Kalahari Game Lodge
Die Fahrt von Gocheganas zur Kalahari Game Lodge war auf der B1 – C20 – C15 eine sehr angenehme Fahrt. Das Thermometer stieg schnell auf über 30 Grad, und man sah am Strassenrand an den häufigen Pfützen, dass es die letzten Tage ausreichend geregnet hat, ohne dass die Schotterstrasse C15 in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Pfützen waren mit grün schimmernden Schmetterlingen besetzt, die zu Hunderten ihre Gruppenmeetings abhielten.
Das Auob-Tal, in dem die C15 längsführte, war deutlich grün, allerdings nur kurzes Gras. Man konnte am Baumverlauf sehen, wo die Wasserstrasse auch unterirdisch langführen muss.
Die Kalahari Game Lodge liegt etwa 15 km vor dem Mata Mata Grenzübergang direkt an der C15 auf der linken Seite. Auf dem Weg zu der Lodge-Rezeption sahen wir bereits einige Antilopen. Der Unterschied zur Gocheganas Lodge war schon am Tor augenfällig: während Gocheganas ein mit einem Mitarbeiter besetztes elektrisches Automatik-Tor hat, lässt man sich in der Kalahari Game Lodge selbst rein und schiebt das Tor eigenhändig wieder zu.
Auf dem Weg vom Tor zur Rezeption hatten wir einige Antilopen schon erspähen können. Die Lodge mit ihren Gebäuden und Campingplatz liegt direkt im Auob-Tal, und dieser Talabschnitt war sehr grün. Im Bereich der Lodge hielten sich regelmässig Herden von Springböcken und Gnus auf, gelegentlich kam eine Herde Oryxe vorbei und auch einmal eine Gruppierung Strausse. Erdhörnchen wühlten ständig vor unserer Hütte.
Auf dieser Lodge konnten wir mit dem eigenen Auto einen Game Drive auf dem Gelände fahren, was ich entsprechend 2-mal täglich machte. Die Landschaft besteht aus rotsandigen Dünenkämmen und grün bewachsenen Dünentälern. Das Gras war sehr hoch gewachsen, wohl bis zu 1 Meter, so dass die Hoffnung, einen Karakal zu Gesicht zu bekommen, unrealistisch war. Aber die diversen Antilopen waren ja weithin sichtbar trotz hohem Gras.
Die Erdhörnchen mussten immer wachsam sein, da zwei Falken ihr Jagd-Unwesen trieben und teilweise von hoch oben auf die Hörnchen herabstürzten.
Trotz der Nähe zu unserem Haus war das Fotografieren in der Tageshitze fast nicht möglich: aufgrund des Luftflimmerns war kaum ein scharfes Bild möglich.
Die nächsten beiden Bilder sind von Besuchern auf unserer Terrasse, eine Schwalbe und eine
Stabheuschrecke Gottesanbeterin.
Der Rundweg wurde auf einem Zettel, den wir beim Einchecken bekamen, mit 23,5 km Strecke angegeben, eine Runde mit dem Auto dauerten, je nach Intensität der Tiersuche durch das Fernglas, zwischen 2 und 3 Stunden. Andererseits wirbt die Lodge damit, dass das Gelände 40.000 Hektar groß sei. Die Angaben zum Rundweg und der Gesamtfläche passen für mich nicht zusammen, auch weil ich bei meiner Fahrt in der Ferne häufiger den Zaun sehen konnte, was eher für eine Fläche von 4.000 Hektar (also 40 qkm) sprechen würde. Oder gibt es ein weiteres, grösseres, getrennt gehaltenes Gebiet, das für Lodgebucher nicht zugänglich ist?
Was ist das für eine Spinne? - Wespenspinne