THEMA: Schweden? Ja, kann man auch mal machen!
13 Jan 2025 14:23 #700491
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  • Jambotessy am 13 Jan 2025 14:23
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Hallo Dieter,

ja, Schweden kann man definitiv auch mal machen B)

Ich freue mich, dass es dir scheinbar ja sehr gefällt. Wäre mein Mann nicht ein "Gegner" des kalten, nordischen Winters gewesen, wäre ich dorthin ausgewandert :laugh: . Aber als Urlaubsland haben wir es sehr oft besucht. Uns hat Jämtland/Härjedalen sehr gut gefallen, weil sehr dünn besiedelt und viel Platz für einsame Wanderungen und viele Angelseen.

Ich werde weiter an deiner Reise teilnehmen und mich an deinen Bildern erfreuen.

LG
Jambotessy
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13 Jan 2025 16:07 #700500
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Hallo Jambotessy,
das Wetter ist das einzige Problem in Skandinavien. Sturm, Kälte und Regen ist auch nicht unbedingt meins. Es geht aber auch anders.

Wenn Einsamkeit so nach Deinem Geschmack ist, dann wird Dir der Schluss dieses 2. Tages garantiert nicht gefallen 😊 Ich habe jedenfalls die Krise gekriegt. 😊

Viele Grüße
Dieter
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13 Jan 2025 17:53 #700505
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Nachmittags fuhren wir nach Marstand. Vom Färjeläge ‚Fähranleger‘ wollten wir auf die vorgelagerte kleine Insel. Das heißt, wir wollten gar nicht. Wir mussten. Das stand schließlich so in unseren Buchungsunterlagen. Es bestand die Möglichkeit, hier die Carlsten Festung zu besichtigen.





Trotz meiner Lungenkrankheit war ich bisher relativ locker mit der Maske umgegangen (schließlich waren wir noch voll in der Corona-Zeit). Als ich diese Fähre betrat, hatte ich jedoch keine Hemmungen, mir dieses schicke Teil wieder ganz schnell über Mund und Nase zu ziehen. Irgendwie kam ich mir vor wie bei einer Viehzählung in einem eingezäunten Gatter zu Zeiten von Wyatt Earp, aus dem es kein Entkommen gab. Einheimische und Touristen ohne Ende. Wo war ich denn hier gelandet? Dicht gedrängt standen nicht nur gefühlt Hunderte Schulter an Schulter. Es war wirklich so!

Die Überfahrt dauerte höchstens drei oder vier Minuten. Ich war froh, als wir endlich von der Fähre konnten.

Sinngemäß stand im Reiseprospekt: ‚Die gemütlichen Gassen laden zu einem Bummel ein? ‚Hallo??‘ Da war nix mit gemütlichen Gassen.

Ich dachte, ich bin auf der Cranger-Kirmes gelandet. Hully Gully in allen Gassen. Ist denn wirklich ganz Schweden hier und heute und dieser Insel anwesend? Gibt es kein anderes Ausflugsziel? Hilfe!!







Mir war sofort klar, dass ich hier nicht lange bleiben werden. Die Festung konnte mich mal. Kaffeedurst trieb mich zunächst in ein nettes Café, das von der Promenade etwas zurückversetzt lag. Hier suchte ich mir einen ruhigen Platz in der Sonne und genoss, abseits des Trubels, in Ruhe ein Stück Kuchen bei einer Tasse Kaffee.

Ich weiß nicht mehr, wann ich mich in die Schlange auf die Fähre eingereiht habe. Es ging sehr diszipliniert zu. Meine Maske setzte ich auch schnellstens wieder auf. Nach wenigen Minuten waren wir wieder an Land und ich beobachtete aus einiger Entfernung diesen Trubel. Das brauch‘ ich im Urlaub kein zweites Mal.

Gegen 18 Uhr waren alle Mitreisenden wieder am Bus. Einige begeistert, andere teilten meine Meinung.

Es ging nun nach Stenungsund. Zu unserer ersten Unterkunft an Land während der Rundreise. Es handelte sich um einen Yachtclub. Das Hotel liegt, wie es sich für einen ordentlichen Yacht-Club gehört, direkt am Wasser. Ich bekam ein Zweibett-Zimmer. Es war top ausgestattet und relativ groß. Das Bad war sehr ansprechend und absolut sauber. Das Abendessen, welches es vom Buffet gab, war ebenfalls voll in Ordnung. Heute Abend kamen beim ‚dinnieren‘ auch die ersten intensiveren Gespräche zustande.







Mit vollem Bauch vertrat ich mir bei angenehmer Luft noch ein wenig die Beine vor dem Hotel, bevor ich voller Hoffnung an die Bar ging, um zu testen, ob die Bierpreise in Schweden günstiger sind als in Norwegen. Doch das war ein frommer Wunschtraum. Über die Alkoholpreise ist man sich in ganz Skandinavien wohl einig.






Bis dann!
Grüße
Dieter
Letzte Änderung: 13 Jan 2025 17:54 von Papa Kenia.
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13 Jan 2025 18:25 #700508
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Hallo Dieter,
hattest Recht - nix für mich B)

LG
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  • Papa Kenia am 13 Jan 2025 16:07
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Tag 3

Ich hatte sehr gut geschlafen und kam auch ohne Wecker frühzeitig aus dem Bett. Vor dem Hotel machte ich heute erst die ersten Fotos. Zu dieser Stunde waren noch nicht allzu viele Gäste auf den Beinen und so gelang es mir, fast touristenlose Bilder zu schießen.



Nachdem sich unsere Gruppe am Frühstücksbuffet gestärkt hatte und alle Koffer und Taschen wieder im Bus verstaut waren, fuhren wir nach Fjällbacka. Ein kleiner, malerischer Fischerort. Hier war seinerzeit „Ronja Räubertocher“ verfilmt worden. Wir parkten den Bus knapp außerhalb des Ortes und gingen zu Fuß zum Wasser hinunter. Das war wirklich Bilderbuch-Schweden, wie man es sich vorstellt.







Es gibt ein Ingrid-Bergmann-Denkmal. Welches zu Ehren der Schauspielerin errichtet wurde, da sie in diesem Ort mehrere ihrer Urlaube verbracht hat. Angeblich wurde auch ihre Asche hier ins Meer gestreut.



Die ganz Abenteuerlichen aus unserer Truppe konnten noch einen halsbrecherischen Weg nach oben auf den Berg Vetteberget nehmen. Zwischen zwei Felswänden kann man über Geröll und Felsbrocken aller Größen nach oben klettern. Die Aussicht von oben soll großartig sein. Ich nahm mit der Aussicht hier unten am Wasser vorlieb. Die war schon toll genug. Das reichte mir. Und meine Knochen bleiben heile.

















Letzte Änderung: 16 Jan 2025 07:39 von Papa Kenia.
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16 Jan 2025 07:38 #700739
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Nächster Halt unserer heutigen Tour waren die Felszeichnungen von Tanumshede. Sie sind geschätzte 3000 Jahre alt. Die Unesco hat sie zum Weltkulturerbe erklärt.

Vom Parkplatz aus war es eine ziemliche Strecke zu den Steinen mit den Ritzungen. Das wollte ich meiner Lunge nicht zumuten und konzentrierte mich sofort auf das Museum und die Außenanlagen. Zumal unser Reiseleiter uns mitgeteilt hatte, dass wir das Museum und die Außenanlagen ebenfalls besichtigen werden. Also hatte ich hier schon mal einen Vorsprung. Felsenmalereien hatte ich in Norwegen, in Alta, schon genug bewundern können.















Die Außenanlagen waren ganz nett anzusehen. Wesentlich beeindruckender fand ich allerdings letztes Jahr „Maihaugen“ in Norwegen. Das Museum war überschaubar. Nachdem ich das Gelände abgelaufen hatte, ging ich zurück ins Gebäude. Hier gönnte ich mir ein Stückchen Kuchen mit einem Pott Kaffee. Nach geraumer Zeit setzten sich zwei Ehepaare zu mir und wir unterhielten uns angeregt.
Letzte Änderung: 17 Jan 2025 07:23 von Papa Kenia.
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