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Dienstag, 17.2.2026
Ein wirklich toller, extrem abwechslungsreicher Tag beginnt aufgrund der geplanten Strecke relativ früh. Bevor wir aber losfahren können, entdeckt Peter erneut einen platten Reifen an seinem Auto. Die Auswechslung ist im tiefen Sand ein wenig schwierig, gelingt aber schlussendlich doch. Abseits davon gehen wir ein wenig auf den Dünen spazieren und können zahlreiche Spuren von nächtlichen Besuchern sehen. Die Auffahrt erweist sich dann doch ein wenig spannender als gedacht, ich brauch' drei Versuche bis ich oben bin, weiß aber nach den zwei gescheiterten sofort woran es gelegen ist. Wenn die GoPro nicht aufgedreht ist, verweigert das Fahrzeug halt brav die Auffahrt, solange, bis ich mich erinnere und sie aufdrehe Wir machen noch einen Abstecher ganz in den Norden zu einer der dort liegenden "Monsterdunes", die wir schon von einer früheren Reise kennen. Auch hier merkt man, dass länger niemand gefahren ist, mit gesperrtem zweiten Gang und entsprechend Gas ist es aber kein Problem. Kurzer Einschub: Die Videos werden offenbar beim Einbinden auf diese Größe verkleinert. Wenn man sie dann auf Vollbild vergrößert, sind sie in der Qualität sehr schlecht. Wer also am PC sitzt mit großem Bildschirm sollte das Video direkt auf Youtube aufmachen. Peter hat erneut das Problem des fehlenden Dieseldurchflusses bei hohen Drehzahlen, anscheinend ist tatsächlich der Filter verstopft. Er schafft es leider nicht und "verhungert" schon im ersten Drittel. Von oben gibt's wirklich eine tolle Aussicht, diesmal ist auch der Wind eher schwach, sodass wir ein wenig verweilen und die Aussicht genießen. Hier sieht man dann auch wie hoch der Hügel eigentlich wirklich ist. Unten links sitzt Peter im Hang. Aber wir haben ja heute noch den Shortcut ins Marienflusstal vor, daher trennen wir uns von der Aussicht und fahren gemeinsam wieder Richtung Süden. Haben wir gestern bei der Fahrt hinauf keinerlei "No entry" Schilder gesehen, kommen wir nun im östlichen bereich doch wieder an den Schildern vorbei. Es gibt sie also doch noch. Dann die nächste Überraschung. Wir müssen eine ziemlich hohe Sanddüne hinunter, anfangs noch nicht ganz so aber am Ende dann wirklich steil. Zum Glück gibt es hier eine Umfahrung, hinauf ist das meiner Meinung nach ein Ding der Unmöglichkeit. Ist im unten verlinkten Video bei ~ 0:40 zu sehen. Unten eine ein wenig arrangierte Knochenparade, die schiere Menge an Überresten lässt uns ein wenig staunen. Wer braucht, hier ist auch ein toller Übernachtungsplatz, windgeschützt durch die umgebenden Felsen. Wir lassen schließlich vorerst den Sand hinter uns und kämpfen uns durch mehr oder weniger grobes Geröll Richtung Shortcut hinunter ins Marienflusstal (auf dem Video unten etwa ab Minute 5). Bis auf eine kurze aber steile Abfahrt ist es fahrtechnisch ganz OK. Im Livebericht hatte ich noch vermerkt: "Bei der zweiten Schlüsselstelle sind wir runter, meiner Meinung nach ist es aber sehr sehr schwer dort rauf zu fahren. Da sind zwei wirklich große Stufen drin. Der direkte Weg ist durch einen großen Fels versperrt (Absicht oder nicht?) der wäre aber auch eher noch schlechter." Muss diese Ansicht mittlerweile aber revidieren, habe ein gutes Video gesehen, wo diese Schlüsselstelle von Ost nach West gefahren wurde. Finde es leider nicht mehr, dürfte ein Oberösterreicher gewesen sein. Hinweise werden gerne entgegen genommen, dann kann ich das hier dazuverlinken. Im Marienflusstal machen wir eine kurze "After-Passhöhe" Bier Pause, bevor wir durch die rote Sandwüste Richtung Kunene aufmachen. Ich mag die Landschaft dort einfach. Am Fluss angekommen, fahren wir bis zur Lodge, die als "Okahirongo River Camp" ausgeschildert ist, liegt sehr toll an einer Flussbiegung, sah aber ein wenig verwaist aus. Auch das Boot, mit dem offenbar Touren auf dem Wasser veranstaltet werden, lag am Trockenen. Hier sind wohl kaum Touristen im Februar anwesend. Wir machen auch noch einen Blick zum Community Camp, finden das aber auch verlassen vor, zudem gibt's nicht viel Schatten und dort wo die Bäume sind, funktioniert das Wasser nicht. Also wird's doch das Camp Synchro. Ich find' das ganz OK, wenn allerdings alle Plätze eventuell auch noch doppelt belegt sind, wird es doch sehr eng. Wir waren die einzigen Gäste dort, es waren zudem viele Einheimische anwesend, weiß nicht, ob die mittlerweile alle dort wohnen. Die Managerin kümmert sich aber um alles, es sah auch nicht verkommen aus. Es gibt einen "Mini" Shop, der mir mit ein wenig Bier aushelfen kann, also alles wunderbar. Facts & Figures Geplanter Track laut T4A: 125 Kilometer Fahrtzeit: 4:20 Stunden Tatsächlicher Track: 138 Kilometer Gesamtzeit: 6:54 Stunden, Zeit in Fahrt: 4:52 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 28,4 km/h Kosten Campsite: 200 NAD p.P.p.N. Wieder ein Video mit verschiedenen Sequenzen des Tages (auf großem Bildschirm direkt in Youtube aufrufen, sonst passt die Qualität nicht!). |
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Mittwoch, 18.2.2026
Heute wird's spannend, einer der Hauptgründe, warum wir hier sind, steht auf dem Programm. Ich habe vor einigen Jahren hier im Forum von LaLeona über eine neue südliche Umfahrung vom Vyn Zyls Pass gelesen. Hatte dann mit Andrew auch direkt Kontakt aufgenommen, er hat mir auch sofort geantwortet und seine gpx Daten geschickt. Er fuhr die Strecke damals in Ost-West Richtung, wir sind heuer umgekehrt unterwegs. 2023, als wir das das erste Mal versuchen wollten, kamen wir wegen diverser Probleme nicht bis nach Camp Synchro, daher stand die Etappe heuer erneut auf dem Plan. Aufrufe hier im Forum oder auch in der 4x4community, ob die Strecke in der Zwischenzeit jemand gefahren wäre, blieben unbeantwortet. Wir wussten nicht wirklich, was uns erwarten würde. Also machen wir uns nach einem Frühstück mit frischem Brot aus dem Camp Synchro auf den Weg. Zuerst wieder zurück durch's Marienflusstal direkt zum Fuße des Van Zyls Passes, wo der Track los geht. Kleine Überreste am Weg von einem, der's nicht geschafft hat Wir erreichen den Fuß des Passes und fahren ein Stück den Berghang Richtung Westen um schließlich in ein Tal einzufahren. Hier sind einige Hütten und auch Rinder zu sehen, der Track ist erkennbar aber es sieht nicht so aus, als würden hier öfter Autos unterwegs sein. Am Ende des Tals ist schließlich ein, in den Fels gebauter, Track zu sehen, der nach oben führt. Nach kurzem Check, ist genau das unser Weg. Schmal aber ausreichend, großteils fester Untergrund mit kleineren Steinen, mache ich mich auf den Weg nach oben. Das (hochformatige) Video kann nicht direkt eingefügt werden, daher hier der Link: https://www.youtube.com/shorts/EuvBVpeMt9s Nachdem dieser erste Aufstieg geschafft ist, führt der Track mehr oder weniger sichtbar durch eine zart grün angehauchte hügelige Landschaft, ohne fahrerisch sehr anspruchsvoll zu sein. Ab und zu gibt's schmälere und breitere Reviere, wo manchmal der Track nicht mehr sichtbar ist, irgendwo in der Ferne sieht man aber immer die Spuren und so fahren wir gemütlich und langsam immer weiter Richtung Osten. Immer im Hinterkopf habend, dass dieser Track auf keinen Karten verzeichnet ist und uns hier möglichst nix passieren sollte. Wir schrecken ein Straussenpärchen auf, dass - wie immer - dann genau vor uns auf den Track entlangläuft und keinerlei Anstalten macht, einfach ein paar Meter links oder rechts abzuzweigen. Am südlichsten Punkt des Tracks machen wir eine kurze Pause und sehen, dass vom kleinen Dorf hinter den Bäumen, zwei junge Mädchen zu uns kommen. Sie sind eher schüchtern, lächeln uns an und kommen auch näher. Kommunikation ist schwierig, das angebotene Wasser lehnen sie dankend ab. Sie setzen sich unter den Baum neben unsere Autos und wir betrachten uns wohl gegenseitig sehr neugierig. Peter macht mit ihrer Zustimmung dann auch ein paar Fotos, die sie auch gleich laut auflachend am Display betrachten. Mich hat die Haarpracht der beiden wirklich fasziniert. Die jüngere (wir hätten sie auf 14 geschätzt), mit den schwarzen festgebundenen, nach vorne ragenden Haaren ist, soweit ich das einmal gelesen habe, noch "single", die ältere (die hätten wir auf 16 geschätzt) mit den typischen roten, mit Lehm versehenen Haaren, dann bereits verheiratet. Ihr kleines Baby hatte sie auch bereits mit. Sehr hübschen Schmuck hatten sie jedenfalls auch. Irgendwann wird's aber für uns Zeit, weiter zu fahren, wir wissen, dass wir noch nicht am Ende sind. So verlassen wir die beiden Mädchen, die im Schatten sitzen bleiben und fahren wieder nordwärts. Der Track geht nun auch wieder stetig bergauf und wie es der Teufel will, funkt Peter, dass sie erneut einen Platten haben. Also erneut auf dem schrägen Untergrund einen Reifen wechseln. Während der Aktion bemerken wir, dass der zweite Reservereifen mit einem Schlüssel versperrt ist. Und keiner der Schlüssel, die wir auf dem Schlüsselbund haben, passt. Bei meinem zweiten Wagenheber fehlt der Hebel, zudem ist offenbar kein Öl drin. Ich nehme einen Reservereifen von mir hinten hinunter, damit wir den bei Peter montieren können, Da kommen wir drauf, dass die Radmuttern nicht passen, weil es sich dabei offenbar um Alufelgen handelt. Na dann suchen wir halt passende Schrauben von den defekten Reserverädern und stecken alles passend zusammen. Als wir fertig sind, bemerken wir einige Himba Buben, die rund 50 Meter von uns entfernt unter einem Baum sitzen und uns nur beiläufig zur Kenntnis nehmen. Egal wir müssen weiter. Haben zwar keinen Zeitdruck, weil wir ohnehin irgendwo am Weg eine Übernachtung eingeplant haben, aber zwei, drei Stunden haben wir noch, die wir ins Weiterkommen investieren können. Der Track wird schließlich enger, steiniger und mühsamer zu befahren. Stetig geht's bergauf, wir kommen nur im Schritttempo voran. Untersetzung ist bereits drin, 4x4 sowieso. Kurz nach einem Stück, bei dem es bergauf ging und ich schon eingestellt war, stetig am Gas zu bleiben und weiter zu fahren, nehme ich eine kurze aber ebene Fläche wahr und entscheide instinktiv stehen zu bleiben, um das vor uns liegende Stück genauer anzusehen. Gute Entscheidung. Wir gehen hinauf, schauen uns den Untergrund an und entscheiden dann, unseren Endgegner gefunden zu haben. Der Track geht ganz oben auf diesem Bild nach rechts weg und führt etwa nochmal so lang bergauf. Zudem ist nur im ersten Viertel einmal rechts und dann links nackter Fels mit gutem Grip, danach sind nur mehr mittelgroße bis große Steine, rundgeschliffen und lose. Wir beraten kurz unsere Alternativen aber hier und in dieser Region macht ein Weiterfahren bergauf keinen Sinn. Wenn hier irgendwas passiert, ist man so in der absoluten Einöde, dass wir mit keinerlei Hilfe rechnen können. Wir sehen, dass am südlichsten Punkt des Tracks, also beim Dorf mit den beiden Mädchen, ein Track Richtung Süden in die Otjiha Plains führt. Das würde uns zumindest ersparen, den ganzen Weg Richtung Marienflusstal zurückzufahren. Gesagt, getan. Wir drehen um und fahren bei den Buben vorbei, die wiederum keinerlei Anstalten machen, sich zu bewegen, passieren das kleine Dorf, in dem sich die Mädchen nicht mehr zeigen und fahren Richtung Süden in eine weite Ebene. Alles im Schritttempo. Der Tag ist schon lang und so beschließen wir, in dieser schönen Ebene unser Nachtlager aufzuschlagen. Facts & Figures Geplanter Track laut T4A: ~80 Kilometer Fahrtzeit: ungewiss. Tatsächlicher Track: 131 Kilometer Gesamtzeit: 8:22 Stunden, Zeit in Fahrt: 6:36 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 19,8 km/h (14,5 km/h wenn man nur den Abschnitt ab dem Westende des Van Zyls Passes bis zum Übernachtungspunkt betrachtet). Kosten Campsite: 0 Hier das Video des Tages. Weil's so lang ist, einige Schlüsselszenen: Anfangs Fahrt durchs Marienflusstal. Ab Minute 1: Einfahrt in das Tal mit Rindern Ab Minute 1:30 Auffahrt erste Schlüsselstelle Ab Minute 7:30: es wird enger... Minute 8:40 this is the end... |
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Letzte Änderung: 07 Apr 2026 14:50 von dergnagflow.
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Donnerstag, 19.2.2026
Wir verlassen unseren schönen Platz nach einer ungestörten Nacht relativ zeitig für uns (gegen 8) um über die Otjiha Plains nach Opuwo zu fahren. Da wir wissen, dass die Strecke über den Pass schon vor einigen Jahren mühsam zu befahren war, wollen wir kein Risiko eingehen, dass es uns anschließend zu spät wird. Da wir ohnehin eine Nacht zwischen Camp Synchro und Opuwo eingeplant hatten, benötigen wir für die gestrige "Aufgabe" der Umfahrung nicht einmal einen eingeplanten Puffertag. Die Strecke führt lange Zeit fahrtechnisch anspruchslos durch auch mit zartem Grünschleier gekennzeichnete Täler, bis man nach Otjihaa den Pass erklimmen muss. Dieser ist durch die vorherige Regensaison mittlerweile extrem ausgewaschen und der Original-Track besteht nur mehr aus einer tiefen Rinne. Rechts daneben ist jedoch bereits ein Bypass sichtbar, der sicherlich schon längere Zeit besteht. Dennoch muss man den Original-Track einige Male queren, mit Low Gear und gesperrtem ersten Gang geht das aber halbwegs brauchbar. Oben angekommen geht's nochmal deftig hinunter und erneut über die endgültige Passhöhe, bevor man wieder an Höhe abbaut und anschließend wieder in der Ebene Richtung Etanga fährt. Man kommt nun bei zahlreichen kleineren und größeren Siedlungen vorbei, uns passiert auch ein kleiner LKW mit zahlreichen Männern hinten auf der Ladefläche, scheint der örtliche Busverkehr zu sein Die gesamte Strecke ist zum großen Teil nur langsam zu befahren, Bis kurz vor Etanga (wo wir kurz anhalten und den 4G Mobilempfang nutzen, um uns nach vier Tagen ohne Netz wieder daheim zu melden) haben wir für 89 Kilometer fast 5 Stunden gebraucht. Von Etanga aus ist die D3703 frisch geschoben und wir genießen es auch mal wieder eine ordentliche Straße unter den Rädern zu haben, auf der man schneller als 30 km/h fahren kann. Wir beschließen, das Tanken, die Reparatur der Räder und das Einkaufen auf morgen zu verschieben und gleich die Kaoko Mopane Lodge Campsite anzusteuern. Irgendwie sind wir nach den letzten Tagen ein wenig geschlaucht und haben morgen ohnehin wenig zu fahren. Gesagt, getan, wir durchqueren Opuwo und checken schon kurze Zeit später, nach einem kleinen Verfahrer dank Google Maps, in der Mopane Lodge ein. Die ist, vor allem nach den letzten Tagen, sehr eng und verwinkelt. Das "Angebot", beide Autos auf einen Stellplatz zu stellen, lehnen wir dankend ab, da wären wir einander laufend auf die Zehen gestiegen. Aber es gibt ein Schwimmbad, das ich sogar nutze, in der Bar gibt's flottes Internet (das es aber nicht bis zum Stellplatz schafft) und kühles Bier. Als Zwischenübernachtungsplatz durchaus brauchbar, wenngleich jetzt nix Aussergewöhnliches. Facts & Figures Geplanter Track laut T4A: – (Strecke war so nicht geplant) Fahrtzeit: ungewiss Tatsächlicher Track: 198 Kilometer Gesamtzeit: 7:36 Stunden, Zeit in Fahrt: 6:24 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 30,9 km/h (dank der guten Straße von Enanga nach Opuwo Kosten Campsite: 300 NAD p.P.p.N. Hier das Video des Tages. |
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Letzte Änderung: 21 Apr 2026 15:12 von dergnagflow.
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Freitag, 20.2.2026
Heute haben wir nur eine kurze Fahrt Richtung Khowarib Campsite vor uns, das gibt Gelegenheit, in Opuwo alles aufzustocken, vor allem Sprit und unsere Reifen flicken zu lassen. Daher führt der erste Weg zum Reifenflicker an der Hauptstraße. Dieser ist „Best in Town“, also hoffen wir, dass Peters Reifen ordentlich geflickt werden. Wir werden natürlich auch sofort von zahlreichen Frauen mit Armbänder-Schmuck umringt. Wir vereinbaren, dass sie in Ruhe arbeiten und wir in der Zwischenzeit Tanken und Einkaufen. Der Spar Supermarkt ist immer noch ageschlossen, bzw. sieht man gar nicht mehr, dass der jemals da war. Aber der OK Food Market auf der gegenüberliegenden Seite hat alles was wir benötigen. Und natürlich noch einiges mehr an Menschen, die gerne säckeweise Maismehl oder andere Dinge von uns wollen. Man muss da mitunter härter Nein sagen, aber in Summe sind alle zwar ein wenig zudringlich aber harmlos. Wir tanken auch noch voll und machen uns nach einer Stunde auf den Weg zurück zum „Best in Town“ Reifenshop. Dort sind die Reifen erledigt und wir können unsere erneute Fahrt durch Opuwo fortsetzen. Der Rest der Fahrt ist auf der gut geschobenen Straße relativ bald erledigt, wir wollen gerne dem Camp Steiner noch einen kurzen Beusch abstatten, sehen davon aber aufgrund der extrem schlechten Zufahrt von der C43 ab und drehen schon nach wenigen Minuten wieder um. Es gibt dann noch eine südliche Zufahrt von der C43, aber da ist der „Expeditionsgeist“ schon verschwunden und wir lassen die auch links liegen. Kurz vor Anabeb passieren wir den Otjomatemba Pass, der auf der Nordseite sogar asphaltiert ist, inklusive einer großen Brücke und massiven Einschnitten in die Berglandschaft. Die Südseite ist dann wieder Gravel, führt aber durch eine bemerkenswerte Schlucht. Wirklich toll, bin da heuer zum ersten Mal überhaupt gefahren. Wir passieren dann Warmquelle und checken kurze Zeit später in der Khowarib Lodge Campsite ein. Formalitäten sind schnell erledigt, doch bevor wir dann zum Stellplatz fahren (natürlich haben wir jene gewählt, die direkt in die Schlucht schauen), genehmigen wir uns beim Pool noch schnell ein frisches Bier aus dem Fass. Herrlich ist es hier. Nach dem Dritten fahre ich dann doch das Auto zur Campsite und baue das Zelt auf, bevor ich zurück zu den anderen an die Bar gehe. Wir werden gefragt, ob wir auch etwas essen möchten, es kamen extra aus der Lodge noch eine Köchin und ihre Helferin vorbei. Long story short: die Burger und die weiteren Biere waren wirklich gut. Abends schaute ich dann noch zum Fluss hinunter, der hatte zwar nicht viel, aber dennoch fließendes Wasser. Eine Affenherde am anderen Ufer beschwerte sich lautstark über die Störung. Facts & Figures Geplanter Track laut T4A: 160 Kilometer Fahrtzeit: 2:11. Tatsächlicher Track: 169 Kilometer Gesamtzeit: 4:24 Stunden, Zeit in Fahrt: 3:08 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 53,7 km/h Kosten Campsite: 200 NAD p.P.p.N. (special offer, Normalpreis 350 NAD) Video des Tages: |
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Letzte Änderung: 22 Apr 2026 14:17 von dergnagflow.
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Samstag, 21.2.2026
In der Früh setzt leichter Regen ein, aber nur gerade soviel, dass man es so nennen kann. Der Reifenschuster in Opuwo hat sich leider auch nicht wirklich als „Best in Town“ herausgestellt, Peters Reifen ist wieder platt und so muss er zum Frühstück wieder einmal unters Auto. Da wir beschlossen haben, unseren noch verfügbaren Puffertag heute „aufzubrauchen“ und nur bis in die kleine Serengeti zu fahren (und nicht wie geplant zur Hoada Campsite) haben wir ohnehin Zeit. So machen wir uns erst gegen 11 Uhr auf, um in die Khowarib Schlucht zu fahren. Wir kennen die bereits und freuen uns auf ein gemütliches Fahren im Flussbett und auf Sand. Allerdings habe ich offenbar die doch etwas mühsame Zufahrt verdrängt, der Fluss führt hier in der Regel Wasser und so muss man die erste Zeit den steinigen 4x4 Trail nehmen. Kurz nach Verlassen der Campsite führt der Trail durch’s (niedrige) Wasser und auf der anderen Seite einen Hang hinauf. Mit Untersetzung und langsamen Fahren eigentlich kein Problem. Die hinter uns Fahrenden hatten eine andere Sichtweise auf die Dinge… Zwei relativ tiefe kleine Wannen waren von mir vorab nicht als wirklich bemerkenswert eingeschätzt worden, wir haben beide dann mit Steinen gefüllt wodurch die Auffahrt für Peter deutlich entschärft wurde. Nach dem ersten Einstieg ist der Rest des 4x4 Trails aber ohne größere Vorkommnisse, man kommt durch den doch recht steinigen Trail aber nur langsam voran. Wo der Trail nahe an den Fluss heranführt, versuchen wir ob wir dort bereits im Flussbett fahren können, entschließen uns aber, dass eine Fahrt im Wasser auch nicht wirklich schneller und einfacher wäre. Irgendwann ist das Wasser jedoch weg und wir können den Rest der Strecke im Flussbett fahren. Natürlich nicht ohne vorher wieder Luft aus den Reifen gelassen zu haben. Leider sind uns diesmal, bis auf eine Giraffe und eine kleine Antilope, keine Tiersichtungen gewährt. Die Ausfahrt Richtung Klein Serengeti gestaltet sich dann auch ein wenig tricky weil der Sand ziemlich tief ist (im Video des Tages bei etwa 3:00), ist aber in Summe problemlos zu meistern. Danach geht es durch eine wirklich wunderbare Lanschaft Richtung Südosten. Lange Zeit fährt man auf einer tollen Ebene, auch hier steht das gelbe Gras sehr hoch, leider erweist sich die Ebene aber auch als sehr tierarm. Wir kommen an einer alten, bereits vollkommen zerstörten ehemaligen Solarpuimp-Anlage mit Wasserbecken vorbei, an der aber ausser einem großen Elefantenschädelknochen nichts mehr an Wasser erinnert. Anschließend ändert sich die Landschaft wieder und es wird steiniger und hügeliger. Die Geschwindigkeit sinkt wieder mitunter fast auf Schritttempo. Und plötzlich, inmitten dieser sehr hügeligen Landschaft tauchen Giraffen auf. Eine flüchtet in schnellem Schritt den Berg hinauf und verschwindet hinter dem Kamm, zwei andere nehmen uns kaum wahr und bleiben stehen. Schöne Überraschung, in dieser Region hätte ich sie nicht erwartet. Insgesamt sehen wir sechs Stück bevor wir uns in einem kleinen Flussbett einen Übernachtungsplatz suchen. Auch dort wandert in großer Entfernung nochmal eine Giraffe vorbei. Weit im Osten gehen schwere Regenfälle nieder, zumindest sehen wir sehr sehr dunkle Wolken. Unser Flussbett ist aber Richtung Osten abfallend, die Wolken müssten daher in der Nacht zuerst über uns drüber bevor uns das Wasser gefährlich werden könnte. Wir entschließen uns daher, das kleine Risiko einzugehen, räumen aber abends alles vor dem Auto weg, um im Fall des Falles schnell auf eine Anhöhe fahren zu können. Im Abendschein sitzen wir dann gemütlich noch beim Feuer, als dann allerdings die bodengebundenen Nachttiere erscheinen, krabbeln wir müde in unser Bett. Interessant, dass wir heute zum ersten Mal auf der gesamten Reise Skorpione gesehen haben. Fazit: Gut, dass wir unseren Plan, von Khowarib bis zur Hoada Campsite zu fahren, aufgegeben haben, die knapp über 80 Kilometer heute waren durch das großteils sehr langsame Vorankommen anstrengend. Facts & Figures Geplanter Track laut T4A: 108 Kilometer (bis Hoada Campsite) Fahrtzeit: 4:50. Tatsächlicher Track: 82 Kilometer Gesamtzeit: 5:40 Stunden, Zeit in Fahrt: 4:26 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 18,4 km/h Kosten Campsite: – Video des Tages: |
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Letzte Änderung: 07 Mai 2026 15:22 von dergnagflow.
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