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THEMA: Zubereitung Teufelskralle
04 Nov 2012 15:12 #261431
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  • Selli am 04 Nov 2012 15:12
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Liebe Fomis,

Ich weiß das ist ein Reise - und kein Gesundheitsforum - ich wage es trotzdem diese Frage zu stellen. :huh:

Ich habe mir vor 2 Jahren mal Wurzeln der Teufelskralle aus Botswana mitgebracht - für alle Fälle.

Jetzt ist dieser Fall eingetreten - ich habe eine hartnäckige Gelenkentzündung am Ellbogen - genannt Tennisarm - obwohl ich gar kein Tennis spiele - sondern nur Bäume geschnitten habe.;)

Wie ist diese Wurzel zuzubereiten?

Ich habe mal gelesen, 1/2 l Wasser kochen, 1-2 Teelöffel, in das abgekochte Wasser geben und 8 Stunden stehen lassen - die Wurzel ausdrücken und den Sud kalt über den Tag verteilt trinken.

Ist das richtig?

Grüsse von der Teufelskralle
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04 Nov 2012 16:23 #261455
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  • maddy am 04 Nov 2012 16:23
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Hallo Selli,

Im Buch'Medicinal Plants of South Africa' Ben-Erik van Wyk, Bosch van Oudtshoorn und Nigel Gericke, Briza Publications, 1997, steht auf der ersten Seite:
IMPORTANT WARNING
This book contains general information about medicinal plants and their uses. It is intended as a sciebntific overview and not as a medical handbook for self-treatment. Many of the medicinal plants described in this book are highly toxic and may cause severe allergic reactions or serious poisoning. Neither the authors nor the publishers can be held responsible for claims arising from the mistaken identity of plants or their inappropriate use. Do not attempt self-diagnosis or self-treatment. Always consult a medical professional or qualified practitioner.

Also, bist du ganz sicher die Wurzel ist Harpagophytum procumbens?
Preparation and dosage:
An infusion of 1,5 g of powdered material in a cup of boiling water and strained, can be taken daily. Standardised extracts are available in the form of capsules, tablets, tinctures and ointments.

Natuerlich ohne Gewaehr.
Gute Besserung!

Gruss aus sodwana
Maddy

PS. ich haette die Wurzel in einen Topf gepflanzt und kultiviert, das sind naemlich ganz attraktive Pflanzen!
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04 Nov 2012 16:52 #261463
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  • Bazi am 04 Nov 2012 16:52
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Hallo Selli
mit solchen Selbstversuchen wäre ich aber vorsichtig. Wie maddy schon schrieb: weist Du wirklich, dass es die Wurzel ist?
Wenn es unbedingt Teufelskralle sein muss, würde ich in die Apotheke gehen und mir den entsprechenden Tee oder die Kapseln kaufen. Ist auf alle Fälle sicherer.
LG
Bazi
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04 Nov 2012 19:27 #261498
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  • Swakop1952 am 04 Nov 2012 19:27
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Die Teufelskralle ist ein Naturmittel, das den Körper reinigt. Hierzu zählt man die Behandlung von Arthritis, Gallensteinen, Nierensteinen, die bei einer richtig angesetzten Kur allesamt verschwinden.

Davon sind kurzfristige Egebnisse für einen Tennisarm nicht zu erwarten, den man eigentlich nur durch Bewegungstherapie los wird. Langwierig und schmerzhaft. Eigene Erfahrung.

Du kannst natürlich begleitend eine Teufelskrallenkur machen, aber mache nur nicht den Fehler und fange bloß nicht an mit höherer Dosierung. Das beschleunigt keine Heilung oder Reinigung, sondern kann zu einer Gallenkolik führen.

Meine Mutter hat seinerzeit eine schlimme Arthritis, Heilung und Behandlung aussichtslos nach Aussage der Ärzte, mit der Teufelskralle behandelt und ist sie vollständig los geworden, mit dem Nebeneffekt des Veschwindens chronisch vorhandener Gallensteine.

Dosierung:
Dazu gab sie täglich 1 liter heißes Wasser auf einen Eßlöffel vermahlene Teufelskralle. Diese Brühe ließ sie die Nacht ziehen, und trank diesen Tee (ohne Feststoffe), im Kühlschrank gelagert, im Laufe des Tages aus. Gekühlt, weil der gallbittere Tee so besser zu trinken ist. Parallel nahm sie jeden Abend einen Eßlöffel richtigen Lebertran zu sich.

Die Teufelskralle ist ein Heilmittel vor allem der Buschleute und der Damaras. Dabei sollte man darauf achten, daß man keine Wurzeln, sondern Ware aus wie Kartoffeln aussehenden Knollen zu sich nimmt. Diese werden normalerweise in Scheiben geschnitten und unter freiem Himmel getrocknet. Danach werden diese steinharten Scheiben entweder geschrotet oder mit einer Hammermühle pulverisiert. Hellbraune Ware ist die qualitativ Beste, die auch in guter Qualität aus der Kalahari-Region von Botswana kommt.
Dunkle Teufelskralle ist niederer Qualität. Meistens Herkunft Ovamboland und Südangola.

Pulverrisierte Ware ist zum Aufbrauen von Tee am besten, vorausgesetzt das Vorprodukt war in Ordnung.

Es gibt Studien der Uni Würzburg über die Wirkstoffe der Teufelskralle, die sich bis heute synthetisch nicht herstellen lassen, auch läßt sich die Pflanze (harpagophytum procumbens) in Europa nicht "ziehen" (früher auch genannt "Harpago-Tee").
Letzte Änderung: 04 Nov 2012 19:31 von Swakop1952.
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04 Nov 2012 21:55 #261519
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  • Selli am 04 Nov 2012 15:12
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Hallo zusammen!

Vielen Dank für die Zubereitungshinweise.

Ich habe die Teufelskralle in Ghanzi im Laden bei den Buschleuten gekauft.
Es handelt sich um grob geschnittene hell- bis mittelbraune steinharte Pflanzenteile. Ich versuche mal die Pflanzenteile im Mörser zu mahlen.

Ich hab die Pflanzenteile mal über Nacht im Sud ziehen lassen und diese morgens dann ausgequetscht. Der Sud schmeckt bitter - wenns hilft trinke ich ihn auch gerne schon zum Frühstück. ;)

Eines kann ich schon mal sagen - mein Lieblingsgetränk schmeckt anders :sick: :sick: :sick:

Wie lange soll denn so eine Kur dauern?

LG Ursel
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05 Nov 2012 08:55 #261543
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  • Swakop1952 am 04 Nov 2012 19:27
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Mindestens 3 Monate durchgehend. Bei Leuten die schwer unter Nierensteinen leiden jährlich ca. 3 Monate. Immer 1 liter Tee pro Tag. Das jedenfalls war die Aussage meiner Mutter, die diese Anweisung von schwarzen Mitarbeitern erhalten hatte.
Nach ca. 14 Tagen wird der Urin ziemlich geruchsintensiv und nimmt manchmal eine bräunliche Färbung an.

Schulmediziner wundern sich immer wieder über verschwindende Nieren- und Gallensteine. Unser damaliger "Familien"-Internist gehörte auch zu denjenigen, die den Teufelskrallentee regelmäßig tranken.

Deutsche und EU- Arzneimittelgesetze fördern nur die Chemie und Pharmazie, und Empfehlungen durch Nichtmediziner sind problematisch. Zumindest in diesem überregulierten Land, wo nur die Interessen der Industrie geschützt werden. Daher in eigener Sache: Ich bin kein Arzt und kann nur mein eigenes Wissen, erlangt durch mündliche Überlieferung, weiter geben, zumal es ein traditionelles Mittel ist. Konsultiere in jedem Fall Deinen Arzt, auch wenn Du möglicherweise nur ein ungläubiges Kopfschütteln erhalten magst. Das Unwissen über Teufelskralle ist weit verbreitet unter Medizinern. Auch heute noch.

Ich, jedenfalls, wie Du siehst, habe diese "Selbstversuche" bisher unbeschadet überstanden.
Letzte Änderung: 05 Nov 2012 09:00 von Swakop1952.
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