Hallo liebe Formis,
ich bin seit einiger Zeit wieder daheim und schön langsam "finde ich auch wieder zurück ..."
Stunden um Stunden sitze ich an meinen Fotos und ärgere mich mit Übertragungsfehlern und Konvertierungshürden herum

, aber schön langsam schaffe ich einen Reisebericht.
Ich gestehe - der Süden Namibias und der KTP haben es mir angetan. Immer wieder zieht es mich auf die gleiche Tour, jedesmal entdecke ich neue Routen, neue Unterkünfte und Camps, mache neue Erfahrungen und Entdeckungen und lerne viele nette Menschen kennen.
Diesmal bin ich vom 1. Jänner bis 13. Feber unterwegs. 3 Wochen mit meiner Nichte, weitere 3 Wochen allein.
Über die Einreise habe ich schon im Thread über das eVisum berichtet. Nochmal in aller Kürze: Wir haben eVoA, sind auch relativ rasch im Flughafengebäude und weit vorne. Bis das Leitsystem geändert wird und wir plötzlich weit hinten warten. Touristen ohne eVoA bekommen ein Formular in die Hand gedrückt und einen eigenen Schalter. Neiderfüllt blicken wir aus der Schlange auf die rasche Abfertigung an diesem Schalter, bis ... ja, bis auch dort wieder das Leitsystem geändert wird und nun alle in einer Schlange anstehen. Manche Bearbeitungen dauern 15 (!!!) Minuten pro Person. Aber: Mittlerweile weiß ich, dass man an Ankunftstagen einfach Geduld und Gelassenheit mitbringen muss. Nach 1 3/4 Stunden kommen auch wir an die Reihe.
Die Bearbeitung dauert lange, die Beamtin prüft intensiv und langsam. Endlich halte ich meinen Pass in der Hand, will schon weitergehen, schaue aber zur Sicherheit noch auf das Gültigkeitsdatum des Stempels. Da steht doch tatsächlich 31. Jänner. Unfassbar. Das ist mir nun schon zum zweiten Mal passiert, dass ein falschen, noch dazu viel zu frühes, Datum im Pass eingetragen wird. Ich reklamiere das und die Beamtin streicht den ersten Eintrag einfach durch. Sie schreibt dann 31. Februar (!), streicht wieder durch und schreibt schließlich 31. März rein (ob das im Zweifelsfall anerkannt wird???). Also: Kontrolliert auf jeden Fall, ob alles richtig eingetragen wurde. Verlasst euch nicht darauf, dass es ohnehin im eVoA steht und euch automatisch die ganzen 3 Monate eingetragen werden.
Geldwechseln und Sim-Karte besorgen geht wie üblich rasch, die netten Damen bei MTC erledigen mir den Tausch und die Aufladung, ich bekomme alles sozusagen "startbereit".
Schon aus dem Flugzeug sah ich, dass diesmal einiges anders ist als gewohnt. So habe ich das Land noch nie gesehen. Da es in den letzten Wochen und Monaten in und um Windhoek sehr viel geregnet hat, ist das ansonsten ausgetrocknete Land nun grün und voller Blüten.
Den ersten Tag und die ersten Nacht verbringe ich immer in Windhoek. Diesmal will ich einige Geschäfte im Zentrum besuchen. Außerdem werden ich 6 Wochen als Selbstversorgerin unterwegs sein, da kann es zum Start durchaus mal ein Hotel sein, das zentral gelegen ist. Und ein feines Abendessen im Cape Town Fishmarket. Die Austern waren köstlich.
Zurück im Hotel bewundern wir den Vollmond von der Dachterrasse aus, unten auf der Straße blinkt und leuchtet noch die Weihnachtsbeleuchtung.
Im Zimmer erleben wir eine unliebsame Überraschung: Die Klimaanlage lässt sich nicht einschalten. Es herrscht Saunatemperatur. Ein junger Mann aus der Technikabteilung steht dem Problem mit gerunzelter Stirn ratlos gegenüber. Seine zündende Idee: Im Schrank versteckt ist ein Sicherungskasten. Hauptsicherung einmal aus und wieder eingeschaltet und plötzlich bläst wieder kühle Luft durch den Raum. Der junge Mann verabschiedet sich rasch und sichtlich erleichtert.
Beim Schlafengehen die nächste Überraschung: Das Licht im Vorraum verhält sich gegenteilig zur Klimaanlage, es lässt sich nicht ausschalten. Da ich nun weiß, wo der Sicherungskasten ist, lege ich selbst Hand an und den Stromkreis des Vorzimmers lahm. Man muss sich nur zu helfen wissen
Schönen Sonntag noch allerseits
Solitaire