Dort bestand die Möglichkeit auch mal seine Füße ins Wasser zu halten und auf einem Felsplateau, wo eine kleine Brücke hinführte, konnte sich ordentlich der Gischt aussetzen werden. Auf die Grenzbrücke zwischen Sim. und Sam. zu gelangen war etwas kompliziert, weil nicht ganz klar war, ob wir die Grenze überschreiten oder nicht. Hat trotzdem sehr gut geklappt. Wir sind beide Male mit eigenen Mietauto dort gewesen und an Straßenschäden kann ich mich nicht erinnern. Falls du Souvenirs wie Schnitzerreihen kaufen möchtest, die gab es auf beiden Seiten zu günstigen Preisen.
Zur aktuellen Sicherheitslage auf der simbabwischen Seite kann ich keine Tipps geben.

Schöne Reise
Thomas
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19 Jan 2009 09:39 #87385
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  • indy am 19 Jan 2009 00:54
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Andreas Cierpka schrieb:
Wir wurden häufig freundlich nach Geschenken gefragt und Lebensmittel/Kleidung wird dankbar angenommen.

Davon bin ich kein Freund - man entwickelt in dem Land eine Bettelkultur.

Angesichts der Lage in Simbabwe halte ich es für zynisch von einer Bettelkultur zu reden. Aber natürlich steht jedem frei, Lebensmittel zu tauschen z.B. gegen Holzschnitzereien. Was ich eigentlich sagen wollte ist, dass Lebensmittel dort einen viel höheren Wert als den Einkaufswert in z.B. Botswana haben. Anstatt also eine Holzschnitzerei für 5 Dollar zu kaufen kannst Du dem Verkäufer auch ein Brot und ne große Packung Reis geben und er ihr habt beide ein gutes Geschäft gemacht.
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19 Jan 2009 17:11 #87434
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  • Van am 19 Jan 2009 17:11
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Hallo Leute,

herzlichen Dank an alle für die jetzt doch zahlreicheren Rückmeldungen.

@Thomasdz: Kannst du dich noch daran erinnern, wie lange du von der Grenze (Katima Mulilo) bis an die Falls benötigt hast?

vg
Letzte Änderung: 19 Jan 2009 17:11 von Van.
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