Tag 4
Die morgendliche Dusche brachte wieder Leben in meinen Körper. Frisch gestylt ging es mit dem Fahrstuhl runter und Richtung Frühstücksraum. Mittlerweile hatten sich innerhalb der Reisegruppe kleinere Grüppchen gebildet. So saßen meistens dieselben Leute morgens und abends beim Essen zusammen.
Auf zu neuen Taten. Wir starteten Richtung Vätternsee, Schwedens zweitgrößtem See.
Meine Busnachbarn und ich hatten uns schon mehrfach gefragt, was der Zettel auf dem Sitz der uns gegenüberliegenden Busseite zu bedeuten hat. Seit der Abfahrt lag wie vorher auf allen übrigen Sitzen ein Namenszettel. Da wir nun aber doch unterwegs waren, hätte man den ruhig entfernen können. Da drängten sich schon einige Fragen auf. Man hat ja auch sonst nichts zu tun.
Die Lösung nahte. Wir hielten vor einem Hotel. Und es stieg ein, ein geschätzt 60 bis 65jähriger Mann. Seinem Outfit nach zu urteilen war er schon einige Tage unterwegs.
„Wo kommst du denn her?“
Seine direkten Sitznachbarn waren natürlich neugierig. Er hatte schon eine gut 2-wöchige Schweden-Rundreise mit anderen Zielen (ich hätte auch ‚Destinations‘ schreiben können – tue ich aber nicht 😊) hinter sich. Flexibel, wie unser Reiseunternehmen nun mal ist, wurde für diese Person eine Übernachtung mehr im letzten Hotel gebucht. Während der Rest seiner Gruppe nach Deutschland zurückfuhr, schloss er sich nun einer neuen Gruppe an. Und jetzt ist er da und macht eine Anschlussreise mit uns! Auch nicht schlecht!
Unser heutiges Ziel war der Nationalpark Tiveden. Wer wollte, konnte auf eigene Faust eine Wanderung unternehmen. Es gibt drei Rundwege in unterschiedlichen Längen. Die längste Strecke beträgt zwei Stunden. Man hatte aber auch die Möglichkeit, sich einfach auf eigene Faust ein wenig umsehen oder die Natur und die Stille genießen.
Ich begnügte mich damit, die light Variante unter meine Schuhe zu bringen. Beine sind nicht nur zum Wandern da. Nach knapp 10 Minuten war ich fertig und genoss anschließend den Ausblick auf den See. Relaxen kann ich sehr gut!
Bevor wir weiterfuhren, gab es erstmalig Verpflegung aus der Busküche. Herbert und Akim servierten Brühwürstchen, Kaffee, kalte Getränke, Kekse und Schokis. Sie beherrschten auch diesen Job perfekt. Alle Teilnehmer standen in lockerer Runde zusammen und ließen es sich schmecken.