Hallo zusammen,
erstmal allen ein gutes neues Jahr.
Auch wir waren ja im Herbst 2024 im Kaokofeld und sind dann bis zu den Victoria Falls in 3,5 Wochen gefahren.
Wahrscheinlich werde ich dieses Mal wirklich keine Zeit haben, einen eigenständigen Bericht zu verfassen und gebe somit aus dem Fotobuch nur unsere Stationen und auch den Text zur besseren Lesbarkeit wieder. Bei Rückfragen bin ich gerne da und gehe auch gerne darauf ein. Ich freue mich jedenfalls sehr über Kommentare.
Anbei der Link zum Fotobuch:
www.cewe-myphotos.co...4c70a951d08f7fb9815a
Die Reise führte uns vom Erongo über Palmwag zu den namibischen Epupa Falls. Weiter ging's über den Etosha und den Caprivi nach Botswana mit einem Tagesausflug zu den Victoria Falls in Simbabwe. Über den Caprivi ging es wieder zurück.
Insgesamt haben wir auf unserer dritten Namibia Tour 5.069 km zurückgelegt, davon 4.933 km mit dem eigenen Auto und 134 km unvorhergesehenerweise mit dem Transfer von Katima Mulilo nach Kasane.
Reiseplan unserer Stationen und Aktivitäten:
17.09. Flug von Frankfurt nach Windhoek in der Business Class von Discover
18.09. 164 km Otjisazu Lodge: Abgabe von Kinderkleidung und Spielen im SOS Kinderdorf Khomasdal Village
19.09. 224 km Otjohotozu Lodge: Scenic Drive mit Sundowner
20.09. 340 km Palmwag Camping 2Go: Rote Trail Wanderung rund um die Otjotohozu Lodge und Einkehr im Camp Kipwe
21.09. 61 km Palmwag Camping 2Go: Fahrt zum Grootberg Pass mit Lodge, Scenic Drive durch das Konzessionsgebiet Palmwag
22.09. 264 km Opuwo Country Lodge: Einkehr Khowarib Lodge, Besichtigung Sesfontein Fort & Friedhof, Baden im Infinity Pool
23.09. 189 km Epupa Falls Lodge: Himba Living Museum, Viewpoint auf der Community Campsite, Einkehr Kapika Lodge
24.09. 0 km Epupa Falls Lodge: Kachira Trail mit Samuel von der Community Campsite, Einkehr Omarunga Lodge, Epupa Falls
25.09. 384 km Hobatere Lodge: Nightdrive
26.09. 290 km Eldorado Lodge: Highlight Wasserlöcher Olifantsrus und Ozonjuitji m´Bari im Etosha
27.09. 301 km Emanya@Etosha Lodge: Highlight Wasserloch Tsumcor im Etosha
28.09. 260 km Wildacker Guestfarm: Baobab bei Tsintsabis, abendliche Farmrundfahrt mit Antilopenfütterung und Sundowner
29.09. 357 km Riverdance Lodge: abendliche Bootsfahrt
30.09. 330 km Jackalberry Tented Camp: Einkehr in Nkasa Lupala Lodge
01.10. 0 km Jackalberry Tented Camp: Morning Gamedrive durch den Nkasa Rupara NP, abendliche Bootsfahrt
02.10. 154 km Chobe River Cottages: Grenzübertritt Botswana per ungeplantem Transfer nach Kasane, Essen im Old House
03.10. 0 km Chobe River Cottages: Tagesausflug nach Simbabwe zu den Vic Falls, Besuch Lookout Café,
High Tea im Victoria Falls Hotel
04.10. 0 km Chobe River Cottages: Morning Gamedrive durch den Chobe NP und abendliche Bootsfahrt, Essen im Pepe Nero
05.10. 268 km Namusasha Camping 2Go: Selfdrive Chobe Nationalpark, Grenzübertritt Namibia und Horseshoe Gamedrive
06.10. 16 km Camp Kwando: Gamedrive Mudumu
07.10. 252 km Ndhovu Lodge: Morgendliche Bootsfahrt im Camp Kwando, Entspannung im Schaukelbett der Lions Suite
08.10. 0 km Ndhovu Lodge: Morgendlicher Gamedrive in der Buffalo Core Area, abendliche Bootsfahrt
10.10. 680 km Frans Indongo Lodge: Einkehr im leckeren Fig Tree Bistro in Grootfontein
11.10. 0 km Frans Indongo Lodge: morgendliche Wanderung auf den Lodge Berg
12.10. 399 km Besichtigung Kirche in Otjiwarongo, Einkehr in der Düsternbrook Farm, Rückflug (Premium Economy Class)
Nun folgt ein kleiner Kurzbericht, der sicherlich nicht in der Ausführlichkeit einem Reisebericht ähnelt:
Schon wieder Namibia, zum Dritten, wie kam das denn schon wieder?
Greg wollte nach unseren 3 Afrika Urlauben (2018, 2021, 2022) eine längere Afrika-Pause. Aber ihm fehlten 2023 in Costa Rica die großen Tiere und das Gefühl der Weite Afrikas. Na, da kann ich sicherlich nicht "nein" sagen. Die Reiseplanung stand schnell fest- wie immer sollte es eine Kombination aus etwas Neuem (Palmwag, das Kaokoland mit den Epupa Falls, der Nkasa Rupara NP, Botswana mit dem Chobe NP und die Vic Falls in Simbabwe) und etwas Bekanntem (Erongo, Etosha und die gängigen Nationalparks des Caprivis) sein.
Abenteuer Mietwagen: Pech im doppelten Sinne:
1. Buchung des Mietwagens bei Billiger Mietwagen mit Vermittlung über FTI. FTI ging allerdings pleite. Alle gängigen
Kreditkarteninstitute erstatteten anstandslos das Geld, aber nicht Amex, die auf ihr Recht pochte, so dass uns das Geld flöten ging.
Wir waren echt froh, dass wir wieder einen Fortuner buchen konnten, nachdem zunächst nur Kleinwägen zur Verfügung standen.
2. Am 01.10.2024, bei Ausfahrt aus dem Nkasa Rupara NP, ertönte plötzlich in unserem Auto ein lauter, nicht enden wollender Signalton. Greg checkte die Reifen, die Bremsen, das Öl - nichts. Auch die Anzeige im Auto zeigte keine Fehler. Nach einem Anruf
bei der AVIS Autovermietung stellte sich heraus, dass die aufgeklebte Liscence Disc auf der Frontscheibe am 30.09.2024
abgelaufen war. Wir hätten wohl innerhalb Namibias noch 3 Wochen fahren dürfen, aber wollten ja an diesem Tag nach Botswana, wo man uns aber damit die Einreise verweigern würde. Nach unserem Anruf hörte das Piepen auf. Daher vermuten wir, dass der Ton
ferngesteuert war und deaktiviert wurde. Avis schlug vor, dass wir unsere Einreise nach Botswana, die wir ja auch
angekündigt hatten, verschieben. Ich bestand auf einen Transfer- dieser wurde uns über das Protea Hotel in Katima Mulilo gebucht. Wir traten in Vorkasse und bekamen das Geld erstattet. Währenddessen fuhr ein Fahrer von Windhoek zum Protea Hotel (1.272 km
one way), klebte eine neue Licence Disk auf und fuhr mit unserem Auto in unsere botswanische Unterkunft nach Kasane.
Der Fahrer nahm unsere wenigen Hinterlassenschaften im Auto (Klopapier, Zucker und Wasser) mit. Aber egal: Ende gut, alles gut.
Tolle Übernachtungen:
1. Epupa Falls Lodge (Bungalow Nr. 3):
Es war einfach der absolute Hammer, im Baumhaus beim tosenden Geröusch der Epupa Falls zu schlafen. Wir wurden ins dunkle
Baumhaus geführt, mit wenigen Handgriffen wurde Licht gemacht und uns offenbarte sich der Blick auf die Absturzkante der
Epupa Falls. Niemals werde ich Gregs ungläubigen, fassungslosen und glücklichen Blick vergessen. Einfach nur WOW.
2. Riverdance Lodge (Bungalow Nr. 4):
Es gab ein eigenes Badezimmerhaus mit toller Badewanne und großen Fenstern. Die eigene Holzterasse am Wasser war wunderschön.
3. Camp Kwando (Bungalow Nr. 6):
Hier fühlen wir uns immer rundum wohl. Wir hatten ein hauseigenes Hippo. Wir aßen das beste Fleisch -Springbock medium rare- des
Urlaubs. Zudem sind die Gastgeber extrem freundlich und versuchen auf die Wünsche einzugehen.
4. Ndhovu Lodge (Lions Bungalow):
Wir waren vom Schaukelbett auf der Terrasse und einer sichtgeschützten Outdoor Badewanne mit Blick auf den Fluss beeindruckt.
Einmal und nie wieder Übernachtungen:
1. Otjisazu: Ich hatte aufgrund eines Hundeangriffs eine zerfetzte Hose. Zudem wurden keinerlei Ausflüge trotz Vorbuchung angeboten.
2. Jackalberry Tented Camp: Preis-Leistung schlichtweg viel zu überteuert. Lieber einen Ausflug vom Camp Kwando aus machen.
3. Palmwag: Das rumpelige tierarme Konzessionsionsgebiet konnte uns beim Scenic Drive nicht überzeugen. Zudem unpersönlich.
Highlights sowie unvergessliche Erlebnisse:
- Unser erster Business Class Flug mit Besuch der Lounge. Auf dem Flug wurden wir mit warmen Tüchern, Tischdecke, Menü,viel Bein-
freiheit und funktionierendem Entertainment Programm verwöhnt. Wir flogen mit 4 großen Koffern und Handgepäck, ließen aber den
meisten Inhalt im Land (u.a. SOS Kinderdorf Windhoek, Lodges, Tankstellenmitarbeiter)
- Die Weite und Einsamkeit der Fahrstrecken im Kaokoland mit den Weitblicken von den kleinen Bergkuppen
- Besuch des Living Museums der Himba mit Tanz inmitten der Himbas
- Die gewaltigen Epupa Falls, die uns von ihrer Dimension und Wasserfülle echt überrascht haben. Wir kamen hier am gefühlten Ende der Welt total happy an. Diese grüne Oase mitten im absoluten Nirgendwo sowie die kleine Wanderung mit Samuel auf einen kleinen Hügel mit Sicht auf die Fälle taten uns gut. Für uns ein ganz besonderer Ort.
- Etosha: Elefantenwahnsinn bei den Wasserlöchern Olifantsrus und Tsumcor sowie Nashörnerglück in m'Bari. Wir hatten leider viel zu wenig Zeit, aber wir genossen es, das Leben und Treiben am Wasserloch zu beobachten
- Die Löwensichtungen im Nkasa Rupara und Chobe Nationalpark: Löwen sind immer ein Erlebnis
- Der High Tea im schönen ehrwürdigen Victoria Falls Hotel. Das Ambiente war einfach nur ein Erlebnis. Aber auch hier grasen Warzis.
- Unsere Entspannungs-Badewannenerlebnisse in der Riverdance und der Ndhovu
- die entspannten Bootsfahrten im Caprivi
- Unvermittelt landeten wir im Nkasa Rupara inmitten einer riesigen Büffelherde. Das war auch durchaus ein wenig scary
- Beim Frühstück in der Ndhovu durften wir eine Büffelherde bei der Flussüberquerung beobachten.
- Endlich waren sie da: 2 Skorpione hingen in Gregs Klobürste im Jackalberry Camp. Greg nahm bis dato meine Besorgnis nie ernst!
Erschreckend war insgesamt die absolute Trockenheit aufgrund der ausgefallenen Regenzeit. Die Tiere suchten verzweifelt nach Wasser und Nahrung, waren ausgemergelt bzw. zum Teil verendet. Dadurch sahen wir auch deutlich weniger Tiere und die Flüsse waren fast ausgetrocknet. Auch etwas seltsam fanden wir den Chobe NP- einerseits erfreuten wir uns an den vielen Sichtungen bei der Bootsfahrt, allerdings glich es zum Teil eher einer Kaffeefahrt, da zig Boote dieselben Tiere anfuhren und teils den Abstand nicht wahrten. Ebenso erging es uns bei der morgendlichen Löwensichtung im Chobe, wo sie fast die Löwen mit den Jeeps jagten.
Ist nach dem 3.Mal Namibia abgehakt? Natürlich nicht, denn Namibia ist unser Seelenbalsamland!
Gerne würden wir noch tiefer ins Kaokoland eindringen, im Camp Kipwe, der Grootberg Lodge (tolle Aussicht) sowie in der Khowarib Lodge (Ausflug in die Khowarib Schlucht und zu den Wüstenelefanten) nächtigen. Auch wollen wir in die Kalahari, in den KTP sowie auf dem Tok-Tokkie Trail wandern. Ebenso würde uns das grüne Namibia sowie die Vic Falls zur Regenzeit reizen.
Jedenfalls habe ich bei der Einreise Freudentränen, aber auch bittere Abschiedstränen bei der Ausfahrt aus dem Etosha, dem Caprivi bzw. am Flughafen vergossen. Aber eine Rückkehr ist gewiss, denn nirgendwo fühlen wir uns so daheim und so glücklich wie in Namibia.
Hier noch ein paar Impressionen:
Viele Grüße,
superfanti