Sonntag, 8.2.2026
Der Tag ist recht schnell erzählt, Fotos gibt's auch keine
Wir finden uns nach einem Frühstück gegen 9 am Parkplatz ein, mit dem Plan, zum Food Lovers Market zu fahren, eventuell gibt's dort ja Wildfleisch. Zudem zur "geheimen" Adresse, an der auch Sonntags angeblich Alkoholika verkauft werden. Dann, so der Plan, auf Richtung Kamanjab, um dort auf Duncans Campsite (ja, die bei Movie House) das erste Feuer zu machen.
Alles eingeräumt, ich drehe den Schlüssel, nichts tut sich. Na, im Ernst?
Ich schaue ungläubig, dreh alles ab, Ganghebel der Automatik ist eh in "P", Lamperln leuchten, aber Motor macht keinen Mucks.
Und das bei einem Landcruiser mit 44.000 Kilometer und seit gestern offenbar neuer Batterie.
OK, da geht nix und bevor wir jetzt mit den Starter-Kabeln herumhantieren (was wir im Kaokoveld dann sicher gemacht hätten) rufe ich nochmal bei Advanced Car Hire an. Dort sind sie bestürzt, wissen ja, dass das selbe Problem gestern schon aufgetreten ist und wollen gleich jemanden schicken. Wir packen die Sesseln aus und machen es uns am Parkplatz gemütlich. Peter meint, er könne ja während der Wartezeit schnell zum "geheimen" Shop fahren, dann wäre das schon erledigt. Gesagt getan, nur hat sein Auto plötzlich das selbe Problem.
Jetzt haben wir zwei Autos mit offenbar leerer Batterie und sitzen zu viert und warten. Wir überlegen noch, ob wir eine der beiden Aufbau-Batterien ausbauen und zum Starten verwenden können, aber schon nach zwei Stunden kommt der Chef persönlich mit zwei komplett neuen Batterien. Er misst auch alles durch, das wäre ihm unerklärlich, die beiden Autos wären die letzten Monate eigentlich laufend unterwegs gewesen ohne jegliche Probleme. Wir sind nicht ganz happy, dass das jetzt das zweite Mal passiert und versuchen der Ursache auf den Grund zu gehen. Die Verbindung zum Aufbau kann's nicht sein, da wäre zu 100% ein Schutz drin, wenn der Motor vorne nicht über 13V liefern würde, wäre die Verbindung nach hinten gekappt.
Einzige Erklärung bei mir wäre, dass die Fahrertüre nicht ganz zu war und ich auch das Auto selbst gar nicht abgesperrt hatte. Da hätte die Alarmanlage dann die ganze Nacht gearbeitet und die Batterie leergesaugt. Bei Peter war's nicht ganz klar, sein Auto war eigentlich zugesperrt.
Meine Vermutung nachträglich war, dass die Alarmanlage einfach den ganzen Motor blockiert hat. Was wir nämlich nicht versucht hatten war, das Auto zuzumachen, mit der Fernbedienung abzusperren, wieder aufzusperren und dann zu starten. Peter meinte jedoch, dass sie jedenfalls seine Batterie gemessen hätten und die wäre leer gewesen, es hätten auch keine Lamperln am Armaturenbrett geleuchtet. Dass der Motor bei mir aber so gar keinen "Zucker" macht, war für mich nicht wirklich verständlich.
Jedenfalls haben wir gegen halb eins wieder zwei funktionstüchtige Fahrzeuge und beratschlagen, wie der restliche Tag aussehen könnte. Zum Glück haben wir aufgrund unserer doch bisschen "aussergewöhnlichen" Route zwei Puffertage, die gar nicht verplant waren und beschließen, den einen jetzt zu nehmen. Wir kämen ohnehin sehr spät zur Campsite, wenn das Problem morgen wieder auftreten würde, wären wir zumindest noch nicht so weit und ein wenig einkaufen wollten wir auch noch, zudem können wir am Montag dann noch unsere Biervorräte aufstocken und das Fleisch von der KWS abholen. Also lauter Vorteile.
Gesagt getan. Nochmal Zimmer reserviert, Zum Foodlovers Market gefahren (kein Wildfleisch), vollgetankt und dann den "geheimen" Bottle-Shop gesucht. Den gab's natürlich, allerdings hatte er auch geschlossen.
Abends die Austern im Roof of Africa getestet, kann ich empfehlen.
In Summe OK, wir haben das Beste draus gemacht. Wenn man einen eher strafferen Zeitplan mit im Sommer gebuchten Unterkünften hat, ist das natürlich ärgerlich. Ich kann's aber gleich hier vorwegnehmen: Wir hatten die gesamte Reise kein Problem mehr mit den Autos. Haben abends die Türen auch immer ordentlich geschlossen und abgesperrt. Also eventuell lag's wirklich daran.
lg Wolfgang