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Namibia
Das Land in welchem ich vor zwei Jahren mein Löwinnenherz gelassen habe. Ein Land, von welchem ich immer wieder geträumt habe das dort alle meine Träume wahr werden können. Und mein grösster Traum war nichts geringeres als zu einer echten und berühmten Löwin zu werden! Ja, man wird ja wohl noch träumen dürfen! Wieso? Ach, ich habe vor lauter Schwärmerei natürlich mal wieder vergessen mich vorzustellen. Ich bin Königin "Safari"! Chronist! Präsentiert mein Foto! Safari: "Wer soll das sein?" Chronist: "Die Löwin oder der Mann?" Safari: "Beide!" Chronist: "Also der Mann heisst Valentin und die Löwin Sirga. Über die gab es mal einen Film!" Safari: "Kenne ich beide nicht. Also sprich, kennt die doch bestimmt niemand mehr! Sprich nicht berühmt genug! Sprich, versuch's nochmal!" Chronist: "Wie ihr wünscht, eure Majestät." Safari: "Und wer ist das?" Chronist: "Das sind Elsa und Joy Adamson!" Safari: "Elsa? War das nicht die Eiskönigin? Und warum ist das Foto in Schwarz-Weiss?" Chronist: "Nein, ich meine natürlich die berühmte Löwin Elsa. Und das Foto ist in Schwarz-Weiss, weil es schon fast 80 Jahre alt ist." Safari: "BITTE WAS?!? Ich bin doch keine 80. jährige Oma! Selbst Tantchen ist ja noch nicht mal so alt! Chronist: "Entschuldigt bitte zu tiefst eure Majestät. Gewährt ihr mir noch einen letzten Versuch?" Safari: "Weil du es bist." Safari: "Awww! Königin Nala! Mein Vorbild! Jetzt fühle ich mich wirklich geehrt! Wobei ich glaube, dass ich bis zu ihrer Berühmtheit noch einen sehr weiten Weg vor mir habe. Aber Dankeschön! Das ist wirklich lieb von dir mich mit Nala, der Königin des geweihten Landes zu vergleichen. =^.^= Um aber unsere Untertanen, ähmm... ich meine natürlich unsere Leserschaft nicht noch weiter zu verwirren, ist es, denke ich, jetzt an der Zeit für mein richtiges Foto... Chronist!" Chronist: "Das mit der Krone, eure Majestät?" Safari: "Ich bitte darum!" Und für alle die sich jetzt fragen, ob ich nun völlig durchgedreht und übergeschnappt bin, kann ich sagen: Ja bin ich! Aber zurecht! Und für alle die wissen wollten, wie es dazu kommen konnte, dass eine grosskatzenverrückte Plüschlöwin zu einer Königin wurde, möchte ich sagen: Heftet euch an meine Schwanzquaste und lest meinen Reisebericht! =^.^= Euch erwarten, unglaubliche Erlebnisse, herzliche Begegnungen, ein Safari-Suchspiel, ein Lied zum mitsingen, ein Dashcam-Video und eine Geschichte die ihr so bestimmt noch nie gelesen habt! Anordnung der Königin: "An alle die eventuell schon mehr über meine Reise wissen. Nicht spoilern und Schnauze halten!" Chronist: "Safari! Wortwahl bitte!" Safari: "Was denn?!? So heisst das Ding zwischen meinen Augen und Nasenspitze nunmal!" |
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Kapitel 1: Kaputt?
Wie so häufig, fängt eine Reise nach Afrika weit vor dem Abreisetag an. In unserem Fall ungefähr 6 Monate vorher, nachdem mein Reiseorganisator in zwei seiner drei Wochen Sommerurlaub doch Zuhause für die Firma arbeiten musste und daher den Entschluss fasste, seinen nächsten Urlaub in einem Land mit eingeschränkter Erreichbarkeit zu verbringen. Und was böte sich da besser an als Namibia? Also Okay von der Familie eingeholt, günstigen Flug in der Nebensaison gesucht und gebucht und Steffi von Namibia Click and Travel kontaktiert. Da es wieder (leider nur) 2 Wochen waren, wollten wir uns diesmal auf den südlichen Teil des Landes konzentrieren. Also Sossusvlei, Fish River Canyon und den Kalahari Tranfrontier Park (KTP), von welchem wir sehr viel Positives gelesen haben. Nachdem recht schnell klar war, dass die Buchungen im KTP die schwierigsten werden würden, warteten wir ersteinmal ab, was Steffi für 4-5 Tage dort würde noch erbeuten können. Am Ende wurden es dann, nach einer geplatzten Buchung in "Mata Mata" für die letzte Nacht, "Mata Mata Campsite", "Twee Rivieren Campsite", "Nossob Superior Campsite" und nochmal "Twee Rivieren Campsite". Die Tatsache, dass unsere darauf folgende und letzte Unterkunft vor dem Abflug die 385km weit entfernte "Lapa Lange Lodge" war, schreckte meinen Privat-Chauffeur damals nicht. Und auch generell hatte er auch mit Ababis 4x4-Fahrtaining - Seserim - Sossusvlei - Tiras eine teilweise recht enge Zeittaktung in seiner Reiseplanung. Aber als routinierter Fahrer sah er das recht entspannt bis ungefähr 2 Wochen vor Abflug. Reiseleiter: "AUuuu!" Safari: "Was ist los? Geh mir jetzt ja nicht kaputt!" Reiseleiter: "Bandscheibenvorfall im Nackenwirbel in kombination mit tauben rechten Zeigefinger, Muskelverspannungen und Schmerzen im ganzen rechten Arm. Ich bin aber echt ernsthaft am überlegen..." Safari: "Nix da! Ich freu mich jetzt schon ein halbes Jahr auf diese Reise! Ich will nach Namibia! Daher denke ja nicht dran! Und du brauchst ja, jetzt erst recht, schliesslich auch mal Urlaub!" Zum Glück haben wir eine sehr weise Löwin (Ärztin) in der Familie, welche meinen Reiseleiter mit so viel Medikamenten und Schmerzmitteln versorgt hat, so dass es für ein ganzes Löwenrudel gereicht hätte. Und zum Glück gehörte Autofahren noch zu einen der Positionen die einigermassen angenehm war. Im Gegensatz zu am PC sitzen oder, wie sich leider erst später herausstellte, gerade im Dachzelt liegen. Problemmatisch war dann noch, dass mein Reiseleiter nichts schweres tragen sollte. Ich mit meinen 3kg Plüschgewicht war da weniger das Problem. Aber die 23kg Reisetasche (zum Glück mit Rollen) und die schweren Kameras und Objektive schon eher. Apropos Gewicht. Um mich und seine ganze Kameraausrüstung ins Handgepäck zu bekommen (max. 8kg), hat er erstens auf einen Laptop verzichtet und die Bilder-Datensicherung übers Handy gemacht. Ja das geht! Und zweitens hat er sein schweres Teleobjektiv in einer passenden Kühltasche als persönlichen Gegenstand deklariert. Das war zwar nicht dumm, aber zeitweise ziemlich unpraktisch. Reiseroute: 08.03.2026 Direktnachtflug Eurowings Discover 09.03.2026 Londiningi Guest House in Windhoek 10.03.2026 Ababis Guestfarm 11.03.2026 Sesriem NWR Camp 12.+13.03.2026 Farm Tiras 14.+15.03.2026 Mount Canyon Guestfarm 16.03.2026 Mesosaurus Camp 17.03.2026 Red Dune Camp 18.03.2026 Kalahari Game Camp (Upgrade auf Chalet) 19.03.2026 Mata Mata Camp 20.03.2026 Twee Rivieren Camp 21.03.2026 Nossob Premium Camp 22.03.2026 Twee Rivieren Camp 23.03.2026 Lapa Lange Lodge 24.03.2026 Direktnachtflug Eurowings Discover Stromversorgung: 12V/220V Konverter mit EU-Steckern für den Zigarettenanzünder. Wir haben also unsere Batterien (Handy/Kameras) immer tagsüber wärend der Fahrt geladen. =^.^= Navigationssystem: Handy mit OpenStreetMap in Verbindung mit dem eingebauten Navigationssystem meines Reiseleiters. Kameraausrüstung: Canon R50 + Tamron 10-24 (Landschaften) Canon R10 + Sigma 50-500 OS (Tiere und Nahaufnahmen) Sigma 12mm F1.4 (Sternenhimmel!!!) Sigma 105mm F1.4 (Lichtmonster *) Sigma 18-200 C (Allrounder) Simga 2x-Konverter (für noch mehr Vergrösserung) Canon 24mm 2.8 Pancake (Kameraabdeckung) (*) Safari zu Privatf-Fotograf: Wehe dir, wenn ich wegen dem Reisen-Ding wieder mehrmals durch den Flughafenscanner muss! |
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Letzte Änderung: 12 Mai 2026 18:50 von Black Lion.
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Kapitel 2: Lioness on Board
Wie schon bei unserer letzten Reise 2024, so ging es auch diesesmal an einem Sonntag Nachmittag los mit dem Auto in Richtung Frankfurt Flughafen. Bei 3-4 Stunden Fahrzeit und mit bis zu 18°C Aussentemperatur, war dies auch schon einmal ein erster Dauertest für meinen Privat-Chauffeur mit seinem Bandscheibenvorfall. Mit "Gateway-Gardens" kannten wir ja schon den Weg zu unserem Parkhaus, welches wir gegen 17:30 Uhr erreichten und wo wir unser Auto für die nächsten 16 Tage abstellen konnten. Der Weg zur S-Bahn-Station war diesmal dann auch nicht ganz so mühsam. Zwar war der Zugang zur Station immer noch eine halbe Baustelle, aber dafür gingen die Rolltreppen. Vor 2 Jahren musste mein Reiseleiter seine schwere Reisetasche noch die Treppen selber runtertragen. Mit der S-Bahn (S9) ging es dann genau eine Station weiter zum Bahnhof Frankfurter Flughafen, wo wir dann praktischer Weise auch gleich in Terminal 1 bei unseren Check-In-Schalter herauskamen. Die 21kg Reisetasche wurde ja noch problemlos angenommen, aber der Wanderrucksack fürs Handgepäck mit mir und der Kameraausrüstung wurde sehr kritisch beäugt. Check-In-Mitarbeiter: Und das auf ihrem Rücken geben sie auch auf? Reiseleiter: Nein, Löwen gehören ins Handgepäck! Check-In-Mitarbeiter: Drehen sie sich mal um! Und das passt? Reiseleiter: Ja, das passt. Check-In-Mitarbeiter: Maximal 8kg?! Reiseleiter: Habs extra nachgewogen. Mit der Angst im Nacken, dass wir ab jetzt auf der Fahndungsliste der Handgepäck-Schummler waren und ich dann 5-Minuten vorm Boarding würde dazu genötigt werden doch noch mit horrenden Extrakosten ins Hauptgepäck verfrachtet zu werden (habe da mal ein beunruhigendes Youtube-Video gesehen...), ging es dann weiter zur automatischen Passkontrolle. Doch dort ging dann der Reisepass nicht plötzlich nicht! Selbst nach dem dritten Versuch kam einfach nur ein nichtsaussagendes grosses rotes Kreuz auf dem kleinen Display. Aber auch hier hatte mein Reiseleiter eine Lösung parat, indem er einfach seinen Personalausweis einsetzte. Und dann kam die Gepäck-Kontrolle, mit welcher ich seit der Australien-Reise leichte traumatische Erinnerungen verbinde... Warum mein Reiseleiter seinen Plastik-Gürtel ausziehen musste, entzieht sich bis heute meiner Kenntnis. Und dann wollten sie mich anscheinend auch erst gar nicht kontrollieren (in den Scanner schieben). Vielleicht sah ich ihnen zu bissig aus? Aber Kontrolle muss eben sein, so dass ich nach dem Scan, wie sollte es auch anders kommen, natürlich auch wieder zur Sonderkontrolle rausgezogen wurde... Daran war bestimmt nur wieder dieses blöde Riesen-Objektiv schuld! Während mein Reiseleiter sofort anbot, aus Angst um seine Objektive den Rucksack selber auszupacken, meinte der Beamte nur ganz ruhig, dass das ja nur eine zufällige Standardkontrolle sei. Ja ja, von wegen! Am Ende wurde dann aber tatsächlich nur ein Sprengstoffabstrich vom extra in einer Kühltasche eingepackten Teleobjektiv gemacht, welches sich aber natürlich zu diesem Zeitpunkt ganz unten im Rucksack befand. Naja, so hatte mein Reiseleiter wenigstens die Gelegenheit alles neu sortiert einzupacken. Der Weg zum Gate C20 war dann mal wieder der maximal längst mögliche Weg vom Terminal 1 aus und entsprach fast schon einer kleinen Wanderung (ca. 600m). Mit 10kg auf dem Rücken (7.5kg Handgepäck + 2.5kg persönlicher Gegenstand) aber dann doch nicht ganz so angenehm. Und wie fast immer, waren wir um 19:30 Uhr, also 2 Stunden zu früh, da. Aber besser so als umgekehrt. Wie immer versuchte ich meiner ersten Aufgabe, Kontakte knüpfen, gerecht zu werden, indem ich ganz lieb aus dem Rucksack schaute. Aber irgendwie nahm niemand wirklich Notiz von mir. Entweder war einfach zu viel los, oder es war einfach so ein "Typisch Deutsch"-Verhalten der Reisegäste. Erst nach ungefähr einer Stunde gelang es meinem Reiseleiter die 5er-Reisegruppe aus NRW neben uns in ein Gespräch zu verwickeln und ihnen unser Fotobuch von meiner ersten Namibia-Reise 2024 zu zeigen. Irgendwann ging dann auch das Boarding los, bzw. wurden wir ersteinmal in Busse verfrachtet und zur Aussen-Park-Position gefahren. Dort angekommen mussten wir aber noch weitere gute 15 Minuten im Bus warten, weil der Kabinen-Service noch nicht ganz fertig war. In einem vollgestopften Bus wurde das dann aber nicht nur mir, sondern auch allen anderen Fahrgästen zu warm, was leichte Unmutsäusserungen hervorbrachte. Aber zumindest haben wir dort erfahren, dass der Busfahrer länger als bis Mitternacht arbeitet würde. Und seine Kollegen auch noch die ganze Nacht durch, so dass uns solch ein Fiasko wie kürzlich am Münchner Flughafen würde erspart bleiben. Dort mussten nämlich kürzlich alle Passagiere unfreiwillig wegen einem Nachtflugverbot für einen eigentlich 90-minütigen Flug im parkenden Flugzeug übernachten... Unser Sitzplatz-Lotteriespiel ging diesmal mit einem freien Nebenplatz nur teilweise auf. Aber der Airbus A330 war auch fast voll besetzt, so dass wir uns glücklich schätzen konnten zumindest einen freien Platz neben uns zu haben. Ich hatte da aber spontan eine Idee, wie ich dieses Problem würde lösen können... Safari: "Magst du einen Privatflieger haben?" Reiseleiter: "Was hast du vor?!" Safari: "Ich rufe einfach laut: LION ON BOARD!" Reiseleiter: "Und wer soll dann das Flugzeug fliegen?" Letztendlich haben wir uns dann mit dem einen freien Sitzplatz zufrieden gegeben und uns nach dem pünktlichen Abflug um 22:00 Uhr den Minecraft-Film angeschaut. Man war der Film peinlich! Müde wie wir waren, versuchten wir dann zu schlafen. Wobei es bei meinem Reiseleiter beim dem Versuch blieb. Viel zu gross für die Economy und mit seiner kaputten Bandscheibe im Nacken, musste ich ihm letzlich aushelfen zumindest eine Position zum Dösen zu finden, indem ich mich auf seinen Schoß setzte und er seinen Kopf auf meinem Kopf abstützte. Und es sollte nicht das letzte Mal sein, dass ich neben meiner Rolle als Kontaktknüpfer, Fotomodell und Kameraauflage auch als Kopfkissen würde herhalten müssen. Aber um ehrlich zu sein: Für eine Reise nach Namibia würde ich (fast) alles tun! |
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Letzte Änderung: 12 Mai 2026 18:51 von Black Lion.
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Kapitel 3: "Pro", wie Profi oder Professionell
Ein weiterer Grund, warum wir nicht schlafen konnten, waren die vielen Turbolenzen über der Sahara und dem Äquator. Und wären die Piloten den Gewitterzellen nicht so geschickt ausgewichen, wären wir bestimmt noch deutlich heftiger durchgeschüttelt worden. rgendwann vor dem Morgengrauen gaben wir das Schlafen dann endgültig auf und schauten uns noch einen weiteren Film an („IF – Imaginary Friend“), bis schließlich auch schon das Frühstück serviert wurde. Dabei habe ich mich auch ein wenig mit meiner Sitznachbarin Kiara aus Windhoek angefreundet. Besonders ihre coolen Kopfhörer hatten es mir angetan. Die Landung am "Hosea Kutako Airport" war dann auch pünktlich um 9:20 Uhr. Und da wir in der letzten Reihe saßen, waren wir auch die Ersten, welche über die hintere Treppe aussteigen konnten. Aus anderen Reiseberichten wussten wir, dass jetzt Eile angesagt war. Also nutzte mein Privat-Träger seine langen Beine voll aus und legte ein ordentliches Tempo vor. Nach einer kurzen Verwirrung in der Ankunftshalle, wo denn nun der Weg zu den Visa-on-Arrival-Schaltern war (ganz rechts in der grossen Halle), waren wir dann tatsächlich die Dritten in der Schlange. Allerdings freuten wir uns etwas zu früh. Der Grenzbeamte an unserem Schalter hatte am vorherigen Sonntagabend offenbar bis tief in die Nacht gefeiert hatte und drohte nun, mit offenen Augen in seiner Kabine einzuschlafen. Gerne hätte ich ihm ja einen Kaffee oder eine Cola angeboten, aber beides gab es ja leider erst nach den Kontrollen. So kamen wir immerhin noch in den Genuss, die sehr laute Ansage der Poilizeichefin mitzuerleben, die allen anwesenden Touristen ausdrücklich einbleute, ja keine Bußgelder direkt an Polizisten zu bezahlen oder gar zu versuchen, diese zu bestechen. Trotz der langen Visa-Prozedur waren wir mit bei den Ersten die zur Gepäckausgabe kamen. Und da unsere auffällig beklebte Reisetasche auch unter den Ersten auf dem Laufband war, konnten wir uns auch gleich am noch nicht überfüllten MTC-Schalter nebenan anstellen. Also noch schnell das grosse "MTC-Touristen-Abzocke-Paket" erworben und schon waren wir wieder online. Wobei... wollten wir nicht eigentlich ein paar Offline-Tage hier in Namibia verbringen? Ein kleinen Scherz erlaubte sich noch die Beamtin beim Zoll, als sie nach meinen Einreisepapieren fragte. Routiniert erklärte ich ihr, dass ich ja offensichtlich zu den Einheimischen gehöre! =^.^= Hinter dem Zoll wurden wir dann auch schon von "Pro", unserem Fahrer von "Safari Car Rental", empfangen und gefragt, ob wir noch irgendwas brauchen. Wir waren tatsächlich die einzigen Gäste, die er vom Flughafen abholen musste, sodass wir nach einem kurzen Abstecher zum ATM (nur südafrikanische Rand) auch gleich losfahren konnten. Wir wollten gerade die Ausfahrschranke vom Parkplatz passieren, als plötzlich das Telefon meines Reiseleiters mit der neuen namibianischen Nummer vibrierte. Etwas irritiert über die ebenfalls auf dem Display angezeigte namibianische Nummer nahm er das Gespräch an - nur um im nächsten Moment schockiert zu erfahren, dass er seinen Reisepass am MTC-Schalter vergessen hatte! Also schnell nochmal zurück in den Flughafen, durch den Scanner, an den MTC-Schalter, wieder durch den Scanner und zurück zu "Pro", welcher geduldig mit mir am Auto wartete. "Oh Mann, geht das schon wieder los!", dachte ich nur und erinnerte mich sogleich an unsere Verluste bei unserer letzten Reise. Das kann ja heiter werden. Mit "Pro" verstanden wir uns sogleich super, so dass die Fahrt zur Autovermietung auch ruhig hätte etwas länger dauern können. Und wie grün es überall war! Das war ja wie bei uns Zuhause im Spät-Fühling! Bei "Safari Car Rental" angekommen wurden wir auch gleich von der Rudelanführerin..., ähm ich meine natürlich Chefin Rike, persönlich begrüßt. Sie erkannte mich sofort (ich muss wohl einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben), so dass auch die Formalitäten für meinen Privat-Chauffeur schnell erledigt waren. Von "Pro" liessen wir uns dann noch die wichtigsten Dinge am Auto zeigen (Wagenheber, Allrad-Zuschaltung, 2. Ersatz-Rad), sowie noch einmal den Dachzelt-Abbau. Recht bald konnten wir dann auch mit dem vorläufigen Einräumen des Fahrzeugs beginnen. Apropos Fahrzeug: Der Toyota Hilux den wir hatten sah mal wieder aus wie neu! Mit nur 66669 km auf dem Tacho und fast neuen Reifen war er mit seiner zusätzlichen Campingausrüstung perfekt für unsere Reise ausgestattet. Als Dank für seine freundliche und kompetente Unterstützung und Einweisung bekam dann "Pro" anstatt eines Trinkgeldes sogar ein kleines verpacktes Geschenk, über das er sich sehr freute. Und auch die erste digitale Kopie meines Fotosbuches von 2024 konnten wir bei "Safari Car Rental" lassen. "Pro" wollte sich unbedingt alle 84 Seiten mal in Ruhe ansehen, anstatt nur schnell durchzublättern. Es dürfte letztendlich so um die Mittagszeit gewesen sein, als wir uns von Rike und Pro verabschiedeten und losfuhren. Unser erstes Ziel war wie immer der Superspar bei der "Maerua Mall" in Windhoek. Über die neue Autobahn war dieser auch sehr schnell zu erreichen. Dort deckten wir uns ein für die ersten Tage, inklusive Notreserven (Cola!!!) und kauften auch ein leckeres Sandwich als Mittagessen. Und danach ging es auch schon quer durch die Stadt zu unserer ersten Unterkunft, dem "Londiningi Guest House". Da es noch früher Nachmittag war, versuchte mein Reiseleiter spontan noch eine Stadtrundfahrt bei "Bwana Tucke-Tucke" zu organisieren. Leider gab es an diesem Tag jedoch keine passende Gruppe, der wir uns hätten anschließen können – und für uns allein war es zu kurzfristig und zu stressig. So entschieden wir uns lieber im Hinterhof vom "Londiningi Guest House" unsere Zimmer zu tauschen (Zimmer 9 statt 6), unsere Sachen zu sortieren und den Hilux richtig einzuräumen. Zimmer 9 hatte den Vorteil, dass wir unseren Toyota direkt neben dem Hintereingang parken und so auch unsere Kühltruhe direkt an eine Steckdose anschliessen konnten. Und vielen Dank an Steffi von "Namibia Click and Travel" für das schöne Notizbuch! Nach einer für meinen Reiseleiter dringend notwenidigen Dusche, gingen wir dann gegen 17:00 Uhr dann auch noch, über einen weiteren Abstecher zum ATM (NAD), zu "Joe's Beerhouse". Ich kann schon irgenwie verstehen, warum dieses Lokal (oder passt eher Schneke?) von vielen Touristen und vielleicht auch Einheimischen so gehypt wird. Und der "Lion's Paw Chocolate Brownie" war ja auch lecker. Aber irgendwie wollte der Funke bei uns nicht so richtig überspringen. Vielleicht auch deswegen, weil wir allein an einem grossen runden Tisch saßen und meinem Reiseleiter der rechte Arm wegen seiner Bandscheibe ordentlich wehtat. Zurück im "Londiningi Guest House" ruhten wir uns noch kurz aus, bevor es um 19:00 Uhr zum Abendessen ging. Da hier alles nach Zimmernummer organisiert war, bekamen wir auch hier wieder unseren eigenen Tisch für uns alleine. Allerdings saßen wir strategisch grünstig beim Wasserspender, so dass die neben uns plazierte "Camelhorse-Safari-Elfer-Truppe" gar nicht daran vorbeikam, ihre erste Löwinnensichtung zu bekommen. =^.^= Aber auch die Kellnerin war total nett zu mir und freute sich darüber in meinem Fotobuch von 2024 ein wenig blättern zu dürfen. Wie vermutet war sie noch nie wirklich aus ihrer Umgebung herausgekommen und wusste daher gar nicht, wie schön ihr eigenes Heimatland eigentlich ist. Viel zu schnell verging der Abend mit dem leckern Abendessen. Aber nach einer schlaflosen Nacht im Flieger waren wir froh uns gegen 21:15 Uhr ins gemütliche Bett kuscheln zu dürfen. Und morgen würde unser Abenteuer mit einer ersten Löwinnensichtung dann richtig losgehen! =^.^= |
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Letzte Änderung: 10 Apr 2026 12:49 von Black Lion. Begründung: Rechts/Links-Schwäche ^^
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Kapitel 4: Löwenfutter
Es war noch dunkel draussen, als ich aufgewacht bin. Zuerst dachte ich ja, dass es zur Freude der Namibianer regnen würde. Aber nach einem kurzen Check auf der rückseitigen Terrasse stellte sich schnell heraus, dass das passelnde Geräusch nur vom Wind in den Bäumen kam. Immer noch etwas müde, habe ich mich nochmals ins gemütliche Bett gekuschelt und mir die ersten Abenteuer unserer Reise herbeigeträumt, während draussen nicht nur die Hunde, sondern auch eine Autoalarmanlage geheult haben. Als es draussen langsam hell wurde sind wir aufgestanden und haben uns das Guest House mal etwas näher angesehen. Dafür das die Anlage fast mitten in der Hauptstadt liegt, ist sie wirklich schön gestaltet. Dabei bekam ich auch die Gelegenheit mich mit meinesgleichen anzufreunden. Wobei die kleine Hauskatze leider etwas schüchtern war. Etwas weniger schüchtern waren dann da schon die Kellnerinnen beim Frühstück. Auch sie schauten sich neugierig mein Fotobuch an und am Ende reichte es auch für ein Gruppenfoto. Fast zeitgleich mit der Reisegruppe, fuhren dann auch wir los in unseren ersten Namibia-Abendteuer-Tag. Unser erster Stopp war die "Klein Windhoek Schlachterei" im Norden von Windhoek in der Albert Wessels Street. Hier wollten wir uns noch mit richtigem Wildfleisch für unsere kommende Braai-Abende am Lagerfeuer versorgen. Während ich auf unser Auto aufpasste ging mein Privat-Chauffeur in den Laden. Und dank meines guten Gehörs konnte ich das Gespräch mit der Verkäuferin mit einem Ohr mitverfolgen. Privat-Chauffeur: "I would like to have 300 Gramm of game meat. Do you have something to sell?" Verkäuferin: "I have to look." *Verkäuferin verschwindet im Hinterraum und kommt nach 5 Minuten mit einem sehr grossen Stück Kudu-Fleisch zurück. Sie legt das Fleisch auf die Waage, welche 1.7kg anzeigt. Verkäuferin: "This is Kudu. Okay?" Privat-Chauffeur: "Sure* Please make me 3 or 4 slices." *Verkäuferin verwindet wieder im Hinterraum und kommt nach weiteren 5 Minuten mit dem selben Fleischstück zurück. Sie legt das zuvor gezeigte aber nun in vier Stücke geteilte Kudu-Fleisch auf die Waage, welche natürlich immer noch 1.7kg anzeigt. Privat-Chauffeur: "A said I would like to have 300-400 gramm for me for braai! This is way too much!" Verkäuferin: "But you said '4 pieces'." Privat-Chauffeur: "I said '4 slices' and 300-400 gramm. Zero dot three kilogramm, you understand? How should I eat alone 1.7kg?! With this I could feed a lion!" *Safari brüllt im Auto* Safari: "Futter für einen Löwen?! Hier! HIIIIER!!!" Zu meinem absoluten Mismut, blieben meine Rufe im Laden jedoch ungehört. Na mein Privat-Chauffeur kann was erleben, wenn er zurück kommt. Ich jage ihm jedenfalls nichts mehr! Als er dann tatsächlich mit nur mit vier winzigen Kudu-Scheibchen zurückkam, schaute ich, wie vermutlich jede beleidigte Katze, ihn mit meinem Hintern nicht mehr an. Ohne ein Wort zu wechseln fuhren wir dann noch kurz an die nächste Shell-Tankstelle, um unser Auto auf 160 Liter Diesel vollzutanken. Jaja, dafür hatte er dann plötzlich Geld... *grumel* Über die Autobahn A1 umfuhren wir das Windhoeker Stadtzentrum und bogen auf die nach süd-westen verlaufende C26 ab. Dort kamen wir nach wenigen Kilometern und hinter einer Müllhalte in eine der Polizei-Kontroll-Stationen, welche es vermutlich an jeder Ausfahrstrasse aus Windhoek gibt. Der von seinen Kollegen am Posten alleine gelassene Polizeitbeamte machte mit seinem Sturmgewehr um die Brust gleich einen ernsten Eindruck. Letztendlich wollte er aber nur den (deutschen!) Führerschein meines Privat-Chauffeur sehen. Da dieser diesen aber noch in der grossen Reisetasche hinten im Canopy hatte, konnte er seinen Führersvhein ersteinmal nicht vorzeigen. Netter weise wollte uns der Polizeitbeamte trotzdem schon weiterfahren lassen. Vermutlich hatte er sofort erkannt, dass mein Privat-Chauffeur einfach nur ein unwissender Tourist ist. Oder aber er dachte sich, dass ich, eine einheimische Löwin, schon würde auf ihn aufpassen. Aber mein Privat-Chauffeur wäre nicht mein Privat-Chauffeur, wenn er nicht pflichtbewusst an der Strassenseite angehalten, den Führerschein aus der Reisetasche geholt und es dem Polizeitbeamten trotzdem gezeigt hätte. Ab da blieb der Führerschein dann auch immer im Geldbeutel in der Hosentasche. Nach ein paar weiteren wenigen Kilometern durch eine schöne hügelige und völlig grüne Landschaft endete die Teerstrasse in einer breiten weiterführenden Schotterpiste. Spätestens jetzt war ich gefühlt richtig in Namibia angekommen. Auf dem nächsten Hügel mit zusätzlich schöner Aus- und Weitsicht, reduzierten wir den Reifendruck auf 1.8 bar und den Blasendruck auf null und schossen ein paar Landschaftsfotos. Über viele Kilometer folgten wir teilweise frisch gekräterten C26 bis hinter der Fram "Göllschau", um dann auf die D1265 in Richtung "Nauchas" und "Spreetshoogte Pass" abzubiegen. Hier hatten wir auch unsere erste unverhoffte Sichtung in Form einer Schildkröte. Von ihr wurden wir auch dezent darauf hingewiesen, wie man in seinem Urlaub in Namibia fahren sollte. Langsaaaaam und entspaaaaannt. Da ich ja kein Löwenfutter erhalten habe, habe ich unterwegs versucht mir selber was zu jagen. (Foto: Safari jagt Rinder) Und ja, ich war verzweifelt! (Foto: Safari jagt Verkehrssünder) Mein ständiges Bitten nach Stopps fiel dann auch irgendwann meinem Privat-Chauffeur auf... Privat-Chauffeur: "Safari, jetzt sag doch mal was mit dir los ist! Dieses Schweigen und ständig diese Stopps." Safari: "Was erwartest du denn von einer halb verhungerten Löwin?!?" Privat-Chauffeur: "Halb verhungert!? Wieso...??" Safari: "DIE EINEINHALB KILO FLEISCH ZUM BEISPIEL, WELCHE DU HAST LIEGEN LASSEN!" Privat-Chauffeur: "Hey, Schrei mich doch nicht gleich so an!" Safari: "SETZ MICH DOCH AUS, WENN ICH DIR NICHT PASSE!" Das hätte ich besser nicht sagen sollen... Wir haben daraufhin tatsächlich angehalten und er hat mich ausgesetzt und ist weggelaufen!!! HILFE!! Arme, ausgehungerte, ausgesetzte Löwin in... weiss jemand wo ich bin??? Auf dem Schild steht irgendwas mit "Nett hier" und "Baden-Württemberg" (Link zum Sticker)! |
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Kapitel 5: Das Herz Namibias
Anmerkung des Privat-Chauffeurs zum letzten Kapitel: Keine Sorge. Safari überdramatisiert nur mal wieder. Ich habe sie natürlich nicht zurückgelassen und bin nur 20m weiter zum Baum mit den Mahaliwebern gelaufen. Also alles halb so wild. Standpauke von Safari: Halb so wild?! HALB SO WILD?! Naja, ich jedenfalls habe solch einen Schock bekommen, so dass ich doch glatt vom Schild gefallen bin! Am Ende haben wir uns dann aber Beide wieder etwas beruhigt und noch weitere Fotos am südlichen Wendekreis gemacht. Kurz vor der Farm "Nouams" durfte ich dann doch nochmals mein Jagdglück versuchen. Und während mein Privat-Fotograf also meine Jagdszene über seine Kamera auf der SD-Karte verewigte, raste plötzlich ein Auto an uns vorbei. Ach, wäre ich doch einfach beim 100-km/h-Schild geblieben... (Foto von Safari beim Achtung-Rinder-Schild) Da dann auch mein Privat-Chauffeur Hunger bekam, sind wir zur nicht mehr weit entfernten Farm "Nouams" gefahren. Und während ich wieder auf unser Auto aufpassen durfte, ist mein Privat-Chauffeur in den kleinen Hof-Laden gegangen. Wirklich was zu Essen hat er aber nicht gefunden. Nur eine Tischdecke als Souvenir, sowie etwas Salz fürs Braai. Also soweit alles völlig unspektakulär. Komisch wurde es für mich aber, als er dann schnell ein paar Fotos auf sein Handy übertragen hat und damit nochmal zurück in den Laden gegangen ist. Was hatte er denn jetzt vor?!? Als er nach kurzer Zeit wiederkam, grinste er wie ein Honigkuchenpferd. Verwundert fragte ich ihn, was denn passiert sei und bekam folgende Geschichte erzählt... Bei seinem Einkauf im Hof-Laden wurde er von einem Mann (dem Farmbesitzer?) angesprochen, was er denn eben an der Strasse fotografiert habe. Ihr erinnert euch an das Auto, dass uns passierte, als ich mich gerade auf die Lauer nach Rindern gelegt hatte? Dieser Mann muss wohl im vorbeifahrenden Auto gewesen und meinen Privat-Fotografen gesehen haben. Mich als gut getarnte Löwin hat er natürlich übersehen. Seine Frage bekam er dann jedenfalls wahrheitsgemäß folgendermaßen beantwortet: Farmbesitzer: "Hi! What did you see back there on the road?" Privat-Fotograf: "I have seen a lion!" Die Beiden haben nur kurz gelacht und meinen Privat-Fotografen vermutlich als unwissenden Tourist abgestempelt. Und der Mann ist dann auch gelassen seiner Wege gegangen, als mein Privat-Fotograf die Sachen bei der Farmbesitzerin bezahlt hat. Doch wer meinen Privat-Fotografen kennt der weiß, dass er sowas nicht auf sich sitzen lassen wollte. Immerhin hatte er ja ein "Beweisfoto"... Als mein Privat-Fotograf dann, nach der Übertragung des obigen Beweisfotos auf sein Handy, zurück in den Laden gegangen ist, um eben zu beweisen, dass er wirklich eine Löwin gesehen hat, ist dann folgendes passiert: Mit einem leichten Grinsen im Gesicht zeigt mein Privat-Fotograf das Foto der Verkäuferin und denkt sich: 'Die erkennt bestimmt gleich, dass ich nicht gelogen, aber trotzdem nur einen Scherz gemacht habe. Immerhin ist Safari ja nur 110cm und keine 240cm gross. Und als eine erfahrene Farmbesitzerin erkennt sie bestimmt auch gleich, dass Safari nur Plüsch-Löwin ist.' Die Farmbesitzerin hingegen dachte: 'Scheisse! Der Mann hat nicht gelogen! Da versteckt sich tatsächlich eine Löwin im Grass! Was mache ich jetzt bloß? MEINE RINDER!! Ich muss sofort meine Rinder irgendwie in Sicherheit bringen! Und einen Jäger muss ich auch gleich organisieren, dass er mir die Löwin einfängt oder zumindest vertreibt! Oh mann! Ich hatte heute doch noch echt andere Probleme zu lösen!!!' Ja, ich konnte es selbst kaum glauben, als mir mein Privat-Fotograf dieses gerade stattgefundene Erlebnis erzählt hat! Sie hat mich tatsächlich für eine ECHTE LÖWIN gehalten!!! Wow! Das hat mich so unglaublich glücklich gemacht! Auch wenn mir die Farmbesitzerin dabei etwas leidtat. =^.^= Nachdem die Farmbesitzerin dann doch etwas zu lange und zu still auf das auf dem Handy angezeigt Foto gestarrt hatte, klärte mein Fotograf die Situation auf. Er zeigte ihr ein anderes Foto von mir und dem "Achtung-Rinder-Schild", wo ich komplett zu sehen war. Und auf diesem Bild hat dann auch sie erkannt, dass von mir gewiss keine Gefahr für sie oder ihre Rinder ausgeht. Und nachdem ihr der Riesen-Stein vom Herzen gefallen ist, hat auch sie gelacht. Ach wie gerne wäre ich direkt mit dabei gewesen. Aber stattdessen bewachte ich aber das Auto und bestaunte den schönen Blumengarten. Unsere weitere Reise führte dann über "Nauchas" auf die D1275, vorbei an "Namibgrens" zum "Spreetshoogte Pass". Vom oberen View Point hat man wirklich eine fantastische Aussicht auf das tiefer gelegene Land. Und für einen Moment hatte ich das Gefühl, bis hinter den Horizont sehen zu können. Doch mein persönlicher Lieblingsplatz lag etwas weiter unten beim tieferen View Point. Denn hier hat es neben einem schönen schattenspendenden Baum... ... auch ein "Gondwana Herz" zum liebhaben. Ich mag dieses Foto. =^.^= Mit Unterstützung der Motorbremse im 2. und 1. Gang, ging es dann die 1000m Höhenmeter die steile Passstrasse hinunter. Die hat immerhin bis zu 22% Gefälle! Das war definitiv nur was für Schwindelfreie wie mich und meinen Privat-Chauffeur. Auf der Tiefebene angekommen, entdeckten wir bei der "Farm Ubib" dann entweder sehr merkwürdige Kühe oder ein verwirrendes "Achtung-Pferde-Warnschild"... Am Ende der D1275 ging es dann links ab auf die C14. Und von hier aus war das bekannte "Solitare" mit seiner berühmten "McGregor's Bakery" und dem von jedem heiß begehrten "Apple Pie" dann auch nicht mehr weit. Natürlich mussten wir hier einen (Tank-)Stopp einlegen und überprüfen, was an den Apfelkuchen-Gerüchten dran ist. Mein Gaumen-Fazit lautet: Schmeckt gut. Aber ich weiß auch, wo ich einen besseren Apfelkuchen bekomme. Viel interessanter waren sowieso die verwirrten Blicke der anderen Touristen und der frechen Spatzen auf mich. =^.^= Ein weiteres Highlight waren für mich die Erdhörnchen. Hier konnte ich meine Anpirschkünste mal so richtig demonstrieren. Ich wette ohne Lockmittel/Futter kommt sonst niemand so nah ran wie ich! Privat-Fotograf: "Doch ich mit meiner Kamera!" Safari: Sehr witzig, mein Lieber. Sehr witzig. Ich lach mich tot... nicht. Ja und dann kam der Traum jedes Hobby-Fotografen in Form jede Menge herumstehender alter und total verrosteter Autos. Kann mir das jemand mal erklären, warum fast jeder Tourist Fotos von den Dingern macht? Wobei mal so auf einem Traktor sitzen war schon mal ganz nett. Bis zur "Ababis Guestfarm", unserem Endziel für den heutigen Tag, war es dann nur noch ein Katzensprung von 14km. Hier wurden wir erst von ein paar Ziegen vor dem Garten und dann von zwei sehr lieben Hunden im Garten begrüßt, bis wir uns schließlich zu Katrin, der hier lebenden Rudelanführerin... ähm ich meine natürlich, Farmbesitzerin, vorarbeiten konnten. Da wir für die kommende Nacht die einzigen Camper waren, konnten wir uns die Campsite aussuchen. Mein Privat-Chauffeur fragte noch kurz, ob er denn schon den Theorieteil des 4x4 Fahrtrainings machen könnte. Da der Fahrtrainer noch unterwegs war, musste dies ganz normal morgen früh stattfinden. Kurz wurden noch die Zeiten fürs Abendessen abgesprochen und schon ging es zu den Campsites. Mit der Campsite Nr.3 suchten wir uns die abgelegenste Campsite heraus. Mein Löwe-Für-Alles ging dann erst mal im urigen Dusch-und-Toilettenhäuschen sich duschen und abkühlen. Dann baute er das Dachzelt auf und ging sich wieder unter der Dusche kurz abkühlen. Dann wurde sich etwas ausgeruht und dann wieder per 5 Sekunden Dusche abgekühlt. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass es an diesem Nachmittag auf Ababis sehr heiß war? Aber mit heißen Temperaturen hatten wir ja gerechnet und diese auch genossen. Weniger genossen haben wir aber die, zwar nicht stechenden aber dafür umso nervigeren Fliegen. Mit denen hatten wir zwar auch gerechnet und ein entsprechendes geruchsintensives Gegenmittel zum Einsprühen gekauft, aber den Fliegen war das anscheinend egal. Die wollten, auf Teufel komm raus, jede Körperöffnung (Ohren, Nase und Mund) genauer inspizieren. Ich war ja zu meinem Glück immun. Als Plüsch-Löwin habe ich ja keinerlei Öffnungen. Aber mein Löwe-Für-Alles war fast nur mit seinen Pfoten am Wedeln und Fliegen verscheuchen. Erst als er schwarze Socken zum Trocknen aufstellte, fanden das einige der Fliegen interessanter... Am Ende war aber alles halb so wild und wir wurden, durch die sich gegen Abend bildenden Quellwolken, mit einem absolut traumhaften Sonnenuntergang belohnt. Was soll ich sagen? Ich strahlte nur so vor Glück! Mein erster richtiger Sundowner! Für 20 Uhr waren wir dann zum Abendessen auf der Veranda des Haupthauses angemeldet. Und fast wären wir zu spät gekommen, da der direkte Fussweg von der Campsite, wohl durch die letzten Wassermassen im "Tsondab" Fluss, an einer kleinen Klippe endete. Im Dunkeln suchte mein Pfadfinder-Löwe mit seiner Stirnlampe einen Ersatzweg und fand diesen zum Glück auch ein paar Meter weiter Flussaufwärts. Das Abendessen selber fand mit Katrin und Uwe, Isabell und Roland (unser 4x4-Fahrlehrer) und allen anderen Gästen plus Praktikant an einem großen Tisch statt. Das Essen selber war nicht nur sehr lecker, sondern auch sehr unterhaltsam! Und das lag nicht nur an den interessanten Gesprächen über Schlangen, Fahrtrainings (Roland saß uns direkt gegenüber) und Kirche, sondern auch an den fünf Geckos die an der Hauswand zwei der riesigen Netzflügler fingen. Das Größenverhältnis zwischen Gecko und Netzflügler war dabei in etwa so, als wenn ich einen ganzen Springbock alleine verspeisen würde. Dem entsprechend war der Gecko nach seiner Mahlzeit wie wir: Völlig satt und fast kugelrund! Zum Glück haben auch die riesigen Netzflügler, wie fast alle fliegenden Insekten denen wir begegnet sind, keine Stacheln. Im Gegenteil waren diese Rieseninsekten sogar so friedlich, so dass erst Roland und dann auch mein Reisebegleiter einen auf den Finger nahm. "Roland, der Netzflügler-Flüsterer" =^.^= Gegen 21:30 Uhr machten wir uns in völliger Dunkelheit dann über den trittsichereren Fahrweg auf den Rückweg zu unserer Campsite. Dabei wurden wir, wegen dem Licht der Stirnlampe, von sehr vielen Netzflüglern "geknuddelt", was für mich eindeutig eine arge Verletzung meiner Privatsphäre darstellte. Eigentlich hatten wir uns so auf die erste Nacht im gemütlichen Dachzelt gefreut. Aber leider machte die leicht verschobene Bandscheibe meines Reisebegleiters ihm hier einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Sobald er sich hinlegte, fing fast der komplette rechte Arm an zu schmerzen. Verzweifelt kletterte er nochmals aus dem Zelt und warf sich eine zweite Schmerztablette ein. Danach muss er sich noch mit ein paar ersten Milchstraßen-Foto-Versuchen abgelenkt haben. Ich hingegen war schon längst im Land der Träume... |
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Letzte Änderung: 18 Apr 2026 00:14 von Black Lion.
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