Fortsetzung:
Mittwoch, 01.10.2025
Palmwag Lodge Campsite – Irgendwo Crowther’s Trail
Strecke 106 km, FZ 4:54 h, Pause 4:29 h, Ø 21,5 km/h
Wir fahren ohne Frühstück morgens los, wollen dann an einem schönen Platz Kaffee kochen. Unser Kelly Kettle Chef Steffen hat die dazu notwendigen Holzstückchen schon gesammelt. Schon die ersten Kilometer lassen sich gut an. Noch nicht in den Trail eingebogen sichten wir die ersten Zebras.
Der erste Teil der Crowther’s Trail ist zwar sehr steinig, eine kleine Abfahrt vor dem Kawakab Flussbett, aber nicht besonders anspruchsvoll und gut zu befahren.
Danach zum ersten Mal das, was wir uns für diese Tour vorgestellt haben. Eine weite Landschaft mit gelbem Gras und großer Einsamkeit.
Den geeigneten Frühstucksplatz finden wir nach 1,5 Std. Fahrt dann am Barab-Aub Confluence Viewpoint. Dieser Platz mit der herrlichen Aussicht ist wie geschaffen für ein gemeinsames Frühstück.
Gugge ma mol (saarländisch für: Schauen wir uns einmal um)
Links: Eijo gudd (i.O.)
Rechts: Aah gudd (auch i. O.)
Nemme ma (der Platz ist zu unserer Zufriedenheit, wir werden uns hier niederlassen. Man beachte mit wie vielen Worten der Saarländer etwas großes zusammenfassen kann
Do hugge ma jetzt, ausser demm, der wo jetzt es Bild mache muss.
Ende des kurzen umgangssprachlichen Ausfluges
Noch ein paar Bilder zu diesem schönen Abschnitt des Trails
Kurz darauf sehen wir unsere erste Welwitschia Mirabilis (obwohl dieses Exemplar weniger mirabel ist).
Die Landschaft wird jetzt zusehends steiniger
Um die Mittagszeit erreichen wir dann die Xai-Ais Quelle. Hier ist nichts los.
Später erreichen wir dann eine schöne Aussicht auf den Hobob River
Danach wechselt dann die Landschaft komplett. Aus gelber Grasprärie wird eine steinige Mondlandschaft. Wir legen noch einmal eine Pause ein.
Auf dem weiteren Weg entdecken wir eine Giraffe,
Und ein Namaqua Sandgrouse Pärchen
Es läuft sehr gut, so dass wir das für die Übernachtung vorgesehene Theuns Camp liegen lassen und mal schauen wollen, wie weit wir heute noch kommen werden. Eventuell noch bis Blackridge. Wir schaffen es noch bis ca. 7 km vor den Hunkab, finden aber keinen windgeschützten Platz mehr und schlagen unser Nachtlager an einem einsamen Baum auf, versuchen einen Wagen als Windschutz aufzustellen.
Es ist angeraten, immer eine den Witterungsbedingungen angemessene Kopfbedeckung zu tragen!
Peter bemerkt, dass sein linker Hinterreifen Luft verliert, schnell wird noch das Rad gewechselt, danach die Schadstelle lokalisiert und repariert. Da wir nicht wissen ob die Reparaturstelle hält, bleibt erst einmal das Ersatzrad drauf.
Nach dem Essen, Boerewors, Hähnchen und Kerschdcher (saarländisch für Bratkartoffeln), sitzen wir dann dick vermummt wie Hühner auf der Stange vor Steffens Wagen im vermeintlichen Windschatten. Es geht ein starker kalter Wind. Um viertel nach Acht haben wir dann genug gefroren und verziehen uns in unsere Kajüten.
Fortsetzung folgt....