Im November / Dezember habe ich eine berufliche Auszeit von knapp über 4 Wochen ausgehandelt. Eigentlich wollte ich mindestens 6 Wochen, aber das war nicht realisierbar. Nun war die Frage, wohin es gehen sollte. Afrika war gesetzt, und zwar irgendwo hin, wo Simon nicht hinmöchte. Sansibar war zunächst in der Auswahl, aber dort hätte ich dann 4 Wochen am Pool auf einer Liege verbracht - auch nicht, was ich wirklich wollte. Einige Länder wollte ich auch nicht wirklich alleine bereisen, also kam schnell Namibia ins Spiel. Und zwar der Süden, da Simon Wüstenklima und Hitze nicht wirklich gut verträgt. Mit Hilfe des Forums kam eine Tour zustande, die ca 2 Wochen KTP sowie die Namib Wüste und einen Teil Erongo beinhaltete. Ich hatte beim buchen unglaublich viel Glück: für den KTP habe ich 4 Nächte Grootkolk ergattert, sowie Bitterpan. Dazu die passenden Nächte als Campsite in TR, Nossob und Mata Mata.
Spoiler: Nach einigem Umbuchen, auch noch im KTP, hatte ich letztendlich folgende Tour. Ich habe vor Ort noch Verlängerungsnächte dazugebucht, weil es mir so gut gefallen hat´, und habe alles andere in der Kalahari storniert,
Geplant war insgesamt camping im Dachzelt, ich habe einen CruCam von Bushlore gebucht. Den kannte ich schon aus Botswana und fand das Auto klasse.
29.01
Es geht los, mit Ethiopian über Addis Ababa. Dank Schlaftablette und allgemeiner Müdigkeit schlafe ich nicht nur zwischen Frankfurt und Addis, sondern auch noch einen guten Teil des Fluges nach Windhoek.
Die Übergabe bei Bushlore bekomme ich vor Müdigkeit nur halb mit, ich nehme vorsichtshalber das wichtigste als Video auf.
Ich übernachte in der Arebbush Lodge, ich habe ein Riverside Zelt gebucht. Das Zelt ist sehr ansprechend und gefällt mir gut. Ich habe das Abendessen aufs Zelt bestellt, weil ich zu müde fürs Restaurant bin. Der Salat wird ohne Sauce geliefert, das gegrillte Calamari Steak ist zwar sehr zart und lecker, aber leider nicht gegrillt. Es schwimmt in Öl. Das Gemüse schmeckt wirklich gut. Schade insgesamt, ich hatte mich unglaublich auf das Calamari Steak gefreut. Die Nacht ist dann entsetzlich: es gewittert, dazu ist draußen viel Mopedlärm und lautes Geschrei. Am nächsten Morgen wache ich wie gerädert aus.
30.01
Heute geht es zur Kalahari Anib Lodge. Dort habe ich einen Campingplatz gebucht, um in Ruhe alleine den Zeltaufbau zu testen. Ich fahre kurz in die Grove Mall, um das nötigste für eine Nacht zu kaufen und fahre los. Unterwegs fallen mir die Augen zu; ich merke, dass mein Plan keine gute Idee ist. Laut website hat die Lodge Zimmer frei, und bietet ein Special an. Mit viel lauter Musik im Auto zum wachbleiben komme ich dort an und bitte, meine Buchung zu ändern. Das wäre möglich, aber nur zum Normalpreis. Die Dame an der Rezeption rät mir, über booking zu buchen, dort seien sie manchmal preiswerter. Ich komme mir ein bisschen vor wie im falschen Film….schließlich kommt die Managerin, lässt sich von mir das Special zeigen und bucht das dann auch so ein. Ich habe ein Komfortzimmer mit Blick. Die Anlage an sich ist sehr schön, die Komfortzimmer sind in kleinen Chalets und wirklich ansprechend gemacht. Ich verbringe den Nachmittag mit einem Buch auf der Terrasse. Abends gibt es das Abendessen als Buffet. Die Auswahl war sehr gut, auch geschmacklich war es sehr gut. Die Nacht ist erneut schrecklich: ich habe mich durch die Klimaanlagen erkältet und kann fast nicht schlafen. Medikamente habe ich natürlich keine dabei…….auch hier wache ich völlig übermüdet auf und frage mich, ob ich es wirklich bis zur nächsten Station schaffe oder unterwegs einen zusätzlichen Stopp einlegen muss.