THEMA: Campingreise: eine Familie und viel Wasser
13 Aug 2025 22:39 #711314
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@haegar99
Hallo Pedro, vielen Dank für dein Interesse an meinem Reisebericht! Das Mesosaurus Fossil Camp bleibt mir auch in spezieller Erinnerung. Unglaublich die Stimmung im Abend- und Morgenlicht.
Bezüglich der Schlange haben meine Recherchen ergeben, dass es eine Maulwurfsnatter sein könnte. Die ist nicht giftig.
Gruss, Leonie
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15 Aug 2025 10:52 #711388
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26.7. Township am Morgen und edles Essen am Abend
Das Frühstücksbuffet im Hotel ist gut. Gestern haben wir mit einer Bekannten von unserer ersten Reise für heute eine Townshiptour abgemacht. Die Art und Weise von Sammy, wie sie durch ihre Wohnumgebung führt, war damals sehr interessant und respektvoll und ist es auch noch heute. Wir gehen auf einen Markt, ihre Mutter erzählt bei ihr zu Hause ihre Lebensgeschichte, wir erhalten ein kurzes Konzert der Swakopmund Acapella Singers, besichtigen einen Kindergarten, besuchen eine traditionelle Medizinfrau im DRC und essen in einem Township-Restaurant Mopane Würmer und Pap. Sie erzählt uns viele spannende Details über das Leben in einem Township. Unsere Kinder sind sehr interessiert, stellen gute Fragen und hören ungewohnt respektvoll zu. Auch sie spüren wohl, dass es ein Privileg ist, dass wir einen solchen Einblick in das Leben von anderen Menschen erhalten.

Wir haben dann doch nicht so viele Mopane Würmer gegessen, dass wir satt werden und essen nach der Tour noch was Kleines im Village Cafe (sehr zu empfehlen). Den Nachmittag verbringe ich mit Sammy und wir quatschen entspannt und privat über die Herausforderungen und Freuden im Leben. Unsere Lebenssituationen könnten unterschiedlicher nicht sein und trotzdem ist es ein sehr gemütlicher und anregender Nachmittag. Die Männer der Familie sind währenddessen auf Shopping-Tour. :laugh:
Am Abend essen wir im Ocean Cellar. Wir haben nicht so ein gehobenes und edles Restaurant erwartet und fühlen uns in unserem Camping-Outfit etwas deplatziert. Aber das Essen ist sehr gut.

27.7. zu Fuss in die Wüste und Glitzersteine
Den Tipp für die Wüstentour mit Kevin (Okevo Adventures) haben wir für einmal nicht aus dem Forum, sondern unterwegs erhalten. Die Tour haben wir vor ein paar Tagen gebucht und treffen Kevin am Stadtrand von Swakopmund. Wir begeben uns zu Fuss ein paar hundert Meter in die Wüste auf der Suche nach den kleinen Wüstenbewohnern. Wie schon am Vortag sind wir die Einzigen auf der Tour. Zudem spricht Kevin Deutsch, was für unsere Kinder toll ist. Kevin weiss wirklich sehr viel und erklärt uns und unseren Kindern so ganz nebenbei das Ökosystem der Namib. Wir haben Glück und sehen einen Wüsten-Gecko, eine Sandviper, zwei Chamäleon, eine «Namib-Blindschleiche» und natürlich Klopfkäfer.











Zudem zeigt uns Kevin den Magnetit im Sand und unsere Kinder sind nach der Tour nach lange damit beschäftigt Magnetit einzusammeln. Die Tour können wir wirklich wärmstens empfehlen! Es ist sehr eindrücklich, dass man diese Tiere sogar gleich neben der Stadt findet. Es wäre bestimmt lustig gewesen mit anderen Touren mit dem Auto durch die Dünen zu fahren, aber zu Fuss scheint es uns irgendwie respektvoller. Etwas Bewegung tut uns nach dem vielen Autofahren auch ganz gut. Zudem erzählt Kevin spannend und die Tiersuche lenkt die Kinder ab. Sie bemerken gar nicht recht, dass sie «wandern«.

Zum Mittagessen gönnen wir uns Fish und Chips beim gelben Bus von Fork’n Nice (sehr zu empfehlen). Da wir einen kleinen Steine-Fan dabei haben, darf ein Besuch in der Kristall-Galerie natürlich nicht fehlen. Sehr beeindruckend! Am Abend essen wir im Ankerplatz. Das hat uns überraschenderweise von den Restaurants im Swakopmund am besten gefallen: gute Atmosphäre und gutes Essen, wir haben uns sehr wohl gefühlt.

28.3. Kajak fahren und Schlafsäcke im Strand Hotel
Heute sind wir früh unterwegs, wir wollen auf eine Kajak-Tour von Walfish Bay aus. Auch diese Tour haben wir vor ein paar Tagen gebucht. Hier sind wir in einer etwas grösseren Gruppe unterwegs. Wir fahren eine Weile, bis wir am Ort sind, wo wir in die Kajaks steigen können. Wir sehen aber unterwegs Flamingos, Pelikane und Schakale.







Es macht Spass mit dem Kajak durch die Robben-Kolonien zu paddeln. Kajak-Erfahrung braucht es keine. Wir versuchen die Robben zu unserem Kajak zu locken. Manchmal beisst tatsächlich eine Robbe ins Paddel, wirklich süss (Sorry, auch davon habe ich nur Fotos mit Personen drauf). Hier stinkt es nicht. Für uns ein Grund, weshalb wir dieses Abenteuer Cape Cross vorgezogen haben. Zu vergleichen ist es aber vermutlich nicht ganz.

Am Nachmittag organisieren wir dies und das für die Weiterfahrt. Unter anderem fragen wir bei Africa on Wheels an, ob wir zwei ihrer Schlafsäcke hier irgendwo deponieren können. Die Kinder haben ihre eigenen Schlafsäcke dabei. Trotzdem haben wir vier Schlafsäcke von Africa on Wheels mitgenommen, weil wir mit sehr kalten Nächten in der Wüste gerechnet haben. Das war nicht der Fall und die Schlafsäcke brauchen wertvollen Platz im Auto. Die Autovermietung meint, dass sie in den nächsten Tagen ein Auto beim Strand Hotel (eines der edelsten Hotels in der Stadt) abholen müssen. Sie empfehlen, im Hotel zu fragen, ob sie die Schlafsäcke für uns bis dann lagern können. So stehe ich also mit einem riesigen Sack mit zwei Schlafsäcken in der Lobby des Strand Hotels. Ich gebe ein lustiges Bild ab. :laugh: Es geht eine Weile, bis der arme Angestellte versteht, was ich Merkwürdiges möchte. Aber es klappt!

Am Abend essen wir im Fish Deli (durchaus empfehlenswert). Wir sind übrigens in Swakopmund immer zu Fuss unterwegs, auch am Abend die kurzen Strecken bis zum Restaurant. Wir haben uns glücklicherweise dabei nie unwohl gefühlt.
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17 Aug 2025 21:32 #711492
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29.3. Rock Pools und Leermond
Wir haben die Tage in Swakopmund sehr genossen, freuen uns nun aber wieder auf Pad zu sein. Wir fahren über Henties Bay zur Spitzkoppe. Wir wollen früh dort sein, damit wir eine gute Auswahl an Stellplätzen haben. Es ist toll, dass man sich den Platz selbst aussuchen darf. Aber ich bin etwas kompliziert und kann nicht einfach den erst besten nehmen, sondern muss sicher sein, dass wir wirklich den für uns perfekten Platz erwischt haben. Es wurde 11b und rückblickend denke ich, das war optimal. Gute Kletterfelsen für die Kinder, perfekter Sundowner-Spot und man kann sich tagsüber für Schatten immer irgendwo zwischen die Felsen setzen.



Wir richten uns aber noch nicht richtig ein, sondern fahren mit dem Auto zu den Rock Pools. Die Pools sind prall mit frischem Wasser vom Regen gefüllt. Wir baden und quatschen auch hier mit Locals, die extra wegen den gefüllten Pools angereist sind. Wir geniessen unser tolles Timing und die Aussicht auf die Spitzkoppe. Zurück bei unserem Platz muss wieder mal alles gleichzeitig passieren: Zelte aufstellen, Feuer machen, kochen und Sundowner geniessen. Tja, das sind Probleme…. :P





Heute ist Leermond und wir sitzen mit unserem Büchlein über den Südhimmel unter den Sternen und versuchen Sternbilder zu finden. Nach anfänglichen Orientierungsproblemen gelingt es uns ganz gut. Der Sternenhimmel ist auf jeden Fall schön, aber irgendwie haben wir es uns bombastischer vorgestellt. Es scheint uns, als werde es gar nicht recht dunkel, was wenig Sinn ergibt.

30.3. Heute gehen wir dem Schatten nach
Wir haben hier eine zweite Nacht eingeplant, um die Landschaft und den ausgesprochen schönen (aber einfachen) Camping zu geniessen. Das Auto bewegen wir heute nicht, es steht uns ein entspannter Tag bevor. Etwas Rumklettern am Morgen, bevor es zu heiss wird. Danach lesen, «hangen», spielen und Tiere fotografieren.



Zwischen den Felsen hat es zum Glück immer irgendwo Schatten, wir müssen einfach immer etwas nachrücken. Am Nachmittag (die Hitze hat leider noch nicht abgenommen) gehen wir zu Fuss zum Arch. Es sind nicht alle Familienmitglieder begeistert. Tja, auch das gehört dazu. Dafür gehen wir auch nochmals zu den Pools, das stimmt versöhnlich. Nochmals Braai, Sonnenuntergang und Sterne gucken, wunderbar! Die Nacht ist dann aber leider so windig und damit laut im Zelt, dass Teile der Familie kaum schlafen. :(
Letzte Änderung: 17 Aug 2025 21:37 von Leo-IMMER.
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19 Aug 2025 21:53 #711604
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Jetzt habe ich mich doch endlich mal schlau gemacht, wie ich die Personen auf den Fotos einfach und sicher unkenntlich machen kann. Voilà: jetzt gibt es etwas mehr Fotos.

31.3. ab zum Haasenhof!
Heute fahren wir zum Haasenhof, wo wir dann die kommende Woche verbringen werden. Die B2 scheint mir verkehrstechnisch die deutlich mühsamste Strasse bis jetzt. Wir nehmen danach eine scheinbar etwas unkonventionelle Zufahrt zur Guestfarm über die D2156. Die Pad ist sehr zugewachsen, der Weg recht abenteuerlich. Wir kommen in der kleinen Oase an, werden von den Hunden und der Besitzerfamilie begrüsst und gleich zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Unsere zwei Zimmer liegen gleich nebeneinander und sind sehr sauber, einfach und praktisch. Mehr zu unserer Zeit im Haasenhof im nächsten Abschnitt.




1.-4.4. Farmlife und Schweizer Bank
Die Zeit auf dem Haasenhof dient uns einerseits als Pause vom Unterwegs sein und andererseits wollen wir ein mögliches Alltagsleben in Namibia kennenlernen. Die Guestfarm ist einfach und authentisch, uns gefällt es sehr!

Wir haben im Voraus mit Claudia abgeklärt, dass wir sie in den Tagen unterstützen können oder ein Projekt auf der Farm umsetzen können. Vor Ort stellt sich dann heraus, dass wir aus Paletten eine Sundowner-Bank für einen bestimmten Ort bauen sollen. Neben Farmausflügen, entspannen und essen wird das unsere Beschäftigung für die nächsten paar Tage. Das Bauen macht uns Spass. Nach getaner Arbeit macht es doppelt Freude an den reich gedeckten Tisch zu sitzen. Wir sitzen gemeinsam mit anderen Gästen und der Farmerfamilie an einem Tisch. Es gibt sehr gutes und währschaftes Essen mit vor allem Zutaten aus Eigenproduktion. In Gesprächen und geteiltem Alltag bekommen wir auch viel über die Herausforderungen im Farmalltag mit. Mal ist ein Kind krank, eine Angestellte hat unerwartet gekündigt oder das Farmauto steckt im regendurchnässten Boden fest. Mal gibt es eine organisierte Farmrundfahrt oder einen Sundowner-Ausflug oder wir können spontan mitfahren, wenn ein Zaun oder eine Tränke kontrolliert werden muss.









Interessant ist für uns auch, dass auf der Farm Jagd-Tourismus (Trophäen-Jagd) angeboten wird. Wir waren dem Thema gegenüber negativ eingestellt, wussten aber eigentlich wenig drüber. In solchen Fällen bewegen wir uns gerne mal etwas aus unserer Komfortzone. Am Anfang unseres Aufenthaltes sind drei Wildhüter/Forstwarte aus Deutschland zum jagen auf der Farm. Der Austausch mit ihnen ist sehr interessant. und wir lernen viel über die Jagd. Durch die Gespräche erhalten wir einen differenzierten Blick auf das Thema, auch wenn wir dadurch nicht zu Fans vom Jagd-Tourismus werden.



Vor allem die Kinder schätzen die Pausentage sehr. Sie kümmern sich wie grosse Geschwister um die kleinen Farmkinder, kosten das Trampolin aus und vor allem die Farmhunde ziehen sie in ihren Bann. Vor dem Aufenthalt waren sie überhaupt keine Hundefreunde. Mit den unglaublich lieben (Jagd-)hunden der Farm toben sie herum, spielen mit ihnen und kümmern sich um sie. Die Farmfamilie ermöglich uns ohne viel Aufsehen zu erregen wunderbare Tage. Sie kümmern sich um uns, zeigen uns das Farmleben, kochen das Lieblingsessen der Kinder und geben uns Tipps für die Weiterreise.





Wir geniessen die Zeit auf dem Haasenhof sehr!
Letzte Änderung: 19 Aug 2025 22:05 von Leo-IMMER.
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20 Aug 2025 20:36 #711648
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5.4. Hätten wir hier doch mehr Zeit einplanen sollen?
Nach der Pause auf dem Haasenhof freuen wir uns auf weitere Abenteuer. Am letzten Abend hat es heftig geschüttet und wir fahren deshalb wiedermal über sehr ausgewaschene Strassen weiter. Zuerst machen wir ein Grosseinkaufs-Stopp in Omaruru und dann geht es weiter ins Damaraland. Landschaftlich gefällt uns die C35 ab Uis ausgesprochen gut!
Wir haben tags zuvor im Madisa Camp telefonisch einen Platz für eine Nacht reserviert. Leider weiss vor Ort niemand etwas von dieser Reservation. Zum Glück hat es noch einen freien Platz. Das Camp ist eigentlich schön, aber irgendwie springt der Funke bei uns nicht recht rüber. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass bei uns grad schlechte Stimmung herrscht.
Mir gefällt die Landschaft im Damaraland so gut, dass ich es bereue, dass wir hier nicht mehr Zeit eingeplant haben. Zudem weiss ich nicht recht, ob es die richtige Entscheidung war, auf die Wüstenelefantentour zu verzichten. Dieser Zweifel wird mich leider bis zum Schluss begleiten. Tja, aber ein paar Fehlentscheidungen gehören wohl dazu.

6.4. Spektakulärste Strecke und Stachelschweine
Heute ist ein sehr langer Fahrtag. Die Landschaft während der Fahrt ist aber spektakulär und unglaublich abwechslungsreich (D2612, C39 und C43). Es ist einmal mehr überraschend grün. Von der Pad aus sehen wir über den Tag verteilt Giraffen, Zebras, Springböcke und Paviane.





Auch die Pad selbst sorgt für Spannung. Wir treffen zwar auf wenig Wasser auf der Strasse, aber vor allem ab Palmwag ist die Strasse unglaublich ausgewaschen. Wir fahren quasi in einem Bachbett! Hier war wohl noch gestern kein Durchkommen wegen des Wassers.
Wir haben gestern im Camp Aussicht angerufen und uns wurde bestätigt, dass der Weg und die Süd-Zufahrt heute möglich sein sollte. Wir kommen langsam voran, schaffen es aber bis zum abgelegenen Camp Aussicht. Die Campsites sind hübsch angelegt. Der mit der besten Aussicht ist bereits belegt, wir suchen uns dafür den Gemütlichsten aus. Hier fühlen wir uns sofort wohl! Wir werden zur abendlichen Stachelschweinfütterung beim Haupthaus eingeladen. Das sind unglaubliche Tiere, wir sind begeistert!



7.4. Dioptas-Mine und Natur-pur
Heute verbringen wir einen gemütlichen Tag im Camp und können uns gut auf die Einsamkeit einlassen. Viel Zeit verbringen wir bei der ehemaligen Dioptas-Mine. Vor dem verschütteten Zugang hat es Berge an Material. Mit ausgeliehener Hacke und blossen Händen suchen wir alle eifrig nach den schönsten Steinen. Wir kommen richtig gehend in ein Schatzsuch-Fieber.





Nach getaner «Arbeit» gönnen wir uns eine sparsame Dusche aus dem selbst geheizten Regenwasser in der tollen Bucket-Shower. Irgendwie sind wir hier alle im Einklang mit uns selbst und der Natur. Dieser Ort strahlt für uns etwas ganz Besonderes aus.



8.4. Mix der Kulturen und Okuhepa
Auf der heutigen Weiterfahrt sind die Pads einmal mehr sehr ausgewaschen, wobei bereits erste Aufräum-Arbeiten verrichtet werden. Vor Opuwo bereiten wir auf einen Spurt in den Spar vor. Unsere Befürchtung, dass wir dort von bettelnden Leuten und Strassenhändler:innen belagert werden, bewahrheitet sich leider. In dem Masse ist es für uns unangenehm. Geben tun wir nichts.
Bei der Tankstelle müssen wir länger warten und beobachten interessiert das Treiben um uns herum. Es ist für uns unglaublich faszinierend wie hier traditionelle Himba- und Herero-Frauen, Männer in Anzug und Frauen in Miniröcken selbstverständlich neben- und miteinander leben. Das ist echt ein anderes Erlebnis als in den anderen Städten bisher. So verlassen wir Opuwo doch noch mit gutem Gefühl Richtung Norden.
Heute Morgen haben wir kurz mit jemandem vom Living Museum Mungunda telefoniert und uns angekündet. Bei unserer ersten Namibiareise haben wir die Living Culture Foundation Namibia und die Living Museums kennen gelernt und das Konzept hat uns überzeugt. Das Ovahimba Living Museum ist sehr interessant. Nicht so vielfältig, aber eindrücklich und authentisch. Es ist für uns auch angenehm, dass die Himba-Frauen nicht nur über sich und ihre Kultur erzählen, sondern auch über unser Leben mehr erfahren wollen. Wir geben bereitwillig Auskunft. So wird es fast etwas zu einem Austausch. Nach der Tour kaufen wir selbstgemachte Kleinigkeiten im dazugehörigen Shop und bedankten uns (Okuhepa). Wir übernachten auf dem dazugehörigen Campingplatz. Der ist gut geeignet für eine Zwischenübernachtung.
Letzte Änderung: 20 Aug 2025 20:38 von Leo-IMMER.
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21 Aug 2025 21:35 #711680
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9.4. noch mehr Wasser!
Weiter geht es auf der krass zerstörten C43 durch das grüne Kaokoveld nach Norden. Wir kommen langsam voran, aber befahrbar ist die Pad zum Glück. Es geht vorbei an Dörfern und winkenden Menschen, die dann teilweise noch schnell – weil sich die Gelegenheit ja bietet – eine bettelnde Hand machen. Einige Kinder lassen sich was einfallen und tanzen auf der Strasse, um Geld oder Essen zu erhalten und andere stellen sich einfach direkt vor unser Auto. So schwierig es auch ist, aber Kinder erhalten von uns erst recht nichts. Wir winken einfach immer freundlich zu. Tja, echt schwierige Situation für alle Beteiligten.

In Epupa gehen wir als Erstes zum Lookout. Wir sind überwältigt von den Wassermassen, die den Wasserfall herunterdonnern, unglaublich!



Auch in Angola hat es sehr viel geregnet, weshalb der Kunene extrem viel Wasser führt. So viel Wasser, dass wir bereits vor einer Woche von unserem gebuchten Camp (Epupa Camp) informiert wurden, dass es leider überschwemmt ist. Das bereits bezahlte Geld erhalten wir anstandslos zurück. Mit Gondwana klärten wir ab, ob beim Omarunga Epupa-Falls Camp noch gecampt werden kann und haben da eine Site reserviert. Vor Ort sehen wir, dass die erste Reihe der Campsites auch überflutet ist und somit die zweiten Reihe zur Riverfront upgegradet wird. Da erhalten wir einen Platz. Die Anlage ist grundsätzlich sehr schön, die sanitären Anlagen sind sehr angenehm, aber leider sind die Sites extrem eng nebeneinander. Wir gucken über den Zaun zur Epupa Falls Lodge & Campsite. Auch da sind die Campsites für unseren Geschmack sehr eng beieinander. Tja, das Epupa Camp hätte uns wohl besser gefallen. Aber Hauptsache, wir sind hier an diesem wunderschönen Ort.



10. und 11.4. ohrenbetäubender Lärm und Krokodile
Wir verbringen zwei gemütliche Tage in Epupa. Gleich am ersten Morgen besuchen wir die Epupa-Falls von Nahem. Die Wassermasse ist echt beeindruckend und die Baobabs sind auch toll, wie sie sich an die Felsen klammern. Zwischen dem Camp und dem Wasserfall hat es viele Verkaufstände mit schönen Souvenirs. Einige Verkäuferinnen sind leider etwas aufdringlich.





Im Camp wird sehr aktiv ein Wasch-Service und verschiedene Touren angeboten. Grundsätzlich wollen wir beides in Anspruch nehmen, aber gerne zu der von uns gewünschten Zeit. Das ständige Nachfragen stört uns etwas.

Wir spielen, geniessen das Wlan und auch der Pool wird hier von den Kindern ausnahmsweise sehr intensiv genutzt. Es ist ein entspannter Ort zum verweilen. Das Wasserfall-Geräusch als ständiger Begleiter vergleichen wir irgendwann mit dem Rauschen im Flugzeug. Eigentlich ist es ohrenbetäubend laut, aber irgendwann bemerkt man es gar nicht mehr richtig. Wir machen uns mit einer geführten Walking-Tour auf die Suche nach Krokodilen und erfahren nebenbei Einiges über das Leben in und um Epupa. Wir freuen uns sehr, dass wir tatsächlich zwei Krokodile finden!




Unterwegs gehen wir am eigentlich gebuchten Epupa Camp vorbei. Es ist wirklich total unter Wasser, sieht aber abgesehen davon sehr sehr schön aus.

Ein Sundowner am Wasserfall und ein Abendessen im Restaurant des Camps runden unsere Tage in Epupa ab.



12.4. langer Fahrtag und Löwengebrüll?
Die kommende Übernachtung haben wir noch nicht im Voraus gebucht, da wir nicht abschätzen konnten, wie lange wir fahren können/wollen. Am Vortag haben wir entschieden, dass wir gut bis vor den Etosha durchkommen sollten. Wir starten relativ zeitig und machen uns auf den Rückweg nach Opuwo. Einige kritische Stellen der Pad wurden inzwischen bereits ausgebessert. Wir sind beeindruckt, wie schnell das geht.

Beim Spar in Opuwo kennen wir die Autobewacher bereits. Wir stocken unsere Vorräte auf. Fleisch gibt es heute keines, weil wir über den Vet-Fence fahren werden. Beim letzten Mal in Opuwo haben wir eine kleine Gas-Auffüllstation am Rand der Stadt entdeckt und füllen dort unseren Gaskocher wieder auf. Diesmal ist es nicht ganz so abenteuerlich wie in Keetmanshoop und trotzdem finden wir Begegnungen mit Locals, die nicht oft mit Touristen zu tun haben, immer sehr interessant.

Die Weiterfahrt über die C41 und C35 ist unspektakulär. Wir kommen wegen der guten Teerstrasse aber rasch voran. Im Hobatere Roadside Camp sind wir überrascht von den hübschen und praktischen Häuschen zu den Campsites. Den Sundowner verbringen wir im Hide beim Wasserloch des Camps, sehen aber leider keine Tiere. In der Nacht schrecke ich auf. Habe ich da wirklich einen Löwen brüllen hören? Vielleicht, der Etosha ist ja ganz nah.
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