ca. 1.000 Besucher
Veranstaltung wurde kurzfristig von Ende November auf den 10.12. Tag der Menschenrechte und in Namibia Tag der namibischen Frau, verlegt, da der Präsident zur Amtseinführung des neuen Präsidenten in Botswana geflogen ist.
Tag der Menschenrechte ist in Namibia gesetzlicher Feiertag.
Offizielles Programm:
Man war überwiegend im Zeitplan.
Zeremonienmeister war (der korrupte) Obeth Kandjoze, Leiter der Planungskommission von Namibia, der dem nächsten Parlament nicht mehr angehört.
Bei den abgelesenen Reden grüßte man regelmäßig die dann doch nicht anwesende "president elect" Netumbo Nandi Ndaitwah.
Man war beim Ablesen unfähig, diese Grußadresse auszulassen.
Die Rede vom "Patriarchen" enthielt Spuren von Englisch.
Der Präsident hat eine gute Rede gehalten. Er hat vor allem auf Vorgängerpräsident Hage Geingob als treibende Kraft für das Museum hingewiesen.
Der lokale Clan-Chef und ein junger Tswana-stämmiger Poet mit einem geklautem Internet-Meme-Gedicht über Lehrer erhielten den meisten Applaus.
Überwiegend Red-Flag-Hereros, sehr wenige Green-Flag Hereros, für die White-Flag Hereros war der Weg zu weit.
Die Tanzgruppen waren Kitsch, sowohl vom Outfit als auch vom Liedgut.
Die Teerstraße geht direkt bis vor das Museum.
Museum hat klitzekleines Restaurant für Besucher.
Am Platz des traditionellen Kraals hat man eine moderne Neuinterpretation eines Herero Pontoks hingestellt.
An diesem Platz hat Hosea Kutako dem ins Exil gehenden Sam Nuyoma seinen Koffer überreicht, mit dem er nach Botswana und von dort nach Dar Es Salaam rübergemacht hat. Der Koffer ist als Reliquie in der Kaffemaschine in Windhoek ausgestellt.
Wichtig: Bronzebüste
Mit sonnigen Grüßen zurück in Windhoek
Carsten Möhle