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- Campingreise: eine Familie und viel Wasser
06 Aug 2025 20:54
#710955
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Hallo Leonie, ich melde mich auch offiziell als Mitfahrerin an und freue mich auf die Reise!
Vielen Dank und liebe Grüsse, Caroline |
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2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung
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07 Aug 2025 22:34
#711010
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Hallo Martin und Caroline
Ich freue mich über euer Interesse. Für unsere nächste Etappe könnt ihr schon mal Spaten und Fernglas bereithalten. An Alle: Mein Reisebericht wird nicht all zu ausführlich. Das würde sonst bei einer so langen Reise einen ewig langen Bericht geben. Aber wenn jemand zu einer Unterkunft, Aktivität oder Strecke mehr wissen möchte, könnt ihr mir sehr gerne schreiben. Herzlich, Leonie |
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07 Aug 2025 23:04
#711011
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13.3. Auto ausbuddeln und erste Safari-Erfahrung
Früh raus wollen wir heute nicht. Deshalb ist klar, dass wir erst einen Nachmittags-Gamedrive im KTP machen werden. Wir haben eine kurze Fahrstrecke, deshalb bleibt uns noch viel Zeit. Wir entscheiden uns, unser Auto (und uns) auf einem kleinen Teil der 4x4-Strecke der Kalahari Game Lodge zu testen. Es macht unglaublich Spass über die kleinen Kalahari-Dünen zu fahren. Bei einer steilen Düne bleiben wir dann beim zweiten Anlauf tatsächlich stecken. (Wir bemerken erst später, dass wegen eines Bedienungsfehlers der 4x4-Low-Gang gar nicht drin war. Kurz vor Mata-Mata wollen wir unsere Vorräte beim Farm Stall Sitzas (Tipp aus dem Forum) aufstocken. Aktuell ist wenig da. Aber wir bestellen Brot für in 2 Tagen und dann sollte es auch wieder viel Fleisch haben. Der Grenzübergang klappt problemlos, wenn auch etwas kompliziert und langwierig. Holz müssen wir dalassen, Gemüse/Früchte haben wir weggeräumt, scheint aber niemanden zu interessieren. Dann suchen wir uns einen schönen Platz auf dem Mata Mata Camping. Wir sind positiv überrascht vom Camping. Er ist zwar nicht besonders hübsch, es hat aber Schattenbäume und die sanitären Anlagen sind sehr gut. Wir essen was und spielen, bevor wir zu unserem ersten Gamedrive aufbrechen. Wir sind richtig aufgeregt! Zu sehen kriegen wir aber anfänglich nicht viel. Die Landschaft ist deutlich grüner, als wir es erwartet hätten. Dann treffen wir auf einen schlafenden Löwen gleich neben der Strasse (und viele Autos darum herum)! Er sieht leider krank oder alt aus. Trotzdem: wir sind begeistert, unser erster Löwe! Je später es wird desto mehr Tiere sehen wir: Gnu, Kuhantilope, Oryx, Strauss,… Zum krönenden Abschluss beobachten wir in der Ferne ein paar spielende Löffelhunde. Die Lichtverhältnisse lassen aber kein gutes Foto mehr zu. Solche Taussendfüssler hat es am Abend einige auf dem Camping. Faszinierende Tiere! 14.3. ein Löwe und wir im grünen KTP Wir wollen früh los für möglichst hohes Sichtungsglück in den kühlen Morgenstunden. Als der Wecker klingelt, regnet es. Und das in der Wüste, unglaublich! Wir warten noch etwas ab und bis wir aus den Zelten kriechen, hat der Regen aufgehört. Es ist das erste Mal, dass wir am Morgen so schnell wie möglich loswollen. Im Laufe der Zeit werden wir unser Tempo bezüglich zusammenräumen und einpacken noch steigern können. Wir fahren durch die wunderschöne Kalahari im Morgenlicht. Nach kurzer Zeit sehen wir etwas über die Ebene gehen. Wir halten den Atem an. Uns kommt tatsächlich ein Löwe entgegen! Der Löwe und wir sind ganz allein! Er läuft hinter uns der Strasse entlang und verschwindet dann auf der anderen Seite. Eine tolle Sichtung! Wir sind heute Morgen ohne Frühstück los. Dafür halten wir an einem Wasserloch und essen unser Frühstück gemütlich im Auto. Das werden wir auf der Reise noch ein paar mal so machen, hat sich bewährt. Neben vielen anderen Sichtungen an diesem Tag, ist sicher der Leopard erwähnenswert. Es stehen bereits viele Autos auf der Strasse und zeigen uns, wo der Leopard genau liegt. Sehen können wir nur Schwanz und Rücken, aber das ganz nah. Wir fahren relativ gemütlich, aber ohne Stopp bis Twee Rivieren. Dort machen wir Mittagspause auf der schönen Day visitor area. Der Camping sieht unserer Ansicht nach schrecklich aus. Nach ausgiebiger Pause machen wir uns auf den Rückweg. Auch auf dem Rückweg haben wir viele schöne Tierbegegnungen. Fast keine an den Wasserlöchern, aber dafür immer mal wieder unterwegs. Der Weg Mata Mata - Twee Rivieren - Mata Mata an einem Tag zu fahren, ist sicherlich anstrengend, aber machbar. Wir haben hier für unsere Safari-Fahrten eingeführt, dass wir ein gemeinsames Höhrspiel/-buch hören. Das ist spannend genug, damit alle lange Fahrten durchhalten, wir können gut gleichzeitig rausschauen, uns gegenseitig auf Sichtungen aufmerksam machen und wir Eltern können zentral aus und wieder einschalten. Das hat sich sehr bewährt. Mit den Kopfhörern geht das nicht gleich gut. Die Idee hatte ich auch aus dem Forum, danke! |
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09 Aug 2025 14:46
#711071
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15.3. Mittagspause in einer Oase und Scherenschnittbilder am Abend
Der Abstecher zum KTP war kurz. Wir finden es schade, aber zum Glück nicht weiter schlimm. Unser Ziel war es, bereits am Anfang unserer Reise, etwas Safari-Luft zu schnuppern, bis es dann in einem Monat im Etosha weitergeht. Wir sind überglücklich über unsere Sichtungen. Nach dem erneut problemlosen und unfreundlichen Grenzübergang (wir konnten unser Holz wieder mitnehmen), holen wir das vorbestellte Brot im Farm Stall ab und kaufen unglaublich günstiges Lammfleisch. Wir kürzen den Weg nach Koes über die D511 ab, was uns extrem gut gefällt. Eine sehr schöne Dünenstrasse! Im Moer Toe Coffee Shop (Tipp aus dem Forum!) finden wir eine Oase für den Mittagshalt. Wir lassen uns verköstigen und lernen im Gespräch mit dem Gastgeber wieder einiges über das Leben in Namibia. Dann machen wir uns auf zum Onkel des Kaffee-Besitzers, zum Mesosaurus Fossil Camp. Dort wählen wir die Campsite unter dem grossen Vogelnest aus. Die einfache Anlage gefällt uns extrem gut! Die sanitären Anlagen sind sehr basic, aber das macht uns nichts. Neben uns sind zwei weitere Plätze besetzt. Am Nachmittag wollen wir unbedingt die Tour mit dem Besitzer Gil machen. Wir richten ihm einen Gruss von seinem Neffen (aus dem Kaffee) aus und schon kommt er ins Erzählen. Er zeigt uns seine Farm mit vielen Köcherbäumen und Fossilien des Mesosaurus, sehr unterhaltsam! Zurück auf dem Camping sehen wir Gewitterwolken vorbeiziehen, bei uns bleibt es aber trocken und sorgt für eine wunderschöne Abendstimmung. 16.3. Gas-Abenteuer und ausgewaschene Strassen Für die kommende Nacht haben wir nichts reserviert. Wir wollten spontan entscheiden können, ob wir den Umweg über den Fish River Canyon auf uns nehmen wollen. Heute stimmen wir einstimmig für den Canyon. Bei der Ausfahrt vom Camping kommt uns diese hübsche Schlange vor die Linse. In Ketmanshoop machen wir im Spar Grosseinkauf für die nächsten ca. 10 Tage. Da wir ja lange unterwegs sind und viel und lange kochen, wollen wir auch unser Gas vom Kocher auffüllen. Das ist ein echtes Abenteuer! Ob es nur daran liegt, dass Sonntag ist oder, ob das immer so ist, kann ich nicht beurteilen. Es klappt am Schluss und wir werden in einem völlig untouristischen Teil von Ketmanshoop zu einer Gas-«Tankstelle« geführt. Die Weiterfahrt auf der C12 ist eindrücklich und anstrengend. Es hat am Vortag geregnet und die Strasse ist deutlich ausgewaschen. Es liegt teilweise noch Wasser auf der Strasse, fliessende Rivieren treffen wir aber nicht mehr an. Das erinnert stark an den Südwesten der USA. Im Canyon Road House geniessen wir ein kühles Getränk und fahren dann weiter zum Hobas Camping von NWR. Ich habe schon im Voraus abgeklärt, dass der Camping um die Zeit nie ausgebucht ist und wir erhalten tatsächlich problemlos einen Platz. Wir sind positiv überrascht vom Camping. Für NWR echt schöne und schattige Plätze und gute sanitäre Anlagen. Nach einer Pause fahren wir für die Abendstimmung zum Canyon. Überwältigend! Sogar die Kinder sind beeindruckt. Wir geniessen die Aussicht und die Stimmung und fahren dann zum Kochen und Essen zurück zum Camping. 17.3. Frühstück am Canyon und leuchtende Pasellfarben vor Aus In der Frühe stehen wir auf und packen unsere Sachen schnell zusammen. Wir wollen nämlich am Canyon frühstücken. Das stellt sich als ausgesprochen gute Idee heraus. Staunen mögen die Kinder nämlich nicht so lange, das ist langweilig. Aber das Camping-Frühstück bei Sonnenaufgang mit dieser Aussicht geniesst die ganze Familien! Die Pads zu den weiteren Aussichtspunkten sind extrem schlecht. Trotzdem wollen wir auch heute den Canyon noch aus einer zweiten Perspektive sehen. Im Anschluss fahren wir die C12 wieder zurück. Wir haben uns ursprünglich auch überlegt dem Oranje entlang und über Rosh Pinah nach Aus zu fahren. Das ist dann aber an dem Tag wegen der langen Fahrstrecke kein Thema mehr. Mittagspause machen wir beim Biltongplaas an der B4. Wir stocken unsere Vorräte an Biltong und Trockenwürste auf (sehr lecker und Tipp aus dem Forum!), kaufen kühle Getränke und dürfen die Tische vor dem Haus für unser mitgebrachtes Essen nutzen. Landschaftlich hat mich die Weiterfahrt bis Aus total geflasht. Das habe ich da echt nicht erwartet! Die Landschaft leuchtete in den unterschiedlichsten Pastellfarben (geht das überhaupt?). Fotos können das leider nicht annähernd farblich wiedergeben. In Klein-Aus Vista checken wir ein, geniessen zuerst mal den Pool und einen leckeren Kuchen. Danach machen wir uns auf den Weg zum Desert Horse Camping. Die Anlage liegt wunderschön eingebettet in der Hügellandschaft. Aber der Camping selbst und die Infrastruktur empfinden wir als eher mässig. Trotzdem verbringen wir einen gemütlichen und schönen Abend da. Die Nacht ist dann leider sehr windig und der Schlaf entsprechend unruhig. |
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Letzte Änderung: 09 Aug 2025 14:50 von Leo-IMMER.
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11 Aug 2025 21:36
#711215
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18.3. Besuch von Kolmanskop und D707 im Regen
Wir haben uns bewusst offen gelassen, ob wir heute nochmals viel Fahrerei für Kolmanskop auf uns nehmen wollen. Uns machen lange Fahrtage überraschenderweise allen nicht viel aus und wir sind sehr neugierig auf Kolmanskop. Zudem wissen wir, dass danach ein paar sehr entspannte Tage auf uns warten. Wir stehen also wieder zeitig auf, essen ein schnelles Frühstück und packen zusammen. Wir wollen für die erste Führung in Kolmanskop sein. Ich habe mir die Fahrt dahin eher langweilig vorgestellt. Aber auch hier werde ich eines Besseren belehrt. Ich bin begeistert von der Landschaft! Auf dem Flug habe ich den Film Dune nochmals geschaut. Die Landschaft hier sieht aus wie im Film und es würde mich nicht wundern, wenn irgendwo ein riesiger Sandwurm auftaucht Kolmanskop ist toll! Die Führung ist kurz, knapp und informativ und danach stromern wir gemütlich durch die Geisterstadt. Jeder hat eigene Ideen, wie er die skurrilen Begebenheiten für ein Foto nutzen kann. Zudem inspirieren uns die verlassenen Häusern dazu, passende Geschichten zu erfinden. Danach essen wir ein frühes und sehr leckeres Mittagessen im Kaffee. Wir sind uns einig, dass das ein gelungener Ausflug war, und machen uns auf den Weg, weil noch eine lange Strecke vor uns liegt. In Aus kaufen wir kurz das Nötigste ein und machen uns dann auf den Weg zur D707. Schon bald nach Aus sehen wir dunkle Regenwolken. Kaum biegen wir auf die D707 ein, holt uns der Regen tatsächlich ein. So fahren wir auf der angeblich schönsten Strasse Namibias uns sehen … nichts. Das stimmt nicht ganz. Zwischendurch heben sich die Wolken und wir erhaschen einen Blick auf eine wunderbare und frisch verregnete Landschaft. So sehen vermutlich die Wenigsten die D707, ist echt spektakulär! Auch neben der Strasse sehen wir immer mal wieder Tiere (hier Geier und Löffelhunde). In Koiimasis werden wir bei der Camping-Rezeption nett begrüsst. Wir können uns vorstellen, dass die Chemie mit der Besitzerin nicht mit allen stimmt. Bei uns passt es. Wieder im strömenden Regen kommen wir auf dem Camping an. Die Anlage zieht uns trotz Regen sofort in ihren Bann. Wir freuen uns, dass wir hier zwei Nächte bleiben und viel Zeit auf dem Camping haben werden. In einer Regenpause stellen wir die Zelte auf und spannen unsere (zum Glück extra gekaufte) Plastikplane über das Schattendach des Campings. Unsere Plastikplane ist wie gemacht für dieses Dach. Das wird sich noch als extrem praktisch erweisen... 19.3. spazieren, klettern und Gewitter Es ist bewölkt und wir starten sehr gemütlich in den Tag. Die Kinder klettern auf den Felsen rum, geniessen die Freiheit und wollen nicht mit auf den Erkundungsspaziergang. Wir versichern uns, dass sie wissen, wie sie im Notfall zur Rezeption kommen und lassen sie für die nächsten 1-2 Stunden allein zurück. (Etwas Mut und Überwindung kostet es mich schon.) Wir spazieren zu einem sehr schönen Lookout. Es ist alles sehr grün, was vermutlich sehr untypisch ist. Nach unserer Rückkehr verbringen wir einen gemütlichen Tag auf dem Camping. Wir fühlen uns wirklich wohl hier! Am Nachmittag rollt ein Gewitter direkt über unsere Köpfe. Wir spielen stundenlang unser Liebelingsspiel unter unserer Plastikplane. Es laufen Bäche über den Campingplatz. Für den Braai am Abend stoppt der Regen kurz, bevor er wieder für die ganze Nacht einsetzt. |
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12 Aug 2025 07:09
#711231
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Guten Morgen Leonie,
herzlichen Dank dafür, dass du uns an eurer Reise teilhaben lässt. Wir waren auch schon mal im März in Namibia, aber dieses Jahr war er regentechnisch nicht mit dem März in 22 vergleichbar. Um die Begegnung mit den Löffelhunden beneide ich euch. Auf Kooimasis waren wir dieses Jahr im Mai. Das ist schon eine ganz besonders schöne Ecke. Eure Fotos von Kolmannskop gefallen mir auch sehr gut. Da sind wir ebenfalls dem Fotorausch verfallen und mit Hintergrund Infos ist es noch interessanter dort. Ich hoffe, dass sich eure Regenphasen einigermaßen erträglich in Grenzen gehalten haben und bin gespannt wie es weitergeht. Liebe Grüße, Silvia |
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