THEMA: Überfälle auf Touristen in Namibia
04 Mai 2010 18:33 #138783
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  • Crazy Zebra am 04 Mai 2010 18:33
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Hallo, die Schweiz ist doch sicher im Empfinden der Menschen ein sicheres Reiseland und auch in Zahlen eines der Länder mit den geringsten Tötungsdelikten?

Ohne mit der Wimper zu zucken würden mir die meisten zustimmen weil es gefühlt nicht anders sein kann. Mit etwas über 7.5Mio Einwohnern nur gerade knapp 4 mal Bevölkerunsdichter als Namibia sieht es aber in Zahlen anders aus.

Würde ich täglich an Stelle des AZ-Namibia dieses >LESEN< so würde sich die Schweiz zu einem gefühlten unsicheren Land entwickeln.

Subjektive Wahrnehmung kann in beide Richtungen passieren, Gruss Kurt
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04 Mai 2010 18:41 #138785
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  • JuliaN am 04 Mai 2010 18:41
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Die Tatsache, dass von Überfällen auf Touristen berichtet wird, ist doch ein klares Zeichen dafür, dass dies in Namibia nicht zur Tagesordnung gehört und man mit diesem Thema durchaus kritisch umgeht!! In einigen anderen Ländern Afrikas ist dies den Medien nicht einmal eine Kurznotiz wert.
Dass in Australien weniger über Überfälle berichtet wird, liegt natürlich daran, dass dieser Kontinent weniger sozioökonomische Probleme vorzuweisen hat und dort auch nicht in so starkem Maße (massive) Armut auf subjektiv empfundenen Wohlstand bzw. Reichtum trifft.
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04 Mai 2010 19:03 #138789
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  • Sambezi am 04 Mai 2010 19:03
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Hallo,

einfach mal ein Beispiel für subjektiv empfunde Armunt bzw. Reichtum.

Du kommst auf ne Campsite, legst 250,- Nam $ für ne Nacht im Zelt auf den Tisch und der Wachmann steht daneben mit einem Stundenlohn von 2,10 Nam $ die Stunde....


Wen wundert es, dass dann die Hemmschwelle immer niedriger wird...

Ob Tariflöhne ausgehandelt werden oder von wem - hier wie da ist es Lobbyistengerangel und meistens siegt die Industrie....

Gruß
Letzte Änderung: 04 Mai 2010 19:04 von Sambezi.
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04 Mai 2010 19:06 #138791
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  • Riedfrosch am 04 Mai 2010 19:06
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@Carmen:

du schreibst nicht, warum Du das veröffenlichst. Macht Dir das Sorgen, so dass Du überlegst nicht ins südliche Afrika zu fahren?

Falls es das ist, möchte ich Dich beruhigen. Wir sind schon überfallen worden und fahren trotzdem hin!
Das Schöne überwiegt einfach!


@Gerd:
warum soll das Thema nicht gerne gesehen sein? Wenn jemand leidenschaftslos von seinen Erfahrungen berichtet - wann, wo, wie und mit der nötigen Selbstkritik (was habe ich falsch gemacht?) darüber berichtet, sind wir ihm/ihr alle dankbar, denn da können wir von lernen.

Leidenschaftlos, also gefühllos von einem Überfall zu sprechen, halte ich für wirklich nicht durchführbar und sinnvoll, denn ich bin ja nicht die Tagesthemen, sondern ein fühlender Mensch!
Bist Du es auch?

Den Zusatz "mit der nötigen Selbstkritik" offenbart Deine Haltung: Nur bei einem Fehlverhalten geschieht ein Überfall.
Falls das Fehlverhalten schon darin besteht ins südliche Afrika zu reisen, stimme ich Dir zu.
Ich persönlich aber sehe darin keinen Fehler.

Man kann auch überfallen werden, ohne dass man einen Fehler gemacht hat.
Falscher Ort, falsche Zeit, einfach Pech - das reicht.

Was Du vielleicht meinst ist eine Reflexion auf die Ereignisse.

Wenn Du glaubst, dass Du von den sachlichen Berichten anderer zu Überfallen etwas lernen kannst, und das ist Deiner Beschreibung nach die Essenz aus der Schilderung eines Überfalls, dann verkennst Du weitere Dimensionen wie Empathie oder Trost.


@andere
Auch die Beschreibungen der schönen Landschaft, das Anpreisen der tollsten Lodges und Campingsplätze etc. sind subjektive Wahrnehmungen. An dieser Stelle werden sie akzeptiert, aber genau am Punkt Kriminalität ist offenbar Schluss damit.
Meines Erachtens schaukeln sich solche Threads gerne hoch, weil an dieser Stelle plötzlich absolute Objektivität eingefordert wird (ob es die wirklich gibt, ist noch eine andere Frage).
Soll doch jeder seine subjektive Sichtweise schreiben!

Ich kann nur aus eigener Betroffenheit sagen, dass einem Statistiken egal sind, wenn man selbst andere Erfahrungen gemacht hat. Man entwickelt subjektive Theorien! Und das ist vollkommen ok so.

Falls also jemand wie Carmen anfragt, kann man sagen, dass eben zwei Lager gibt, die unterschiedliche Ansichten darüber haben, wie es sich mit der Kriminalität verhält.

Und im Übrigen: Statistiken glaube ich selten oder nie (griechischen hätte man z.B. auch keinen Glauben schenken dürfen).

Cora
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04 Mai 2010 19:08 #138793
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  • christian am 04 Mai 2010 19:08
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Hallo!

In Moz, einem aus meiner Sicht wesentlich sicherem Land als Namibia, wurde uns gerade von einer südafrikanischem Lodgebesitzerin das Gegenteil erzählt. In Südafrika(dazu zähle ich mal auch NAM) würde nur noch ab und zu was in die Medien gehen.Obwohl Ihrer Ansicht nach die Situation dramatisch sei. Keiner kann das gebrauchen, sagte Sie(insbesondere nicht zur WM).
In Moz gab es gerade einen bewaffneten Überfall in Inhambane der durch die Presse ging, das war der Anlaß des Gesprächs).

Wir trafen in MOZ ein Ehepaar von WDH kommend. In Südafrika haben sie bemerkt, das Ihre Karte in WDH mit 8000€ von Dieben belastet wurde. Etwas das sicherlich inzwischen zur Normalität im südl. Afrika gehört und in den Medien keine große Erwähnung mehr findet.


Christian
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04 Mai 2010 19:12 #138795
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  • Carmen on tour am 04 Mai 2010 19:12
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Hallo Cora

Ich war schon oft in Afrika, fühle mich im Busch wohl, in Städten jedoch nicht sonderlich. Tsumeb würde ich nie übernachten

In Südafrika werden jedes Jahr fast 200 Farmer und ihre Familien regelrecht abgeschlachtet. Ich frage mich ob ich das objektiv oder subjektiv sehen soll ?

Gruss Carmen
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