Nun geht es in den Caprivi. Das zweite Highlight unseres Urlaubs. Eigentlich hatten wir 2 Nächte Ndhovu, 2 Nächte Kazondwe, 2 Nächte Nkasa Lupala und 2 Nächte Kasane geplant. Aufgrund der Trockenheit haben wir Kazondwe storniert, und dafür je eine Nacht in Ndhovu und Kasane dazugebucht.
Wir haben beschlossen, von Namutoni ohne Zwischenstop nach Ndhovu durchzufahren. Die Strecke ist langweilig, aber wir haben nun mal keine Nächte übrig. Nachmittags kommen wir in Ndhovu an und sind spontan total begeistert. Die Zelte sind zwar relativ einfach, aber gut eingerichtet mit viel Platz. Der Blick auf den Okavango ist einfach toll. Wir genießen den späten Nachmittag auf der Terrasse sowie ein sehr leckeres Abendessen an der langen Tafel. Wir haben 2 volle Tage und machen einen geführten Game Drive in die Buffalo Core Area, eine Bootstour sowie zwei halbe Tage auf eigene Faust in die Mahango Core Area. Dort sind wir einmal jede der beiden Seiten links und rechts von der Hauptstrasse abgefahren. Die Seite zum Okavango ist landschaftlich wirklich schon, wir haben uns dort über unglaublich viele Vögel gefreut. Bei den geführten Game drives in der Buffalo Core Area wird man mit dem Boot rüber gefahren und spart sich die Fahrt über Divundu.
Abends freuen wir uns über nette Tischnachbarn und spannende Dskussionen. Unsere Tischnachbarn der ersten beiden Abende treffen wir übrigens zufällig 3 Tage später am Ngoma Gate zum Chobe NP wieder!
Besonders gut fanden wir übrigens auch das Essen, sowohl Abendessen als auch Frühstück. Simon hat einiges an Allergien, und es wurde perfekt für ihn separat angerichtet.
Schon während unserem Aufenthalt weiß ich, dass ich da unbedingt wieder hinwill. 2025 wäre eigentlich die perfekte Gelegenheit, wir sind in Botswana. Nur leider ist die Tour schon komplett bestätigt und gebucht (mit Mietwagen ab JNB). Nur die Flüge konnten wir noch nicht buchen, da sie vor unserem Urlaub noch nicht offen waren. Also habe ich gedanklich ein bisschen rumgespielt und heimlich still und leise erstmal eine neue Tour gebastelt. Dann habe ich Simon vorsichtig drauf angesprochen, und ihm auch gesagt, dass das dann teurer wird (weil Flug nach Maun und Mietwagen ab Maun). Er war aber von Ndhovu genauso begeistert wie ich und war einverstanden. Also habe ich unsere Agentur angeschrieben, denen das erklärt und wir haben eine komplett neue Tour ab/bis Maun ausgearbeitet. Dabei sind dann nicht nur 3 Nächte Ndhovu, sondern auch nochmal 3 Nächte Kasane dabei rausgekommen, weil es uns dort auch so gut gefallen hat
Ndhovu Lodge:
Lage 6/6
Zimmer: 6/6
Freundlichkeit: 6/6
Essen 6/6
Nach 2 tollen Tagen sind wir auf dem Weg in den Nkasa Rupara NP. Simon hatte vor der Reiseplanung zufällig ein Video über die Nkasa Lupala Lodge gesehen und wollte unbedingt dort hin. Also haben wir die Gegend um den Brandberg und Twyfelfontein gestrichen, um dort 2 Nächte unterzubringen. Wir hatten direkt gebucht, und 10 Tage vor Urlaubsbeginn unsere Nächte um 1 Nacht verschoben, da wir wegen der Dürre im Caprivi etwas umplanen wollten. Die Dame im Reservierungsbüro (Elsie) war immer super schnell und hilfsbereit, und hat unsere Verschiebung auch bestätigt. Die Lodge liegt in absoluter Alleinlage, die Anfahrt ist abenteuerlich da nicht wirklich ausgeschildert. Die Lodge ist auf 2 Etagen gebaut. Im EG ist die Rezeption, kleiner Poolbereich und Büros, im 1.OG dann die Lobby, Frühstück und Restaurant. Dann geht es nochmal Treppen hoch zur Aussichtsplattform mit einem unglaublich schönen Blick.
Bei der Ankunft wurden wir begrüßt (von der Managerin??), es lag keine Reservierung für uns vor. Wir wurden dann um den Voucher gebeten. Da wir direkt gebucht hatten, hatten wir nur unsere Reservierungsbestätigung. Die Dame wollte aber unbedingt unseren Voucher sehen, den müssten wir ja haben. Die Reservierungsbestätigung von Elsie hat ihr nicht gereicht. Das Ganze hat dann ca. 30min gedauert, mit mehreren Telefonaten und Hin- und Her. Dann wurden wir in ein Zelt begleitet, es gab keinerlei Erklärungen oder Infos zur Lodge. Es war das erste Zelt direkt neben dem Hauptgebäude. Wir haben dann darum gebeten, ob wir etwas weiter weg wohnen könnten. Das wurde sichtlich unfreundlich und unwillig umgesetzt. Das Zelt war insgesamt in einem vernachlässigten Zustand: Das Moskitonetz war zerrissen, die Deckenlampe hing herunter, der Baumwollteppich vor der Dusche war völlig verdreckt, die Dusche war nicht sauber (voll Haare, Seifenspuren). Da wir sowieso so unfreundlich begrüsst worden waren, hatten wir keine Lust, nochmal um einen Zeltwechsel zu bitten. Ich habe nach unserem Aufenthalt allerdings eine mail an den Besitzer Simone mit einem sehr ausführlichen Feedback geschrieben.
Die Mahlzeiten werden auf einer schönen Terrasse eingenommen, allerdings leider (für uns) nicht an einer großen Tafel. Das Menu klang sich an beiden Abenden außerordentlich gut und wir haben und sehr auf das Abendessen gefreut. . Was dann serviert wurde, war völlig fad, ungewürzt und langweilig, eigentlich eine Frechheit. Ich habe selten eine solche Diskrepanz zwischen Menukarte und tatsächlichem Essen erlebt. Es gibt auch eine Boma mit Feuerstelle, allerdings wurde das Feuer nie angemacht.
Wir hatten am nächsten Morgen den early morning game drive gebucht. Davor sollte es Kaffee und Rusks geben, im Anschluss dann Frühstück. Als wir morgens kamen, war das Frühstücksbuffet schon komplett aufgebaut. Uns wurde zweimal sehr deutlich gesagt, dass wir nur Kaffee und Rusks nehmen dürfen, sonst nichts. Das wollten wir eigentlich auch gar nicht und wir hätten auch gar keine Zeit dazu gehabt. Aber das war schon sehr oberlehrerhaft und mehr als unnötig.
Der game drive war ziemlich ereignislos, die Bootstour auf dem Linyanti war dagegen wirklich toll, trotz niedrigem Wasserstand.
Nkasa Lupala Lodge:
Lage 6/6
Zimmer: 3/6
Freundlichkeit: 2/6
Essen 1/6 („der Hunger treibts nei“)