THEMA: Namibia Vol. 4 (zu viert das vierte Mal in Nam)
27 Apr 2026 18:07 #724545
  • solitaire
  • solitaires Avatar
  • Beiträge: 1894
  • Dank erhalten: 1079
  • solitaire am 27 Apr 2026 18:07
  • solitaires Avatar
Hey, das ist ja toll. Ich war zu Jahresbeginn im Park und Steinböckchen waren verlässliche Roadblocks. Aber ein Leopard, das ist schon eine Besonderheit 😻 Gratuliere.
www.margit-noehrer.com
FB und Insta: reisende.autorin
Buch: Der glühende Atem der Wüste
Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Sunerf
27 Apr 2026 18:25 #724547
  • Yoda911
  • Yoda911s Avatar
  • Beiträge: 873
  • Dank erhalten: 1896
  • Yoda911 am 27 Apr 2026 18:25
  • Yoda911s Avatar
5. Tag (11.08.) KTP Kalahari Tented Camp (WIlderness Camp)
Der heutige Tag war eher ruhig geplant. Nicht zu früh morgens los ins Tal, 2 bis 3 Stunden nach Süden und danach wieder zurück.Viele Tiere, schöne Landschaft, nichts Spektakuläres, aber ein rundum schöner Tag. Und wenn man sehr langsam fährt und immer stehen bleibt und in die Bäume schaut, gibt es auch dort viel zu sehen:



















Abends dann allerdings noch einmal eine Gruppe Löffelhunde am beleuchteten Wasserloch. Mit Fernglas oder Spektiv gut zu erkennen, unmöglich zu fotografieren.
Letzte Änderung: 27 Apr 2026 18:26 von Yoda911.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: maddy, hcandersen, Black Lion, Logi, take-off, Sunerf, Enilorac65, chrischris, JohannaHen, Secret
27 Apr 2026 19:42 #724551
  • Yoda911
  • Yoda911s Avatar
  • Beiträge: 873
  • Dank erhalten: 1896
  • Yoda911 am 27 Apr 2026 18:25
  • Yoda911s Avatar
6. Tag (12.08.) KTP Nossob (Main Camp)
Heute geht es aus dem Auob River- ins Nossob River-Tal. Das gleichnamige Main Camp liegt etwa 160 km nördlich. Wir fahren erst im Auob-Tal nach Süden, dann quer über die große Dünenstrasse zum Nossob hinüber und dort wieder nach Norden. Diese Übernachtung war die letzte, die wir beim Buchen-Umbuchen-Umbuchen bekommen haben. Das Camp haben wir in guter Erinnerung aus 2019.
Diesmal haben wir nur einen Tag in Nosob selbst, dann aber an den beiden folgenden Tage noch je eine Übernachtung in den Wilderness Camps Gharagab und Bitterpan ergattert. Nossob ist als nördlichstes Main Camp das Zentrum im nördlichen Teil des Parks. Hier werden auch die Anmeldungen für die beiden genannten Camps verwaltet, die wir dann jeweils über einen One-Way 4x4-Trails anfahren.
Den heutigen Tag fahren wir also hauptsächlich etwas größere Pads - so nennt man die Schotter- und Sandpisten auf Afrikaans.
Der Tag begann am ersten Wasserloch mit einem trinkenden Löwenmännchen.









Eine halbe Stunde später dann noch ein Leopard. Er lief so nah neben dem Auto, dass ich fast Bedenken hatte, das Fenster auf zu lassen. Wir haben jetzt in drei Tagen mehr Leoparden gesehen als in den vier Urlauben vorher zusammen!









Danach ein eher Ereignis-arme Fahrt nach Nossob (sind wir schon verwöhnt?). Landschaft, Wetter und Erlebnis bleiben weiter traumhaft.




Abends wieder neue Sorten Wildfleisch auf dem Grill. Eigentlich schmeckt das alles, egal ob Filet vom Oryx, Kudu, Eland, Zebra oder Gnu. Im Camp gibt es übrigens mehrere verschiedene Eulen, besser zu hören als zu sehen, oben in den großen Bäumen.
Letzte Änderung: 27 Apr 2026 19:45 von Yoda911.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: ANNICK, maddy, hcandersen, Black Lion, Logi, take-off, Sunerf, Enilorac65, chrischris, JohannaHen und weitere 1
27 Apr 2026 19:55 #724552
  • Yoda911
  • Yoda911s Avatar
  • Beiträge: 873
  • Dank erhalten: 1896
  • Yoda911 am 27 Apr 2026 18:25
  • Yoda911s Avatar
7. Tag (13.08.) KTP Gharagab (Wilderness Camp)
Eigentlich nur 155 Kilometer, davon aber das Schluss-Stück auf einer einspurigen 4x4-Strecke stehen heute auf dem Programm.
Los geht es um kurz nach acht Richtung Norden und nach dem die beiden ersten hochgelobten Wasserlöcher nur Leere für uns bereit hielten, folgte die nächste Sensation. Zwei quer auf der Straße geparkte Autos, von denen wir die bestmögliche Info bekommen: Leopard drei Meter links neben der Straße!! Wir stellen uns also hinter die beiden und sehen ab und an mal einen Leoparden Kopf über ein Gebüsch ragen. Aber unser Glück verlässt uns nicht (inzwischen mindestens 6 Autos), der Leopard steht auf, läuft auf uns zu und einen Meter neben unserem Auto entlang und genau hinter uns über die Straße. Geniale Sichtung, geniale Bilder, wir sind um elf Uhr vom erlebnis fast schin wieder fertig für den Tag!









Weiter geht es dann das Nossob-Tal nach Norden bis zum Endpunkt Unions End, der seinen Namen aus der Zeit der "Union von Südafrika" hat. Es ist der nördlichste Endpunkt Südafrikas und ein Dreiländereck Namibia-Botswana-Südafrika. Während nach Namibia die Strasse durch eine Zaun verschlossen ist, wird der Weg nach Botswana nur durch ein Schild verboten.
An der ganzen Strecke immer wieder Herden bzw. Gruppen von Gnus, Oryx, Springbock, Kuhantilopen und Straußen etc,






Vom Unions End fahren wir ein paar Kilometer wieder zurück nach Süden, um dann in die ca. 30 km lange Zufahrt zum Gharagab Wilderness Camp einzubiegen. Die Zufahrt ist eine Einfahrtstrasse durch die von langen Dünen durchzogene, sonst aber meist flache Kalahariandschaft. Mit vielen Tiersichtungen rechnen wir am Weg nicht, die Landschaft ist dafür zu trocken und nachdem wir aus dem Tal des Trockenflusses Nossob heraus sind, ist die nächstliegende Wasserquelle erst das künstliche Wasserloch an unserem Camp. Trotzdem eine wunderschöne Strecke auf rotem Sand zwischen gelb leuchtenden Gras unter blauem Himmel.





Das Gharagab Wilderness Camp ist eins der kleinsten, es verfügt nur über vier 2-Personen-Zelthäuschen jeweils auf einer Holzplattform und eins für den Campmanager. Wir stellen also die Hälfte der maximal acht Gäste. Einsamkeit pur!
Die Anfahrt ist etwas abenteuerlich, landschaftlich toll und fahrerisch viel weniger herausfordernd als gedacht. Das hätte man wahrscheinlich sogar ohne Allrad hinbekommen. Der große Toyota mit den großen Geländereifen bringt und problemlos und sicher zum Ziel.

Im Camp angekommen, werden wir kurz von Eric, dem hiesigen "Tourism Assistant", begrüßt und auf die Zelthäuser 3 und 4 verwiesen.
Jedes Häuschen verfügt über ein eigenes Bad mit Dusche, eine kleine Küchenzeile und eine Holzterasse mit Grill und einem tollen Blick auf das Wasserloch und die Umgebung. Wir haben ausreichend Trinkwasser und Kohle fürs Grillfeuer bei uns. Strom gibt es nur durch ein paar Solarlampen, die Handys müssen wir im Auto aufladen.
Der Nachmittag wurde mit Lesen und Faulenzen auf der Terrasse verbracht, abends wieder gegrillt (Boerewors und Gnu), das Wasserloch beobachtet und den Sonnenuntergang fotografiert.









Anhang:
Letzte Änderung: 02 Jun 2026 11:56 von Yoda911.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: ANNICK, maddy, hcandersen, solitaire, Black Lion, Logi, Sunerf, Enilorac65, chrischris, JohannaHen und weitere 1
27 Apr 2026 19:57 #724553
  • Black Lion
  • Black Lions Avatar
  • Beiträge: 300
  • Dank erhalten: 930
  • Black Lion am 27 Apr 2026 19:57
  • Black Lions Avatar
Wow! Ihr hattet ja schon gleich am ersten Tag im KTP ein Mega-Sichtungsglück! Ich habe auf meiner Tour durch den KTP einige Touristen getroffen die noch nicht einmal _einen_ Löwen gesehen haben. Naja zumindest bis diese dann "Safari" entdeckt haben. :laugh:

Auf jedenfall sehr schöne Bilder. Bin gespannt, was euch sonst noch so vor die Linse gelaufen ist!
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Sunerf
27 Apr 2026 20:02 #724554
  • Yoda911
  • Yoda911s Avatar
  • Beiträge: 873
  • Dank erhalten: 1896
  • Yoda911 am 27 Apr 2026 18:25
  • Yoda911s Avatar
8. Tag (14.08.) KTP Bitterpan (Wilderness Camp)
Nachdem wir gestern eifrig das Sandfahren auf ein er schmalen One-Way-Piste geübt haben, können wir heute gleich noch einmal unter Beweis stellen, was wir gelernt haben. Es geht erst fast 40 Kilometer zurück zum Nossob-Haupttal, dort entlang wieder zum Nossob Main Camp. Die Schritte danach: Spätes Frühstück in der 'day Visitor Area', dann Zurückmelden aus Gharagab und Anmelden für die Nacht im nächsten Wilderness Camp namens Bitterpan.
Der Weg nach Bitterpan ist wieder eine One-Way-Dünenpiste, diesmal ca 55 Kilometer lang und noch einmal etwas anspruchsvoller als der gestrige nach Ghararab. Einzelnen Dünen sind deutlich höher und der Sand auf der Bergauf-Seite deutlich tiefer. Um aus dem Gelände des Nossob-Camps auf die Zufahrtspiste zu kommen, muss jemand aus dem Camp das entsprechende Tor aufschließen. Dabei wird kontrolliert, ob wir auch die Luft in den Reifen auf die empfohlenen 1,5 bar abgesenkt haben.





Bei einer Reisegeschwindigkeit von höchstens 30 km/h, oft weniger, sind wir mehr fast 3 Stunden bis zum Camp unterwegs. Vor uns fährt ein weitere Toyota Hilux mit einem japanischen Päarchen, das sich gleichzeitig mit uns angemeldet hat. Eigentlich wollten wir ja nicht hinter einem anderen Auto herfahren. Wir trödeln extra, um die Lücke größer werden zu lassen. An einer etwas fiesen Steigung laufen wir dann aber wieder auf die Japaner auf. Wir überlegn aufzuzlaufen und zu helfen, beobachten dann aber , wie sie in vier Versuchen mit dem Allradantrieb rumprobieren, bis sie es über den Buckel geschafft haben. Nach dem Vorbild - Mut, Geschwindigkeit und Allradpower - hüpfen wir dann durch die Rillen im ersten Versuch drüber. Geht doch! Das war dann letztlich die einzige wirklich schwierige Stelle.


Am Camp angekommen, sind wir dann also schon 6 der maximal 8 Gäste. Denn genau wie gestern gibt es wieder nur vier 2-Personen-Hütten mit eigenem Bad. Diesmal sind allerdings alle vier Cabins mit Holzplattformen und Stegen mit einander verbunden. Zusätzlich zu der kleinen Grillstelle an jeder Veranda gibt genau in der Mitte einen Gemeinschaftsbereich mit Feuerstelle für alle und einer Gemeinschaftsküche mit zwei Gasherden.

Etwas nach uns kam dann noch ein südafrikanisches Pärchen an, die acht sind vollständig. Leider hat sich kein gemeinsames Sitzen am abendlichen Feuer ergeben. Die Japanerin kann leidlich englisch, er kein einziges Wort. Sie bereiten sich in der Küche diverse Gerichte aus Dosen und Schachteln zu, Barbeque kennen und mögen sie nicht so. Die beiden Südafrikaner grillen für sich und erzählen, ihre Buchung sei "messed up" = durcheinander geraten. Sie sind eigentlich zu dritt mit der Tochter unterwegs, haben aber nur eine Reservierung für zwei. Lösung: Heute bleibt die Tochter in Nossob in einem Bungalow allein und die Eltern genießen das Wildernesscamp bei uns, morgen tauschen Tochter und Mutter, er fährt also seine Frau 80 km nach Nossob und holt dafür die Tochter her.

Auch in Bitterpan sind alle Veranden zum nur 20 m entfernten Wasserloch ausgerichtet. Aber der Host namens Willem berichtet, es sei hier in den letzten Tagen sehr ruhig gewesen. Aber auch ohne Tiere ist die Landschaft atemberaubend. Die Sonne geht hinter einem größeren Wolkenband unter - Wolken in Südafrika haben wir zum allerersten Mal! Weit im Hintergrund Richtung Botswana sieht man dann sogar immer wieder orangefarbene Blitze. Bei uns bleibt es bei einem kräftigen Wind, der sich dann wieder legt und im Dunklen dann sogar noch die Wolken wieder auflöst, so dass wir wieder mit dem Milchstrassen-Fotografieren herumprobieren. Dann plötzlich aus dem Augenwinkel helle Reflektionen im Dunklen über dem beleuchteten Wasserloch. Es sind insgesamt drei oder vier große Eulen, die es in Dutzenden Anflügen auf die von der Lampe angelockten Insekten (große Motten?) abgesehen haben. Ein tolles Schauspiel, dass man leider mal wieder nicht filmen oder fotografieren kann.








Letzte Änderung: 02 Jun 2026 11:59 von Yoda911.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Hanne, ANNICK, maddy, hcandersen, Black Lion, Logi, take-off, Sunerf, Enilorac65, chrischris und weitere 2