Tag 5
Deadvlei und Fahrt nach Swakopmund
Manche Urlauber sind für mich unbegreiflich. Zu nachtschlafender Stunde (ca. 03:30 Uhr) höre ich das Piepsen des Nachbarautos. Dieses Geräusch wiederholt sich nun im ca. 10min Takt begleitet von Aufräum-, Abbau- und sonstigen Geräuschen. Ab ca. 4:30 herrscht wieder etwas Ruhe, bis die nächsten mit dem Herum- und Aufräumen beginnen.
Unsere Nachbarn stehen nun (seit ca. 4:50) an Ihrem Fahrzeug wartend abfahrbereit zum Sossusvlei (wie kann man nur ein solch schlechtes Zeitmanagement haben?). Toröffnung ist um 5:30 Uhr, wieso steh man so bald auf und stört die Nachtruhe? OK, im gesamten Urlaub haben wir uns mehrfach über andere Touristen gewundert (vielleicht umgekehrt genauso).
Unsere Stimmung liegt auf einer Skala von 1 -10 bei -2
Nachdem der Platz um 5:30 wie leergefegt war, und wir nun noch etwas die Ruhe genießen konnten, begannen wir um kurz vor 6:00 Uhr den Abbau und fuhren gemütlich, ohne anderen Verkehr, vor der anderen Toröffnung, Richtung Deadvlei. Die Stimmung steigt wieder
Hier muss zugegeben werden das ich, nur auf Grund von den Bildern und Kommentaren keine besondere Vorstellung oder Erwartung an das Deadvlei hatte (tatsächlich hatte ich zwischendurch sogar die Überlegung dies auszulassen, eine krasse Fehleinschätzung). Es handelt sich wirklich um eine super Landschaft.
Es war wenig Los und so haben wir die Stimmung ein wenig eingefangen.
Damit war unser Besuch auch schon beendet und wir machten uns gegen 9:00 Uhr auf den Weg Richtung Swakopmund.
Nachdem wir wieder auf die C19 abgebogen sind, drehte sich unser Gespräch um die unwirtliche Umgebung und das hier ja wohl keine großen Tiere eine Überlebenschance hätte, und wenige Minuten später sehen wir eine Giraffe, damit haben wir nicht im Entferntesten gerechnet.
Auf Grund der vielen Berichte musste selbstverständlich auch ein Stopp in Solitaire für einen Apfelkuchen eingelegt werden. Ehrlich, ja, es ist ein Stück Kuchen, ab das war es schon, nichts Besonderes, da hat uns der Apfel-Kuchen aus dem Shoprite in Rehoboth besser geschmeckt.
Bereitwillig teilte ich mein Stück daher mit einer gerade kennengelernten Freundin.
Schnell noch ein Sandwich für die Fahrt kaufen, Sanitäre Anlage suchen, Tanken und weiter geht’s.
Einerseits zieht sich die Strecke wie Kaugummi, andererseits fasziniert einfach die Landschaft mit der sich ständig ändernden Vegetation:
Zwischendurch wird das Sandwich verspeist.
Endlich erreichen wir gegen 17:45 Uhr unser Ziel, das Hansa Hotel
Nachdem wir doch etwas müde sind, haben wir keine Lust mehr lange nach einem Restaurant zu suchen und entscheiden uns im Hotel zu Essen, eine hervorragende Wahl
Zwiebelsuppe
Springbokrücken
Surf and Turf
und zu guter Letzt, Crepe Suzette frisch am Tisch zubereitet
In der Bar muss, natürlich, der Hansa Kaffee getestet werden, alleine das Zeremoniell der Zubereitung begeistert schon und dann der Geschmack, wow, ist der Gut (hat auch ein paar Umdrehungen).
Diesen lassen wir uns schmecken, spülen aber sicherheitshalber mit einem kühlen Gin Tonic nach und freuen uns auf eine ruhige Nacht
Matthias