THEMA: 5 Mon. Elternzeit SA/NAM - Teil III Namibiarunde
22 Mai 2025 08:22 #706860
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  • TinuHH am 22 Mai 2025 08:22
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Moin,

traumhaft schöne Bilder von dieser großartigen Landschaft!
Danke, dass Ihr uns daran teilhaben lasst.

Grüße
Martin
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22 Mai 2025 20:14 #706892
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Tag 39 01.04.2024 Swakopmund

Wir frühstücken und machen uns dann auf den Rückweg Richtung C28. Auf den Trail zu Tinkas und Rock Arch hatten wir weder gestern noch heute noch große Lust. Man muss sich ja noch was aufheben fürs nächste Mal.

Nach einiger Zeit biegen wir ab zum Welwitschia Drive und zur Mondlandschaft - auch das fehlte uns bisher noch in Namibia.









Fazit: ganz interessant und nett anzusehen, aber jetzt nicht überwältigend.

Daraufhin fahren wir nach Goanikontes zum Mittagessen. Das Restaurant liegt sehr schön (und ist gut besucht), der Spielplatz sowie die Spielgeräte bieten viel Abwechslung. Das Essen ist aber für das Gebotene - in Relation zu den sonstigen Preisen in Namibia - zu teuer. Das Essen ist nicht schlecht, aber wenn man sich überlegt, welche Qualität man anderswo für denselben Preis kriegt, passt es nicht

Anschließend fahren wir weiter nach Swakopmund. Die Küste und der Nebel faszinieren immer wieder. Hatten wir in Goanikontes noch ca. 30°C und Sonnenschein, beginnt gefühlt 10 Meter vor dem Ortsschild eine Nebelwand und das Thermometer fällt um die Hälfte.

iwr finden unser gemietetes AirBnB auf den ersten Versuch - dann aber nicht die richtige Tür für den Schlüssel und probieren erst mal ein wenig herum.. Das Haus ist sehr in Ordnung. Es liegt super zentral (ca. 200m Luftlinie vom Jetty entfernt) und ist sehr gut ausgestattet. Von der oberen Etage und dem Balkon/Dachterasse aus sieht man sogar das Meer. Einziger Haken: es gibt keine gesicherten Parkplätze, nur die (längere) Einfahrt. Die zentrale Lage war aber definitiv die richtige Entscheidung, es ist sehr angenehm, alles zu Fuß erledigen zu können.



Leider können wir das extra angefragte und zugesicherte Babybett nicht finden. Nach einer etwas langwierigen Rückfrage bei der Vermieterin sollen wir es im Waschraum/Schuppen suchen. Das Schloss ist aber dermaßen in Mitleidenschaft gezogen, dass wir allein für das Öffnen der Tür bereits 15 Minuten brauchen. Das Babybett ist leider vollkommen verstaubt, zudem gelingt uns der Aufbau nicht. Es bleibt also eine Isomatte am Boden (gut, wenn ältere Leute das dabei haben zum Schlafen im Dachzelt) für K2..

Schließlich machen wir noch einen kurzen Spaziergang zum Meer - noch in kurzer Hose und Tshirt (man ist es ja so gewohnt) - was wir in den nächsten Tagen aber leider austauschen mussten.

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22 Mai 2025 20:17 #706893
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Tag 40 02.04.2024 Swakopmund

Wir waren zwar bereits auf unserer ersten Namibia-Reise in Swakopmund, allerdings nur für 2 Nächte und hatten außer der Little Five Tour, Großeinkauf und einem Abendessen im Jetty nicht viel mitbekommen von der Stadt. Natürlich wirkt die Idee, mehrere Tage in einer Stadt zu verbringen, wenn man doch eigentlich wegen der Natur auf Campingurlaub ist, im ersten Moment etwas widersinnig. Das beständige Lesen von Reiseberichten führte aber doch zu etwas mehr Neugier darauf, was es noch so alles in Swakopmund gibt.

Wir frühstückten in Ruhe und machten uns dann auf eine Erkundungstour Richtung Stadtzentrum.







Wir bummelten durch diverse Geschäfte und erstanden Tshirts und Bücher. Zum Mittagessen gingen wir zum Ankerplatz - durchaus zu empfehlen.

Danach gehen wir noch etwas weiter zur Mole. Nachdem es bisher durchgehend neblig war, kommt kurz die Sonne durch. Wir besuchen den schönen Spielplatz an der Mole.







Nach einer dreiviertel Stunde zieht der Nebel wieder auf und alles ist wie vorher. Wir gehen schließlich zurück zu unserem Haus und verbringen dort den Rest des Tages.

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22 Mai 2025 21:26 #706896
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Tag 41 03.04.2024 Swakopmund

Für heute hatten wir die Eco Dune Tour bei The Naturalist Collection (ehemals Batis Birding Safaris) gebucht. Wir hatten dort bereits 2016 unsere Tour gemacht und fanden es dort um welten sympathischer als bei den beiden “großen” Veranstaltern - allein schon, weil wir damals wie heute mit deutlich weniger Leuten unterwegs waren. Auch der Kontakt im Vorfeld war positiv. Wir erkundigten uns nach Erfahrungen / Vorbehalten bei einer Tour mit kleinen Kindern und ob nicht etwa der ebenfalls angebotene Walk in den Abendstunden geeigneter wäre. Man zerstreute jedoch unsere Bedenken.

Dafür mussten wir nun für heute den Wecker stellen. Um 08:00 Uhr wurden wird durch Albert abgeholt. Am Ortsausgang stieß ein zweites Fahrzeug mit einer weiteren deutschen Familie (jedoch mit etwas älterem Kind) zu uns.

Wir fanden zwei verschiedene Chamäleons (ein Weibchen und ein Männchen).







Hier kam der “Raw Burst Mode” mit Pre-Recording der R7 erstmals produktiv zum Einsatz - ein spannendes Feature, dessen praktischer Nutzen jedoch bisher nicht sehr groß war. Der Modus erlaubt es, vereinfacht gesprochen, beim Durchdrücken des Auslösers Serienbilder auch von den 0,5 Sekunden vor dem Durchdrücken des Auslösers zu speichern - d.h. während der menschlichen Reaktionszeit wird bereits gespeichert. Mit Kindern hat man in der Regel schlicht nicht die Muße, längere Zeit auf die perfekte Bewegung eines Motivs zu warten, sondern muss versuchen, es überhaupt irgendwie akzeptabel auf den Sensor zu bannen..

Ein Chamäleon, bei dem man darauf wartet, dass es seine Zunge hervorschnellen lässt, ist da natürlich das Parade-Anwendungsbeispiel. Man sieht hinterher auch schön wie im Daumenkino die Zunge. Ein nicht unerheblicher Nachteil der Funktion ist, dass die Bilder in einer großen, proprietären Datei gespeichert werden, die nur mit Canon-Programmen geöffnet werden kann und man die Bilder daraus dann exportieren muss.

Wir fanden zudem eine Blindschleiche und - lustigerweise - gleich mehrere Babyschlangen. Sowohl von Zwergpuffotter als auch von Hornviper (man beachte die Sandkörner zum Größenvergleich).













Auch der wunderbare Namibgecko wurde gefunden und durfte sogar kurz auf der Kinderhand Platz nehmen (was wir aus erziehungstaktischen Gründen eher so naja fanden).









Insgesamt machten beide Kinder die Tour ohne Probleme mit und sie war ihr Geld voll wert.





Auf dem Rückweg fragte ich Albert nach dem Buchprojekt über die Namib, an dem die Familie Braine bereits 2016 arbeitete. Albert war sehr erfreut, dass wir davon wussten, teilte uns mit dass der erste Band gerade letztes Jahr erschienen war und fuhr gleich mit uns zum Headquarter, damit wir noch ein Exemplar erwerben konnten.

Nachdem wir wieder zurück waren, holten wir uns Essen an einem Food Truck am Strand und setzten und - bei weiterhin dickem Nebel - in den dortigen Park zum Essen. Den restlichen Tag verbrachten wir im wesentlichen mit Nichtstun. Am späteren Nachmittag gingen wir nochmal ins “Zentrum” und erwarben Vellies. Anschließend gingen wir ins Fish Deli zum Abendessen (ebenfalls sehr zu empfehlen - extrem nettes Personal und sehr leckeres Essen).
Letzte Änderung: 22 Mai 2025 21:28 von fidel.
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22 Mai 2025 21:52 #706897
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Tag 42 04.04.2024 Swakopmund

Für heute hatten wir eine Tour nach Sandwich Harbour bei Turnstone Tours gebucht. Diese Tour bereitete uns im Vorfeld am meisten Kopfzerbrechen. Einerseits war die Frage zu klären, ob wir in Walvis Bay eine Bootstour machen wollen und das möglicherweise mit einer Tour nach Sandwich Harbour kombinieren, andererseits die Frage, ob eine derartige Tour mit doch recht viel Fahrerei mit Kindern nicht rausgeworfenes Geld ist - schließlich kosten die Touren nicht zu wenig.

Der Familienrat entschied sich schließlich dahingehend, die Frage einer Bootstour offen zu lassen und ggf. an unserem letzten - noch unverplanten - Tag in Swakopmund durchzuführen. Die Hauptbedenken hier waren, ob die Kinder auf dem Boot still genug halten könnten bzw. “gesichert” genug waren. Zudem war nach etwas Recherche schnell klar, dass eine Kombi-Tour nichts für uns wäre - die Zeit, die man für den Weg von und nach Sandwich Harbour hat, ist bei diesen Touren doch sehr knapp bemessen. Wenn wir schon so viel Geld zahlten, wollten wir wenigstens ausreichend Stopps machen und uns Zeit lassen können.

Wir buchten - nachdem wir unsere Bedenken auch im Vorfeld mit dem Anbieter besprochen hatten - schließlich für uns alle eine Tagestour nach Sandwhich Harbour bei Turnstone Tours für insgesamt ca. 600€. Die mit Abstand teuerste Tour, die wir bisher gemacht hatten - allerdings wollten wir auch unbedingt einmal den Übergang der Dünen-Namib ins Meer sehen - da werden die Alternativen knapp. Da in deren Fahrzeuge maximal 7 Personen passen, hatten wir so automatisch auch zumindest ein Fahrzeug für uns, was uns die ggf. nötige Flexibilität in Bezug auf kindliche Launen und Probleme bot.

Bei Abholung durch Guide Rudiger stellten wir fest, dass wir mit einem Standard-Fortuner fahren sollten. Dies bedeutete, dass zwei von uns auf den Sitzen im Kofferraum sitzen mussten, von denen aus man nur eine sehr begrenzte Sicht nach draußen hat und zudem natürlich keine Fotos bei kurzem Anhalten machen kann. Auch auf der Mittelbank wurde es natürlich mit Kindersitz etwas sehr beengt.

Rüdiger entpuppte sich zumindest als sehr guter Fahrer und Guide, der viel Informationen über alle möglichen Dinge bereit hielt.

Zunächst fuhren wir bis Walvis Bay und hielten dort am Südrand der Stadt, wo sich sehr viele Flamingos versammelt hatten. Laut Rudiger sind sie normalerweise in der Jahreszeit an ihren Brutstätten, wegen der Dürre und faktisch ausgefallenen Regenzeit seien sie dieses Jahr fast vollständig hier geblieben.









Dann geht es weiter Richtung Salzwerk. Auch hier gibt es sehr viele Vögel. Es wird immer wieder angehalten und auf einzelne Vögel gezeigt - von hinten sieht man sie allerdings nahezu gar nicht, geschweige denn dass man ein Foto machen könnte..

Schließlich biegen wir nach Sandwich Harbour ab und fahren - bei weiterhin Nebel - am Strand entlang.



Am Beginn des Nationalparks machen wir einen kurzen Stop. Hier treffen wir uns mit einem weiteren Fahrzeug von Turnstone, in dem eine dreiköpfige Familie sitzt. Es wird im Konvoi gefahren, ansonsten bleiben wir unabhängig.





Dann geht es entlang der Dünen, zum Teil im Zickzack durch die Hammock-Dünen, weil die Flut am Strand schon zu weit fortgeschritten ist.





Entlang der langen Wand ist jedoch die Fahrt unten am Meer entlang möglich. Auch hier machen wir immer wieder Halt für Fotos.







An der Mündung des Kuiseb sehen wir ein Oryx.



In Sandwich Harbour angekommen, halten wir unten an und haben etwas Zeit, um bis ganz nach oben zu laufen und die Aussicht zu genießen. Inzwischen hat sich die Sonne gegen den Nebel durchgesetzt und es bietet sich eine traumhafte Aussicht.









Auch hier sind einige Flamingos in der Lagune zu sehen - der Kontrast zwischen Wasser/Flamingo und Wüste dahinter wirkt sehr surreal.









Dann geht es zum Mittagessen an die Wasserkante. Es gibt sehr leckere Lasagne, Salat, Brot und noch Kuchen.





Bei der Rückfahrt geht es für einige Zeit quer durch die Dünen. Es ist sehr beeindruckend, das einmal mitzumachen, auch wenn man manchmal gar nicht glauben kann, zu was gute Fahrzeuge mit gutem Fahrer fähig sind.







Aus fotografischer Sicht sind es leider etwas wenig Stops hier oben.

Im Bereich des Kuiseb sehen wir diesmal auch noch einige Springböcke.



Wieder am Strand angekommen, geht es mit Vollgas (eine solche Geschwindigkeit im Sand würden wir uns nie trauen) wieder Richtung Walvis Bay. Gegen 16:00 Uhr sind wir schließlich wieder daheim. Bereits vor Walvis Bay sind wir wieder in dichten Nebel gehüllt.

Insgesamt war es ein tolles Erlebnis, manches wäre vielleicht verbesserungsfähig gewesen, aber das mag auch manchmal eine Frage der Kommunikation im Vorfeld oder während der Tour mit dem Guide sein. Wenn man sieht, wie lange wir unterwegs waren, sieht man auch, wie schnell rein und raus die Kombi- oder Halbtagestouren im Vergleich sein müssen. So war es für uns definitiv die bessere Entscheidung gewesen.
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23 Mai 2025 12:27 #706916
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Tag 43 05.04.2024 Swakopmund

Am heutigen, letzten Tag in Swakopmund schlafen wir aus und frühstücken gemütlich. Dann fahren wir - nachdem wir von der Vogelvielfalt am Salzwerk in Walvis Bay gestern sehr angetan waren, nochmals nach Walvis Bay. Wir hatten uns letztlich gegen eine Bootstour am heutigen Tag entschieden, weil dies bedeutet hätte, erneut früh aufzustehen und man dann erneut doch recht lange unterwegs gewesen wäre.

Wir besuchen daher erneut die Flamingos und fahren die verschiedenen Teiche am Salzwerk ab.























Auch ein schläfriger Schakal lässt sich blicken.



Danach geht es wieder zurück zum Mittagessen im Ocean Cellar - ebenfalls sehr zu empfehlen.

Anschließend teilen wir uns auf. Ein Teil geht wieder auf den Spielplatz, ein Teil macht Großeinkauf für die nächsten Tage Camping und ich mache mich auf zum MET-Büro, um das Permit für den Dorob-Nawas Nationalpark zu kaufen, nachdem wir im späteren Verlauf noch zum Mesum Krater fahren wollen.

Anschließend holen wir beim Fish Deli noch Sushi fürs Abendessen, dazu gibt es (für den Teil der Familie, der nicht so auf Sushi steht), leckeres Brot.



Da es heute Abend zum ersten Mal nicht neblig ist, gehen wir noch die paar Meter zum Strand für den Sonnenuntergang - definitiv lohnenswert.











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