THEMA: Schweden? Ja, kann man auch mal machen!
22 Jan 2025 07:53 #701165
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  • Papa Kenia am 22 Jan 2025 07:53
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@ freshy
Hallo freshy,
vielen Dank für Deine Rückmeldung. Bei „andelt“ musste ich googlen. Obwohl ich schon so alt geworden bin, habe ich das noch nie gehört.

@ Nacho
Hallo Silvia,
vielen Dank für die aufbauenden Worte.
Da hätte auch mal jemand auf die Idee kommen können, dir Hilfe anzubieten.
Jeder ist sich selbst der Nächste. Manche Ehepaare waren so mit ihrem Gepäck beschäftigt, dass ich dachte, die machen keine Rundreise, sondern einen Umzug.

@ Silvy
Hallo Silvy,
mit Rentieren wandern muss wahrlich ein unvergessliches Erlebnis sein.
Irgendwann kommt der Zeitpunkt, da merkt man, dass es körperlich nicht mehr so geht wie mit 30 oder 40. Dann muss man halt umdenken.

Wettermäßig waren die ersten Tage sehr gut. Es beginnt aber gleich zu regnen 😊

Viele Grüße
Dieter
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22 Jan 2025 08:37 #701166
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Papa Kenia schrieb:
@ freshy
Hallo freshy,
vielen Dank für Deine Rückmeldung. Bei „andelt“ musste ich googlen. Obwohl ich schon so alt geworden bin, habe ich das noch nie gehört.

Viele Grüße
Dieter

Guten Morgen Dieter,
"andeit" ist plattdeutsch und bedeutet "antut", Aber das hätte sich ja nicht gereimt :silly: Alles klar?
LG freshy
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22 Jan 2025 09:28 #701170
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Hallo freshy,
alles klar! Man lernt nie aus! Danke!

Schönen Tag noch und viele Grüße
Dieter
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22 Jan 2025 09:47 #701172
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Tag 6

Der heutige Tag verlief für mich ruhig. Auf dem Programm stand eine Fahrt nach Nusnäs, wo die Dalarna-Pferdchen geschnitzt werden. Diese Tiere sind für Schweden-Urlauber ein MUSS als Souvenir.

Danach sollte es weitergehen nach Rättvik zu einem Besuch in einem Freilichtmuseum. Anschließend stand noch eine Fahrt mit einem alten Dampfer an.

Bereits vor der Buchung der Reise hatte ich diesen Tag innerlich ausgeklammert und beschlossen, das Tagesprogramm ausfallen zu lassen. Grund dafür war die Fahrt mit der M/S Gustav Wasa, mit der die Gruppe heute fahren würde. Aufgrund meines Alters bin ich natürlich nostalgisch angehaucht und so ein altes Schiff hätte mich normalerweise auch interessiert, aber eine volle Dröhnung Dieselabgase braucht meine Lunge wahrlich nicht. Also ließ ich es, nachdem ich mich bereits beim Frühstück bei Jonas abgemeldet hatte, langsam angehen.

Ich hatte während der vergangenen Tage genügend Gelegenheit, mich mit Akim zu unterhalten. Heute Morgen hieß es jedoch Abschied nehmen. Akim würde morgen als Fahrer für eine andere Tour unseres Reiseveranstalters einspringen. Wer weiß, vielleicht sieht man sich in diesem Leben noch mal.



Die restliche Reisegruppe verabschiedete sich noch winkend und ich ging zunächst auf mein Zimmer. Hier vertiefte ich mich die nächste Stunde in meinem Reiseführer.

Wegen Corona war das Hallenbad leider geschlossen. So entschloss ich mich, einen richtigen Gammeltag einzulegen. Also besorgte ich mir ein Bier und begab mich damit vor die Tür, wo ich mir eine windgeschützte Ecke suchte.









Der Ausblick auf den Siljansees war nicht schlecht. Super Ausblick, ein Bier und Lieblingsmusik vom ipod, auch das ist Urlaub. Man braucht nicht unbedingt nur Schlösser! Bei schönem Wetter wäre es bestimmt noch besser gewesen. Die Wolkendecke zog sich immer mehr zu und kurz vor Mittag begann es zu regnen.

Zum Mittagessen ging ich ins Restaurant. Ich gönnte mir zunächst eine Suppe. Anschließend wurde ich am Buffet fündig. Kartoffeln, Fleisch und Salat. Das war genau passend zum Mittag. Dem aufmerksamen Leser ist aufgefallen, dass da noch etwas fehlte! Das Bier! Natürlich hatte ich mir dieses auch bestellt. Wollte es nur nicht explizit erwähnen! 😊

Da wir in diesem Hotel nur übernachteten war mein Mittagessen nicht im Preis enthalten; ich musste also das Essen bezahlen. Ich hätte ja mit der restlichen Truppe mitfahren können. Auf der Gustav Wasa gab es nämlich inkludiertes Mittagessen.

Für schwedische Verhältnisse fand ich den Preis für mein Mittagessen im Hotel absolut in Ordnung.

Es regnete immer noch. Hier oben auf dem Hügel war es ziemlich zugig.







Daher begab ich mich auf mein Zimmer und bearbeitete mein Laptop.

Nachmittags hatten sich die Wolken fast verzogen und die Sonne kam zum Vorschein. Ich suchte mir eine bequeme Bank vor dem Hotel, genoss die Wärme und chillte so vor mich hin. Chillen gehört zu meinen Paradedisziplinen.

Irgendwann am späten Nachmittag kehrte die Reisegruppe zurück. Sie schilderten mir ihr Erlebtes. Einige waren von der Tour begeistert. Andere schimpften auf den Dieselgeruch, der während der gesamten Dampferfahrt wie eine Glocke über dem Schiff lag. Dann war meine Entscheidung ja nicht ganz so verkehrt gewesen.

Viele Grüße
Dieter
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25 Jan 2025 17:27 #701363
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Tag 7

Wer die roten Häuser Skandinaviens kennt - die Farbe dafür kommt vermutlich von hier: Falun. Falun ist eine Stadt in der Provinz Dalarnas. Hier gibt es eine Kupfergrube. Seit 2001 gehört diese zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Das typische rot ist ein Abfallprodukt, welches bei der Kupfergewinnung entsteht. Aus diesen Farbpigmenten wird Dispersionsfarbe hergestellt.

Wir hatten vom Hotel aus nur rund 50 Kilometer bis dahin zurückzulegen. Dann standen wir auf dem Gelände der ‚Falu Gruva‘.



Das Gelände ist groß und der Blick in die Erzgrube war beeindruckend. Das Wetter spielte wieder mit. Es war angenehm warm.







Wer wollte, konnte an einer Besichtigungstour in den Stollen teilnehmen.

Jonas riet mir, an dem Abstieg nicht teilzunehmen.

Das hätte ich mir sowieso geklemmt. Bereits bei den Recherchen vor der Buchung hatte ich den Hinweis gefunden, dass Menschen mit Behinderung der Besuch nicht angeraten wird. Für Frostbeulen ist die Führung ebenso wenig geeignet. Die Temperaturen im Stollen sollen bei knapp über 0 Grad C liegen. Das waren also zwei Punkte, die gegen eine Teilnahme sprachen. Außerdem ist der Boden rutschig und matschig. Der Abstieg erfolgt auf eigene Gefahr.

Diesen Ausflug habe ich locker verschmerzt. Etwas ähnliches hatte ich vor Jahren erlebt. Ich komme aus dem Ruhrgebiet. Sprich: Aus dem Kohlenpott. Hier herrschte lange Zeit der Kohleabbau. Selbst in meinem kleinen Geburtsort gab es eine Zeche. Durch eine frühere Arbeitskollegin, deren Mann Steiger auf eben dieser Zeche war, hatten meine damalige Arbeitskollegen und ich (gendern gab es da noch nicht 😊 – und wird es für mich auch nie geben) Mitte der 90er Jahre die Möglichkeit, einen Ausflug nach ‚Unter Tage‘ zu machen. In voller Bergmannsmontur, mit Helm und Grubenlampe ging es runter in den Stollen. Mit dem Förderkorb dauerte der Abstieg nicht lange. Nach schätzungsweise zwei Minuten hielten wir auf 900 m Tiefe. Wir wurden damals durch Stollen gescheucht, die wir teilweise nur auf allen Vieren bewältigen konnten (reinste Schikane!). Auch war es hier nicht kalt, sondern gefühlte 40 Grad C warm. Während sich die übrigen die Fummel vom Leib rissen, weil es ihnen zu warm war, hat es mir sehr gut gefallen.

Die heutige Falun-Stollen-Tour war dagegen ‚Wellness‘. In Ordnung! - ist natürlich ein wenig übertrieben. Es geht über insgesamt 400 Stufen hinunter in den Berg. Das ist also schon etwas für Durchtrainierte. Für den Rückweg kann allerdings ein Fahrstuhl benutzt werden. Außer mir nahmen doch noch ein paar Leute nicht an dem Abstieg teil.

Wir wünschten den Abenteurern alles Gute und machten uns auf den Weg, das Gelände näher zu erkunden. Da jeder seine eigenen Vorstellungen von Erkundungen hatte, trennten wir uns und jeder ging für sich. Fotomotive gab es hier selbstverständlich wieder in Hülle und Fülle.







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25 Jan 2025 17:28 #701364
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Das Museum war ebenfalls sehenswert. Es gibt hier auch so was wie Living Museum. Wie vor 100 Jahren saßen Mann, Frau und zwei Kinder in einem kleinen Holzhaus und handwerkten.














Letzte Änderung: 25 Jan 2025 17:38 von Papa Kenia.
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