THEMA: Öfter mal was Neues - Kaokoveld Feb. 2026
20 Mär 2026 14:14 #722535
  • dergnagflow
  • dergnagflows Avatar
  • Beiträge: 2456
  • Dank erhalten: 2260
  • dergnagflow am 20 Mär 2026 14:14
  • dergnagflows Avatar
Donnerstag, 12.2.2026

In der Früh können wir den tollen Vorteil des Platzes länger genießen, es dauert sehr sehr lange, bis die Sonne über den Bergkamm kommt. Wir verlassen ihn dann gegen 10:00 Uhr natürlich genauso wie wir ihn vorgefunden haben und machen uns auf den Weg nach Norden. Schon sehr kurze Zeit später treffen wir auf eine kleine Herde Oryx, na die hätten ja schon zum Frühstück bei uns vorbei marschieren können... ;-)



Auf dem Weg den Sawurogab entlang treffen wir immer wieder auf kleinere und größere Tiere, kurz vor dem Abbiegen zum Fearless Pass läuft eine wirklich sehr große Herde Springböcke plötzlich in der weiten Ebene herum. So viele habe ich in diesen Regionen auch schon sehr lange nicht mehr gesehen. Die Landschaft ist extrem abwechslungsreich, von weiten Ebenen und Flussbetten bis hin zu eher engen Canyons ist da alles dabei.















Der Pass selbst ist kaum als solcher wahrzunehmen, er macht seinem Namen somit alle Ehre. Angst ist hier wirklich fehl am Platz ;-)
Es ist kein Wunder, dass wir den Pass nicht wahrnahmen, wir sind nämlich kurz vorher nach rechts abgebogen und somit gar nicht wirklich über den Pass gefahren ;-).

Ein wenig später kommen wir zu einer Stelle, die ich mühsam aus einem Foto von mir zurückverfolgt habe. Reverse Engineering sozusagen. Feenkeise, umliegende Berge und ein einsamer Baum in einer weiten Ebene. Ein Wahnsinnsplatz für mich, da wollte ich unbedingt wieder hin.









Anschließend statten wir noch dem Signal Hill einen kurzen Besuch ab. Hier sieht man, dass der Platz der Öfteren zum Übernachten verwendet wird. Aber bis auf eine leere Blechdose, die wir natürlich in unseren Müllsack stecken, liegt nichts weiter herum.





Auf dem weiteren Weg den Obias hinunter, funkt mich plötzlich Peter an. "Du hast deine Schubladen verloren...".
Oha. Tatsächlich. Das Aussenfach ist offen, alle drei Schubladen verschwunden. Mist, die Seite habe ich nach dem Stopp beim Signal Hill zwar zugemacht, aber nicht verschlossen. Und offenbar ist dann durch das Gerüttel und Geschüttel der Verschluss aufgegangen. Wir drehen um, finden die erste Lade (die war leer) und wenig später die zweite. Die war mit Bierdosen befüllt. Hm. Wer die namibischen Dosen kennt, weiß, dass das Blech maximal die Stärke eines besseren Papiers hat. 10 von 14 Dosen sind hinüber. Wir packen alles ein und fahren noch weiter zurück, wo Peter uns schon erwartet. Auch in dieser Lade waren Dosen, die bis auf wenige auch alle hinüber sind. Road Toll auf namibisch. Na, ja, wird's ja wieder irgendwo geben. Eine Lade ist zudem extrem verbogen, die dürfte mit der ganzen Ladung genau auf eine Kante gefallen sein.

Wir setzen nach diesem Drama unseren Weg fort und treffen bei der Einfahrt in den Hoanib einen anderen Reisenden, der von einer kleinen Herde Elephanten "gleich rechts im Fluss" erzählt. Die suchen wir natürlich, finden sie aber leider nicht. Daher machen wir uns nach kurzer Zeit in Richtung Osten auf, wo unser Tagesziel, das Elephant Song Camp auf uns wartet.



Das Camp liegt großartig, genau oberhalb des Flusses und bietet eine weite Sicht in Richtung Osten. Die Campsite Nr. 4 liegt genau am nördlichsten Punkt, wodurch man einen wirklich guten Blick hinunter in den Fluss hat. Die Hütten sind zweckmäßig, bieten Schutz vor dem auch hier regelmäßig stark wehenden Wind und haben Dusche, WC und einen überdachten Aufenthaltsraum mit Küchenzeile. Die Preise sind relativ hoch, hier zahlt man durchaus die Aussicht mit. Zwei Arbeiter/Verantwortliche wohnen dort, sie hatten die letzten 3 Wochen "nichts" zu tun, da wir seit 28.1. die ersten Gäste sind.





Im Osten sehen wir den ganzen Abend über heftiges Wetterleuchten, da wir aber nicht einen Donner hören, dürften die Gewitter wirklich sehr weit weg sein.

Kleiner Einschub zum Müll und dessen Mitnahme: Wir haben extra zu diesem Zweck hinten auf unseren Resevereifen einen großen "Müllrucksack", in den wir herumliegenden Müll einsammeln. Generell muss man glücklicherweise sagen, liegt in dieser Gegend sehr sehr wenig herum. Auch die Campsites am Crowtherstrail waren alle sauber (bis auf die eine Hose). Wie Peter schon geschrieben hat, ändert sich das, wenn man näher zu eher bewohnteren Regionen kommt. Rund um Purros (ausser im Canyon) braucht man ned wegen Plastikflaschen stehenbleiben, da wird man nicht fertig. genauso im Aba Huab oder Huab rund um Twyfelfontein oder im Dorf beim Camp Synchro oder gar rund um Opuwo.

Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: 102 Kilometer
Fahrtzeit: 3:22 Stunden
Tatsächlicher Track: 102 Kilometer
Gesamtzeit: 6:15 Stunden, Zeit in Fahrt: 4:31 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 22,6 km/h
Kosten Campsite: 265 NAD pro Person und 290 NAD für die Campsite/Hütte (820 NAD für zwei Personen und Campsite)
Ist es das wert? Ja, für die eine Nacht mit diesem Ausblick war's das.

Letzte Änderung: 29 Mär 2026 12:56 von dergnagflow.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Logi, CuF, fiedlix, mika1606, Kornado, Franleann
26 Mär 2026 12:38 #722909
  • dergnagflow
  • dergnagflows Avatar
  • Beiträge: 2456
  • Dank erhalten: 2260
  • dergnagflow am 20 Mär 2026 14:14
  • dergnagflows Avatar
Freitag, 13.2.2026



Wir genießen die Aussicht noch ein wenig, sind froh, dass die weit entfernten Gewitter das Wasser nicht bis zu uns gebracht haben und machen uns auf den Weg Richtung Westen im Hoanib wo uns kurze Zeit später der Versorgungs-LKW der Lodge entgegen kommt.



Der Fluss besticht heuer wirklich durch seinen Tierreichtum. Ich bin den schon öfter gefahren, kann mich aber nicht erinnern, derart viele unterschiedliche Tiere wahrgenommen zu haben. Nur Giraffen verstecken sich erfolgreich...



















Wir fahren bis zum Ende des Hoanibs zum Amspoort Gorge, da würde ich wirklich einmal gerne dabei sein, wenn der Fluss in voller Breite läuft und sich dann hier durch quetscht.



Die folgenden 35 Kilometer Richtung Norden sind wirklich übel. Die Straße auf zig Fahrspuren verteilt, keine davon auch nur halbwegs befahrbar, wir werden das erste Mal wirklich ordentlich durchgerüttelt. Wellblech überall. Dazu eine wirklich ein wenig eintönige Landschaft (und das sage ich als jemand, der den Crowtherstrail landschaftlich spannend findet!). Ob ich dort nochmal fahren werde, bin ich mir nicht sicher. Ich glaub' es ist schöner, den Sawurogab raufzufahren.

Erst kurz vor der Abzweigung auf den ganz westlichen Track wird der Straßenzustand ein wenig besser. Wir sehen drei einsame Springböcke in dieser wirklich trockenen Region, verpassen dann natürlich auch die Abzweigung und müssen ein Stück zurückfahren.





Landschaftlich wird's auch interessanter. Weite Ebenen wechseln sich wieder mit Hügeln und Bergen samt engen Canyons ab, der einspurige Track ist auch viel weniger befahren und dadurch auch besser in Schuss. Wir beschließen noch einen kurzen Abstecher in den Hoarusib zu machen, um zu sehen, ob und wieviel Wasser noch drin ist (wenig) und machen uns dann auf den Weg Richtung Purros (nicht ohne Abstecher zum Airfield ;-). Der Wartebereich war das letzte Mal auch noch nicht vorhanden.



Dort ist rund um die Manchester Bar erstaunlich viel los. Sehr viele Herero Frauen in ihren typischen Gewändern sind da, zudem auch viele Himbas. Rudimentär erfahren wir, dass es wohl eine "Sitzung" gäbe, bei der alle von weit und breit angereist kamen. Worum's geht, konnten wir nicht wirklich in Erfahrung bringen. Nach dem Aufstocken der Bier-Vorräte machen wir uns auf die Suche nach einem Campingplatz, deren es mittlerweile ja zahlreiche gibt.



Ich will die Canyon-Campsite testen, doch dort angekommen finden wir nur ein einsames Zelt bei der Rezeption, sonst ist niemand anwesend. Wir sehen auch die Campngplätze nirgendwo, nur eine weite ebene Fläche. Kein Schatten, keine Bäume, kein Nichts. Also zurück. Im Community-Camp ist auch niemand anzutreffen, auf dem Areal ist mittlerweile auch eine Lodge gebaut worden mit zahlreichen kleinen Häuschen.

Also fahren wir wieder zur vom letzten Mal bekannten Omenje Camp Site. Die liegt wirklich fantastisch direkt am Fluss mit einem excellenten Blick Richtung Osten.



Hornbills sind natürlich auch da und lassen sich gleich mal auf meiner Motorhaube nieder.



Wir gehen noch ein wenig spazieren und entdecken flussaufwärts noch einige Giraffen bevor wir den wichtigsten Part jedes Tages schweigend genießen.



Facts & Figures:
Geplanter Track laut T4A: 146 Kilometer
Fahrtzeit: 4:57 Stunden
Tatsächlicher Track: 179 Kilometer
Gesamtzeit: 7:52 Stunden, Zeit in Fahrt: 5:58 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 30,1 km/h
Kosten Campsite: 200 NAD p.P.p.N.

Ein paar bewegte Eindrücke vom Hoanib an diesem Tag gibt's auch noch.


Letzte Änderung: 26 Mär 2026 12:41 von dergnagflow.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Logi, CuF, CoM, mika1606, Rockshandy, Kornado, Franleann
27 Mär 2026 12:48 #722960
  • dergnagflow
  • dergnagflows Avatar
  • Beiträge: 2456
  • Dank erhalten: 2260
  • dergnagflow am 20 Mär 2026 14:14
  • dergnagflows Avatar
Samstag, 14.2.2026
In der Früh besucht uns beim Frühstück noch eine Giraffe auf der anderen Uferseite, die ebenfalls ihr Frühstück zu sich nimmt.



Angeblich gibt es irgendwo in der Nähe einen Giraffenriss durch Löwen, die auch Cubs haben sollen. Leider erhalten wir von vielen Einheimischen viele Aussagen, wo der wäre und auch wie alt der schon wäre. Die Angaben reichen von gerade erst vorgestern bis über zwei Wochen. Genaue Angaben, wo der Riss zu finden wäre, sind auch nicht zu erhalten, durch unsere Single-Cabs können wir auch niemanden mitnehmen, selbst wenn, hat sich auch niemand angeboten, uns zu dem Riss zu führen. Ob der Canyon befahrbar wäre, nach dem der Fluss vor einiger Zeit abgegangen ist, konnte uns auch niemand sagen, es wäre seit dem niemand mehr durchgefahren.

Also versuchen wir unser "Glück" und fahren los.





Anders als vor drei Jahren, als wir relativ bald umkehren mussten, können wir dieses Mal den gesamten Canyon durchfahren. Wir sind allerdings tatsächlich die ersten, mitunter sind die Tracks komplett verschwunden und wir müssen neue legen. Es ist zudem der - wie immer ein wenig laufende - Fluss sehr oft zu queren, stellt uns da aber vor keinerlei Probleme. Mitunter sehen wir große, recht frische Spuren von Elephanten und anderen Tieren, diese selbst zeigen sich jedoch leider nicht.



Wir erreichen das Ende des Canyons und fahren zur Lodge hinauf, um im Restaurant einen Rockshandy zu trinken. Leider dieses Mal ohne Erfolg, die Bedienung wird uns höflich aber doch verweigert, das gäbe es nur für Lodgegäste. Hm, seltsam, da letzte Mal ging's noch. Na, ja. Dann nicht. Dann genießen wir doch einfach nur den Blick von oben auf den darunterliegenden Fluss und fahren halt wieder.



Das Weiterfahren verzögert sich dann allerdings dank eines Lochs im Reifen von Peter. Hier helfen die Mitarbeiter dann aber sehr schnell und kompetent.



Nach der Reparatur machen wir uns auf den Rückweg, den wir wieder durch den Canyon machen. Ist dann doch schöner als die Rüttelpiste südlich davon.









Wieder leider ohne Tiersichtung erreichen wir dann Purros wieder und können dort den vorbestellten Diesel tanken. Der Ist mit 35 NAD/Liter zwar wohlfeil, für unsere nächsten Strecken aber alternativlos. Auf der Campsite wurden uns dann zusätzliche 10 Liter angeboten, die dort verlangten 40 NAD konnten dann aber auch auf 35 reduziert werden, da wir diese eigentlich nicht mehr gebraucht hätten.

Abends kommt es dann noch zum "Drohnengate". Peter fliegt über den Fluss Richtung Dorf, als seine App plötzlich ein Update einfordert, ohne Möglichkeit, dieses abzubrechen. Als er schließlich zustimmt, bricht die Verbindung ab und kann nicht mehr hergestellt werden. Nach 15 Minuten Warten ohne dass die Drohne zurück kommt ist klar, die Drohne ist irgendwo hoffentlich gelandet, allerdings haben wir keine Ahnung, wo. Zudem bricht der Abend herein, eine Suche ist nun auch deshalb zwecklos.

Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: –
Fahrtzeit: –
Tatsächlicher Track: 61,4 Kilometer
Gesamtzeit: 6:32 Stunden, Zeit in Fahrt: 3:50 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 16 km/h
Kosten Campsite: wieder 200 NAD p.P.p.N

Wieder ein zusammengeschnittenes Video von diesem Tag:


Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Logi, CuF, mika1606, Kornado, Adwim, Franleann
27 Mär 2026 19:33 #722985
  • BMW
  • BMWs Avatar
  • Beiträge: 1519
  • Dank erhalten: 942
  • BMW am 27 Mär 2026 19:33
  • BMWs Avatar
Guten Abend Wolfgang,

Dein "reverse Engineering" nach der Fearlesspasshöhe ( :laugh: :laugh: ) bzw der einzelne Baum 620 m rechts

der Pad auf der Strecke Richtung Signal Hill ist für mich auch ein Phänomen (Koordiaten 19.05/ 13.14) das mich auch immer

wieder begeistert.....

LG.................BMW
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
28 Mär 2026 14:00 #723028
  • dergnagflow
  • dergnagflows Avatar
  • Beiträge: 2456
  • Dank erhalten: 2260
  • dergnagflow am 20 Mär 2026 14:14
  • dergnagflows Avatar
Hi,
BMW schrieb:
[...] der einzelne Baum 620 m rechts
der Pad auf der Strecke Richtung Signal Hill ist für mich auch ein Phänomen (Koordiaten 19.05/ 13.14) das mich auch immer
wieder begeistert.....

ich hab dieses Foto seit fast 10 Jahren als Desktophintergrund meines PCs daheim:



und dieses auf meinem Laptop:



Und bin dann später zweimal oder dreimal durch die Giribes Plains gefahren und hab danach Ausschau gehalten, aber natürlich ohne Erfolg. Heuer wollte ich es wirklich wissen und habe mir im Vorfeld die alten Tracks auf T4A rausgesucht. Plus die Original Fotos um das Aufnahmedatum und die Uhrzeit herauszufinden. Dann wusste ich ungefähr, wo das sein müsste und hab dann Google Maps mit der Satellitenansicht bemüht, um neben den Plains weitere Regionen mit Feenkreisen und diesem roten Sand zu finden.
War in dem Gewirr mit Flüssen, Bergen etc. ned wirklich einfach zu finden aber man sieht's dann, wenn man weiß wo es ist, ganz gut.
maps.app.goo.gl/PbbsmQwMfvKeDa3d9



Man kommt da von Südwesten, biegt rechts ab und hat dann rechterhand diese weite Ebene mit dem einsamen Baum, den man auf der Satellitenaufnahme auch gut sieht.

Wirklich ein schöner Platz.

Und weil ich's grade auf meinen Tracks sehe: wir haben den Fearless-Pass umfahren :huh: .



Muss den Bericht noch korrigieren.

lg Wolfgang
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Logi, mika1606, Aconcagua, Kornado, Franleann
30 Mär 2026 13:07 #723112
  • dergnagflow
  • dergnagflows Avatar
  • Beiträge: 2456
  • Dank erhalten: 2260
  • dergnagflow am 20 Mär 2026 14:14
  • dergnagflows Avatar
Sonntag, 15.2.2026

In der Früh begrüßen uns wieder zwei Giraffen in der Ferne und Peter macht sich auf, um ein wenig herumzufahren und nach der Drohne zu suchen. Wir stoßen danach auch dazu, aber es ist eher sinnlos in dieser weiten Gegend. Er hat seinen Kontaktmann Riccardo schon informiert, er wird das im Dorf weitergeben und sie werden Ausschau halten.
Kleiner Einschub: sie wurde tatsächlich einige Tage später gefunden und weilt derzeit auf einen Rückflug wartend bereits in Windhoek.

Da wir gestern bereits den Canyon durchfahren sind, nehmen wir heute die D3707 und fahren Richtung Westen. Um den Aussichtshügel Richtung Skeleton Coast zu erreichen, müssen wir ein Stück zurück in den Süden fahren.





Der Hügel selbst ist ein bisschen tricky und steil, aber mit Untersetzung eigentlich schlussendlich recht unkompliziert zu befahren, auch wenn das unsere beiden Mitfahrerinnen nicht ganz so sehen :-).
Oben hat man wirklich eine tolle Aussicht auf die Skeleton Coast im Westen und auch nach Osten ist's spektakulär.









Wir fahren anschließend die sandige Ebene Richtung Norden und müssen bereits vor dem eigentlichen Beginn des NP die Straße verlassen, da hier bereits die Verbotsschilder stehen. Auf der östlich gelegenen Straße finden wir einen gut windgeschützten Übernachtungsplatz, falls hier einmal jemand etwas sucht ;-).





Wir erreichen den Khumib, den wir Richtung Osten befahren. Irgendwie trügt mich hier meine Wahrnehmung komplett, denn ich habe das sichere Gefühl, dass wir stromabwärts fahren. Kann aber eigentlich nicht sein, zumindest wenn man den Karten Glauben schenken mag. Im Fluss selbst spüren wir eine einsame Giraffe auf, bevor wir auf die sehr gut geschobene Pad Richtung Orupembe treffen.



Auf dieser machen wir natürlich Halt an den Steinmännchen, die nicht zu übersehen sind.







Da wir im Vorfeld kaum Informationen über das "Marble Camp" bzw. "House on the Hill" erhalten haben, wollen wir uns das heute anschauen, daher lassen wir das (auch sehr sehr schöne!) Etambura hinter uns und fahren die paar Kilometer weiter. Und es entpuppt sich auch als äusserst empfehlenswert.

Drei Häuser wurden hier errichtet, alle mit großem Aufenthaltsraum mit Küche, Kühlschrank, Gasherd etc, zwei Schlafzimmer und Badezimmer. Mit herrlichem Ausblick Richtung Westen. Strom, Warmwasser, alles mit Solar bzw. PV Anlagen erzeugt. Draussen eine große Terrasse mit Feuerstelle und - ganz neu - eine SAT-Schüssel für WIFI. Die wurde vor einer Woche montiert, die Monteure wären gerade am Weg nach Opuwo, da sie noch etwas besorgen müssen, aber WIFI würde bereits funktionieren. Und tatsächlich, nach fast einer Woche wieder stabiles und flottes Internet eines südafrikanischen Providers. Da sind wir alle vier einmal eine Stunde beschäftigt ;-). Das letzte zuverlässige Internet hatten wir in Palmwag, selbst in Purros ging maximal hie und da einmal eine Whatsapp durch, von anderen Diensten gar nicht zu sprechen.















Man kann sich aussuchen, ob man drinnen schläft (400 NAD p.P.p.N.) oder draussen im Auto und nur die Küche, Bad und Terrasse des Hauses verwendet (160 NAD p.P.p.N. Am Zettel steht zwar 200 NAD Camping, ich bin aber sicher, dass nur 160 bezahlt wurden). Top Empfehlung, vor allem wenn man mal wieder im Internet nach dem Wetter bzw. der Entwicklung schauen möchte oder daheim bekanntgeben, dass man nicht verschollen ist.

Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: 162 Kilometer
Fahrtzeit: 4:40 Stunden
Tatsächlicher Track: 163 Kilometer
Gesamtzeit: 8:03 Stunden, Zeit in Fahrt: 4:10 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 39 km/h
Kosten Campsite: 400 NAD p.P.p.N drinnen, 160 p.P.p.N draussen im Auto

Auch von diesem Tag ein kurzes Video mit verschiedenen Sequenzen (leider erst ab dem Khumib River)


Letzte Änderung: 30 Mär 2026 15:03 von dergnagflow.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Logi, CuF, fiedlix, mika1606, Kornado, NamTraveler, Adwim, Franleann