Mittwoch, 11.2.2026
Wir genießen in der Früh den herrlichen Platz und machen uns gegen 10:00 Uhr auf Richtung Norden. Ursprünglich hatten wir geplant, heute entweder auf der Campsite 8 oder 9 zu bleiben, allerdings hat uns das Wetter bzw. die Berichte gestern in der Lodge nicht ganz gefallen. Im Osten Richtung Etoscha waren in der Nacht schwere Niederschläge vorhergesagt und uns war nicht ganz klar, ob die es eventuell in den Hoanib schaffen könnten. Plan war also in den Hoanib zu schauen und - falls er trocken ist - ihn zu queren und nördlich einen Übernachtungsplatz zu suchen.
Die Fahrt führte durch eine stetig trockener werdende Landschaft, irgendwann waren auch die letzten trockenen Grasbüschel wieder weg. Allerdings säumen den Weg wirklich sehr sehr viele - mitunter auch sehr große - Welwitschias, die wir natürlich entsprechend honorierten.
Wir besuchten auch die Campsites am Weg um ev. für's nächste Mal eine Alternative zu haben, fanden die aber alle relativ "öde".
Campsite 4 ist auf einem Hügel mit wirklich netter Aussicht auf den Crowthers Trail, allerdings extrem exponiert und beim - in der Regel abends ziemlich oft herrschenden starken Wind - mühsam.
Campsite 5 liegt ebenfalls exponiert, direkt neben der Straße. Allerdings könnte man hier deine kleine Abfahrt hinunterfahren und dann an der Abbruchkante Schutz vor dem Wind suchen. Dann hat man halt keine schöne Aussicht mehr.
Campsite 6 liegt auch etwas erhöht, mit schönem Blick Richtung Westen, aber auch ohne jeglichen Schatten und auch bei starkem Wind eventuell ein wenig mühsam.
Campsite 7 haben wir irgendwie nicht gefunden und die Campsite 8 haben wir uns angesehen, die liegt wirklich schön und ist auch ein wenig windgeschützt.
Und gestern gab's bereits einen Vorgriff, dieser Aussichtshügel der auf dem Video zu sehen ist, wurde erst heute "bezwungen"...
Da habe ich mich ein wenig in der Timeline geirrt
Etwa 15 Kilometer vor dem Hoanib tauchte dann eine Giraffe auf, heuer das erste Tier, das wir am CT gesehen hatten. Kurz danach auch noch ein einsamer Springbock, ich gehe davon aus, dass sie beide vom Hoanib aus Richtung Süden gezogen sind.
Wir erreichen den staubtrockenen Hoanib und queren ihn geplanterweise Richtung Sawurogab, wo wir dann ein paar Kilometer später einen zerfetzten Reifen neben dem Track liegen sehen. Diesen bindet Peter an seine vorhandene Bullbar, wir können einfach keinen Mist in diesen Gegenden liegen lassen.
Viel weiter fahren wir dann aber nicht mehr, unter dem einzigen Baum im ganzen Tal beenden wir den Tag und bauen unser Lager auf. Ein wunderbarer Platz.
Ach ja, und auch wenn's schon früh ist, weil die Bergkette so hoch aufragt, SUNDOWNER! Ganz wichtg!
Kurze Frage: Ist schon einmal jemand den Hunkab Richtung Osten in diese Kharokhaob Plains gefahren? Wenn ja, zahlt sich das aus? Ist das landschaftlich lohnenswert und überhaupt gestattet? Ich hab dieses Mal nicht wirklich darauf geachtet, im T4A ist dort kein "No entry" vermerkt...
Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: 93 Kilometer
Fahrtzeit: 3:47 Stunden
Tatsächlicher Track: 100 Kilometer
Gesamtzeit: 7:00 Stunden, Zeit in Fahrt: 4:11 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 24 km/h
Kosten Campsite: 0 NAD