THEMA: Mamba
07 Apr 2011 19:12 #183419
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  • A_H_A_B am 07 Apr 2011 19:12
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Zum Thema Mamba kann ich nur soviel sagen das man selbst in einem Dachzelt nicht unbedingt sicher ist.
Anfang Januar bis Februar war ich für 3 Wochen in Namibia und Botswana unterwegs.
In Hauchabfontein nähe Sossusvlei hatten wir spät Abends eine besondere Begegnung mit einer
Schwarzen Mamba. Ein Mitreisender wollte sich ins Dachzelt zum schlafen legen.
Als er lag, vernahm er neben sich ein lautes rascheln und als er genauer hinsah entdeckte er eine Schlange, die sich zwischen Zeltwand und Matratze bewegte. Langsam kroch er Richtung Ausgang, stieg die Leiter herunter und kam uns kreidebleich entgegen und fasselte etwas von einer kleinen Schlange in seinem Zelt.

Wir natürlich sofort drauf los um uns das Tier von nahem anzusehen. Also einer die Leiter hoch und so schnell wie er oben war kam er auch gleich wieder runter. Er konnte der Schlange schön ins aufgerissene schwarze Maul blicken.

Nach langer Beratung was wir nun machen sollen ging ich mit Taschenlampe und Spaten bewaffnet die Leiter hoch. Nach einer mitleren Ewigkeit bekam ich die Mamba direkt hinter dem Kopf mit dem Spaten fixiert und musste sie leider mit einer Machete erlegen.
Danach hab ich sie Vorsichtig mit einer Zeltstange aus dem Dachzelt gezogen. Die "kleine" Schlange war dann doch nicht so klein, sie war ca 2 Meter lang, zwar noch nicht ausgewachsen aber doch schon sehr furchteinflößend.

Ich hatte noch nie soviel Adrenalin in meinem kleinen Körper wie in dieser Nacht.

Natürlich wäre es mir lieber Gewesen das arme Tier aus sicherer Entfernung beobachten zu können aber irgendwie mussten wir sie ja aus dem Dachzelt bekommen und lebendig wäre es für uns unmöglich gewesen.

Danach wurden jeden Abend fein die Matratzen hochgehoben und die Dachzelte genauestens kontrolliert.
Letzte Änderung: 07 Apr 2011 19:26 von A_H_A_B.
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07 Apr 2011 19:19 #183423
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  • kowo am 07 Apr 2011 19:19
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also wir wohnen seit einem halben Jahr in Katima im Caprivi.

Wir haben seitdem gut ein dutzend Schlangen im Garten gehabt. Es waren fast immer Cobras und Mambas. Fast alle waren schneller weg als ich überhaupt dran denken konnte den Fotoapparat zu holen. Das Problem liegt jedoch darin, dass nach meiner Info gerade Mambas als sehr Standorttreu gelten. Da wir zwei kleine Kinder haben die den ganzen Tag im Garten spielen und auch gerne mal im Gras verschwinden hat man da schon ein mulmiges Gefühl. Die Einheimischen sind da rigoros und töten alles was Ihnen zu Gesicht kommt (komischerweise auch Chamäleons)und trotz meiner Naturverbundenheit und dem äußersten Respekt vor diesen Geschöpfen neige ich auch dazu unseren einheimischen "Experten" zu rufen der diese dann tötet.
Gruß Kowo
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07 Apr 2011 21:11 #183441
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  • Swakop52 am 07 Apr 2011 21:11
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Genau so sind wir auch bezüglich Giftschlangen aufgewachsen: nur eine tote Schlange ist eine gute Schlange.

Jene, es anders sehen, sollen es doch halten wie sie wollen und sich doch beißen lassen.

Man muß aber auch differenzieren, - eine Eierschlange (schwarz wie eine Mamba) oder eine Peitschenschlange läßt man zufrieden (vielleicht war die oben beschriebene vermeintliche Mamba in Wirklichkeit eine Eierschlange?)

Richtig interessant wird es im Winter, wenn Schlangen Wärme suchen und in die Häuser und Hütten hinein wollen. So ist schon mancher Schlafende von einer wärmesuchenden Puffotter gebissen worden. Da ist man im Dachselt sicherer als mit einem Bodenzelt.

Übrigens "entsorgt" man eine erschlagene Schlange weg vom Campingplatz, da ansonsten der Partner auch dort auftauchen kann!

BadBoy
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Letzte Änderung: 07 Apr 2011 21:15 von Swakop52.
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08 Apr 2011 05:07 #183444
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  • A_H_A_B am 07 Apr 2011 19:12
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Es war definitiv eine Mamba, sie hat mehrere Male in den Spaten gebissen und ich konnte ihr öfters als mir lieb war ins schwarze Maul schauen. Auch die Länge von 2 Metern spricht eigentlich dagegen das es eine Eierschlange war.
Anhang:
Letzte Änderung: 08 Apr 2011 05:23 von A_H_A_B.
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08 Apr 2011 20:31 #183528
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Ehrlich gesagt war das beschriebene Verhalten der Schlange völlig untypisch für eine Mamba. Auch zweifele ich, ob sich jemand bei einer Mamba auf so kurzen Abstand (Sicherheitsradius der Schlange) aus einem Dachzelt hätte herausschleichen können ohne gebissen worden zu sein. Er hätte in völliger Starre verharren müssen. Ich bezweifele nicht die Beschreibung und das Vorkommnis, jedoch, daß es eine Mamba war. Normalerweise trifft man eine Mamba nicht einmal mit einem Stock, wenn man nach ihr schlägt.

BadBoy
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Letzte Änderung: 08 Apr 2011 20:35 von Swakop52.
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09 Apr 2011 18:08 #183605
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  • Bazi am 09 Apr 2011 18:08
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Swakop52 schrieb:
Übrigens "entsorgt" man eine erschlagene Schlange weg vom Campingplatz, da ansonsten der Partner auch dort auftauchen kann!

BadBoy

Danke Badboy
schon wieder was gelernt. Und ich dachte Schlangen sind Einzelgänger.
Gisela
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