THEMA: Caprivi extra dry - "Fünf Flüsse"-Tour 2024
21 Dez 2024 15:05 #699339
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Lotusblume: "Virtuell begleite ich Euch gerne weiter und bin auf weitere Abenteuer gespannt."
Auch an Dich ein herzliches Willkommen!

Tag 6: Sonntag, 03.11.2024

Heute ging es wieder über die Grenze und zum Ngoma-Gate. Der Plan war, heute die Riverfront von West nach Ost bis zum Sedudu-Gate zu durchfahren und morgen dann umgekehrt.
Da wir am Vortag aber bergauf im Tiefsand auf der direkten Zufahrt schwer zu kämpfen hatten ;), erkundigten wir uns nach der Alternativzufahrt über die Route 17. „Kein Problem“ meinte der freundliche Ranger am Gate und erklärte uns kurz, wie die Einfahrt von der Transitstrecke aus zu erkennen sei. So fuhren wir also zunächst exakt 8,2 km Richtung Kasane. Dann ging es auf einer im Vergleich zur Zufahrt am Ngoma-Gate sehr angenehm zu fahrenden Piste Richtung „Ufer“. Unterwegs sollten wir etwa auf halber Strecke zwischen Simwanza und der Uferstrecke auf einen Giraffenkadaver achten, die Löwen, die die Giraffe gerissen hatten, seien auch noch in der Nähe. Trotz sehr detaillierter Beschreibung der mutmaßlichen Fundstelle durch den Ranger entdeckten wir aber weder den Kadaver noch die Beutegreifer. Lediglich lebenden Giraffen begegneten wir – auch nicht schlecht.





ich sehe niemand und niemand sieht mich :whistle:


Auch Kudus sahen wir





und Tokos


sowie eine Gabelracke Spatelracke (Racket-tailed Roller - Dank an Bele!)


Unten am „Fluss“ angekommen, nahmen wir die Piste immer am „Ufer“ entlang. Gelegentlich gab es Tümpel. In einem konnten wir dann eine Gruppe Hippos im Salat beobachten, die mehrere Kleine dabei hatten.











In der Nähe des Wassers waren immer ein paar Tiere zu sehen:



Afrikanischer Klaffschnabel


Schakal im falschen Rudel


Eine Herde Büffel unter einem großen Baobab


Zebras an der Tränke




beobachtet von zwei ziemlich lässigen Pavianen


braune Sichler


Dann kam uns ein Fahrzeug mit einem jungen Pärchen entgegen, die uns anzeigten anzuhalten und erzählten, dass sie etwa 200 Meter weiter zwei Löwenmädchen gesehen hätten und erklärten uns genau den Weg und die Stelle. Wir haben sie dann auch sofort gefunden und waren lange Zeit mit den beiden alleine :P.
Sie waren wohl etwas vollgefressen, denn sie hatten kürzlich ein geschwächtes Elefantenkalb gerissen. Dessen Kadaver haben wir aber dann erst am nächsten Tag gesehen.





















Die beiden Löwinnen hechelten vor sich hin und suchten gelegentlich nach mehr Schatten. Dabei ließen sie sich keinen Deut von uns stören. Wir waren sicher eine gute Stunde mit den zweien allein, bevor wir dann weiterfuhren Richtung Sedudu. Auf dem Weg dorthin sahen wir noch viele badende Büffel und im Hintergrund etliche Kühe, die am frühen Morgen auf der namibischen Seite Richtung „Fluss“ getrieben worden waren.







Später entdeckten wir dann noch einen Elefantenkadaver, auf den uns der Ranger eines Lodgefahrzeugs aufmerksam gemacht hatte. Dort in der Nähe befänden sich ebenfalls Löwen. Tatsächlich haben wir dann noch eine weitere Löwin im Busch entdeckt, von ihr aber nicht viele Photos machen können, da sie sehr versteckt lag und vom Rest ihres Rudels war auch nichts zu sehen.





So fuhren wir dann mit einer Überdosis Löwe weiter Richtung Sedudu und entdeckten noch lebende, aber sehr magere Elefanten, die sich schützend um ihre Kleinsten gruppierten



einen stattlichen Rappenantilopenherrn


und dann – kurz vor dem Abzweig von der Uferpiste Richtung Sedudu-Gate – zwei Gamedrive-Fahrzeuge an einem Busch. Was da wohl im Busch war?







Unser erster "freilebender" Leo. Auch wenn wir kaum gute Photos machen konnten, weil er sich ziemlich bedeckt hielt in seinem schattigen Versteck, so waren wir doch sehr happy.

Nebenan noch ein schönes Schopffrankolin (Crested Francolin)


und kurz vor dem Sedudu-Gate noch eine sehr magere Eli-Mutter mit ihrem Kalb. Es wunderte uns nicht, dass wir heute zwei Elefantenrisse gesehen haben, die Tiere müssen schon sehr geschwächt gewesen sein von der Dürre.


Nach der Ausfahrt haben wir in Kasane noch schnell ein paar Flaschen Wasser gekauft. Die Rückfahrt über die Transitroad war ebenso unspektakulär wie der erneute Grenzübertritt. Am nächsten Tag wollten wir die Riverfront dann auf umgekehrten Wege durchfahren.
Letzte Änderung: 21 Dez 2024 16:13 von Sangwali.
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21 Dez 2024 15:59 #699340
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Hallo Robert,

ich lese hier auch mit Vergnügen mit ;) und muss jetzt schnell zwischen zwei Blechen Lebkuchen reingrätschen:
Sangwali schrieb:
sowie eine Gabelracke

Das ist keine Gabelracke, sondern eine Spatelracke!

Freu mich schon auf mehr!

LG Bele
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21 Dez 2024 16:11 #699343
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Champagner schrieb:
ich lese hier auch mit Vergnügen mit ;) und muss jetzt schnell zwischen zwei Blechen Lebkuchen reingrätschen: Das ist keine Gabelracke, sondern eine Spatelracke!

Wow, danke, Bele, und welcome on board. Da hätte ich mal etwas genauer hingucken müssen. Mir kamen die Schwanzfedern schon etwas seltsam vor... :dry:
Übrigens ist jeder "Reingrätscher" willkommen, damit hast Du mir wieder eine weitere Erstsichtung beschert! :laugh:
VG Robert
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21 Dez 2024 16:37 #699346
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Tag 7: Montag, 04.11.2024

Schönstes Wetter heute morgen, hier ein Blick auf die Schwemmebene von der Terrasse des Camps, einmal November 2024 und einmal Mai 2017. Was für ein Unterschied!





Heute wollten wir wieder durch die Riverfront, diesmal erst auf der Transitstrecke nach Kasane bzw. zum Sedudu-Gate. Direkt hinter dem Ngoma-Gate sahen wir zum ersten Mal auf einer unserer Reisen die märchenhaften Hornraben direkt neben der Straße herumpicken. Vögel wie aus einem Fantasy-Film. Wie schön!





Gegen halb 11 waren wir am Sedudu-Gate, wo nix los war (also fahrzeugtechnisch). Nach dem Gate dann die ersten Elefanten, die im Buschwerk nach Schatten suchten.



Vom Sedudu-Gate ging es nach einer Senke zunächst bergan bis zu einem Viewpoint, von dem aus man einen phantastischen Blick auf die Flussbiegung direkt bei Kasane hat.



Weiter ging es dann zunächst auf recht festem Tiefsand (in der Nacht hatte etwas geregnet) zur Uferpiste.



Hier sahen wir

Elefanten


Kudus


Impala


mehr Kudus und mehr Elefanten







einen schönen Pferdeantilopen-Bock


Bei Serondela haben wir dann eine kurze Pause gemacht. Leider wollte uns ein Pärchen mit ihrem eigenen top-ausgestatteten Camping-Rover (vermutlich Südafrikaner) keinen Anteil des Schattens unter einem großen Baum abgeben, denn sie brauchten viieeehl (1) Platz für ihren Camping-Tisch, der allerdings noch nicht stand, als wir dorthin fuhren. Nun ja, wir vertraten uns ein wenig die Beine, schauten zu, wie eine Meerkatze einer anderen Touristin einen grünen Apfel stahl und fuhren dann weiter, wieder an der Uferlinie entlang.





Dann kamen wir an die Stelle, wo wir am Vortag die beiden Löwinnen gesehen hatten. Und siehe da, die erste lag tiefenentspannt direkt neben der Piste:









Ganz in der Nähe einen großen, etwas zerzausten Giraffen-Bullen.







Draußen auf der Schwemmebene jagten einander die zahlreichen Staubteufel, die eindrucksvoll unterstrichen, wie trocken es abseits der verbliebenen Tümpel war.


So konzentrierten sich natürlich viele Tiere am Wasser, hier einmal drei schwarzgraue Dickhäuter-Arten auf einem Fleck:



Etwa 150 m hinter der ersten Löwin sahen wir dann ihre Schwester an exakt dem gleichen Busch, an dem wir beide am Vortag gesehen hatten.





Später dann als Erstsichtung für uns in Afrika einen auch hierzulande bekannten Greif:

Fischadler (Western Osprey)



Weiter ging es dann immer an der „Ufer“-Linie entlang mit Büffeln und Hippos







Nach der Rückkehr ins Camp dann das mittlerweile gewohnte 17:00 Uhr Savannah und noch ein paar Eindrücke von der Terrasse mit

Klaffschnabel und Graureiher


Vier (😊) Impala und zwei (😊) Kuhreiher





Morgen würden wir dann ein letztes Mal nach Botswana einreisen, wo wir zwei Nächte in der Thobolo´s Bush Lodge gebucht hatten.
Letzte Änderung: 21 Dez 2024 16:40 von Sangwali.
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23 Dez 2024 19:17 #699441
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Tag 8: Dienstag, 05.11.2024

Heute hatten wir wieder eine sehr kurze Etappe, nur 59 km, also wieder ein entschleunigter Tag. Bei der Planung der Tour hatte ich einen Abstecher zur Thobolo´s Bush Lodge eingebaut, um von dort aus endlich mal nach Savuti zu kommen, und sei es nur für einen Tagesausflug.
Gerne hätten wir einmal mehr Zeit in der Region Savuti / Khwai / Xakanaxa verbracht, aber wenn man nicht campt und nicht gerade Investmentbanker ist, dann ist das unerschwinglich. Und selbst wenn man es sich leisten kann – wir würden es nicht wollen, die Preise sind jenseits von irgendwas. Schon die zwei Nächte Thobolo´s waren an der Schmerzgrenze.
So machten wir uns dann nach dem Frühstück – wieder in aller Ruhe, denn nach Savuti würde es erst am nächsten Tag gehen – gen Katchikau und weiter zur Thobolo´s Bush Lodge auf:



Bis Katchikau auf Asphalt, danach noch weitere 14 km auf der bekannten Tiefsandpiste. War aber kein wirkliches Problem.



Tiefsandpiste ab Kachikau


Am frühen Nachmittag kamen wir an und wurden herzlich von Dany und seiner Frau empfangen. Sie zeigten uns das Hauptgebäude mit einer sehr schönen großen Terrasse im ersten Stock mit Blick auf die Barangwe-Pan und das Wasserloch direkt vor der Lodge. Die Bar-Terrasse erinnerte mich in ihrem kolonialen Stil an die des Africa House Hotel in Stone Town, Zanzibar. In der Bar konnte man sich zu jeder Zeit selbst mit Getränken versorgen :) .
Unser Chalet war ein Doppel-Chalet mit einer zentralen Küche sowie zwei Doppelzimmern an jeder Seite mit jeweils eigenem Bad. Von der Küche ging es eine Treppe hoch zu einem privaten View-Desk. Von hier hatte man einen tollen Blick auf das Wasserloch und die Pan. Den ganzen Nachmittag herrschte ein ständiges Kommen und Gehen an Elefanten, mal kam eine Gruppe von links, dann eine von rechts. Es müssen an die hundert Tiere gewesen sein, die sich an dem Nachmittag dort ein Stelldichein gaben.









Dany meinte, das Wasserloch bei Thobolo´s sei das einzige zwischen Savuti und dem Chobe, daher würden aktuell viele Tiere dorthin kommen. Sobald der Regen richtig einsetzen würde, kämen deutlich weniger, die Elefanten würden dann alle in das Herz des Nationalparks abwandern.

Marabu


Im Laufe des Nachmittag haben wir noch ein wenig Zeit an dem sehr sauberen Pool verbracht und den Rasenmähern beim Rasen mähen zugeschaut:



vor dem Dinner haben wir dann noch mal dem Elefantentreiben von der Barterrasse aus zugesehen:





und später dem Büffeltreiben:







Gegen sechs hatten auf einmal wie auf Signal die Elefanten einer großen Büffelherde Platz gemacht. Draußen auf der Pan lagen auch mehrere Kadaver herum, manchmal kam auch ein Hauch des Geruchs über das Gelände:



Auf dem Weg zu unserem Zimmer dann ein seltsames Erlebnis, leider gibt´s keine Photos davon. Als wir die Treppe im Hauptgebäude runtergingen hörten wir ein Geräusch wie von einem Hagelschauer, verursacht durch Hunderte von Zikaden, die wie irre die Lampen rund um den Eingang zum Hauptgebäude torpedierten und etliche davon schon tot auf dem Boden lagen. Die Tiere sind gut daumengroß. Spooky!

Beim Abendessen dann wieder Elefantenkino, das ging dann, den Geräuschen nach zu urteilen, die ganze Nacht weiter.

Blick von der Restaurant-Terrasse:


Geschlafen haben wir leider nicht gut, denn die Zimmer waren nicht klimatisiert und durch die Bauweise bedingt haben sie sich sehr stark aufgeheizt. In der Nacht war es sicher nicht kühler als 25°C.

Morgen dann geht es nach Savuti!
Letzte Änderung: 23 Dez 2024 19:26 von Sangwali.
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23 Dez 2024 20:24 #699445
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  • Nacho am 23 Dez 2024 20:24
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Hallo Sangeali,
euer Bericht freut mich sehr und euch sind ein paar richtig tolle Fotos gelungen.
Auf dieser Reise begleite ich euch auch gerne.
Liebe Grüße und gesegnete Weihnachtstage, Silvia
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