Tag 14
Heute waren wir wieder gefordert. In aller Herrgottsfrühe mussten wir aus den Betten. Frühstück gab es bereits ab 6.00 Uhr.
Schon um 7.30 Uhr verließen wir die Insel Gotland. Ab dem Hafen würden wir mit einer Fähre nach Oskarshamn fahren. Da es diese Fährverbindung nur zweimal am Tag gibt, war frühes Aufstehen leider unvermeidlich.
Da war wieder eine. Eine elendig lange Gangway. ☹ ICH HASSE DICH!
Nach gut drei Stunden Überfahrt kamen wir in Oskarshamn an. Wir stiegen in unseren Reisebus um und fuhren weiter nach Kalmar. wo wir einen Fotostopp am Schloss einlegten. Die Innenräume brauchten wir nicht unbedingt; dazu hatten wir bereits mehrfach Gelegenheit. Außerdem sollte hierdurch mehr Zeit für Öland eingespart werden.
Kurz vor 13 Uhr fuhren wir Richtung Öland. Es folgte ein Riesenschwenk durch Flora und Fauna. Auf Öland sollen insgesamt so an die 200 Windmühlen stehen. Fotografiert habe ich nur eine. Und genau hier hielten wir.
Das Wetter war angenehm. Blauer Himmel, fast windstill und Temperaturen über 20 Grad C.
Nachdem wir Fahrer und Reiseführer gequält hatten, unbedingt die Busküche zu öffnen, ließ sich Herbert erweichen. Und ganz zufällig standen an diesem Rastplatz rustikale, aus Baumstämmen gezimmerte Tische und Bänke. Zufälle gibt es! Dieser Ort war geradezu ideal. In lockerer Runde ergaben sich hier und da das ein oder andere nette Pläuschchen. Im Großen und Ganzen war dieses eine wirklich gut harmonierende und pflegeleichte Reisegruppe.
Nach diesem Stopp ging es zurück auf das Festland und weiter nach Karlskrona, zum nächsten Hotel, dem Scandic Hotel Karlskrona.
Es lag eine ziemliche Strecke vor uns und es galt kostbare Zeit zu überbrücken. Das waren doch ein paar Kilometer, die wir zu fahren hatten. Diese wusste Jonas jedoch sehr gut zu überbrücken.
Was er in mehr als einer Stunde über Elche zum Besten gab, ließ alle Reisenden aufhorchen und teilweise herzhaft lachen. Ich glaub‘ mich knutscht ein Elch! Jonas hatte Stories parat, da fiel einem vor lauter Lachen nichts mehr ein. Noch nie in meinem Leben habe ich so viel über Elche gehört, aber auch gelernt.
Videos, die über die Bordanlage gezeigt wurden, lockerten den Vortrag auf.
Als er gebeten wurde, uns etwas über schwedische Schulen zu sagen, verschlug es dem ein oder anderen Mitreisenden die Sprache. Er hat lange über seine Tätigkeit und die Gegebenheiten an seiner Schule geredet. Egal, was Jonas uns mitteilte, machte uns teilweise sprachlos. Wir haben ihm geglaubt, wir hielten ihn wirklich nicht für einen Spinner, der das Blaue vom Himmel lügt.
Mittlerweile mag ich begleitete Busreisen und freue mich jedes Mal, wenn ein Busunternehmen Reiseleiter einsetzt, die den Mund aufmachen und über Dinge reden, die in keinem Reiseführer stehen. Woher bekommt man sonst Infos über Elche und schwedische Schüler?
Spätnachmittags kamen wir in Karlskrona an. Um vor dem Abendessen noch etwas zu unternehmen, war es eigentlich zu spät. Also vertraten wir uns bis zum Dinner die Füße vor dem Hotel. Hier gab es einiges zu sehen.
Nach dem Abendessen gingen noch einige Leute Richtung Stadt. Die Temperaturen luden auch dazu ein. Für einige, dazu gehörte ich auch, waren die Tische der Außengastronomie noch einladender.
- wird fortgesetzt -
Viele Grüße
Dieter