THEMA: Raubüberfall
05 Dez 2018 15:44 #541556
  • travelNAMIBIA
  • travelNAMIBIAs Avatar
  • Beiträge: 27651
  • Dank erhalten: 24572
  • travelNAMIBIA am 05 Dez 2018 15:44
  • travelNAMIBIAs Avatar
OFF TOPIC
Hi Beate,
ist ca. 20 Jahre her. Damals hat noch niemand daran gedacht, ein Haus zu vergittern, es standen die Türen und Fenster offen, die Autos wurden nicht abgesperrt, etc.
also als ich vor 20 Jahren in Windhoek bzw. Otjiwarongo gelebt habe, war es genauso vergitter, bemauert etc wie jetzt. Da sehe ich absolut keinen Unterschied. Vor der Unabhängigkeit gab es "scheinbar" keine Kriminalität, was aber natürlich auch an der Polizeistaat-Mentalität mit den verbundenen Ausgangssperren für bestimmte Volksgruppen etc. zusammenhängt.

Ich finde aber, dass das alles mit dem Tourismus nichts zu tun hat, d.h. wie hoch ich meine Mauer baue. Aber: Ja, es gibt Überfälle und auch Raub, auch auf Touristen. Aber das ist weiterhin sehr sehr sehr selten und, wie ich finde, absolut abwägbar. Wer die Umstände nicht mag, die übrigens in jedem Reiseführer nachlesbar sind, der soll/muss sich ein "sichereres" Reiseziel suchen. Mir fällt da Singapur ein... das einzige Reiseziel der Erde wo mir etwas gestohlen wurde. Asien halt ;-)

Viele Grüße
Christian
Aktuelle Einreiseregelungen für Namibia bis 15.7.2022.
- Geimpft (ohne Booster)/Genesen (max 3 Monate): (1) Impf-/Genesenennachweis (ausgedruckt), (2) Ausfüllen des medizinischen Einreiseformulars ("Surveillance Form"), (3) Ausfüllen des normalen Einreiseformulars
- Ungeimpft/nicht genesen: (1) PCR-Test nicht älter als 72 Stunden vom Abstrich bis Einreise ausgedruckt, (2) Trusted Travel (PDF) ausgedruckt, (3) Ausfüllen des medizinischen Einreiseformulars ("Surveillance Form"), (4) Ausfüllen des normalen Einreiseformulars
Kinder <12 Jahre (bis einschl. 15.6.2022 <5 Jahre) brauchen keinen Nachweis zu erbringen.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: buma, dembi64, ERA
05 Dez 2018 15:48 #541557
  • Yoda911
  • Yoda911s Avatar
  • Beiträge: 789
  • Dank erhalten: 1335
  • Yoda911 am 05 Dez 2018 15:48
  • Yoda911s Avatar
Pauschalisiert gesagt ist mein Eindruck, das gerade besonders die Afrika-Ersttäter vorsichtig sind, da eben vielfach noch eine Einstellung wie - scheinbar - bei Dir herrscht ("Der schwarze Kontinent mit Krankheit, Krieg und...")

Genau diesen Eindruck hatte ich auch, als wir erzählt haben, dass wir mit unseren Kindern (2 Mädchen! eine sogar hellblond!) ohne (bewaffneten?) Guide als Alleinfahrer im hintersten Afrika herumfahren. Malaria, Aids, Krieg, Armut, gewalttätige Bettler, wilde Tiere, bewaffnete Warlords an Straßensperren, Al Kaida, Boko Haram, - es gibt nichts, nach dem wir nicht gefragt wurden.

Es ist extrem hilfreich, zu differenzieren, welche dieser Themen realistischerweise mit welchem konkreten Urlaubsland in Afrika und welcher Region zu verbinden ist. Und die üblichen Touristenrouten in Namibia schneiden hier nun mal in Relation sehr positiv ab. Man kann natürlich auch alles in einen Topf werfen, aus einzelnen Beispielen den Schluss ziehen, dass ganz Afrika den Bach runter geht und sogar Streit über Enteignungen mit Krieg gleichsetzen (ist hier im Forum auch schon vorgekommen).

Wäre doch toll, wenn diejenigen, die Namibia und Südafrika besser kennen als andere - und sei es nur aus dem Urlaub -, mit den Vorurteilen und Verallgemeinerungen aufräumen. In meinem Umfeld hat nun keiner mehr Angst vor einem Namibia-Urlaub, zumindest nicht mehr oder weniger als vor einem New-York- oder Sizilien-Urlaub.

Offtopic:
Mich wundert jetzt auch nicht mehr, warum so ein Bild
in ganz Europa von diversen Parteien so erfolgreich missbraucht wurde. Irgendwie scheint es bei vielen ein unterschwelliges wir "weisse reiche intelligente Europäer gegen die schwarzen dummen armen Afrikaner" zu befeuern, das hier im Forum und auch bei einigen Gesprächen in Afrika immer mal wieder durchschimmert.
(Das Bild zeigt übrigens ein australisches Kind beim Besuch einer indischen Schule.)
Letzte Änderung: 05 Dez 2018 17:12 von Yoda911.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: travelNAMIBIA, Volker, La Leona, Topobär, buma, dembi64, ERA
05 Dez 2018 17:01 #541564
  • rhh64
  • rhh64s Avatar
  • Immer mit der Ruhe!
  • Beiträge: 982
  • Dank erhalten: 447
  • rhh64 am 05 Dez 2018 17:01
  • rhh64s Avatar
ron74 schrieb:
rhh64 schrieb:
Auch Naankuse:

Müll-Kommentare a la "ist normal und so wie in Deutschland" zeugen von bodenloser Naivität oder einem penetranten Ignoranten-Status. Wer liest, findet unzählige Beispiele für Gewalt gegen Touristen, mittlerweile leider auch in Namibia. Also: Immer schön vorsichtig sein!

Was befähigt Dich denn zu dieser fast beleidigenden Aussage - dass Du irgendwelche Zeitungsartikel liest und zitierst? So, wie es viele hier tun- ohne eine wirkliche Ahnung zu haben? Ich frage mich nach der Intension? Ich zitiere mal den Buchtitel eines deutschen Amtsrichters, das ich gerade lese: "Wenn Deutschland so scheiße ist, warum sind Sie dann hier?"

VG

Ron

Ich frage mich, was dein Interesse ist. Troll?
Beste Grüße

rhh64
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Elchontherun, Logi
05 Dez 2018 17:13 #541566
  • rhh64
  • rhh64s Avatar
  • Immer mit der Ruhe!
  • Beiträge: 982
  • Dank erhalten: 447
  • rhh64 am 05 Dez 2018 17:01
  • rhh64s Avatar
lormon schrieb:
Ganz persönlich finde ich es gruselig, dass eine Lodge betroffen ist, die wir in wenigen Monaten besuchen werden.

Ich war 4 x in Naankuse - und kann dein Gefühl nachvollziehen. Relativ sicher sind schon noch einige Ecken in Namibia, aber eben viele auch nicht mehr.
Beste Grüße

rhh64
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Logi
05 Dez 2018 17:59 #541570
  • loser
  • losers Avatar
  • loser am 05 Dez 2018 17:59
  • losers Avatar
Ich bin eigentlich auch der Ansicht, dass die zu diesem Thema immer wieder vorgebrachten Vergleiche von Ländern
„wie schlimm es doch hier oder dort ist“
oft nur zur Untermauerung des eigenen Standpunktes herhalten. Aber hin und wieder taugt es doch zur Herstellung einer Perspektive. Und deswegen mache ich es jetzt auch.
Meldung vom 28.11.2018*) betr. Raubüberfälle in festen Unterkünften in Norditalien:
newsv1.orf.at/060719...2F1862txt_story.html
Derartiges ist seit Jahren ein weltweites Phänomen und es wird immer ärger. Der internationale Tourismus zieht Kriminalität an, wie xxxx die Fliegen, weil dort reiche Beute, Unkenntnis des Landes und Verhaltensweise vermutet wird.
Jeder muss sich nach seiner persönlichen Schmerzgrenze betr. Genuss vs. Unbehaglichkeit entscheiden….und Information ist dabei immer gut.
Werner
und schon vor 50 Jahren hatten Häuser in SA burglar proof Installationen an Fenstern etc. und viele Hausbesitzer haben für ihren Urlaub einen "housesitter" engagiert, auch gegen Bezahlung.
Und trotzdem gibt es auch heute noch Gegenden, in welchen Häuser nur minimale Außensicherung haben
*) der google hat dieses Datum zwar angezeigt, ich vermute aber, dass der Artíkel schon viel älter ist. Es ist aber egal, ich wollte damit nur zeigen, dass es diesbezüglich nichts gibt, das es nicht schon gegeben hat
Letzte Änderung: 05 Dez 2018 18:24 von loser.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
05 Dez 2018 18:30 #541573
  • waldfee
  • waldfees Avatar
  • Beiträge: 304
  • Dank erhalten: 139
  • waldfee am 05 Dez 2018 18:30
  • waldfees Avatar
1994 oder1996? Costa Rica..... 2 Wochen nach uns wurden genau an diesem Ort zwei Schweizer Frauen entführt, kam damals im Fernsehen, dass sich eine in den Entführer verliebt hat.
1998 Messe In Deutschland...wurde ich überfallen Handtasche konnte ich retten, teure Kamera wurde mir von der Schulter geschnitten....
2005 Thailand Norden.... ca eine Woche später kam im Fernsehen, dass ein Krankenhaus bestzt wurde, genau dort waren wir auch, die wurden alle sofort an die Wand gestellt und erschossen.
2007 in Keetmannshop... ich bin mit Sohn in den Shop und mein Mann blieb im Auto. Teenager wollten unbedingt gegen Geld unser Auto bewachen. Als wir fortfuhren wurden wir mit Steinen beworfen.
2017 Mosambik, es fielen Schüsse in unserer Hotelanlage, es kamen viel bewaffnete Police und liefen an unserer Terasse vorbei zum Strand mit Gewehr im Anschlag... angeblich jugendliche Diebe....

Muss ich jetzt ein Trauma haben oder sollte nicht mehr verreisen?
Ich rede mal gar nicht davon, was mir in D alles passieren kann... zur falschen Stelle am falschen Ort.
Ein gesundes Maß an Selbstschutz/ Menschenvertrauen, ansonsten sollte es so sein.
Und glaubt mir, ich strotze bestimmt nicht vor Mut, eher bin ich ängstlich vorsichtig, trage nie einen Rucksack, bin vorsichtig..... Aber ich reise gern durch die Welt und das soll auch so bleiben.

Ach und ich vergaß zu erwähnen... in unserem Ferienhaus in Ungarn wurde uns 1qm Brennholz geklaut ind unserem Nachbarn das neue Auto des nachts vom Grundstück.
Letzte Änderung: 05 Dez 2018 18:37 von waldfee.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Heyde, dembi64, Kaeptn Haddock