THEMA: Selbst fahren Mahango Core, Buffalo Core, Kwando C
21 Jul 2025 15:21 #709983
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  • Burkhard am 21 Jul 2025 15:21
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R51 schrieb:
..."echte AT" Reifen braucht, was braucht ihr dann im Khaudom oder beim Dünen und Strandcamping in Mosambik??? ...
Aus meiner Erfahrung ist die Reifenfrage nur bei extremen felsigen Anstiegen und bei Schlamm entscheidend, aber niemals im Sand, egal wie tief der ist. ....
Aber scheinbar brauchen immer mehr Leute den BF in Ausführung Mud Terrain, um Namibia bewältigen können........

das unterschreibe ich mal genau so..... B)

und wer bitte definiert "A/T" eigentlich .... der Reifenhersteller (und dem ist egal was ihr damit macht)!
"M/T" ist mit ziemlicher Sicherheit in trockenem, weichem Sand dem A/T sogar unterlegen (der M/T kann einfach besser den Wagen einbuddeln...).

Ich habe in meinem Jahren (habe schon eine Menge Geländestrecken gefahren, oftmals auch schlimmer als in Namibia...) alles mögliche an Reifen drauf gehabt, vom normalen europäischem GJR bzw. Winterreifen über A/T und sogar mal M/T, auf Felsen, auf Sand, auf Gravel-Roads, auf Steinen :woohoo: , .... Die funktionieren alle, bis sie am Ende sind.

Die Hard-Core-Bereifung M/T ist eher was für Schlammschlachten (Profil setzt sich nicht zu..) , es gibt sogar Modelle die verstärkte Seitenflanken haben, und dann nicht so schnell von einem Stein seitlich durchlöchert werden (also auch ganz gut im felsigen Gelände). Da geht es aber mehr um die Schadensvermeidung.
Ich bin mir sicher, nicht mal die normalen Vermieter wissen genau, was für Spezifikationen der aufgezogene Reifen denn nun wirklich hat (Thema Seitenflanken...) .

Ich möchte auch nicht wirklich zig Kilometer mit dem Hardcore M/T auf Gravel-Roads fahren, die können ganz schön heiß werden dann. So ein A/T ist einfach ein Kompromiss in Sachen Langstrecken-Tauglichkeit, Grip im Sand, am besten noch mit verstärkten Reifenflanken für Felsüberfahrten. Ob das dann wirklich der Fall ist kann man kaum ermitteln bei den Marketingaussagen der Reifenhersteller.

Jedenfalls bin ich mir sicher, dass der Wagen niemals festhängt aufgrund der Reifenwahl, das ist immer der Fahrer der da reinfährt obwohl er es hätte bleiben lassen sollen ... :evil:

ach ja: der Fortuner 4x4 kam mir sogar dem Hilux leicht überlegen vor im Gelände, einfach weil er nicht so extrem leicht auf der unbeladenen Hinterachse ist.
Gruß
Burkhard
Letzte Änderung: 21 Jul 2025 15:24 von Burkhard.
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21 Jul 2025 22:20 #710017
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  • Sanne am 21 Jul 2025 22:20
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Seit wann spielt bei Sand denn das Profil eine Rolle? Bislang dachte ich immer, es ginge um Reifendruck und Auflagefläche. Früher sind die Südafrikaner mit einem Golf II durch KTP, CKGR und Co. gefahren und haben sich auch nicht alle 50 Meter ausbuddeln müssen. Meiner Erfahrung nach entscheidet eher Wissen über die Fahreigenschaften und das eigene "Arschgefühl" auf der Strecke.

Ich würde es auch begrüßen, wenn bei Aussagen "das Fahrzeug ist ungeeignet" Gründe genannt werden. Ich sehe sehr viel mehr Südafrikaner mit einem Fortuner als mit Hilux rumfahren. Bei der Nxai Pan Zufahrt oder auch im CKGR hatten die nicht mehr "Probleme" als Hilux und Co.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
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22 Jul 2025 06:16 #710020
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  • Seyko am 22 Jul 2025 06:16
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Guten Morgen,

ich fühle mich angesprochen und komme sehr gerne der Aufforderung nach Erklärung nach.
Wie ich in meinen Posts geschrieben habe, was aber scheinbar vielfach überlesen wurde, besteht die Kwando Core Area NICHT nur aus Sand. Ich bin nahezu den kompletten Park gefahren - bis sehr weit rein ganz nah an die botswansiche Grenze. Ich würde somit behaupten, dass ich den Park ganz gut kenne.

Je nach Fahrerfahrung ist der Horse Shoe, der wirklich tiefsandige Teil, durchaus eine Herausforderung. Insbesondere falls es einmal Gegenverkehr gibt. Das Problem beginnt danach. Wenn der TO bspw. einen Fortuner erhält (was wahrscheinlich ist), der mit A/Ts bereift ist, die Strassenreifen ähneln, wird er danach höchstwahrscheinlich ein Problem bekommen. Warum? Es gibt dort sehr viel unterschiedliche Untergründe und Vegetationszonen. Diese Zonen wechseln sich ab. Das sorgt einerseits für eine grosse Abwechslung, ist aber andererseits eine Herausforderung für die Reifen. Spitze Steine, Wurzeln, die in den Track ragen etc pp.

Was ist die Krux daran? Lässt er viel Luft ab (geschätzt oder gemessen ist mir dabei egal), kommt er leichter durch den Hoirse Shoe. Da er aber mit 99,9% Wahrscheinlichkeit keinen Kompressor dabei hat, fährt er den ganzen Park mit diesem Luftdruck und muss damit ebenso wieder nach Kongola reinfahren. Für den Rest des Parks macht das Profil dann eben doch einen Unterschied. Wichtiger als das Profil ist imho aber die Stärke der Sidewalls. Die Gefahr, dass eine Wurzel bspw. ein Loch oder einen Riss in der Sidewall verursacht, ist da sehr real.

Wenn ich eure Kommentare so lese, tut Ihr gerade so, als wäre die Durchquerung eines der einsameren Parks Namibias ein Kindergeburtstag. Als ich zuletzt da war, sind wir zur offiziellen Öffnungszeit beim Schlagbaum gewesen. Das Office war zu und es kam jemand verschlafen und gähnend im Bademantel raus. So viel ist da los.
Den Park zu befahren macht sehr viel Spass aber er ist deutlich einsamer als das Gros der anderen Nationalparks (ich denke selbst im Mudumu ist mehr los) und bietet eben für die falsche Bereifung eine erhöhte Gefahr für Reifenschäden.
Vernünftige A/T Reifen haben verstärkte Sidewalls. Deshalb war meine Aussage so wie ich sie formuliert habe.

Kwando Core hat abenteuertechnisch das höchste Rating der drei Teile des Babwata Parks, da stimme ich überein. Aber bitte mit dem richtigen Equipment.

Liebe Grüsse
Guido
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22 Jul 2025 08:47 #710027
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Ich finde die Diskussion hier übrigens sehr gut! Zeigt wie wichtig es ist sich mit dem Thema auseinander zu setzen.

Ich war 8 Jahre in einem Transport-Bataillon und wir haben viel Geländefahrten geübt, auch im Winter auf Eis usw. Wir haben einige Übungen bis zum Abwinken geübt, dazu gehörte aus der Reifenwechsel in schwer zugänglichem Gelände, wenn man nicht so einfach an den defekten Reifen ran kommt. Das übet man im Winter, wenn die Finger einfrieren oder im Sommer, wenn man im eigenen Schweiß badet... Das macht absolut keinen Spaß und ist sehr kräfteraubend. Jemand der das nicht regelmäßig macht, könnte da schnell in eine sehr unangenehme Situation geraten, deswegen wäre ich etwas vorsichtiger mit den Aussagen: "Mach doch, ist easy." Solange wirklich alles gut geht, war es ein toller Ratschlag und der Fahrer ist um ein Erlebnis reicher, wenn's schief geht ist aber die K*cke am dampfen und der Fahrer hätte sich diese Erfahrung sehr viel lieber erspart.

Ich denke ein ganz großer Faktor dabei ist die eigene Erfahrung und was man sich selbst zutraut bzw. sich auch nicht überschätzt! Jemand der z.B. im Allgäu in den Bergen wohnt und Landwirt ist, fährt ganz anders als jemand der in Berlin lebt und immer nur geteerte Straßen in der Stadt gewohnt ist. Deswegen sind pauschale Aussagen, meiner Meinung nach, sowieso ziemlich fahrlässig.

Ich würde mich als ganz passablen Fahrer mit viel Erfahrung einschätzen, trotzdem habe ich immer noch den nötigen Respekt vor jedem Hindernis. Die meisten Schäden sind nicht bei den großen schwierigen Hindernissen passiert, sondern bei den kleinen Unachtsamkeiten oder wenn man leichtsinnig oder auch müde wird.
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22 Jul 2025 13:45 #710053
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  • Gasse am 22 Jul 2025 13:45
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Hallo zusammen,

Jetzt stelle ich mal eine etwas provokative Frage ( Ist aber nicht provokativ / böse gemeint, sondern wirklich rein interessehalber)

Wie bzw. wo sammelt man denn die Erfahrungen mit Tiefsand, etc., und wir habt ihr die Erfahrungen gesammelt, wenn mans nicht irgendwann einfach mal macht?

Als wir 2017 in Botswana waren, haben wir uns am Ende (u.a. aber nicht nur aufgrund fehlender Erfahrung bei Tiefsand-, Wasserdurchfahrten) dagegen entschieden, von Kasane nach Maun durch den Chobe zu fahren, sondern sind außen rum.

Gerne würde ich das aber irgendwann schon mal machen. Aber bis dahin hab ich ja vermutlich genauso viel bzw. wenig Erfahrung wie vor 8 Jahren...

Schönen Gruß
Gasse
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22 Jul 2025 13:58 #710055
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  • KarstenB am 22 Jul 2025 13:58
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Moin Gasse,
ich hab es damals einfach mal gemacht: ohne jede Ahnung, dass man im Tiefsand den Reifendruck erniedrigt und dass man vor Wasserdurchfahrten die Frau :whistle: vorausschickt, um die Tiefe zu testen. (Damals gab es noch kein Namibiaforum :woohoo: ) Das einzige, was ich konnte, war, den Zauberknopf zu drücken, als ich mich im Sand festgefahren hatte (bei Savuti), das hat ausgereicht.
Nun ist es ja nicht so, dass die Gegend menschenleer ist, wenn das alles nicht reichen sollte, muss man nicht lange auf Hilfe warten.
LG aus HH
Karsten
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Reisebericht Südtanzania 2013 www.namibia-forum.ch...lft-nicht-immer.html
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