THEMA: Mamba
05 Sep 2010 12:05 #154670
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  • Uwe20 am 05 Sep 2010 12:05
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Hallo,
eben auf der Website vom n24.de gesehen:
--Die gefährlichsten Schlangen der Welt--
www.n24.de/news/news...386214&autoplay=true
and the winner is: ratet mal
Letzte Änderung: 05 Sep 2010 12:08 von Uwe20.
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05 Sep 2010 19:19 #154718
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  • Matou66 am 05 Sep 2010 19:19
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Hallo,

2008 erstmals im Caprivi und gleich zu Fuß im Mamili NP unterwegs, fragte ich mich, wie man denn eine schwarze Mamba auf die Schnelle sicher von anderen, ähnlich gefärbten Schlangen unterscheiden kann.
Wenn sie sich nicht gerade mit ihrem muskulösen Körper vor Dir aufrichtet (ich verzichte dankend!) oder Du ihr nicht ins schwarze Maul schauen kannst (evtl. auch besser so), finde ich das nicht so einfach. Denn es sind vglw. helle Schlangen und unterseits eher weißlich.
Aber, so dachte ich mir, Mambas haben ein seitlich lang gezogenes Maul. Sie sehen aus, als würden sie grinsen... . Ja, daran würde ich sie sofort erkennen ;-)!
Daher meine Frage an unseren Guide Keith Rooken-Smith: "Is it true that a black Mamba can be recognized by its wide smile"? Antwort: "Maybe, but when you recognize this, it's too late...!"

Er meinte es sei relativ schwer, schwarze Mambas im Busch aufzuspüren, weil sie extrem scheu und vorsichtig seien.
Folge man ihrer Spur jedoch bis zu ihrem Bau (oft Termitenhügel), dann würde sie jedoch ihr Zuhause verteidigen und einem schon von weitem signalisieren, wann Schluss mit "Nachlaufen" sei.
Wir könnten ja mal nach Spuren von Mambas Ausschau halten. Ich verzichtete!
Hatte ich doch noch lebhaft meine abendliche Suche nach Kobras in Kenya 1994 im Gedächtnis!
A là: Neulich mit der mit der Taschenlampe am kenianischen Termitenhügel: Mein Kumpel und ich standen eifrig mit den Nasen direkt am xten Termitenbau - und eine Speikobra (ca. 1,5m) stand interessiert 3m hinter uns und schaute "ganz lieb", was wir denn da verloren hätten... . Passiert ist nichts. Wir haben uns seitlich zwischen Kobra und Bau vorbeigedrückt.
Mein Kumpel ist ein echter Experte in Sachen Schlangen, aber wir haben uns beide zu Tode erschrocken.

Seitdem bin ich froh, wenn ich Mamba, Puffotter (ich hasse die) und Co auschweichen kann. Suchen werde ich die nicht mehr.
Nur nachts am Lagerfeuer leuchte ich immer wieder mal die unmittelbare Umgebung ab, weil Puffottern sich irgendwie zu Menschen "hingezogen" fühlen und schon mal unverhofft in der Gegend rumlungern.
V.a. im KTP diesen April waren ziemlich viele von ihnen unterwegs. Wenigstens Mambas gibt's da nicht (zu trocken).

LG
Dirk
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05 Sep 2010 21:38 #154732
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  • Swakop52 am 05 Sep 2010 21:38
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Matou66 schrieb:
Hallo,

2008 erstmals im Caprivi und gleich zu Fuß im Mamili NP unterwegs, fragte ich mich, wie man denn eine schwarze Mamba auf die Schnelle sicher von anderen, ähnlich gefärbten Schlangen unterscheiden kann.
Wenn sie sich nicht gerade mit ihrem muskulösen Körper vor Dir aufrichtet (ich verzichte dankend!) oder Du ihr nicht ins schwarze Maul schauen kannst (evtl. auch besser so), finde ich das nicht so einfach. Denn es sind vglw. helle Schlangen und unterseits eher weißlich.
Aber, so dachte ich mir, Mambas haben ein seitlich lang gezogenes Maul. Sie sehen aus, als würden sie grinsen... . Ja, daran würde ich sie sofort erkennen ;-)!
Daher meine Frage an unseren Guide Keith Rooken-Smith: "Is it true that a black Mamba can be recognized by its wide smile"? Antwort: "Maybe, but when you recognize this, it's too late...!"

Er meinte es sei relativ schwer, schwarze Mambas im Busch aufzuspüren, weil sie extrem scheu und vorsichtig seien.
Folge man ihrer Spur jedoch bis zu ihrem Bau (oft Termitenhügel), dann würde sie jedoch ihr Zuhause verteidigen und einem schon von weitem signalisieren, wann Schluss mit "Nachlaufen" sei.
Wir könnten ja mal nach Spuren von Mambas Ausschau halten. Ich verzichtete!
Hatte ich doch noch lebhaft meine abendliche Suche nach Kobras in Kenya 1994 im Gedächtnis!
A là: Neulich mit der mit der Taschenlampe am kenianischen Termitenhügel: Mein Kumpel und ich standen eifrig mit den Nasen direkt am xten Termitenbau - und eine Speikobra (ca. 1,5m) stand interessiert 3m hinter uns und schaute "ganz lieb", was wir denn da verloren hätten... . Passiert ist nichts. Wir haben uns seitlich zwischen Kobra und Bau vorbeigedrückt.
Mein Kumpel ist ein echter Experte in Sachen Schlangen, aber wir haben uns beide zu Tode erschrocken.

Seitdem bin ich froh, wenn ich Mamba, Puffotter (ich hasse die) und Co auschweichen kann. Suchen werde ich die nicht mehr.
Nur nachts am Lagerfeuer leuchte ich immer wieder mal die unmittelbare Umgebung ab, weil Puffottern sich irgendwie zu Menschen "hingezogen" fühlen und schon mal unverhofft in der Gegend rumlungern.
V.a. im KTP diesen April waren ziemlich viele von ihnen unterwegs. Wenigstens Mambas gibt's da nicht (zu trocken).

LG
Dirk

Man verwechselt die schwarze Mamba oftmals mit der völlig harmlosen Eierschlange.
Den Unterschied siehst Du am Kopf. Giftschlangen haben einen gegenüber dem Körper "kleineren" und stromlinienförmigeren Kopf als nichtgiftige Schlangen. Aber in der Paniksituation bei der Begegnung vergißt jeder, genau hinzuschauen. Verständlich.

Eine Puffotter fühlt sich zum Menschen "hingezogen", weil sie Wärme sucht, gerade in der Übergangszeit. Deshalb gibt es häufig Bißprobleme, weil sie in die Hütten der einheimischen Bevölkerung eindringt, insbesondere die Schlafstätten wo jemand schläft. Bewegt er sich im Schlaf oder dreht sich um und rollt auf die Schlange, dann beißt sie zu. Selbsterhaltungstrieb.

Daher ist ein Dachzelt einem Bodenzelt vorzuziehen.

Dennoch sind Puffottern das geringere Problem. Die meisten Europäer haben besondere Angst vor der Puffotter aufgrund der martialischen Zeichnung. Ich kann nur wiederholen: Die Puffotter kann nicht wie andere Schlangen nach vorn angreifen und beißen. Das kann sie nur schräg nach hinten. Man kann sie von vorn bis zu Weißglut pisacken, sie ist in dieser Situation hilflos.
Ich hätte lediglich Angst vor ihr, wenn sie im Gras bzw. in der Grassaat verborgen liegt und lauert, und ich neben sie trete. Mit halbhohen Schuhen oder Sandalen kann man einem Biß wohl schlecht entgehen.
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
Letzte Änderung: 05 Sep 2010 21:40 von Swakop52.
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06 Sep 2010 08:31 #154749
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  • myrio am 06 Sep 2010 08:31
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Hallo,Matou66
Zum Hinweis:
Eine Puffotter fühlt sich zum Menschen "hingezogen", weil sie Wärme sucht, gerade in der Übergangszeit. Deshalb gibt es häufig Bißprobleme, weil sie in die Hütten der einheimischen Bevölkerung eindringt, insbesondere die Schlafstätten wo jemand schläft. Bewegt er sich im Schlaf oder dreht sich um und rollt auf die Schlange, dann beißt sie zu. Selbsterhaltungstrieb.[/i]
Daher ist ein Dachzelt einem Bodenzelt vorzuziehen.

Hast du Erfahrung zum Thema "aussen unter freien Himmel zu schlafen",wir liegen auf einer "Antisnake-Matte" aus Plastik und hoffen, wie wir gehört haben, dass Schlangen und Skorpione die Berührung mit Plastik scheuen, darauf haben wir immer vertraut!
Wer hat Erfahrungen damit?
Auf Anwort freut sich
Frank
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06 Sep 2010 08:50 #154752
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  • Matou66 am 05 Sep 2010 19:19
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@myrio:

Hallo Frank,

wir haben im KTP auch im Bodenzelt geschlafen. Mit dem besonderen "Handicap", dass der äussere Reißverschluss auf einer Seite nicht zuging. Der innere Reißverschluss des Moskitonetzes ging dagegen nur mit Gewalt zu, und das Netz wies in einer Ecke schon große Risse auf. Richtig dicht war das Zelt somit nicht.
Ich würde immer wieder im Bodenzelt schlafen. Aber nur noch in einem, das ich vorher selber auf seine Funktionalität geprüft habe.
Vorteil im KTP im April waren die sehr tiefen Nachttemperaturen von max. 4°C, die die Aktivität der Schlangen sicher "eingedämmt" hat.

Im Freien haben wir in der Kalahari nur auf einem Holzpodest geschlafen.
Das mit dem Plastik gegen Schlangen habe ich noch nie gehört.
Würde mich auch interessieren, aber ausprobieren würde ich es nicht... .
Die Frage ist auch, wie gross diese Plane sein muss, um Schlangen sicher abzuhalten. Wenn die nur 2x2m wäre, wärst Du ja noch locker in Reichweite.

LG

Dirk
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06 Sep 2010 09:24 #154759
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  • maddy am 06 Sep 2010 09:24
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Hallo,

swakop52 schrieb:
Ich kann nur wiederholen: Die Puffotter kann nicht wie andere Schlangen nach vorn angreifen und beißen. Das kann sie nur schräg nach hinten. Man kann sie von vorn bis zu Weißglut pisacken, sie ist in dieser Situation hilflos.

Woher hast du denn diese Weisheit?! Hast das schon mal ausprobiert?

und myrio schrieb:
Hast du Erfahrung zum Thema "aussen unter freien Himmel zu schlafen",wir liegen auf einer "Antisnake-Matte" aus Plastik und hoffen, wie wir gehört haben, dass Schlangen und Skorpione die Berührung mit Plastik scheuen, darauf haben wir immer vertraut!
Ist doch sicherlich nicht dein Ernst!!?!!
:ohmy:

Gruss aus Sodwana
Maddy
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