- Aktuelle Seite:
- Startseite >
- Forum >
- Namibia >
- Reiseberichte >
- Campingreise: eine Familie und viel Wasser
23 Aug 2025 14:29
#711750
|
13.4. Elefanten, aber kein Glück beim Hide
Heute wollen wir vor Ort sein, wenn das Galton Gate öffnet. Ohne Frühstück packen wir zusammen. Inzwischen sind wir sehr schnell, jeder Handgriff ist eingeübt. Vor dem Galton Gate müssen wir sogar noch etwas warten, weil sie verspätet öffnen. Wir erhalten eine ausführliche Instruktion und müssen leider unsere gesammelten Stachelschweinstacheln abgeben. Die könnten bei der Rausfahrt eine Buse geben. Die Parkbewilligung haben wir nun, aber das Office für die Bezahlung ist heute scheinbar unbesetzt. Wir erhalten die Instruktion, dass wir bei unserer Ausfahrt beim Andersen Gate bezahlen sollen (es stellt sich später heraus, dass das leider nicht stimmt…). Aufgeregt und freudig starten wir also in unser Etosha Abenteuer. Nach nur 15 Minuten hören wir von hinten: ELEFANT! Und tatsächlich, eine kleine Herde bewegt sich nahe der Strasse hinter den Bäumen. Man sieht sie nicht super gut, aber trotzdem ist es unglaublich faszinierend. Immer wieder sieht man Ohren, einen Rüssel oder auch einen ganzen Elefant zwischen den Bäumen. Das Knacken der Äste, die sie abbrechen, ist gut hörbar. Irgendwann drehen sie von der Pad ab und wir fahren weiter. In der schönen Morgenstimmung sehen wir Impalas, Zebras, Springböcke, Gnus und Giraffen. Irgendwo halten wir an, essen Frühstück im Auto und beobachten die Tiere. Am Mittag kommen wir in Olifantsrus an. Wir checken ein und suchen uns eine Campsite. Das Camp ist recht ok, aber wir haben auch nicht viel erwartet. Wir essen in der Dayvisitor Area, weil es da mehr Schatten gibt. Wir schauen uns das Informationszentrum an, bereiten einen Nudelsalat für das Abendessen vor und spielen unser Lieblingsspiel. So bringen wir die heisse Mittagszeit rum. Am späten Nachmittag starten wir nochmals zu einem Gamedrive, der aber abgesehen von einem Schakal und Kind- und Mama-Kuhantilope leider ziemlich erfolglos verläuft. Kurz vor Gateschliessung sind wir zurück und stellen schnell unser Zelt auf. Mit einem Sundowner und dem Abendessen machen wir uns auf zum sehr schönen Hide. Der Sonnenuntergang ist wunderschön, aber Tiere sehen wir leider keine. 14.4. Elefanten, Pech und Elefantendusche Frühmorgens starten wir wieder ohne Frühstück und essen dann irgendwo unterwegs im Auto an einem Wasserloch. Leider sehen wir den ganzen Morgen kaum Tiere. Je näher wir Okaukuejo kommen, desto mehr Zebras, Gnus und Springböcke sehen wir. Teilweise sind es riesige Herden! Bei einer Rest Area machen wir eine kurze Mittagspause. In Okaukuejo machen wir später einen längeren Halt, um uns die Beine zu vertreten, die Nachmittagshitze zu überbrücken und ein Eis zu essen. Wie an allen anderen Wasserlöchern ist auch hier nichts los. Wenn wir schon keine Tiere sehen, wollen wir wenigstens die Salzpfanne betrachten. Eine wunderbare Landschaft im Nachmittagslicht. So, nun machen wir uns auf den Weg zum Etosha Safari Camp. Nach dem langen und heissen Safari-Tag freuen wir uns unglaublich auf unser hübsches Zimmer mit Dusche. Wir haben uns angewöhnt jede Sichtung kurz zu erwähnen, damit alle im Auto es mitkriegen. Kurz vor dem Anderson Gate sage ich schon fast abwesend «Elefant» und merke erst da, was vor uns gerade über die Pad gegangen ist. Ein riiiesen Elefant! Wir fahren noch etwas näher und sehen, dass der eine Elefant zu seiner Familie wollte. Gross und Klein steht da versammelt. Wir beobachten die Elefanten begeistert aus etwas Distanz. Plötzlich bemerken wir, dass die Leute im Game Drive Auto vor uns alle auf die andere Seite schauen. Erst da fällt uns wieder ein, dass man das in solchen Situationen immer tun sollte. Und siehe da ein nächster Elefant will auf unserer Höhe über die Pad. Stehen wir ihm im Weg? Aber weg können wir nicht, wir sind zwischen zwei Autos eingeklemmt. Er geht ganz ruhig hinter uns durch und zu seiner Familie. So kommen noch zwei weitere Elefanten hinter uns über die Pad und dann zieht die riesige Herde weiter. Das war eine tolle Sichtung für den Abschluss von heute! Aber ist wirklich schon fertig? Wie wir instruiert wurden, wollen wir beim Rausfahren bezahlen. Es wird uns aber freundlich und bestimmt erklärt, dass dies hier nicht möglich ist und wir nach Okaukuejo zurück müssen. Hui, so wütend war ich noch selten Endlich, endlich kommen wir beim Etosha Safari Camp an. Die geben uns zwei Schlüssel für die zwei Häuschen, die wir angeblich reserviert haben. Gemäss unserer Bestätigung haben wir aber ein Familienhäuschen gebucht. Wir haben uns sogar extra für dieses Camp entschieden, weil ich die Familienzimmer so hübsch fand. Es ist die teuerste Unterkunft unserer ganzen Reise! Ich atme tief durch und erklärte freundlich, aber mit Nachdruck die Situation. Nach kurzer Absprache übergibt uns nun die Managerin drei Schlüssel und meint, wir können uns die Zimmer anschauen und entscheiden, ob wir zwei Häuschen oder das Familienhäuschen wollen. Wow! Allerdings glaube ich ihrer Reaktion zu entnehmen, dass eine andere Familie nun kein Familienzimmer haben wird. 15.4. Wir freuen uns an Kleinem Heute gönnen wir uns zuerst ein reichhaltiges Frühstück vom Buffet und gehen dann aber direkt los. Wir sehen in der Morgenstimmung eine super süsse und grosse Mangusten-Familie. Das ist vielleicht keine aussergewöhnliche Sichtung. Aber irgendwie ist die Stimmung so schön und die Mangusten so lustig, dass wir lange zuschauen. Wir sind noch lange unterwegs, fahren verschiedene Pads ab, sehen aber abgesehen von zwei Löwen, deren Umrisse wir im Busch verschwinden sehen, NICHTS. Über Mittag machen wir Pause im Etosha Safari Camp, das ist nicht weit weg vom Anderson Gate. Die Pause tut uns gut und wir fühlen uns sehr wohl im Camp und unserem Häuschen. Gegen Abend gehen wir nochmals in den Etosha. Diesmal in Richtung von Olifantsbad und hoffen, dass wir da vielleicht nochmals Elefanten sehen. Tiere sehen wir aber auf der ganzen Strecke und auch beim Wasserloch überhaupt keine. Dafür kommt ein Gewitter immer Näher und erwischt uns tatsächlich noch auf dem Weg zum Gate. 16.4. Sichtungsglück! Ich will los zum Frühstück, mache die Tür von unserem Häuschen auf und da steht einfach ein Zebra vor mir im Halbdunkeln. Ich nehme das mal als gutes Omen für den heutigen Safaritag. Die Hauptpad von Okaukuejo in Richtung Namutoni ist in einem schrecklichen Zustand. Reines Wellblech, wir kommen nur langsam und mit viel Gerüttel voran. Ein paar Autos stehen an der Strasse und wir fragen wie gewohnt, was sie sehen. 3 Löwinnen liegen direkt neben der Pad im Gras. Es sind nur ein paar wenige Meter, aber das Gras ist so hoch, dass sie sehr gut getarnt sind. Auch wenn wir nur ab und zu einen Kopf sehen, freuen wir uns sehr über die Sichtung. Die Kinder wollen gerne Rhinos sehen, also versuchen wir uns mit dem Rhinodrive. Viele Tiere sehen wir hier nicht und vor allem keine Rhinos. Tja, ein Versuch war es wert. Wir finden ein schönes Plätzchen für unseren Mittagshalt in Halali. Danach gehen wir noch durchs Camp zum Wasserloch. Es ist sehr hübsch angelegt, Tiere sehen wir aber keine. Auf dem Rückweg (zu Fuss!) sehen wir eine Schlange auf dem Parkplatz des Wasserlochs liegen. Ein paar Touristen vor uns haben die Schlange gar nicht bemerkt und sind nahe daran vorbei gegangen. Die Schlange beweg sich nicht und wir sind unsicher, ob sie überhaupt noch lebt. Tut sie! Einige Leute mahnen zur Vorsicht, es sei eine Puffotter, krass! Wir freuen uns ab der Sichtung aus sicherer Entfernung. Aber ist das gut, dass die einfach hier Mitten im Weg liegt? Wir melden es an der Rezeption. Die bedanken sich und lassen sie rausbringen. Wir fahren weiter. Vor Namutoni wird es deutlich tierreicher. Wir sehen eine hübsche Giraffe-Herde vor dem mit Wasser gefüllten Salzsee. Ein Game-Drive-Führer erklärt uns, dass der schwarze Punkt weit vorne ein Gepardenkopf ist. Tatsächlich im Fernglas ist es zu erahnen. Viel mehr als einen schwarzen Punkt mit Katzenohren sehen wir nicht, aber wir können den Geparden auf der Liste abhaken. Wir entscheiden bei Namutoni noch einen kleinen Schlenker nach Norden zu fahren. Ein Game-Drive-Führer macht uns auf drei Löwen aufmerksam, aber wir sehen wegen des hohen Grases und dem stehenden Auto überhaupt nichts. Wir markieren uns die Stelle und wollen auf dem Rückweg nochmals vorbeischauen. Das tun wir etwas später. Es ist kein Auto mehr da, aber die Löwen schon! Die jungen Männchen liegen faul im Gras direkt neben der Pad und wir haben einen tollen Blick darauf. Wir warten geduldig und hoffen, dass einer vielleicht mal noch aufsteht. Und tatsächlich einer tut uns den Gefallen und zieht eine richtige Show ab! Wir halten den Atem an und unser Ältere schiesst tolle Fotos. Wir sind total geflasht! So unglaublich, dass wir das erleben dürfen. Wirklich einmalig! Giraffen verabschieden uns aus dem Etosha und wir fahren zum nah gelegenen Onguma Tamboti Camp. Das Camp ist eigentlich ganz schön und gut. Aber irgendwie begeistert es uns nicht recht, ich weiss nicht recht warum. Für eine Zwischenübernachtung ist es auf jeden Fall empfehlenswert. |
|
Letzte Änderung: 23 Aug 2025 14:38 von Leo-IMMER.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Logi, Sorimuc, CoM, Enilorac65, jekabemu
|
26 Aug 2025 19:18
#711867
|
17.4. Wokenbruch und Upgrade in Bungalows
Heute steht uns ein langer, unspektakulärer Fahrtag bis Rundu bevor. Wir haben uns überlegt über die B15 und B10 zu fahren. Uns dann aber doch für die schnellere und langweiligere Strecke über Grootfontein und die B8 entschieden. Einkaufen in Grootfontein empfinden wir als sehr angenehm. Es hängen überall grosse Regenwolken am Himmel. Mittagessen können wir aber noch im Trockenen auf einer Rest Area auf der B8. Dabei schaut uns eine Gruppe Kinder mit grossen Augen zu. Kaum sind wir wieder losgefahren, holt uns der Regen ein und zwar so richtig! Es schüttet ununterbrochen bis Rundu! Wir fahren sehr langsam. Zwischendurch müssen wir sogar komplett anhalten, weil wir nichts mehr sehen. Wir sind unglaublich froh, dass uns die Hakusembe River Campsite vor ein paar Tagen ein Upgrade auf Bungalows in der dazugehörigen Lodge (inkl. Frühstück) angeboten hat. Der Camping und die Zufahrtsstrasse sind überflutet. Wir zahlen nur den Campingpreis, das Abendessen müssen wir natürlich extra bezahlen. Die Aussicht auf ein trockenes Zimmer stimmt uns zuversichtlich. Wir fahren zum angegebenen Abholort, damit sie uns mit dem Boot zur Lodge fahren können. Leider stürmt und regnet es so stark, dass das Boot nicht fahren kann. Etwa nach einer Stunde Wartezeit und knapp vor dem Einbruch der Dunkelheit kommt das Boot zum Glück doch noch und holt uns und unser Gepäck ab. Die Bungalows sind sehr edel und schön. Die Kinder haben ein Bungalow für sich und wir eines nebenan für uns. Was für ein Luxus! Das Abend-Buffet ist auch sehr edel und reichhaltig, aber auch nicht ganz gratis. Wir wollen aber auf keinen Fall meckern, wir sind sehr zufrieden mit dem angebotenen Deal und schlafen wunderbar in unserem Himmelbett. 18.4. Kaffee am Okavango und erstes Hippo Am Morgen will ich als erstes einen Blick auf den nebelverhangenen Okavango erhaschen. Dabei sehe ich eine Thermoskanne mit frischem Kaffee vor unserem Bungalow stehen. Das lass ich mir nicht entgehen! Was für ein Geschenk! Für Andere mag das total normal sein, aber für mich ist es in dem Moment purer Luxus. Ich geniesse diesen einmaligen Moment ganz für mich allein. Auf der Bootsfahrt zu unserem Auto sehen wir ein riesengrosses Krokodil. Die heutige Fahrstrecke nach Divundu zieht sich ziemlich. Aber es ist Karfreitag und es sind viele Leute unterwegs. Teilweise sehen wir auch Zeremonien und Prozessionen. Eine sehr quirlige und trotzdem friedliche Stimmung. Das Ngepi Camp gfällt uns sehr gut und wir freuen uns hier zwei Nächte zu verbringen. Die Campsites sind direkt am Okavango zwischen den Bäumen und mit genügend Abstand zu den Nachbarn. Hier fühlen wir uns sehr wohl. Bevor wir unsere Zelte aufstellen, machen wir noch einen Abend-Drive durch die Mahango Core Area. Die Strecke dem Fluss entlang gefällt uns sehr gut und wir sehen viele Tiere. Wir beobachten beispielsweise eine sehr spannende Situation zwischen zwei Krokodilen und einer Herde Lechwe und entdecken unser erstes Hippo. Wir sind begeistert von Pawianen, Pumbas und Kudus. Dabei vergessen wir etwas die Zeit und wir müssen am Schluss schauen, dass wir rechtzeitig aus dem Park kommen. Am Abend im Dunkeln im Ngepi Camp meinen wir, Hippos schmatzen und plantschen zu hören. Auf einmal hören wir aber ein lautes Tröten. Das ist definitiv kein Hippo! Aber mit unseren Taschenlampen können wir das andere Flussufer nicht erreichen. Wir erfreuen uns einfach an dem Gedanken, dass ein Elefant in der Nähe ein Bad genommen hat. 19.4. Die Flucht aus dem Camping Bei Ankunft im Camp haben wir für diesen Morgen eine Flussrundfahrt gebucht. Wir sind die einzigen Gäste und werden den Okavango hoch- und runtergefahren. Wir sehen eine grosse Gruppen Hippos und hören viele interessante Informationen über das Leben im und am Fluss. Neben ein paar Vögeln sehen wir leider keine weiteren Tiere. Aber die Stimmung ist sehr schön. Zurück im Camp wollen wir einen gemütlichen Tag vor Ort verbringen. Plötzlich kommt der Camp-Manager zu uns und meint, dass wir – respektive unser Auto – so schnell wie möglich das Camp verlassen müssen, weil der Damm, der die Zufahrt zum Camp bildet, bald nicht mehr befahrbar sein wird. Das viele Wasser schwemmt den Damm weg. Das Camp selbst sei sicher, aber die Zufahrt nicht. Hui, so schnell haben wir noch nie alles zusammengepackt. Es hängt sogar noch nasse Wäsche… Alle 4 packten an, kein Gemecker der Kinder, allen ist der Ernst der Lage bewusst. Alles zusammengepackt fährt der Manager das Auto über den Damm. Uff, danach können wir aufatmen. Nun stellt sich aber die Frage, wo wir übernachten. Die festen Unterkünfte im Ngepi Camp sind inzwischen alle belegt. Der Manager ruft für uns die umliegenden Camps an. Aber alle Campingplätze sind überschwemmt oder belegt. Da wir am nächsten Tag Richtung Kongola wollen, beschliessen wir dort nach einem verfügbaren Platz zu suchen. Nambwa ist schon voll, aber das Kazondwe Camp hat Platz und dahin wir fahren los. Zum Glück ist der Tag noch nicht so weit fortgeschritten. Rückblickend haben wir das Gefühl, dass alle Camper über den gefährdeten Damm informiert wurden, als wir auf dem Boot waren. Sie haben uns einfach vergessen. Deshalb war der Camp Manager selbst überrascht, dass wir noch nicht weg waren. Das Kazondwe Camp ist sehr schön, ziemlich «hightech« (Wlan, elektrische Anschlüsse,…). Trotzdem springt der Funke bei uns nicht 100% rüber. Dies ist aber vielleicht auch den Umständen geschuldet. Im Dunkeln sehen wir zwei Hippos über einen beleuchteten Weg nahe unserer Campsite gehen, das freut uns sehr. |
|
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Hanne, Sanne, fotomatte, urolly, Logi, Sorimuc, CoM, Enilorac65, jekabemu
|
27 Aug 2025 17:23
#711907
|
20.4. Lagerfeuer und Hippogelächter
Wir machen uns gemütlich auf den Weg Richtung Kwando Core Area und Nambwa Camping. Die Pad im Nationalpark ist abenteuerlich, aber gut machbar. Die Mittagspause verbringen wir bereits auf unserer Campsite. Uns gefällt es hier ausgesprochen gut. Es ist sehr wild, die Site sehr grosszügig und die Infrastruktur top. Am späteren Nachmittag machen wir uns auf den Weg zum Horse Shoe. Da beobachten wir eine Gruppe Hippos mit Kleinen aus nächster Nähe, das ist toll! Sonst ist leider nichts los. Schön ist die Stimmung trotzdem. Am Abend geniessen wir ein grosses Lagerfeuer auf unserem Camping und in der Nacht hören wir ständig Hippos «lachen». 21.4. Wilder Gamedrive mit wenigen Tieren Frühmorgens starten wir zu einem langen Gamedrive durch die Kwando Core Area. Beim Horse Shoe essen wir Frühstück im Auto. Die Hippos sehen wir nicht mehr. Ein paar Lechwes sind zu sehen, sonst nichts. Wir fahren weiter tief in die Kwando Core Area. Es wird noch wilder, das Gras ist teilweise deutlich höher als unser Auto. Manchmal ist die Pad etwas eng, aber für uns gut befahrbar. Eine Zeit lang «jagen» wir eine Familie von Perlhühnern vor uns auf der Pad, weil sie nicht auf der Seite weg wollen. Auf dem Rückweg sehen wir gut versteckte Giraffen hinter Bäumen, Pumbas und Ellipsen-Wasserböcke. Bereits gegen Mittag sind wir wieder in Kongola und stocken unsere Vorräte auf. Der Supermarkt ist sehr einfach, hat aber überraschend viel. Die Stimmung im kleinen Ort Kongola gefällt uns gut. Es ist nicht mehr weit bis zum Mukolo Camp. Wir freuen uns, nun endlich wieder mal zwei Nächte an einem Ort zu verbringen. Die vielen Wechsel in den letzten Tagen waren ja nicht alle freiwillig. Das Mukolo Camp ist einfach, entspannt, die Sites sehr grosszügig und hübsch. Wir richten uns gemütlich ein und entspannen. Zum Abendessen kochen wir nach Schweizer Rezept und freuen uns darüber, mal wieder was Vertrautes zu essen. Trotzdem hat es natürlich mit «Hippogelächter» im Hintergrund einen abenteuerlicheren Geschmack als zu Hause. 22.4. Ruhiger Tag mit Krokodilen Wir verbringen einen ruhigen und entspannten Tag auf unserer Campsite im Mukolo Camp. Spielen, in der Hängematte lesen, Wäsche waschen,... Bei der Ankunft haben wir für heute eine Sundowner-Tour auf dem Kwando gebucht. Weil sich keine anderen Gäste angemeldet haben, ist die Führung privat. Eigentlich hätten wir mit unserem Auto die kurze Strecke bis zum Boot zurücklegen sollen. Das ist natürlich unpraktisch, weil unsere Zelte noch aufgebaut sind. Der Guide hat aber genügend Platz in seinem Auto und wir dürfen mit ihm mitfahren. Der Kwando führt noch nicht viel Wasser. Wir erfahren, dass dort das viele Wasser erst später ankommen wird. Es ist deshalb ein ganz anderes Flussfahr-Gefühl als auf dem Okavango (der Kwando ist sowieso kleiner). Man ist viel näher an den Tieren. Wir sehen einen Waran, ein verirrtes (?) kleines Lechwe, Fischadler, verschiedene grosse und kleine Krokodile und natürlich Hippos. An den Hippos müssen wir teilweise ziemlich schnell vorbei, damit sie uns nicht gefährlich werden. Die Abendstimmung über dem Kwando ist sehr schön. Uns gefällt der Ausflug sehr gut. Wir kommen spät zurück und sind froh, dass wir nicht mehr kochen müssen, sondern im Restaurant des Camps reserviert haben. Es gibt für alle das gleiche Menu. Unsere Kinder sind zum Glück nicht heikel, sondern neugierig und das Essen ist sehr gut. 23.4. Nochmals wilder Gamedrive mit wenigen Tieren Wir fahren nach Divundu und stocken dort unsere Vorräte auf. Die Supermärkte da haben uns nicht so überzeugt, sind aber durchaus ok. Gegen den Nachmittag starten wir mit einem Game-Drive durch die Buffalo Core Area. Es ist teilweise anspruchsvoll zum fahren und landschaftlich sehr reizvoll und wild. Aber auch hier zeigen sich wenige Tiere. Am späteren Nachmittag sehen wir eine schöne Familie von Kudus, Warzenschweine und Impalas. Wir werden noch kurz und heftig verregnet, dafür gibt es danach einen schönen Regenbogen. Wir kommen erst spät beim Mobola Island Camp an. Hier sind die vordersten Campsites auch überschwemmt. Wir entscheiden uns für eine Site mit Regendach, was sich noch als praktisch erweise wird. Ansonsten ist unser Site und die Infrastruktur gut, aber nicht überragend. Das Gelände werden wir erst morgen erkunden. 24.4. Fischen im und Insel-Bar am Okavango Wir verbringen den ganzen Tag auf dem Mobola Island Camp. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass man hier fischen kann und die Kinder sind sofort Feuer und Flamme. Wir fragen bei der Rezeption, ob es möglich ist, für ein paar Stunden Boot, Fischerutensilien und einen Guide zu buchen. Kein Probelm! Eine Stunde später sitzen wir alle auf dem Boot und die Kinder erhalten Instruktionen, wie fischen funktioniert. Am Anfang sind sie noch etwas ungeschickt, lernen aber schnell dazu. Als ich helfen will, hält mich der Guide zurück. Die Kinder sollen selbst ihre Erfahrungen machen können. Recht hat er! Das erste Mal fischen und das gleich am Okavango, nicht schlecht. Der Preis ist im Vergleich zu anderen Touren auch ok. Wir fahren mit dem Boot zu verschiedenen Stellen des Okavangos in der Nähe des Camps. Auch hier erzählt uns der Guide nebenbei interessante Geschichten über den Fluss. Wir fangen zwar keinen Fisch, aber es ist trotzdem ein großartiges Erlebnis. Wir entdecken während des Tages, dass die Hängebrücke, die Insel, die zum Camp gehört und die Insel-Bar super schön sind. Den Nachmittag verbringen wir bei Starkregen mit unserem Lieblingsspiel unter dem Regendach unserer Site. Pünktlich für unseren Sundowner bei der Insel-Bar hört der Regen aber wieder auf. Wir lassen den Tag bei einem Braai mit gutem Gnu-Fleisch von der Rezeption ausklingen. |
|
Letzte Änderung: 27 Aug 2025 17:27 von Leo-IMMER.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Logi, Sorimuc, CuF, CoM, Enilorac65, Rockshandy, jekabemu
|
29 Aug 2025 11:51
#711972
|
25.4. quirlige Stadt und schöner Truckstopp
Heute wollen wir einige Kilometer zurücklegen. Wir entscheiden uns aber nicht gleich bis zum Living Museum der San (Ju/Hoansi) durchzufahren, sondern unterwegs im Roy’s Restcamp einen Übernachtungsstop einzulegen. Unterwegs kaufen wir in Rundu ein (kein Fleisch, da wir in den nächsten Tagen mehrmals den Vet-Fence überschreiten). Wir haben im Voraus Schlechtes über die Stadt gehört. Es ist zwar sehr chaotisch, aber wir sind positiv überrascht. Wir empfinden die Stadt als sehr lebhaft und sympathisch. Es sind ganz viele verschiedene Leute unterwegs, aber wir werden in Ruhe gelassen, sehr angenehm. Roy’s Rest Camp hat für uns das Flair eines (sehr hübschen!) Truckstopps. Für unseren Zweck funktioniert es gut. Die Campsites sind auch angenehm. Auf dem Platz hat es viele und zutrauliche Dikdiks, das ist süss. 26.4. Verständigung in unterschiedlichen Sprachen und schönster Shop im Nirgendwo Wir fahren über guten Gravel auf der C44 und biegen gleich nach dem Vet-Fence zum Living Museum Ju/Hoansi ab. Wir haben uns bereits gestern kurz angekündet, eine Reservation ist nicht nötig. Wir werden sehr herzlich begrüsst und sofort in ein Gewusel von San aufgenommen. «Unsere» Übersetzerin erklärt, welche Angebote wir buchen können. Wir entscheiden uns für ein mehrteiliges Programm mit Mittagspause dazwischen. Zuerst zeigen sie uns aber noch unsere Campsite. Sie ist sehr einfach gehalten. Ein grosser Sandplatz im Bush, aber uns gefällt die Natürlichkeit. Bevor wir mit dem Programm starten, erzählen wir, dass wir bereits vor 16 Jahren hier waren. Sie sind begeistert und fragen sofort nach Fotos. Die haben wir und sie stossen auf grosses Interesse. Jeder kennt wieder irgend jemanden auf den Fotos und es wird freudig und wirr durcheinandergeredet. Irgendwann legt sich die Aufregung und wir starten. Zuerst zeigen sie uns, wie sie traditionelle Feuer gemacht haben. Sie sprechen immer ihre eigene Klick-Sprache und «unsere» Übersetzerin übersetzt es auf Englisch, wir dann wiederum auf Deutsch für die Kinder. Aber eigentlich sind die San so geübt darin ihre Sprache mit ein paar geschickten Handzeichen zu unterstreichen, dass wir oft auch ohne Übersetzung erahnen können, worum es geht. Die San scheinen uns super freundlich, fröhlich und zugewandt. Sie lachen viel über sich selbst und auch über uns. Mit den Kindern bauen sie einen traditionellen Bogen und danach wird auf eine Zielscheibe geschossen. Eines der Kinder meint: «Wir verstehen uns eigentlich ganz gut, auch wenn sie ihre Klicksprache und ich Schweizerdeutsch spreche.» Schöne und interessante Erkenntnis! Mir zeigen die Frauen, wie sie die Perlen aus Strausseneiern machen und ich werde auch gleich eingespannt. Wir fühlen uns fast etwas wie ein Teil der Gruppe. Zum Abschluss dürfen die Kinder und ich mit den Frauen ein paar Tanz- und Singspiele machen. Auch da wird sehr viel gelacht. Es ist ansteckend. Danach ist Mittagspause und alle ziehen sich in der Hitze etwas zurück. Im Anschluss geht es mit einem spannenden Bushwalk weiter. Neben unserer Übersetzerin ist ein etwas älterer Mann und ein jüngerer dabei. Zwischendurch taucht auch ein Junge auf, der interessiert zuhört. Uns wird gezeigt, wie eine Falle gebaut wird und sie erzählen, wozu verschiedene Beeren, Blätter und Wurzeln gebraucht werden. Interessant ist, dass sie die Naturmedizin auch heute noch genutzt wird. Oft sind die Ärzte zu weit weg oder zu teuer. Nach dem gebuchten Programm gehen wir in den wunderschönen, im Bush integrierten «Shop». Bereits vor 16 Jahren habe ich mich hier mit Souvenirs eingedeckt. Der Shop wie auch die Sachen sind unglaublich schön. Zudem kauft man direkt bei den Hersteller:innen. Wir streunen unglaublich lange durch den Shop und können uns einfach nicht entscheiden, welches die schönsten Sachen sind. Den Abend verbringen wir auf unserer Campsite. Hier hat es sehr viele Insekten. Aber das gehört halt zur Wildnis dazu. Wir hören die San in ihrem Dorf singen und das inspiriert uns auch ein grosses Lagerfeuer zu machen und zu singen. Das ist die erste kalte Nacht auf der Reise. Wir ziehen uns fürs schlafen etwas wärmer an, dann ist es kein Problem. 27.4. Was fehlt uns noch? Wir haben bei der Reiseplanung offengelassen, wo wir die folgenden zwei Übernachtungen verbringen. Wir wollten kurzfristig entscheiden können, je nach dem, was uns fehlt, worauf wir Lust haben und was noch verfügbar ist. Die Kinder möchten gerne noch Rhinos sehen und wir haben Lust auf den Waterberg. Deshalb haben wir vor einigen Tagen bei Waterberg Wilderness eine Campsite und das Rhino-Tracking gebucht. Wir fahren zuerst nach Grootfontein und gehen dort nochmals einkaufen. Danach entscheiden wir uns für den Weg über D-Strassen (D2804 und D2512). Die Pad und die Landschaft sind schön. Gegen den Schluss ist die Pad vom Regen wieder sehr ausgewaschen. Die Campsites sind sehr unterschiedlich schön und relativ nah beieinander. Uns wird zum Glück ein recht schöner zugeteilt. Die Infrastruktur ist top. Uns gefällt auch gut, dass man verschiedenen Pools (von uns nicht benutzt) und Loges/Restaurants zu Fuss erreichen kann. Heute ist nochmals Leermond und wir bestaunen und studieren den Sternenhimmel. In der Nacht machen sich Tiere an den Abfalleimern zu schaffen, was ziemlich laut ist. Wir haben unseren dank Vorwarnung zum Glück im Auto verstaut. 28.4. Mit Rhinos auf Tuchfühlung und Stachelschweinsichtung vom Bett aus Für heute haben wir das Rhinotracking gebucht und gehen früh am Morgen zu Fuss zum Treffpunkt. Die Rhinos werden hier 24/7 vor Wilderern bewacht. Deshalb wissen sie immer wo sich die Rhinos aufhalten und können eine Sichtung garantieren. Bis jetzt haben wir bewusst kein Tracking gemacht und versucht die Tiere selbst zu finden. Aber so zum Schluss gönnen wir uns ein solches Erlebnis. In einer Gruppe von ca. 10 Personen wandern wir ca. 2 Stunden durch den Busch. Der Guide ist leider mässig. Trotzdem erfahren wir einiges über die Situation der Rhinos mit den Wilderern. Unser Jüngerer motzt den ganzen Weg. Er findet es eine Zumutung, dass wir wandern müssen, wenn es doch einen Rhino-Drive gegeben hätte. Als wir dann tatsächlich bis 5m an die Rhinos ran können, sind dann aber doch alle begeistert. Klar, die Rhinos sind sich Touristen gewohnt. Trotzdem ist der Guide auf der Hut und gibt uns klare Anweisungen, wenn die Rhinos neugierig zu nah kommen. Wir fühlen uns sicher. Nachdem sich alle an den Rhinos satt gesehen haben, wandern wir ca. 1h zurück zum Camp. Der Ausflug hat uns sehr gut gefallen! Zurück auf unserer Campsite ist waschen, spielen und faulenzen angesagt. Am Nachmittag machen wir Erwachsenen den History-Path. Die Runde gefällt uns gut und die Informationen sind interessant. Es dauert etwas länger als wir gedacht haben, aber wir geniessen die verlängerte Zeit zu zweit. Beim Einschlafen höre ich ein Schmatz-Geräusch, das ich schon letzte Nacht nicht einordnen konnte. Wir gucken mit Licht aus dem Zelt und vor uns steht ein Stachelschwein. Unglaublich! |
|
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Hanne, Champagner, urolly, Logi, Sorimuc, CuF, CoM, fiedlix, Enilorac65, AnnetteB und weitere 2
|
29 Aug 2025 21:37
#711993
|
Hallo, was für eine schöne Familienreise! Etwas nass zwar
Euer Tag mit den San war für die Kinder sicher ein besonderes Erlebnis. Liebe Grüsse und vielen Dank für‘s Teilen eurer Reise! |
|
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Leo-IMMER
|
31 Aug 2025 12:11
#712037
|
Enilorac65 schrieb:
Hallo, was für eine schöne Familienreise! Etwas nass zwar Euer Tag mit den San war für die Kinder sicher ein besonderes Erlebnis. Liebe Grüsse und vielen Dank für‘s Teilen eurer Reise! Liebe Caroline Vielen Dank für deine liebe Nachricht. Für uns war es wirklich eine super tolle Reise! Das Wasser hat uns zum Glück oft gar nicht so gestört. Es hat unsere Reise mit zusätzlichen spannenden Momenten und Abenteuer ergänzt. So, jetzt mache ich mich bereit für den Endspurt und den Abschied. Liebe Grüsse, Leonie |
|
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Enilorac65
|
