THEMA: Reiseapotheke und Malariaprophylaxe
15 Okt 2006 11:58 #24469
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  • BikeAfrica am 15 Okt 2006 11:58
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Hallo Irmi,

Malariaprophylaxe ist verschreibungspflichtig und es können zum Teil ernste Neben- und Wechselwirkungen im Zusammenhang mit anderen Medikamenten auftreten. Da niemand hier weiß, welche Medikamente Du ansonsten so nimmst und welche Vorerkrankungen evtl. vorliegen, ist jeder Rat zu einem konkreten Medikament eigentlich fahrlässig und sollte einem fachkundigen Arzt überlassen bleiben, der etwas mehr über Dich weiß.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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15 Okt 2006 17:38 #24482
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  • Yuma am 15 Okt 2006 17:38
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hallo jens

ich habe freunde welche viele jahre schon in tanzania wohnen. die schütteln nur den kopf über malaria-prophylaxe, denn erstens wie du sagst gibts kein allgemeingültiges mittel (man hat also u.U. nebenwirkungen für gar nichts wenns das falsche war ...) und zweitens müssten die leute die dort wohnen, auf dauer-medikation stehen !! und immun sind die auch nicht. man muss das risiko wohl einfach tragen und behandlungsmittel dabei haben. das wäre ja, wie wenn wir ritterrüstungen mit airbags tragen würden um den verkehr in den städten möglichst sicher zu überleben...:P

was empfiehlst du als abschreckung gegen die biester (zb autan) ?

gruss
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15 Okt 2006 17:55 #24484
  • Jens_Dietzel
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  • Jens_Dietzel am 15 Okt 2006 17:55
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Hallo Yuma,
da ich immer nur in den trockenen Landesteilen unterwegs war, hatte ich nur selten Kontakt zu den Quälgeistern. Wenn es doch mal zur Konfrontation kam, entweder das Schlafsackinlet beim Schlafen bis über den Kopf ziehen (wenn man nix dabei hat aufm Brandberg), ansonsten, Autan, Djungel Olja (aus Schweden, Kontaktgift) oder die Moisi-Guard-Produkte (gibt's z.B. bei globetrotter.de).
Trockenen Elefantendung im Feuer (Kuhscheiße tut's auch) hält die Plagegeister auch fern, selbst ausprobiert.
LG Jens
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15 Okt 2006 19:41 #24487
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Yuma schrieb:
hallo jens

ich habe freunde welche viele jahre schon in tanzania wohnen. die schütteln nur den kopf über malaria-prophylaxe, denn erstens wie du sagst gibts kein allgemeingültiges mittel (man hat also u.U. nebenwirkungen für gar nichts wenns das falsche war ...) und zweitens müssten die leute die dort wohnen, auf dauer-medikation stehen !! und immun sind die auch nicht. man muss das risiko wohl einfach tragen und behandlungsmittel dabei haben. das wäre ja, wie wenn wir ritterrüstungen mit airbags tragen würden um den verkehr in den städten möglichst sicher zu überleben...:P

was empfiehlst du als abschreckung gegen die biester (zb autan) ?

gruss

Hallo Yuma

schön für deine \"Feunde\" aber wie erklärst du dir das Weltweit 100'000ende an dieser Krankheit sterben, wohl alles nur probaganda der Pharmaindustrie um ihre Medikamente zu verkaufen?

Das mit den Airbags ist ein guter Vergleich, den schalten wir dann wohl besser aus, nütz ja eh nix!

Nimm es bitte nicht presönlich,
aber was deine \"Freunde\" angeht die das ganze Jahr dort unten wohnen und wirklich das Risiko haben Malaria auf dauer nicht zu verhindern, und einem Touristen der während einer begrenzten in Afrika ist, und sehr wohl die Möglichkeit hat sich effizient zu schützen besteht mE schon ein grosser unterschied?!

Es gibt nur eine Möglichkeit - den Facharzt aufzusuchen - ein Forum wie dieses ist nicht geeignet um eine zuverlässige Auskunft und objektiven Ratschlag zu erhalten, Freunde in Tansania hin oder her, darauf kann man doch nich ernsthaft bauen, und wer weiss vieleicht haben deine Freunde (was wir nicht hoffen) mittlerweilen bereit Malaria, ist ja nicht auszuschliessen, oder?

Gruss Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
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15 Okt 2006 19:55 #24488
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  • Yuma am 15 Okt 2006 17:38
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hallo kurt

das war gar nicht sarkastisch gemeint, sondern einfach realistisch ! meine freunde leben seit 17 jahren im busch von tanzania und du glaubst es kaum - sie hatten natürlich schon (teilweise bis zu 3 x) malaria - das lässt sich über so lange zeit fast nicht verhindern. aber viele leute dort leben damit so wie wir mit dem risko von scharlach oder lungenentzündung (die übrigens auch tödlich ausgehen können). die nebenwirkungen sind je nach typ derart drastisch, dass eine medikation tatsächlich im verhältnis zum erkrankungsrisiko abgewogen werden sollte.

dass viele leute nach wie vor an malaria sterben hat damit zu tun, dass ihnen der zugang zu effektiven heilmitteln verwehrt ist, resp. sie nicht genügend geld dazu haben. das wiederum hat auch damit zu tun, dass wir europäer häufig nicht bereit sind, einen fairen preis für ihre produkte zu bezahlen, sondern es uns auf ihre kosten wohl ergehen lassen...

und auch interessant zu wissen: gewisse kreise arbeiten heftig an einer impfung für malaria. was glaubst du wieso ? nicht etwa weil die nebenwirkungen dann entfallen, sondern weil dann via impfausweis an den grenzen vieler länder ein impfzwang eingeführt werden könnte. und wer würde wohl in erster linie davon profitieren ?

übrigens: ich bin (und war im ersten beitrag auch) weder für noch gegen malariaprophylaxe, denn das muss jeder für sich entscheiden, zb in absprache mit einem tropenarzt, ich habe nur einen sozusagen philosophischen gedankenansatz zum thema beitragen wollen. eine andere sicht der dinge quasi.

gruss yuma
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15 Okt 2006 19:57 #24489
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  • Jens_Dietzel am 15 Okt 2006 17:55
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Hallo Yuma,

bei der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. kannst Du Dich mal informieren, wo, wie usw. das Risiko in NAM ist. Dort gibt es auch ein Verzeichnis mit Tropenmedizienern:
http://dtg.org/empfehlungen.html
Das bestätigt aber auch nur mein bereits gesagtes: Im Norden hohes Risiko, vor allem in der Regenzeit, im Süden sehr niedriges Risiko.
LG Jens
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