bolle_la schrieb:
Liebes Forum,
ich würde gerne Eure Meinung zu einer geplanten Reise ins Kavango-Zambezi, also in die Region Nordostbotswana, Simbabwe, Sambia und Angola, hören.
Wir – das sind meine Frau, unsere beiden Kinder (6 und 9 Jahre alt) und ich – sind recht erfahren, was 4x4, Campen ohne Zaun und Reisen im südlichen Afrika betrifft. Unser Fokus liegt immer auf dem Naturerlebnis, am liebsten in Abgeschiedenheit. Wir fotografieren viel, unsere Tage sind daher stark von Pirschfahrten geprägt. Zum Fotografieren lieben wir eigentlich die Regenzeit, aber mit Kindern und Ferien läuft es in der Regel doch auf den August hinaus.
Südafrika, den Süden Mosambiks, Namibia und vor allem Botswana (CKGR, Moremi, Savuti …) kennen wir sehr gut; Uganda und Ruanda ein wenig. Dieses Jahr haben wir nach neunjähriger Pause (siehe Alter unseres älteren Kindes) wieder Namibia und Boswana bereist – Namibia fas komplett, allerdings ohne Caprivi. Die Botswana-Route führte uns über CKGR, Boteti und Nxai bis nach Maun. Damals war die Malaria-Grenze für uns noch ein Thema.
Wir haben dabei festgestellt, dass lange Fahrstrecken und auch wildes Campen mit den Kindern gut funktionieren. Für kommendes Jahr ist daher bereits gesetzt, dass wir von Windhoek über Maun durch Moremi und Savuti bis nach Kasane fahren und über den Caprivi-Streifen zurück. Nun möchten wir die Rundtour zwischen Kasane und zurück ergänzen. Insgesamt haben wir 24 Tage (3 Wochen + Wochenenden) zur Verfügung.
Meine Frage an Euch: Welche Nationalparks würdet Ihr konkret empfehlen?
Was uns besonders reizt, sind Landschaften mit mehr Grün auch in der Trockenzeit, größere Bäume sowie Flüsse oder Seen (unser Lieblingspark in der Trockenzeit ist z. B. der Moremi). Ein Unsicherheitsfaktor sind die Tse-Tse-Fliegen, gerade wegen der Kinder. Außerdem habe ich gelesen, dass es in manchen Parks gar keine Campingplätze gibt oder Camper nicht gern gesehen sind. Wir gehen zwischendurch auch gern mal für 1–2 Nächte in ein Gasthaus oder eine kleine Lodge – aber eher als kurze Unterbrechung und nicht im Luxussegment.
Ohne diese Einschränkungen würden uns der Lower Zambezi NP und die Mana Pools am meisten reizen.
Ich freue mich sehr auf Eure Erfahrungen, Tipps und Ideen!
Vielen Dank
Andreas
Lieber Andreas,
soweit ich es verstanden habe,
geht es um die Parks vor allem am Caprivi Strip, richtig? Da gibt es bestimmt viele, die noch mehr dazu sagen können. Ich war einmal im Bwabwata Park – und es war super! Besonders am Abend am Horseshoe: es war wie im Theater – oben wie auf einer Loge, und unten ein Naturspektakel.
Dort gibt es auch andere Parks, die andere Foris sicher besser kennen.
Empfehlen kann ich außerdem im Hwange National Park in Simbabwe das Robins Camp. Es ist ein großes Camp, aber hat nicht viele Besucher. Es ist nicht teuer, bietet Familienchalets, ein Restaurant, einen Turm, ein großes Pool und gute Tiersichtungen. Erreichbar ist es von Pandamatenga (ca. 1 Stunde ab Grenze) oder von Kasane (ca. 3 Stunden). Ich mag es gerade wegen der guten Infrastruktur und der wenigen Menschen. Du kannst dir auch meine Videos dazu anschauen – einfach über meine Signatur im letzten Bericht gehen.
Ich war auch mehrere Male in Mana Pools und habe nur einmal unter Tse-Tse-Fliegen gelitten – das war im Oktober. Normalerweise „schlafen“ sie im August (sind inaktiv!), da ist es zu kalt für sie. Ende September wachen sie wieder auf – und dann sind sie hungrig! In South Luangwa war es auch noch okay mit Tse-Tses. Am schlimmsten war es für mich in Kafue.
Mana Pools ist aus meiner Sicht allerdings zu weit für deine ereignisreiche Reise. Ich würde eher ein Kinderprogramm in der Nähe von Victoria Falls suchen – da gibt es sicher einiges.