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Tag 11
Nach einem guten Frühstück – heute ohne Feueralarm – brachte uns unser Reisebus zum königlichen Schloss. Bereits um kurz nach neun Uhr machten wir den ersten Fotostopp. Der Bus hielt für rund 20 Minuten am Aussichtspunkt Fjällgatan. Auf dem Weg zum Schloss machten wir allerdings einen riesigen Schlenker, um noch etwas von Stockholm zu sehen. So sahen wir noch mal das Wasa-Museum, die Kunstgalerie, das Wikingermuseum, nicht zu vergessen das ABBA-Museum und in unmittelbarer Nähe den Vergnügungspark Gröna-Lund. Vorgestern waren wir an Bord der M/S Viking Grace noch näher am Vergnügungspark vorbeigekommen. Es herrschten zu dieser Morgenstunde angenehme Temperaturen. Die Sonne blickte hin und wieder durch die Wolkenlücken. Am Schloss angekommen, hieß es für uns Endstation. Wir durften aussteigen und hatten die nächsten Stunden zur freien Verfügung. Ich schaute mir zunächst die Wachablösung an. |
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Letzte Änderung: 12 Mär 2025 07:38 von Papa Kenia.
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Die übrigen Reiseteilnehmer hatte ich irgendwann aus den Augen verloren. Alles halb so wild. Ich komme auch gut allein klar. Gegen Mittag setzte nicht nur Hunger, sondern auch Regen ein. Das war ganz und gar nicht schön.
Ich blieb unter einem Vordach geraume Zeit stehen. Es hörte aber nicht auf zu regnen. So begab ich mich auf die Suche nach etwas Essbarem. In einer Snackbar konnte ich einen Tisch ergattern. Burger, Pommes, Bier. Was will man mehr? Als ich zu Ende gespeist hatte regnete es immer noch. Mutig stapfte ich vor die Tür und ging, immer Vordächer oder sonstigen Regenschutz suchend, Richtung vereinbartem Treffpunkt für die Rückfahrt. Natürlich mussten auch die Souvenirläden inspiziert werden. Hier gab es alles war das Touristenherz begehrt, aber eigentlich gar nicht braucht. Zum verabredeten Zeitpunkt trudelten alle Urlauber wieder pünktlich da ein, wo uns der Fahrer gut 5 Stunden vorher hat aussteigen lassen. Wir fuhren jetzt noch mal zum Hotel zurück, um eine Stunde später nach Waxholm zu fahren. Diese Tour habe ich mir geklemmt. Noch ein Schloss brauche ich heute nicht. Genau wie ich dachten noch zwei Paare und wir meldeten uns bei Jonas ab. Wir wollten die Beine hochlegen. Auch der Einwand von Jonas, dass wir das heutige inkludierte Abendessen auf Waxholm bekommen würden, stimmte uns nicht um. Ich verzog mich zunächst auf mein Zimmer und inspizierte die Minibar. Das Bier sah sehr appetitlich aus und so genoss ich beim Sichern meiner Fotos erst mal ein Schlückchen. Die Reiseteilnehmer, die die Möglichkeit Waxholm genutzt hatten, kamen gegen 22.30 Uhr zurück. Diese sah ich aber erst am nächsten Morgen wieder. Ich wollte am heutigen Tage intensive Augenpflege betreiben. Grüße Dieter |
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Letzte Änderung: 25 Feb 2025 07:48 von Papa Kenia.
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Tag 12
Frühes Aufstehen gehört bei diesem Reiseveranstalter einfach dazu. Also raus aus den Federn, rein ins Bad und anschließend mit dem Fahrstuhl Richtung Speisesaal zum Frühstück. Heute hieß es wieder alle Habseligkeiten mitnehmen und im Bus verstauen. Das war unsere letzte Nacht in Stockholm. Bereits um 8:30 Uhr saß die Reisegruppe im Bus. Wir machten zunächst eine kleine, letzte Stadtrundfahrt und landeten irgendwann am sehenswerten Stadthaus. Eine gute Stunde hatten wir Zeit, dieses Gebäude auf einem Rundgang zu erkunden. Es ist der Sitz der Stadtregierung. Hier werden alljährlich durch den amtierenden König die Nobelpreise für die verschiedenen Sparten verliehen. |
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Letzte Änderung: 10 Feb 2025 09:21 von Papa Kenia.
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Für das Drumherum blieb auch noch ein wenig Zeit. Kurz vor elf Uhr setzte sich unser Bus wieder in Bewegung. Wir fuhren in die nahe gelegene Hafenstadt Nynäshamn.
Da war sie wieder! Ich sah sie bereits von weitem. Eine dieser nicht enden wollende Gangways. Allmählich begann ich diese Dinger zu hassen. Was solls. Raus aus dem Bus und rein ins Hafengebäude. Rolltreppe? Fehlanzeige! Stufen! Jede Menge! Stufensteigen ohne Ende und dann immer bis zum Horizont usw., usw. Ihr kennt das ja schon. Halb taumelnd, halb fallend, nutzte ich die erste Chance und schmiss mich an Bord der Fähre in eine Ledergarnitur. Dass diese Erlebnistouren hart waren, war mir bekannt. Aber dass es an Selbstzerfleischung ran reicht, hätte ich nie gedacht. Es gab auch noch andere ältere Herrschaften, die röchelnd an Bord robbten. Diese Gangway hatte es in sich! Als ich nach einigen Minuten endlich vernünftig durchatmen konnte und auch Herr über meine Gliedmaßen war, sah ich erstmal, wie toll diese Fähre war. Es schien ein niegelnagelneues Teil zu sein. Außer unserer Gruppe waren geschätzt nicht mal 30 Leute mit an Bord. Um einige Minuten vor 13 Uhr legte die Fähre ab. Wir waren nun für die nächsten drei Stunden auf dem Weg nach Gotland. Bevor die Fähre ablegte, war ich aber an Oberdeck und genoss den Fahrtwind und den herrlichen Sonnenschein. Hunger trieb mich und auch andere Gäste zwischendurch unter Deck. Ich genehmigte mir ein hervorragenden Köttbullar mit Salat. Der Preis für die Mahlzeit war in Ordnung. Geschmacklich war es sehr gut! |
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Letzte Änderung: 12 Feb 2025 07:49 von Papa Kenia.
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Gegen 16 Uhr legte die Fähre in Visby an.
Wir fuhren mit unserem Bus bis vor die Stadtmauern. Innerhalb der Stadtmauern war Fahrverbot. Das fiel natürlich genau in die Rubrik ‚Momente, die Dieter nicht braucht‘. Herbert sah, wie ich mit meinem Gepäck am Rumhampeln war. „Beim letzten Mal als ich hier, durfte ich mit dem Bus noch bis vor das Hotel fahren.“ ‚Danke Häbbät! Das baut auf! Kannst du nicht einfach die Klappe halten?‘ Da wir hier in Visby zwei Übernachtungen hatten, lohnte es sich, Reisetaschen oder Koffer mitzunehmen. Also quälte ich mich mit meiner Tasche und dem Kamerarucksack ab und versuchte erfolglos, mit den anderen mitzuhalten. Keine Chance! Meine Lunge streikte und ich musste wohl oder übel eine Pause einlegen. Setzte mich auf ein Mäuerchen und atmete die nächsten fünf Minuten erst mal gut durch. Am Ende der Straße sah ich unsere Gruppe nach links in ein Hotel schwenken. Auf jeden Fall wusste ich jetzt, dass wir in Sichtweite untergebracht sind und ich in einiger Entfernung alle wiedersehen würde. Vermutlich stehen noch welche an der Rezeption, wenn ich auftauche. Genau so war es. Jonas war mit dem Verteilen der Zimmerschlüssel beschäftigt, als ich im Hotel eintraf und mich von der erstbesten Sitzgelegenheit magnetisch angezogen fühlte. Wer für einen Rundgang mitgehen wollte, der sollte sich in 50 Minuten hier unten im Foyer einfinden. Die Führung würde Jonas übernehmen. So lange wollte ich nicht warten. Ich ging auf mein Zimmer. Gott sei Dank brauchte ich hier keine Treppen steigen. Mein Zimmer lag ebenerdig. Es war nett und meinen Vorstellungen entsprechend. Groß genug und sauber. Die Reisetasche stelle ich in die Ecke, schnappte erst mal Luft und dann meine Sony mit nur einem Objektiv. Ich nahm nur das Lieblingsobjektiv 18-200 mm mit und stiefelte lange vor den anderen schon mal los. Alles natürlich in gemäßigtem Tempo. Ich hatte den richtigen Riecher und auf Anhieb das gefunden, was Touristen eigentlich suchen. Hübsche, bunte Holzhäuschen. Angeblich wurden in diesen Gassen auch einige Szenen von Pipi Langstrumpf gedreht. Wer allerdings die Villa Kunterbunt hier vermutet hat, der war auf dem Holzweg, die steht in einem Freizeitpark in Kneippbyn. |
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In meinem eigenen Tempo wanderte ich durch die schmalen Gassen.
Irgendwann holt mich dann aber doch unsere Reisegruppe unter der Führung von Jonas ein. Ich hörte, wie er seiner Nebenfrau sagte: „Wo kommt Dieter denn her? Ich denke, der kriegt keine Luft und kann nicht gut laufen?“ „Jonas? Ich habe zwar eine kaputte Lunge. Aber ich höre sehr gut! Wir sprechen uns noch!“ Und grinste ihn an. Er grinste zurück und hob den Daumen. Damit war klar, dass er mich nicht falsch verstanden hat. Mit solchen Sprüchen kann ich humorvoll umgehen! Für seinen Ausspruch war ich ihm natürlich nicht böse. |
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Letzte Änderung: 12 Feb 2025 09:20 von Papa Kenia.
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