THEMA: Kaokoland klassisch (guided), Juni 2025
06 Jul 2025 11:15 #708990
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Wir waren vom 14. Juni bis 2. Juli überwiegend im Kaokoland im Rahmen einer geführten Tour unterwegs. Mit ein paar Nächten davor und danach. Es war ein Erlebnis und abenteuerlicher als erwartet. Nicht nur wegen des Van Zyls-Passes…



Die Buchung war ein Mischmasch aus Eigenbuchungen (Flug und Safari-Paket) und der freundlichen Hilfe vom tracks4Africa-Link aus dem Forum. Dort hilft die Agentur Zebra-Reisen bzw. click & travel.

Der Flug war mit Ethiopian, gebucht über booking.com. Es war nett, dass man im Rahmen der Buchung gleich alle Plätze für Hin- und Rückflug buchen konnte. Nur hat das vor Ort in Frankfurt niemand interessiert. Die Reihe 13 gibt es in Economy nicht. Der Flug an einem Freitag war gut gebucht, also rappelvoll. Dank des etwas weiteren Sitzabstands aber relativ gut erträglich.
Letzte Änderung: 06 Jul 2025 11:20 von Kokomiko. Begründung: Foto hinzugefügt
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06 Jul 2025 11:28 #708991
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14. Juni, Addis Abbeba - Windhoek

Der Flughafen in Addis ist ein Erlebnis. Weite Wege und ein faszinierendes Völkergemisch. Von Schwarzafrikanern in allen Modestilen, Äthiopiern in traditioneller Tracht, vollverschleierten Araberinnen und Touristen aus allen Erdteilen. Lästig nur, dass das Gate kurzfristig gewechselt wurde. Hat aber für Bewegung gesorgt.
In Windhoek angekommen ging es dank Visa on arrival und zuhause schon vorausgefülltem Formular (viele sind offenbar immer noch vom Formular völlig überrascht und erledigen das in der Schlange stehend ;-) schnell an den Visaschalter. Dort dauerte es allerdings etwas bis die ganze Bürokratie abgearbeitet war.
Gleich Airtime für die namibianische SIM-Karte gekauft und den ATM geplündert.
Abholung durch Asco wie immer zuverlässig und gut. Dann Transfer zur Übernachtung im Galton House am nördlichsten Zipfel von Eros. Schöne Aussicht auf Windhoek von dort oben. Das Bedürfnis Windhoek zu besuchen haben wir aber mittlerweile nicht mehr. Etwas ausruhen nach dem Flug und dann ein gutes Abendessen langt für die erste Nacht. Galton House ist eine Empfehlung wert! Nettes Personal, sehr gutes Abendessen (Auswahl aus zwei Gerichten, 3 Gänge), schönes Zimmer, alle elektrischen Optionen und eine warme Bettflasche! War schon etwas kühl.
Im Zimmer lagen als Paket noch einmal alle Reiseunterlagen wie Karte, Voucher, allgemeine Reiseinformationen und individuelle Empfehlungen zu unseren von click & travel gebuchten Zielen, Hinweisen zur Strecke usw. Alles in einer ledernen Mappe mit hölzernem Notizbrettchen und Kugelschreiber. Nett, aber nach den Vouchern hat uns niemand gefragt. Der gute Name von click & travel genügt wohl.





In Ruhe auf dem Zimmer die SIM-Karte gewechselt und das Guthaben geladen. Als erstes Ahweh Yodata M für 50 NAD gebucht. Das sind für 7 Tage 300 min Telefonie, 300 SMS aber viel, viel wichtiger: 2 GB Daten. Dazu später mal mehr.
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06 Jul 2025 11:37 #708992
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15. Juni, Abholung bei Asco und Fahrt zum Brandberg

Pünktlich um 8 Uhr stand der Fahrer von Asco vor der Tür. Er hat uns dann auch gleich das Auto gezeigt und erklärt. Wir haben uns diesmal für eine Budget-Version des Hilux DC entschieden. Das Auto wird 11 Tage unbewegt rumstehen. Kilometerstand 265.000 km. Aber alles einwandfrei.
Keine Probleme unterwegs. Hat aber einen Tag gedauert bis uns wieder einfiel, dass man den Schlüssel zweimal drücken muss um alle Türen zu entriegeln. Einmal drücken entriegelt nur die Fahrertür.
Dann kleiner Einkauf im Supermarkt gleich in der Nähe (3x links abbiegen reicht)
Zwar etwas später entdeckt aber durchaus hilfreich: das Fahrzeug hat CarPlay! Das hilft bei der Navigation in Windhoek enorm und verschafft auch während der Fahrt einen Überblick wo man gerade ist. Das Netz in Namibia ist mittlerweile richtig gut geworden.

Ziel ist die White Lady Lodge am Brandberg. Wir wollen Land gewinnen und halten nur in Wilhelmstal zum Biltong-Einkauf.



Nächster Stop dann in Uis zum Tanken. Dort gleich das erste Souvenir. Eine sehr schön genähte Herero-Figur, gekauft von der netten Dame am WC. Der Verkäufer der Steine müht sich redlich, aber leider vergeblich.



Bei der Lodge verfehlen wir den direkten Weg zur Rezeption und irren ein wenig über die Campingplätze. Zimmer sind okay aber der Fussweg zur eigentlichen Lodge etwas zu weit entfernt. Hier fährt man Auto. Auch auf kurzen Strecken.

Die nächsten Tage kann es etwas dauern. Das Fotomaterial muss noch genauer gesichtet werden.
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08 Jul 2025 18:21 #709140
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16. Juni, White Lady Lodge

Leider haben die Elefanten den guten Regen genutzt um das Ugab-Flußtal zu verlassen. Deshalb keine Chance auf Elis. Nutzen wir also die Lodge. Auf jeden Fall schön: Der morgendliche Blick auf den Brandberg.





Wasser im Pool ist zwar frisch, aber ein paar Züge langt es. Nett sind die beiden zutraulichen Erdmännchen und auch der liebesbedürftige Graupapagei. Er scheint aber etwas rassistisch zu sein ;-). Und noch andere Haustiere.









Der Blick vom Sundownerhügel ist wirklich schön. Gleich nebenan liegt ein Golfabschlagsplatz mit Markierungen bis 250 Meter. Das ist mal eine Driving Range!







Abends dann Vortrag von Damara-Liedern. Um auch mal etwas Negatives zu erwähnen: die Portionen sind groß aber qualitativ naja. Aber wir sind ja nicht zum Essen in Namibia. Das kommt später noch. Morgen geht es nach Norden.
Letzte Änderung: 08 Jul 2025 18:24 von Kokomiko.
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10 Jul 2025 10:00 #709253
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17. Juni, Fahrt zur Khowarib Lodge

Heute steht wieder eine längere Fahrt an. Vom Brandberg über Khorixas an Palmwag vorbei zur Khowarib Lodge. Die D 2612 lassen wir aus. Sie soll angeblich in nicht so gutem Zustand sein.



Die Lodge hat sich seit unserem letzten Aufenthalt dort etwas verändert. Der alte Pool ist aufgelöst und näher ans Haupthaus verlegt worden. Auch die Campingplätze sind deutlich verbessert. Jetzt auch mit Pool und Bar.

Die Zelthäuser über dem Hoanib sind wirklich schön und das Badezimmer hat seinen ganz besonderen Charme.







Die Baboons am anderen Flussufer sind diesmal etwas weiter entfernt und nur selten zu hören. Dafür sind die Frösche umso präsenter. Das unterstreicht aber nur den Reiz des hier praktisch ganzjährig laufenden Hoanib an dieser Stelle.

Erstaunlich: Wir sind die einzigen Gäste. Der Juni ist ein wenig der Tote-Hosen-Monat bevor es im Juli, August und September bei guter Buchungssituation richtig abgeht. Wir geniessen aber das nur für uns gekochte und sehr gute Essen, danach das ebenso exklusive Lagerfeuer. Es ist der pure Luxus, bevor es morgen morgen zum Start in den Hauptteil unserer Reise kommt: Die 10tägige Safari ins Kaokoland.
Dazu dann in den nächsten Postings mehr.



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10 Jul 2025 14:46 #709305
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18. Juni, Start ins Kaokoveld

Dieser Beitrag ist etwas textlastig. Bilder kommen später noch genug. ;-)

Wir haben lange überlegt wie wir unsere Tour in den Nordwesten gestalten. In Opuwo, Epupa, Kunene River Lodge, Puros und Sesfontein waren wir schon als Selbstfahrer. Aber ohne die ganz großen fahrerischen Herausforderungen. Jetzt wollen wir abgelegene Gebiete erreichen, Kontakt zu den Himbas haben, einmal den VanZyl’s-Pass überqueren und Steinmännchen entdecken. Als Selbstfahrer traue ich mir das nicht zu. Deshalb eine Tour mit Guide.

Wir haben viel recherchiert, Reiseberichte und Beurteilungen gelesen. Gruppenreisen sind nicht unser Ding. Zu Dritt lange Strecken auf einer Bank, Diskussionen wer wann vorne neben dem Fahrer sitzen darf, auf dem Boden schlafen und die Fülle zwischenmenschlicher Besonderheiten erleben wollen wir uns ersparen. Auch wenn es teurer wird. Aber es ist ja auch ein once-in-a-lifetime-Erlebnis.

Wir haben uns für Kunenetours mit Caesar Zandberg entschieden. Gute Wahl! Soviel vorab. Kunenetours ist bei der Khowariblodge angesiedelt und hat als Schwerpunkt Touren ins Kaokoveld. Ich empfehle seine Website, wer mehr wissen will. Es ist eine individuell geplante Tour, die sich an seinen Vorschlag „Kaokoland Classic, 8 Tage“ anlehnt, aber eigene Wünsche beinhaltet. Caesar ist da sehr flexibel. Ich will ihn vorher nicht allzusehr loben. Das kommt später noch zur Genüge ;-)

Fahrzeug ist ein aufwendig ausgestatteter 8 Zylinder-Landcruiser. Caesar ist Guide und Fahrer. Camp Assistant ist Max. Das wird seinen Aufgaben und Leistungen aber nicht gerecht. Er ist so viel mehr. Auch er beurteilt Strecken, lotst das Fahrzeug an schwierigen Stellen, ist Übersetzer bei den Himbas und vieles mehr. Wir sind also zu viert in einem Fahrzeug unterwegs. Wir belegen gerne die Rückbank. Eine gute Wahl, da sich Caesar und Max so auch unterhalten können, wir gerne nebeneinander sitzen mit den Tagesrucksäcken in Griffweite.

Es geht über die C43 nach Opuwo. Der Otjomatemba Pass ist mittlerweile geteert. Als wir vor Jahren im Februar, also in der Regenzeit, auf dem Weg zu Camp Aussicht vorbei kamen war es noch kniffliger. Jetzt alles easy. In Opuwu wird getankt und groß eingekauft. Wir sind im Restaurant derweil geparkt. Pipistop bei den Baobabs vor Opuwo.



Danach geht es auf langweiliger Teerstraße in Richtung Ruacana. Dort wird noch einmal getankt. Man muss das Auto schütteln, damit der Tank richtig voll wird. Danach zum Aussichtspunkt bei den Falls. Leider wenig bis kein Wasser. Das Kraftwerk hat Vorrang. Caesar war zuletzt im März dort. Damals war viel Wasser, ein Riesenspray, fast Mini-VicFalls. Jetzt halt so lala. Aber wir waren auch mal da.



Die Straße zum Kunene hinunter ist landschaftlich wunderbar. Man verliert viel Höhe. Ziel ist die Raycana River Campsite. Aber das wird dann ein eigenes Posting.
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