18. Juni, Start ins Kaokoveld
Dieser Beitrag ist etwas textlastig. Bilder kommen später noch genug.
Wir haben lange überlegt wie wir unsere Tour in den Nordwesten gestalten. In Opuwo, Epupa, Kunene River Lodge, Puros und Sesfontein waren wir schon als Selbstfahrer. Aber ohne die ganz großen fahrerischen Herausforderungen. Jetzt wollen wir abgelegene Gebiete erreichen, Kontakt zu den Himbas haben, einmal den VanZyl’s-Pass überqueren und Steinmännchen entdecken. Als Selbstfahrer traue ich mir das nicht zu. Deshalb eine Tour mit Guide.
Wir haben viel recherchiert, Reiseberichte und Beurteilungen gelesen. Gruppenreisen sind nicht unser Ding. Zu Dritt lange Strecken auf einer Bank, Diskussionen wer wann vorne neben dem Fahrer sitzen darf, auf dem Boden schlafen und die Fülle zwischenmenschlicher Besonderheiten erleben wollen wir uns ersparen. Auch wenn es teurer wird. Aber es ist ja auch ein once-in-a-lifetime-Erlebnis.
Wir haben uns für Kunenetours mit Caesar Zandberg entschieden. Gute Wahl! Soviel vorab. Kunenetours ist bei der Khowariblodge angesiedelt und hat als Schwerpunkt Touren ins Kaokoveld. Ich empfehle seine Website, wer mehr wissen will. Es ist eine individuell geplante Tour, die sich an seinen Vorschlag „Kaokoland Classic, 8 Tage“ anlehnt, aber eigene Wünsche beinhaltet. Caesar ist da sehr flexibel. Ich will ihn vorher nicht allzusehr loben. Das kommt später noch zur Genüge
Fahrzeug ist ein aufwendig ausgestatteter 8 Zylinder-Landcruiser. Caesar ist Guide und Fahrer. Camp Assistant ist Max. Das wird seinen Aufgaben und Leistungen aber nicht gerecht. Er ist so viel mehr. Auch er beurteilt Strecken, lotst das Fahrzeug an schwierigen Stellen, ist Übersetzer bei den Himbas und vieles mehr. Wir sind also zu viert in einem Fahrzeug unterwegs. Wir belegen gerne die Rückbank. Eine gute Wahl, da sich Caesar und Max so auch unterhalten können, wir gerne nebeneinander sitzen mit den Tagesrucksäcken in Griffweite.
Es geht über die C43 nach Opuwo. Der Otjomatemba Pass ist mittlerweile geteert. Als wir vor Jahren im Februar, also in der Regenzeit, auf dem Weg zu Camp Aussicht vorbei kamen war es noch kniffliger. Jetzt alles easy. In Opuwu wird getankt und groß eingekauft. Wir sind im Restaurant derweil geparkt. Pipistop bei den Baobabs vor Opuwo.
Danach geht es auf langweiliger Teerstraße in Richtung Ruacana. Dort wird noch einmal getankt. Man muss das Auto schütteln, damit der Tank richtig voll wird. Danach zum Aussichtspunkt bei den Falls. Leider wenig bis kein Wasser. Das Kraftwerk hat Vorrang. Caesar war zuletzt im März dort. Damals war viel Wasser, ein Riesenspray, fast Mini-VicFalls. Jetzt halt so lala. Aber wir waren auch mal da.
Die Straße zum Kunene hinunter ist landschaftlich wunderbar. Man verliert viel Höhe. Ziel ist die Raycana River Campsite. Aber das wird dann ein eigenes Posting.