Quivertree Forest Rest Camp
Auf der C15 und C17 ging es Richtung Keetmanshoop. Schnurgrade Strassen, entspanntes Fahren, immer mal wieder hat die Farbe des Sandes sich geändert, aber insgesamt sehr trocken, trotz gelegentlicher Pfützen am Strassenrand.
Bevor wir im Quivertree Forest Rest Camp eincheckten, sind wir etwas durch Keetmanshoop gegangen, haben eingekauft, im Spar was gegessen und das Museum besucht, das ich recht eindrücklich und besuchenswert fand. Das Museum befindet sich in dieser alten Kirche.
Auf den hundert Jahren alten Bildern sind mir die Gesichtszüge insbesondere der Nama-Frauen aufgefallen, die auch heutzutage noch vorherrschen. So habe ich dann später mein gelerntes Wissen bei einer Frau bestätigend nachgefragt, ob sie Nama sei, und bei einer anderen Kellnerin im Canyon Roadhouse gefragt, wo sie denn herkomme, sie schiene mir nicht aus dieser Gegend zu sein (weil sie nicht die Nama-Gesichtszüge hatte). Damit lag ich auch richtig, denn sie kam aus dem Norden Namibia’s, aus Kavango.
Erstaunlich, dass Spar sich aus Deutschland völlig zurückgezogen hat, und in Namibia den LEH mit dominiert. Leider habe ich am Spar einen Hund angefahren, als ich ausstieg um nach ihm zu sehen, lief er humpelnd auf drei Beinen davon. Ich habe immer noch ein schlechtes Gefühl, wobei der Hund die Verkehrsregeln nicht beachtet hatte, nicht ich.
Am Bahnhof kein Zug weit und breit zu sehen, der Bahnsteig verlassen. Diese ausrangierte Lok kommt ausnahmsweise nicht aus Deutschland.
Im Forum habe ich immer die Bilder von Rosenköpfchen gesehen, nun kann ich ebenfalls eines beisteuern.
Die Lodge machte einen sehr gemütlichen Eindruck, draussen viele Sitzgelegenheiten auch im Schatten. Es hatte wieder deutlich über 30 Grad, tagsüber war Schatten unerlässlich, die Sonne brannte herab, es gab kein Regen für uns, allerdings war auf dem Weg zu den Quivertrees ein grosser See entstanden.
Diese Lodge war die günstigste Unterkunft während unserer Reise, ich fand das Preis/Leistungsverhältnis o.k. Die Zimmer waren recht basic, man hält sich nicht gerne darin auf. Das Essen war schmackhaft, wir hatten Halbpension gebucht. Eine Nacht fiel der Strom aus, so dass wir keine AirCon hatten, wir konnten kaum schlafen, es war auch nachts heiss. Das Betreiber-Ehepaar fand ich schrullig-nett, beide seit vielen Generationen weisse Namibianer. In Gesprächen mit ihnen konnte man die typischen Vorbehalte erkennen, die die weisse Bevölkerung gegenüber der anscheinend zunehmend durch Schwarze dominierten Regierung hat – es scheint auch in Namibia zunehmend „nicht mehr alles so gut zu funktionieren wie früher, als die Weissen noch mehr Einfluss hatten“.
Täglich um 17 Uhr wird zur Gepardenfütterung gebeten, wir haben uns dann auf die Steintribüne gesetzt. Die beiden Geparden, die die Lodge anscheinend weiter halten darf, kamen schon etwa 30 Minuten vorher vom Freifeld ans Gehegegatter und warteten auf ihre Fleischbrocken. Tolle Fotos durch den Zaun sind nicht entstanden, daher schenke ich mir mal die Bilder hier einzustellen. Danach wurde es Zeit, sich für den Sonnenuntergang zu den Bäumen zu begeben.
Diese Agame hatte es mir angetan, daher bin ich den nächsten Tag morgens und abends zum Wald hinspaziert und habe ich auf die Suche begeben nach den Agamen und den Klippschliefern, im nächsten Post mehr von den Tieren.
Was ist ein Forrest, also ein Wald? So sieht der Wald hier aus, nicht wirklich ein dichtes Kronendach, sondern eher ein paar Bäume hier und da.
Nachtfotos mit der Milchstrasse habe ich nicht gemacht, dazu scheine ich einfach zu doof zu sein. Hinzu kommt, dass Vollmond grade an dieser Lodge war, also der Nachthimmel war ohne Wolken hell erleuchtet, da wird die Milchstrasse sowieso nicht sichtbar.