Makra schrieb:
Das ist ja happig ....

Dann kann ich gut verstehen, dass man das umgekehrt auch macht !
Es ist dumm hoch 10, was Namibia da macht. Wenn ich lese, was Tourismusminister Shifeta dazu zuletzt gesagt hat, dann hat er entweder einen IQ auf Raumtemperatur oder ist ein übelster Populist und politischer Hasardeur. Der entscheidende Unterschied liegt in den unterschiedlichen Voraussetzungen.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Deutscher in Namibia Asyl beantragen und da dauerhaft bleiben will? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Deutscher dem namibischen Staat dauerhaft zur Last fällt, weil er während des Aufenthalts seine Ausgaben nicht bestreiten kann, Krankenhauskosten nicht bezahlen kann usw.? Wie viel tragen Deutsche zum Tourismusumsatz in Namibia bei? 30 Prozent?
Und wie hoch ist auf der anderen Seite die Wahrscheinlichkeit, dass jemand aus Namibia, Simbabwe, Ghana oder Südsudan gern in Deutschland bleiben will, wenn alles, was es dazu braucht, ein One-Way-Ticket für 400 Euro ist? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass der durchschnittliche Bürger aus Namibia, Simbabwe, DR Kongo oder Südsudan in Deutschland seinen Lebensunterhalt bestreiten kann? Wie viel tragen Namibier zum Tourismusumsatz in Deutschland bei? 0,001 Prozent?
Es ist nicht so, dass wir uns da ungerecht abschotten und asozial die angeblich generöse namibische Geste der Visafreiheit ausnutzen. Bürger aus mehr als 60 Ländern dürfen auch ohne Visum nach Deutschland bzw. in den Schengenraum einreisen, u.a. Malaysia, USA, Australien, Japan, Südkorea, Georgien, Israel, Vereinigte Arabische Emirate. Bei denen können wir annehmen, dass sie der deutschen Gesellschaft nicht zur Last fallen und nicht hier bleiben wollen, also kein Risiko sind.
Und so handhaben die meisten anderen Länder der Welt das auch: Menschen die keinerlei Risiko in Sachen Finanzen und Sicherheit darstellen und aus Ländern kommen, zu denen man kooperative Beziehungen unterhält, die lässt man visafrei rein. Alle anderen nur nach Überprüfung im Rahmen eines Visaantrags, bei dem dann eben individuell geprüft wird, ob der Einzelne ein Risiko darstellt.
Aktuell sind die Voraussetzungen einfach nicht gegeben, um Namibier visafrei in Deutschland einreisen zu lassen. Wenn die namibischen Politiker mal daran arbeiten würden, den Wohlstand für die breite Masse der Menschen in Namibia zu erhöhen, dann könnten die Voraussetzungen für eine visafreie Einreise in den Schengenraum vielleicht in 10 Jahren gegeben sein. Wenn sie wie aktuell populistischen Schwachsinn zum Schaden der eigenen Wirtschaft machen, dann sind sie morgen noch weiter von einer visafreien Einreise in Deutschland entfernt als heute.
Grüße