THEMA: Campingreise: eine Familie und viel Wasser
02 Sep 2025 22:27 #712175
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Nacho schrieb:
Liebe Leonie,
heute habe ich endlich wieder aufgeholt. Ihr habt ja fast ganz Namibia auf einmal gesehen. Wie wollt ihr diesen Urlaub noch toppen?
Grandiose Landschaften, Sonnenuntergänge zum Verlieben, ganz tolle Tierbegegnungen mit Herzkklopf - Feeling, Nervenkitzel mit Hochwasserfahrten und sogar eine Evakuierung.
Der Abenteuerfaktor war definitiv da.
Schön, dass ihr uns mitgenommen habt. Vielen Dank fürs Erzählen und die tollen Fotos.
Die Löwen hat dein Sohn richtig gut getroffen. Richte ihm bitte mein Kompliment aus.
Liebe Grüße, Silvia

Liebe Silvia
Es freut mich sehr, dass du Zeit für meinen Bericht gefunden hast. Wir schwelgen immer noch ab und zu in Erinnerungen und haben tatsächlich den Eindruck, dass wir diese Reise nicht toppen können. Wir werden uns aber auch ein paar Jahre gedulden bis zur nächsten Überseereise. Da fällt uns dann bestimmt ein neues Abenteuer ein.
Das Lob bezüglich Löwen-Foto richte ich sehr gerne aus. Vielen Dank!
Liebe Grüsse,
Leonie
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03 Sep 2025 00:16 #712180
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Hallo Leonie,
Ich möchte mich auch herzlich für deinen Bericht bedanken, den ich heute in einem Rutsch durchgelesen habe.
Viele locations und Unterkünfte habe ich genauso ins Herz geschlossen. Ich finde man merkt Dir an, wie besonders Eure Familienreise war und ich war beeindruckt wie relaxt ihr trotz Kinder gereist seid. Es ist doch wunderschön, wenn man dieses spannende Land als Familie erleben darf!
Toll fand ich auch Eure Auszeit auf der Farm. Das war sicherlich sehr beeindruckend, nicht nur für die kids.
Jetzt war der viele Regen ja nicht typisch, aber mich würden trotzdem noch die Temperaturen im April interessieren, Nachts war es dann tatsächlich wärmer, als ihr erwartet hattet?
Viele Grüße
Doro
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06 Sep 2025 23:07 #712354
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  • Leo-IMMER am 02 Sep 2025 22:27
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Reisemaus schrieb:
Hallo Leonie,
Ich möchte mich auch herzlich für deinen Bericht bedanken, den ich heute in einem Rutsch durchgelesen habe.
Viele locations und Unterkünfte habe ich genauso ins Herz geschlossen. Ich finde man merkt Dir an, wie besonders Eure Familienreise war und ich war beeindruckt wie relaxt ihr trotz Kinder gereist seid. Es ist doch wunderschön, wenn man dieses spannende Land als Familie erleben darf!
Toll fand ich auch Eure Auszeit auf der Farm. Das war sicherlich sehr beeindruckend, nicht nur für die kids.
Jetzt war der viele Regen ja nicht typisch, aber mich würden trotzdem noch die Temperaturen im April interessieren, Nachts war es dann tatsächlich wärmer, als ihr erwartet hattet?
Viele Grüße
Doro

Hallo Doro
Vielen Dank für deine Nachricht. Die Reise war für uns wirklich ein ganz besonderes Erlebnis! Es freut mich, dass das rüber kommt. Wir waren selbst überrascht, wie relaxt das Reisen mit den Kindern für uns war. Aber es gab natürlich schon auch ab und zu unentspannte Situationen: Die Kinder stritten sich oder sie machten alles, nur nicht das was sie eigentlich sollten oder wir hätten wiedermal alles gleichzeitig erledigen müssen, damit wir nicht unverrichteter Dinge plötzlich im Dunkeln dastehen. Tja, zum Glück blendet man im Nachhinein viele solche Situationen aus.
Über die Temperaturen habe ich tatsächlich nicht viel geschrieben. Das hole ich gerne nach. Die genauen Temperaturen weiss ich aber nicht. Grundsätzlich empfand ich es zu unserer Reisezeit (März/April) als sehr angenehm zum campen.
- Über Mittag war es oft sehr heiss. Wir versuchten zu dieser Zeit im Auto unterwegs zu sein oder sonst irgendwo im Schatten möglichst wenig machen zu müssen. Ich fand es aber durchaus aushaltbar.
- Am Morgen und am Abend war es oft sehr angenehm. Dicke Pullis brauchten wir nicht, aber was Langes war nicht nur wegen den Mücken angesagt.
- Überrascht haben uns die Nächte. Anfänglich war es teilweise sehr heiss, später einfach angenehm warm. Bis auf ein paar wenige Nächte am Schluss, konnten wir gut in kurzen Pyjamas schlafen. Wir haben kalte Nächte in der Wüste erwartet. Das war bei uns nicht so. Zum Abschluss gab es dann noch ein paar empfindlich kalte Nächte. Aber ausgerüstet mit Kappe, Wollsocken, langem Pyjama und Schlafsack vom Vermieter ging es gut.
- Angenehm überrascht waren wir von den Temperaturen im Caprivi. Das haben wir uns feucht und heiss vorgestellt. Weil es ja Malaria-Saison war, haben wir versucht, möglichst lange Kleidungsstücke zu tragen. Das ging überraschend gut. Natürlich war es feuchter als im Rest von Namibia. Aber die Temperatur war ganz ok.
Wenn ich mal etwas mehr Zeit habe, versuche ich noch ein Fazit zur Reise zu schreiben. Ich muss mir aber noch ein paar Gedanken dazu machen.
Herzlich,
Leonie
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17 Sep 2025 21:57 #712848
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Liebe Fomis

Mit dem Fazit zu unserer Reise habe ich mich jetzt irgendwie schwer getan. Zumal ich ja auch schon beim Intro einige Punkte vorweg genommen habe. Aber jetzt habe ich es geschafft. Ich bin gespannt, ob ihr ähnliche Fazit zu euren Reisen gezogen habt oder, ob euch der eine oder andere Punkt für eure zukünftige Reise inspiriert.

Wir haben es zu keinem Zeitpunkt bereut, dass wir uns für Namibia als Reiseziel für unsere grosse Reise entschieden haben. Auch wenn uns viele Leute gefragt haben, ob wir die 8 Wochen wirklich «nur« in Namibia verbringen, für uns war es eine gute Entscheidung. Es gibt so viel zu sehen, auch 8 Wochen sind da eigentlich noch zu kurz.

Namibia ist ein absolutes Traum-Camping-Land. Ich dachte eigentlich immer, dass die USA bezüglich Camping-Reisen nicht zu toppen ist. Diese Überzeugung ist also sehr schwer ins Wanken geraten! Die Campingplätze in Namibia sind einfach der absolute Hammer bezüglich Anlage, Aussicht, Infrastruktur, Abgeschiedenheit, Naturverbundenheit… Die Plätze und das Campingleben war unser persönliches Highlight auf der Reise.

Unsere Route hat uns sehr gut gefallen. Es war ein guter Mix aus verschiedenen Landschaften, Aktivitäten und Themen (Tiere, Menschen, Kultur, …).
- Der Süden Namibias hat es uns besonders angetan. Die Landschaft und auch der KTP haben uns besonders gut gefallen. Wenn wir eine nächste Reise nach Namibia planen könnten, dürfte der Süden auf keinen Fall fehlen.
- Auch Swakopmund war als Camping-Pause super: spannende Aktivitäten, schöne Restaurant-Auswahl und angenehme Stadt.
- Auch die Reise-Pause auf dem Haasenhof war eine gute Idee. So eine Pause kann ich bei einer längeren Reise wärmstens empfehlen.
- Schade finde ich, dass wir im Damaraland nicht mehr Zeit eingeplant hatten. Einerseits, weil mir die Landschaft da wahnsinnig gut gefallen hat und andererseits, weil ich rückblickend gerne eine Wüsten-Elefantentour gemacht hätte.
- Verhältnismässig weniger gut gefallen hat uns der Caprivi. Vielleicht ist das geringe Sichtungsglück Schuld daran. Aber es ist Tatsache, dass uns grüne Flusslandschaften grundsätzlich weniger beeindrucken, als aride Gegenden. Auch wenn die Vegetation und die Flüsse total anders sind als zu Hause, trotzdem ist es uns vertrauter als eine Wüste. Bezüglich Leben und Leute empfanden wir den Caprivi allerdings am interessantesten und entspanntesten. Trotzdem würde ich rückblickend im Caprivi nur bis Divundu reisen. Das hätte uns gereicht. Aber dann hätten wir natürlich nicht herausgefunden, ob vielleicht nicht doch eine Elefanten-Herde am Horseshoe auf uns wartet…
- Zum Erongo habe ich eine persönliche, tiefe Verbindung. Weshalb weiss ich nicht. Aber die Landschaft berührt mich besonders.

Die 1-Nacht-Stopps haben uns auf unserer Reise überhaupt nicht gestört. Entweder war es für uns wirklich nur eine Zwischenübernachtung oder wir sind so früh angekommen, dass wir den Ort problemlos noch erkunden konnten. Das hat aber für uns nur funktioniert, weil wir dazwischen immer wieder mehrere Tage mit wenig Aktivitäten eingebaut haben. Wir hatten zwischendurch immer mal wieder sehr entspannte Phasen, in denen bei den Kindern beispielsweise aus Langeweile kreative Ideen entstanden sind. Einzig im Caprivi war uns der ständige Standortwechsel etwas viel, aber das war ja eigentlich auch nicht so geplant. Unsere Einschätzung nach, wäre es oft nicht nötig gewesen, den Campingplatz Monate im Voraus zu reservieren. Aber das weiss man halt nicht und wir finden, dass es das Reisen auch entspannter macht, wenn man nicht dauernd entscheiden muss, wie es nun weitergeht. Zwischendurch etwas Flexibilität und spontane Entscheidungen haben wir aber sehr geschätzt.

Überrascht hat mich, dass sogar mir das Autofahren in Namibia Spass gemacht hat. Ich fahre sonst überhaupt nicht gerne Auto. Es ist für mich einfach ein nötiges Übel, um von A nach B zu kommen, wenn es keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt. Aber in Namibia sass ich wirklich sehr gerne hinter dem Steuer! Kein Verkehr, gute Gravelroads, die immer wieder eine Überraschung bereit haben, ein super Auto und dazu diese wunderbare und erstaunlich abwechslungsreichen Landschaften.

Bei der Ausrüstung fand ich alles hilfreich, was die Ordnung erleichtert hat. Wenn man als Familie so lange aus dem Auto lebt, ist es einfach extrem praktisch, wenn alles seinen fixen Platz hat. Wir hatten viele kleine und grosse Taschen von zu Hause mitgenommen. Jede/r hatte z.B. sein Säckchen mit den Sachen für die Nacht drin. So musste man am Abend nur diese Taschen richtig in den Zelten verteilen. Und wir haben zwei Rücksitz-Organizer von zu Hause mitgenommen. Da hatte Sonnencreme, Besteck für Snacks, Tierführer, Fernglas usw alles seinen fixen Platz und wir mussten es nicht ständig suchen. Bezüglich Ausrüstung kann ich auch noch sagen, dass unsere Hängematte erstaunlich oft im Einsatz war. E-Reader und Hörspiele/-bücher waren ständige Begleiter und waren nicht wegzudenken. Einzig eine andere Lösung fürs Wäschewaschen wäre toll gewesen. Ich weiss, einige Fomis machen das mit dem Rüttel-Kanister bei Autofahrten. Aber wir hatten nicht die Geduld, anfänglich ein dichtes Gefäss mit grosser Öffnung zu suchen. Zudem, ob es bei einer 4-köpfigen Familie praktisch gewesen wäre? Es lohnt sich aber meiner Meinung nach, sich nach günstigen Alternativen zur ewigen Handwäsche umzuschauen.

Es war eine wunderbare Reise! Ich bin sicher, dass uns die Erinnerungen daran noch ganz lang begleiten werden. Die Bilder der surrealen Landschaften in den unglaublichsten Farbtönen haben sich tief in meinen Kopf und mein Herz eingebrannt. Noch heute stockt mir der Atem, wenn ich an die eindrückliche Begegnung mit den Löwen im Etosha denke. Die gemeinsamen Erlebnisse haben uns als Familie zusammen geschweisst.

Nochmals herzlichen Dank für all die inspirierenden Berichte, die ich im Vorfeld lesen durfte und eure Tipps.
So, nach dem Reisebericht mache ich mich nun daran, unser Fotobuch fertig zu gestalten.
Danke fürs Lesen und viel Spass auf eurer nächsten Reise!

Herzlich,
Leonie
Letzte Änderung: 17 Sep 2025 22:00 von Leo-IMMER.
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18 Sep 2025 07:00 #712851
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Hallo Leonie, vielen Dank für den schönen Bericht. Ich war immer dabei und habe ihn sehr genossen.
Besonders wiedergefunden habe ich mein Empfinden in Deinem Fazit.
Gefällt mir zwar das ganze Namibia in seiner Vielfalt, liebe ich den Süden besonders.
Auch liegt unser Fokus immer mehr auf Landschaft, Natur und dem Erleben von Stille und dem Nichts.
Auch das Camping ist ein einfach einmaliges Erlebniss in Namibia.
Ich bin gespannt auf Eure weiteren Reisen.
Liebe Grüße Kirsten
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18 Sep 2025 07:28 #712852
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  • Nacho am 18 Sep 2025 07:28
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Liebe Leonie,
auch von mir noch ein abschließendes herzliches Dankeschön für deinen tollen Reisebericht und dem Fazit am Ende.
Nachdem ich deines gelesen habe, überlegte ich, wie mein Fazit aussehen würde.

Ich stelle fest, dass bei mir nicht nur Fakten eine Rolle in der Bewertung spielen, sondern dass ich Stimmungs- Empfindung nie ganz ausschließen kann. Die Menschen die ich treffe, haben Einfluss, ob die Sonne scheint oder der Himmel Depri- Stimmung verbreitet und ich leide tatsächlich wenn es kalt ist. Auch waren die Tage im Mai schon recht kurz. Das alles beeinflusst mich mehr als ich zugeben möchte.
Das macht ein objektives Fazit wirklich schwer.

Deines ist dir aber sehr gut gelungen. Hört sich größtenteils an, wie eine Reise, die nach Wiederholung schreit.

Bekanntlich ist nach der Reise, vor der Reise und es geht fast nahtlos mit der nächsten Planung weiter.
Da wünsche ich euch schöne neue Urlaubsträume und bleibende Erinnerungen an Namibia.
Liebe Grüßle,
Silvia
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