THEMA: Öfter mal was Neues - Kaokoveld Feb. 2026
22 Apr 2026 10:35 #724279
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  • dergnagflow am 22 Apr 2026 10:35
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Hi Lilytrotter,

na, ja, Zeitdruck hatten wir eigentlich keinen. Zu dem Zeitpunkt hatten wir ja noch einen Puffertag in peto, den wir unverplant hatten und jederzeit auch verwenden hätten können. Zudem noch knapp eine Woche Zeit bis zum Rückflug, da hätten wir auch den Rest der Reise entsprechend umplanen können.

Die Karte ist die (elektronische) T4A und ja, auf meiner (älteren, 13/14 :laugh:) Papierkarte ist die Straße von den Plains bis kurz vor Etanga auch unkategorisiert, aber in der (neueren) elektronischen Karte aus 10/22 steht dort halt D3703 (wie auch der Track von Etanga Richtung Norden und dann nach Okangwati). Generell ist's aber ziemlich egal wie die Straße "heisst", wie du schon richtig geschrieben hast, Hauptsache sie ist da und halbwegs befahrbar ;-).

Und bzgl. deinem Zusatz: ich poste ja genau deswegen auch die Karte hinein, damit man sehen kann, wo genau wir gefahren sind. Dann gibt's auch keine Missverständnisse. Für eventuelle T4A Fehler kann ich halt nix.

In der Onlineversion der Karte (map.tracks4africa.co.za/map) ist die übrigens auch so drin:



lg Wolfgang
Letzte Änderung: 22 Apr 2026 10:54 von dergnagflow.
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22 Apr 2026 11:17 #724280
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dergnagflow schrieb:
...
In der Onlineversion der Karte (map.tracks4africa.co.za/map) ist die übrigens auch so drin:



lg Wolfgang

Moin,

nicht nur in der online-Karte, sondern auch in der hier im Forum unter Know-how hinterlegten Version.

Letztlich sollte jeder, der sich im Kaokoveld rumtreiben will, wissen, worauf er sich einlässt und das da auch mal 'schwierigeres Geläuf' dabei sein kann.
Ich finde nicht, dass das seitens Wolfgang verharmlosend rüberkommt. ;)


Gruß
Henning
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22 Apr 2026 11:56 #724283
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Hi nochmal,

lilytrotter schrieb:
Die D 3703 geht von Opuwo über Etanga – Okangwati – Okauwe – Otjitanda. Östl. v. Okangwati hat sie dann allerdings auch einen sehr anspruchsvollen Abschnitt, der zu überwinden ist.

nur zur Sicherheit, nicht dass jemand die D3703 östlich von Okangwati sucht: Die D3703 geht von Opuwo über Etanga – Otjitanda – Okauwe – Okangwati. Und östlich von Otjitanda ist ein anspruchsvoller Abschnitt, wie auch Sue hier beschrieben hat: www.namibia-forum.ch...html?start=66#718109

lg Wolfgang
Letzte Änderung: 22 Apr 2026 11:56 von dergnagflow.
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22 Apr 2026 14:05 #724289
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Freitag, 20.2.2026

Heute haben wir nur eine kurze Fahrt Richtung Khowarib Campsite vor uns, das gibt Gelegenheit, in Opuwo alles aufzustocken, vor allem Sprit und unsere Reifen flicken zu lassen. Daher führt der erste Weg zum Reifenflicker an der Hauptstraße. Dieser ist „Best in Town“, also hoffen wir, dass Peters Reifen ordentlich geflickt werden. Wir werden natürlich auch sofort von zahlreichen Frauen mit Armbänder-Schmuck umringt.





Wir vereinbaren, dass sie in Ruhe arbeiten und wir in der Zwischenzeit Tanken und Einkaufen. Der Spar Supermarkt ist immer noch ageschlossen, bzw. sieht man gar nicht mehr, dass der jemals da war. Aber der OK Food Market auf der gegenüberliegenden Seite hat alles was wir benötigen. Und natürlich noch einiges mehr an Menschen, die gerne säckeweise Maismehl oder andere Dinge von uns wollen. Man muss da mitunter härter Nein sagen, aber in Summe sind alle zwar ein wenig zudringlich aber harmlos.







Wir tanken auch noch voll und machen uns nach einer Stunde auf den Weg zurück zum „Best in Town“ Reifenshop. Dort sind die Reifen erledigt und wir können unsere erneute Fahrt durch Opuwo fortsetzen.







Der Rest der Fahrt ist auf der gut geschobenen Straße relativ bald erledigt, wir wollen gerne dem Camp Steiner noch einen kurzen Beusch abstatten, sehen davon aber aufgrund der extrem schlechten Zufahrt von der C43 ab und drehen schon nach wenigen Minuten wieder um. Es gibt dann noch eine südliche Zufahrt von der C43, aber da ist der „Expeditionsgeist“ schon verschwunden und wir lassen die auch links liegen.







Kurz vor Anabeb passieren wir den Otjomatemba Pass, der auf der Nordseite sogar asphaltiert ist, inklusive einer großen Brücke und massiven Einschnitten in die Berglandschaft. Die Südseite ist dann wieder Gravel, führt aber durch eine bemerkenswerte Schlucht. Wirklich toll, bin da heuer zum ersten Mal überhaupt gefahren.

Wir passieren dann Warmquelle und checken kurze Zeit später in der Khowarib Lodge Campsite ein. Formalitäten sind schnell erledigt, doch bevor wir dann zum Stellplatz fahren (natürlich haben wir jene gewählt, die direkt in die Schlucht schauen), genehmigen wir uns beim Pool noch schnell ein frisches Bier aus dem Fass. Herrlich ist es hier.



Nach dem Dritten fahre ich dann doch das Auto zur Campsite und baue das Zelt auf, bevor ich zurück zu den anderen an die Bar gehe. Wir werden gefragt, ob wir auch etwas essen möchten, es kamen extra aus der Lodge noch eine Köchin und ihre Helferin vorbei. Long story short: die Burger und die weiteren Biere waren wirklich gut. Abends schaute ich dann noch zum Fluss hinunter, der hatte zwar nicht viel, aber dennoch fließendes Wasser. Eine Affenherde am anderen Ufer beschwerte sich lautstark über die Störung.





Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: 160 Kilometer
Fahrtzeit: 2:11.
Tatsächlicher Track: 169 Kilometer
Gesamtzeit: 4:24 Stunden, Zeit in Fahrt: 3:08 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 53,7 km/h
Kosten Campsite: 200 NAD p.P.p.N. (special offer, Normalpreis 350 NAD)

Video des Tages:


Letzte Änderung: 22 Apr 2026 14:17 von dergnagflow.
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07 Mai 2026 13:50 #725030
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Samstag, 21.2.2026

In der Früh setzt leichter Regen ein, aber nur gerade soviel, dass man es so nennen kann. Der Reifenschuster in Opuwo hat sich leider auch nicht wirklich als „Best in Town“ herausgestellt, Peters Reifen ist wieder platt und so muss er zum Frühstück wieder einmal unters Auto.

Da wir beschlossen haben, unseren noch verfügbaren Puffertag heute „aufzubrauchen“ und nur bis in die kleine Serengeti zu fahren (und nicht wie geplant zur Hoada Campsite) haben wir ohnehin Zeit.

So machen wir uns erst gegen 11 Uhr auf, um in die Khowarib Schlucht zu fahren. Wir kennen die bereits und freuen uns auf ein gemütliches Fahren im Flussbett und auf Sand. Allerdings habe ich offenbar die doch etwas mühsame Zufahrt verdrängt, der Fluss führt hier in der Regel Wasser und so muss man die erste Zeit den steinigen 4x4 Trail nehmen. Kurz nach Verlassen der Campsite führt der Trail durch’s (niedrige) Wasser und auf der anderen Seite einen Hang hinauf. Mit Untersetzung und langsamen Fahren eigentlich kein Problem.


Die hinter uns Fahrenden hatten eine andere Sichtweise auf die Dinge…


Zwei relativ tiefe kleine Wannen waren von mir vorab nicht als wirklich bemerkenswert eingeschätzt worden, wir haben beide dann mit Steinen gefüllt wodurch die Auffahrt für Peter deutlich entschärft wurde. Nach dem ersten Einstieg ist der Rest des 4x4 Trails aber ohne größere Vorkommnisse, man kommt durch den doch recht steinigen Trail aber nur langsam voran.







Wo der Trail nahe an den Fluss heranführt, versuchen wir ob wir dort bereits im Flussbett fahren können, entschließen uns aber, dass eine Fahrt im Wasser auch nicht wirklich schneller und einfacher wäre.



Irgendwann ist das Wasser jedoch weg und wir können den Rest der Strecke im Flussbett fahren. Natürlich nicht ohne vorher wieder Luft aus den Reifen gelassen zu haben. Leider sind uns diesmal, bis auf eine Giraffe und eine kleine Antilope, keine Tiersichtungen gewährt.













Die Ausfahrt Richtung Klein Serengeti gestaltet sich dann auch ein wenig tricky weil der Sand ziemlich tief ist (im Video des Tages bei etwa 3:00), ist aber in Summe problemlos zu meistern. Danach geht es durch eine wirklich wunderbare Lanschaft Richtung Südosten. Lange Zeit fährt man auf einer tollen Ebene, auch hier steht das gelbe Gras sehr hoch, leider erweist sich die Ebene aber auch als sehr tierarm.





Wir kommen an einer alten, bereits vollkommen zerstörten ehemaligen Solarpuimp-Anlage mit Wasserbecken vorbei, an der aber ausser einem großen Elefantenschädelknochen nichts mehr an Wasser erinnert.



Anschließend ändert sich die Landschaft wieder und es wird steiniger und hügeliger. Die Geschwindigkeit sinkt wieder mitunter fast auf Schritttempo. Und plötzlich, inmitten dieser sehr hügeligen Landschaft tauchen Giraffen auf. Eine flüchtet in schnellem Schritt den Berg hinauf und verschwindet hinter dem Kamm, zwei andere nehmen uns kaum wahr und bleiben stehen. Schöne Überraschung, in dieser Region hätte ich sie nicht erwartet.







Insgesamt sehen wir sechs Stück bevor wir uns in einem kleinen Flussbett einen Übernachtungsplatz suchen. Auch dort wandert in großer Entfernung nochmal eine Giraffe vorbei. Weit im Osten gehen schwere Regenfälle nieder, zumindest sehen wir sehr sehr dunkle Wolken. Unser Flussbett ist aber Richtung Osten abfallend, die Wolken müssten daher in der Nacht zuerst über uns drüber bevor uns das Wasser gefährlich werden könnte. Wir entschließen uns daher, das kleine Risiko einzugehen, räumen aber abends alles vor dem Auto weg, um im Fall des Falles schnell auf eine Anhöhe fahren zu können.







Im Abendschein sitzen wir dann gemütlich noch beim Feuer, als dann allerdings die bodengebundenen Nachttiere erscheinen, krabbeln wir müde in unser Bett. Interessant, dass wir heute zum ersten Mal auf der gesamten Reise Skorpione gesehen haben.



Fazit: Gut, dass wir unseren Plan, von Khowarib bis zur Hoada Campsite zu fahren, aufgegeben haben, die knapp über 80 Kilometer heute waren durch das großteils sehr langsame Vorankommen anstrengend.

Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: 108 Kilometer (bis Hoada Campsite)
Fahrtzeit: 4:50.
Tatsächlicher Track: 82 Kilometer
Gesamtzeit: 5:40 Stunden, Zeit in Fahrt: 4:26 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 18,4 km/h
Kosten Campsite: –

Video des Tages:


Letzte Änderung: 07 Mai 2026 15:22 von dergnagflow.
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